* SPUREN IM STAUB *

  • SPUREN IM STAUB


    1. Eintrag


    Mein Name ist Montherlant.


    ZZaEHZOm.jpg


    Dies ist der Bericht einer Reise, die niemals hätte angetreten werden dürfen.


    Stuart war der erste, der damals auf der Hands of Fate anheuerte. Seine Annonce im Terminal von Hale Port gefiel mir sofort, nicht nur, weil sie so außergewöhnlich klar und präzise formuliert war, sondern auch, weil sie einen äußerst beeindruckenden Preis nannte, den er für eine einfache Überfahrt anbot. Natürlich fragte ich mich, warum ihn nicht längst einer der großen Touristenkreuzer an Bord genommen hatte oder einer der Schmuggler, die mit einer solchen Summe für immer ausgesorgt hätten. Als ich ihn kurz darauf in einem Warteraum traf, wich er dieser Frage aus. Dass seine Wahl schließlich auf mich und die Hands of Fate gefallen war, blieb damit ein Rätsel, auf dessen Lösung ich angesichts der Credits, die Stuart mir anbot, allerdings leicht verzichten konnte.


    pYSVuGXm.jpg


    Dank Stuarts Großzügigkeit hätte ich keinen einzigen weiteren Passagier an Bord nehmen müssen, damit sich die Reise für mich rechnete, doch seit die Thargoiden immer weiter in den bewohnten Bereich der Galaxie vorgestoßen waren, herrschte in Hale Port ein Betrieb wie nie zuvor: Heerscharen von Flüchtlinge aus anderen Stationen, die das Pech hatten, zwischen meinem Heimatsystem und den Plejaden zu liegen, vermischten sich mit entflohenen Sklaven, skrupellosen Gaunern, verzweifelten Bürgern, Menschenhändlern und versprengten Commandern, die im Kampf gegen die Thargoiden zwar ihr Schiff, aber wenigstens nicht ihr Leben verloren hatten.


    Inmitten des allgemeinen Gewimmels lamentierten hysterische Adlige, die die angegriffenen Sternenhäfen als Erste verlassen hatten, um an Bord von Beluga Linern der Luxusklasse aus sicherer Entfernung und weißen Ledersesseln heraus dem verzweifelten Abwehrkampf gegen die Thargoiden wie einem harmlosen Feuerwerk beizuwohnen und sich anschließend in die Tiefe des bewohnten Raums zurückzuziehen. Mitten in einer dieser Gruppen sah ich eine Frau, die mit ihrer abgewetzten grauen Lederjacke, ihren magenta gefärbten Dreadlocks und der klaffenden Narbe, die zwischen ihren blinden Augen quer durch ihr Gesicht lief, einen verstörenden Kontrast zu den manikürten Würdenträgern in ihren feinen Seidenroben bildete.


    RQ7ShTom.jpg


    Obwohl sie genau zwischen ihnen stand, gehörte sie doch erkennbar nicht zu der Gruppe, aus der sie sich dann auch entschlossen löste, mit für eine Blinde bemerkenswert schnellen Schritten, die sie direkt in meinen Weg führten. Fast hätte ich sie mit Stuart im Schlepptau über den Haufen gerannt, doch es zeigte sich, dass sie nicht nur ihre eigene, sondern verblüffenderweise auch unsere Geschwindigkeit so exakt kalkuliert hatte, dass es zu keinem Zusammenstoß kam. Sie stellte sich mit leiser, fester Stimme als Kassiopeia vor. Sie verlor nicht viele weitere Worte, sondern ließ mich lediglich knapp wissen, dass sie auf der Suche nach einem Schiff war, das sie aus dem bewohnten Bereich brachte. Dazu nannte sie eine Summe, die weit unter der lag, die Stuart geboten hatte, dabei aber immer noch eine fürstliche Entlohnung war, die ich unmöglich ausschlagen konnte.


    aNewXmyh.jpg


    Zu dritt erreichten wir mein Schiff, die Hands of Fate, in genau dem Moment, in dem die plötzlich einsetzenden Sirenen begannen, das Menschenmeer im überfüllten Sternenhafen in Panik aufbranden zu lassen. Die Thargoiden waren schnell gewesen, überraschend schnell, niemand hatte zu diesem Zeitpunkt so tief im bewohnten Bereich mit einem Angriff gerechnet. Stuart, Kassiopeia und ich hasteten an Bord der Hands of Fate, wobei ich die Kratzer am Schloss der Schleuse nur aus den Augenwinkeln wahrnahm. Durch das anschwellende Heulen der Sirenen hindurch wurden hinter mir die verzweifelten Rufe derer lauter, die kein eigenes Schiff besaßen und jetzt versuchten, mit allen Mitteln irgendwo an Bord zu kommen. Mit der unmittelbar bevorstehenden Ankunft der Thargoiden war Hale Port für die Menschen, die hier Schutz gesucht hatten, zur Todesfalle geworden.


