Latenoid Flügelmann

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  • Vom Adlernebel nach Colonia

    Was soll ich sagen? Meine Forschungen im Adlernebel waren zu 75% abgeschlossen, als es plötzlich zu einer völlig unerwarteten Fehlfunktion im Kühlsystem meiner Krait kam.

    Naja, vielleicht wurde die Fehlfunktion durch die Routine und die immergleichen Arbeitsabläufe im Schiff verursacht. Irgendwann ist man nicht mehr so penibel mit den ganzen Wartungsarbeiten. Man wird im Lauf der Monate bequemer. Ich fing damit an, dass ich nicht mehr die Waffenübungen und Testmanöver durchlief. Warum auch, dachte ich mir.

    Ich habe ja extra eine Kopilotin angeheuert, die mir lästige Arbeit abnehmen soll...

    Wie auch immer, lamentieren hilft nichts und macht das Geschehene nicht mehr rückgängig.

    Es hatte sich bei den zahlreichen Landeanflügen wohl aufgewirbelter Planetenstaub in den Wärme-Auslassklappen angesammelt. Womöglich bildete dies einen guten Nährboden für die Mikrobensporen von den Borkenhügeln. Was es genau war, kann man nicht mehr sagen.

    Ich weiß noch, wie ich schon schläfrig im Pilotensessel saß und wohl auch eingenickt bin. Es war ein langer Arbeitstag gewesen mit aufwändigen Vermessungsarbeiten an einem Borkenhügelfeld sowie stundenlangen Außeneinsätzen. Als wir schliesslich von dem kleinen Mond abhoben und in den Orbit einlenkten, gab es ein geselliges Abendessen mit ein paar Gläsern Wein.

    Danach begab ich mich ins Cockpit und ließ meinen Blick auf den Weltraum schweifen - und da bin ich eingenickt.


    "ALARM -TEMPERATUR IM KRITISCHEN BEREICH", vermeldete leise der Bordcomputer und es zog mich langsam aus dem Schlaf. Ich weiß nicht, wie oft diese Meldung schon erfolgte, die Computerstimme stellte ich schon vor einigen Tagen auf "Leise" , da ich Musik hörte und nicht ständig die öden, immergleichen Meldungen des Computers hören wollte.

    Das wurde uns zum Verhängnis. Dichter Rauch waberte beteits zwischen den Konsolen und es stank leicht beissend nach verbranntem Kunststoff.

    ...

  • Ich hänge jetzt schon einige Monate im Adlernebel herum. Interessanter Sternenkluster mit extrem auffälliger Reihung der Sterne. Ich habe damit angefangen, die Sterne zu kartieren. Der Adlernebel ist längst vollständig kartografiert, trotzdem verspreche ich mir aus der detaillierten Vermessung neue Informationen zur StellarForceEngine zu gewinnen...

  • Die Distant-World-2-Tour habe ich unterwegs abgebrochen.

    Ich war im >Zinnober Mottennebel (Cinnabar Moth Nebula)< und bei der Durchsicht eine Reihe von Borkenhügeln-Signalen entdeckt.

    Ich wurde neugierig und fing an, diese eigentlich eher gewöhnlichen Lebensformen zu studieren.


    Schließlich bin ich kernwärts weitergezogen, um den Adler-Nebel zu besuchen...

  • Schiff und Crew


    Unterwegs bin ich in der AURELIUS, einer Krait MK2 mit Spezial-Lackierung in der Christmas-Edition 2018. Für mich sehen die darauf abgebildeten Symbole allerdings aus wie die Kristall-Lebensformen in den Lagrange-Punkten und Himmelsbarken wie auf der Sternscheibe von Nebra ?


    Das Cockpit bietet eine gute Aussicht, und hat sogar eine eingebaute Kaffee-Maschine. Mit leicht modifiziertem Triebwerk schafft die Mühle fast 30 Lichtjahre Sprungreichweite. Die Ausrüstung ist nicht unbedingt explorertypisch leicht eingestellt.


    Habe mich auch für Bergbau-Missionen ausgerüstet und auch einen 64 T-Laderaum, da bei der DW2 ja auch das Resourcensammeln für eine neue Station als eines der Missionsziele auf dem Zettel stand. Daher bestehen die Aufhängungen aus Abrasionsblaster, Ladewerfer und Verdrängungsraketenwerfer sowie zwei Abbaulasern.


