• Dienstag 08.09.2015
    Arte 17:35
    Die Voyager-Missionen
    http://www.arte.tv/guide/de/04…ionen-pioniere-im-weltall


    Im Spätsommer 1977 starteten auf Cape Canaveral im amerikanischen Bundesstaat Florida in kurzem Abstand die beiden identischen „Voyager“-Schwesternsonden. Sie wurden auf unterschiedliche Umlaufbahnen gebracht, um sich ergänzende Forschungsergebnisse aus dem äußeren Planetensystem und dem interstellaren Raum zur Erde zu senden. Der Betrieb von „Voyager 1“ und „Voyager 2“ hat seitdem die Erwartungen aller Wissenschaftler übertroffen, sowohl was die Qualität der Ergebnisse als auch die Langlebigkeit der Instrumente betrifft.


    1979 schickten die Sonden Bilder vom Jupiter, ein Jahr später vom Saturn, 1986 vom Uranus und 1989 vom Neptun. 1990 konnten sich die Forscher erstmals anhand von 67.000 Bildern einen Gesamtüberblick über die Sonne und sechs ihrer Planeten verschaffen. Weitere einmalige Entdeckungen der Schwestersonden sind die Vulkantätigkeit auf Io, die Ringe des Jupiters und die Oberfläche seines Mondes Europa, die Atmosphäre des Saturn-Mondes Titan, die Unregelmäßigkeit der Ringe des Saturns, das Magnetfeld von Uranus, das Zyklonsystem auf Neptun, die Geysire des Neptun-Mondes Triton sowie die Entdeckung von 23 neuen Monden. Damit gelten die „Voyager“-Missionen als die erfolgreichsten in der Geschichte der Raumfahrt.


    Beide Schwestersonden sollten ursprünglich fünf Jahre lang arbeiten, doch wider Erwarten funktionieren sie, von einigen Instrumenten abgesehen, auch heute noch. Sie führen die Datenplatte „Voyager Golden Record“ mit, auf der Bild- und Toninformationen über die Menschheit gespeichert sind. Dem letzten Stand zufolge sind die Sonden derzeit so weit entfernt, dass ihre Signale - in Lichtgeschwindigkeit gemessenen - mehrere Stunden brauchen, bis sie die Erde erreichen. Es wird vermutlich 40.000 Jahre dauern, bis sich die Sonden erneut einem Stern nähern. Die Nasa-Ingenieure gehen davon aus, dass der Kontakt dank der vorhandenen Energiereserven der Sonden bis ins Jahr 2020 oder gar 2025 gehalten werden kann.


    Wiederholung am Sonntag, 13.09. um 14:25 Uhr
    Wiederholung am Donnerstag, 17.09. um 10:20 Uhr

  • Mittwoch 09.09.2015
    Arte 17:30
    Der Stoff aus dem der Kosmos ist - Die illusion der Zeit
    http://www.arte.tv/guide/de/03…ff-aus-dem-der-kosmos-ist


    Die Menschen verschwenden sie, sparen sie, schlagen sie tot und schaufeln sie sich frei - die Zeit ist ein wesentlicher Faktor im Leben eines jeden. Doch Physiker haben auf die Frage, was Zeit eigentlich ist, eine überraschende Antwort. Sie haben nämlich nicht die geringste Ahnung. Und was noch überraschender ist: Das dem Menschen innewohnende Gefühl der verstreichenden Zeit könnte nichts anderes als eine Sinnestäuschung sein.


    Wie ist es möglich, dass die allgemeine Wahrnehmung eines derart alltäglichen Phänomens so falsch sein kann? Auf der Suche nach Antworten lädt der Physiker Brian Greene zu einer ultimativen Zeitreise 50 Jahre in die Zukunft ein. Dann geht es durch ein Wurmloch wieder zurück in die Vergangenheit. Auf dem Weg zeigt er eine neue Art, Zeit zu sehen, bei der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig existieren, von den Dinosauriern bis zur Geburt kommender Generationen. Die Reise führt zurück zum Urknall, in dem Physiker die letzten Geheimnisse der Zeit vermuten und zu ergründen versuchen.


    Wiederholung am Sonntag, 13.09. um 6:20 Uhr

  • Donnerstag 10.09.2015
    Arte 17:25
    Das Rätsel der dunklen Materie
    http://www.arte.tv/guide/de/04…etsel-der-dunklen-materie


    Die bekannte Materie - unter anderem Sterne und Galaxien - stellt lediglich bis zu fünf Prozent des Universums dar. Ein Großteil des Weltalls soll wissenschaftlichen Forschungen nach aus bisher unbekannter "Dunkler Materie" bestehen. Ein herausragendes weltweites Forschungsprojekt will offene Fragen zum Thema beantworten.