    Bis jetzt habe ich noch keinen Bergbau außerhalb der Blase getätigt, die Gelegenheit bei der DW2 hatte ich verpasst und so schleppe ich das Zeug sozusagen noch originalverpackt mit mir rum. Allerdings habe ich die Abbaulaser inzwischen viel genutzt und sie haben mir gute Dienste geleistet, z.B. bei der Fly-By-Probenentnahme.


    An Bord habe ich ein SRV und einen Jäger geladen. Für den Jäger habe ich mir in der Gegend um Pallaeni eine Co-Pilotin angeheuert. Es hatte etwas gedauert, eine Dame mit einigermaßen sympathischem Erscheinungsbild zu finden – ich denke, werte Kollegen, Sie kennen das Problem aus eigener Anschauung ?

  • Charaktervorstellung: Cmdr Dr. James Taddeus Latenoid


    Seit der Distant-Worlds-2 Anfang letzten Jahres bin ich außerhalb der Blase weit draußen unterwegs. In meiner Rolle als Astro-Archäologe und Xeno-Biologe bin ich eingetragenes Mitglied der Distant Worlds 2-Tour und dort unter der Kennung 5JP-DW registriert. Ebenso bin ich wissenschaftliches Mitglied bei Cannon Research und unterstütze der Forschung mit Datensendungen. Und natürlich beteilige ich mich an dem Kartierungsprojekt von EDSM.


    Meine Eltern waren imperiale Verwaltungsbeamte und so konnte ich mir ein Studium auf 3 Randwelten leisten. Nach Studienabschluss über terranische Archäologie verdiente ich mir meine Credits mit zahlreichen Courier- und Handelsmissionen und brachte es zu bescheidenem Wohlstand. Ich handelte mit seltenen Gütern und kam so in der Blase etwas herum. Bei der Erforschung der uralten Ruinen war ich ebenso beteiligt und besorgte einige Relikte für diverse Museen und Forschungslabore. Das waren meine ersten Vorstöße außerhalb der Blase. Bei diesen Expeditionen faszinierte mich immer mehr der offene Weltraum. In den Galnews waren immer wieder Berichte von Jacques Station und Colonia zu hören, das hatte mir sehr gut gefallen. Aber für eine derartig weitere Reise nach draußen fühlte ich mich noch nicht bereit.


    Also beschäftigte ich mich eine geraume Zeit mit Reisen zum Plejaden Nebel. Mit den damaligen Antrieben war es schon eine kleine „Weltreise“. Abgesehen von einigen schwerbewaffneten Piraten war die Gegend damals noch sicher – die Thargoiden tauchten ja erst später auf…


    Ich hatte für längere Zeit auf Maia meine Basis und verdiente wirklich gut mit Langstreckenhandel und Güterversorgung von über 300 Lichtjahren Reisestrecke. Da waren die Plejaden noch eine richtige Goldgrube!


    Die dort wachsende Anzahl von Außenposten wurden von konkurrierenden Fraktionen geführt, und es war ohne weiteres möglich „auf mehreren Hochzeiten zu tanzen“ ?


    Die Goldgräberstimmung wurde für mich schließlich durch das massive Vordrängen der Supermächte in die Plejaden beendet. Die damit verbundenen Aktivitäten mit großen Kreuzern und militärischer Präsenz waren einfach schlecht für das Geschäft. Die sporadischen Vorfälle von Thargoiden-Interdictionen wurden dann in den Plejaden zur Regel und mit Sicherheit gab es da einen Zusammenhang mit der Präsenz der Supermächte.


    Ich habe mich den „Tharg-Forschungen“, die überwiegend mit Laserkanonen und fragwürdiger Kriegspropaganda durchgeführt wurden, aus prinzipiellen Gründen nicht angeschlossen. Da war mir einfach zu viel politisch motivierte Bewegung und vor allem verrückte Revolverhelden unterwegs. Angesichts der eindeutig überlegenen (Bio-)Technologie der Thargoiden und mit Hinblick auf die Vorgeschichte der Beziehung mit der Menschheit, schien es mir klüger, den Krisenschauplatz zu verlassen.


    Ich dachte mir, es wäre klüger, nach den Ursachen der Thargs zu forschen. Es gab ja schon länger verstreute Berichte von eigenartigen Biofunden weiter südlich von den Plejaden. Ich meine damit diese Pocken und Hirnbäume, die man seinerzeit als „Erntetechnologie“ der Thargoiden interpretierte….