    Weltweit arbeiten Astrophysiker und Kosmologen am bisher größten Forschungsvorhaben des 21. Jahrhunderts. In unseren physikalischen Modellen stellt die bekannte und sichtbare Materie - dazu zählen beispielsweise Sterne und Galaxien - nur bis zu fünf Prozent des Universums dar. Ein Großteil des Weltalls soll aus unbekannter und unsichtbarer Materie bestehen. Bisher sind aber alle Versuche, dieser sogenannten Dunklen Materie auf die Spur zu kommen, gescheitert.


    Die Dokumentation gibt Einblick in das gigantische Forschungsprojekt, das diese Materie erkunden soll. Zwei wissenschaftliche Disziplinen, Astrophysik und Kosmologie, die sich mit völlig unterschiedlichen Größenordnungen vom unendlich Kleinen bis zum unendlich Großen befassen und noch bis vor kurzem losgelöst voneinander existierten, kooperieren miteinander, um das Mysterium des Universums zu enträtseln. Woraus besteht diese Dunkle Materie? Existiert sie überhaupt? Muss gar die gesamte Physik seit Newton und Einstein auf den Kopf gestellt werden?


    Die spannende Dokumentation über dieses außergewöhnliche Forschungsabenteuer erzählt von verkannten Wegbereitern, spektakulären Erkenntnissen, Debatten, Enttäuschungen und Ängsten, von Kooperation und Konkurrenz bei der Suche nach dem Stein der Weisen, für die gigantische Mittel bereitgestellt werden. Die Menschheit könnte vor einer bahnbrechenden, vielleicht mit der von Kopernikus oder Galileo vergleichbaren wissenschaftlichen und metaphysischen Entdeckung stehen, die unsere heutige Weltsicht grundlegend infrage stellen würde.



    Wiederholung am Montag, 14.09. um 10:10 Uhr

  • Freitag 11.09.2015
    Arte 17:30
    Mission zum Mars
    http://www.arte.tv/guide/de/048330-000/mission-zum-mars


    Am 5. August 2012 brachte die NASA den größten und ausgereiftesten Rover auf dem Mars sicher zur Landung. Der Erfolg beruhte auf einem Jahrzehnt an aufwendiger Forschung und anspruchsvoller Testläufe. Heute sucht der Rover "Curiosity" Antworten auf die Fragen, die die Menschheit seit langem bewegen.


    Es durfte nichts schiefgehen. Um den Mars-Rover „Curiosity" am 5. August 2012 unbeschädigt auf den Roten Planeten zu bringen, mussten die Ingenieure der Nasa unzählige Manöver durchführen. Während seines siebenminütigen fallschirmgebremsten Falls mit doppelter Schallgeschwindigkeit überstand der Forschungsroboter 872 Grad Celsius und 76 verschiedene Phasen. Schließlich landete "Curiosity" dank des Sky Crane sanft auf der Mars-Oberfläche.


    Das einzigartige System des ferngesteuerten Mars-Autos war zwar auf der Erde getestet worden, aber die Erbauer der "Curiosity" und der Rest der Welt hielten den Atem an, um zu sehen, ob der Rover auf dem Mars tatsächlich funktionieren würde wie geplant.


    Die Filmemacher schauten sich um bei den Wissenschaftlern und Ingenieuren, die "Curiosity" gebaut haben, und zeigen die wesentlichen Etappen, die die Landung des Raumschiffs ermöglichten, sowie die neuen Instrumente, mit denen der Forschungsroboter ausgestattet ist.


    Aber "Curiosity" ist nicht der einzige „elektronische Forscher“, der den Roten Planeten untersucht. Unterstützt wird er von den Raumsonden "Mars Express", "Mars Odyssey", "Mars Reconnaissance Orbiter" und der unermüdlichen "Opportunity". Dank der von ihnen gemachten Bilder und Untersuchungen entsteht ein neues und dynamisches Bild vom Planeten Mars.


    Die Dokumentation erörtert die wesentlichen Fragen, die die Marsforschung seit 40 Jahren antreiben: Was ist Leben? Wie entsteht es und was braucht es zum Gedeihen? Gibt es außerhalb der Erde andere Lebensformen im All?