    Doch die Hands of Fate war nur eine einfache ASP Explorer mit einem bis unter die Decke gefüllten Laderaum, einem SRV und nicht mehr als vier Kabinen. Als ich Sekunden später die Schleuse hinter mir schloss und die Schreie der Hilfesuchenden draußen schlagartig verstummten, versetzte es mir einen Stich, doch ich riss mich zusammen und zwang mich, ins Cockpit zu sprinten, um wenigstens das Leben von Stuart und Kassiopeia zu retten. Ein Vorhaben, das um ein Haar schon beim Start gescheitert wäre, als eine T-10 nur eine Handbreit entfernt über die Hands of Fate hinwegdonnerte, um kurz vor dem Zugangskorridor von den automatischen Sicherheitsgeschützen gesprengt zu werden und den Sternenhafen in das gleißende Licht eines riesigen Feuerballs zu tauchen.


    Als die Trümmer des zerstörten Frachters auf den umliegenden Docks einschlugen, brach endgültig Chaos aus. Sämtliche Raumschiffe, die in Hale Port angedockt hatten und noch am Boden waren, versuchten jetzt gleichzeitig abzuheben, verkeilten und rammten sich gegenseitig. Noch bevor der erste Thargoid überhaupt in Schussweite war, schien die Station sich selbst zu zerstören. Eine Mamba, deren Commander in Panik beim Abheben mit dem Arm eines Krans kollidiert war, sackte zurück auf den Boden, wo sie unweit eines Treibstoffdepots aufschlug, explodierte und eine Kette von Detonationen auslöste. Die Commander, die sich in der Nähe befanden, starteten daraufhin allesamt gleichzeitig durch und rasten in Richtung des Zugangskorridors. Irgendwie schafften wir es durch das sofort einsetzende Sperrfeuer der Geschütztürme zum Ausgang, wobei ich mich gezwungen sah, mitten im überfüllten Korridor die Hands of Fate mit einem halsbrecherischen Manöver kurzerhand um neunzig Grad zu kippen, um in letzter Sekunde einer außer Kontrolle geratenen weißen Anaconda mit der Kennung Victima-1 auszuweichen, die wie ein gigantisches stählernes Geschoss an uns vorbeirauschte.


    J7tzdGwh.jpg

    Als wir kurz darauf der Massesperre entkommen und in den Supercruise gesprungen waren, wischte ich mir den Schweiß von der Stirn und wollte gerade für einen Moment die Augen schließen, als ich erkannte, dass in einer Ecke des Cockpits die ganze Zeit über ein vierter Passagier gekauert hatte: jemand, der es mit bemerkenswertem Geschick geschafft hatte, direkt nach dem Sirenenalarm das Schleusenschloss der Hands of Fate zu knacken und sich an Bord zu verstecken, in der Hoffnung, auf diese Weise den Thargoiden und dem unausweichlichen Untergang von Hale Port zu entkommen. Der untersetzte Mann rappelte sich hoch und machte eine entschuldigende Geste, wobei sich in seinem unrasierten Gesicht ein strahlend weißes Lächeln ausbreitete. »Scheiße, war das knapp. Tut mir leid wegen der Kratzer an der Schleuse, Käpt’n, ich mach’s wieder gut. Mein Name ist übrigens Bowman.«


    LfiEjhzm.jpg


    Noch bevor ich etwas erwidern konnte, wurde die Hands of Fate mit einem gewaltigen Ruck aus dem Supercruise gerissen. Ich hatte mich noch nicht von dem Schreck erholt, als mir das Blut in den Adern gefror: Mit einem grauenerregenden dumpfen Heulen schob sich die Silhouette eines gigantischen Thargoiden vor das Schiff, verdunkelte die Sterne und tauchte das Cockpit der Hands of Fate, deren Systeme schlagartig ausgefallen waren, in völlige Finsternis.


    Im Dunkeln hörte ich Bowman neben mir schlucken, dann war es für einen kurzen Moment totenstill, bis Stuart mit trockenem Tonfall sagte: »Commander, wir haben ein Problem.«



    [Fortsetzung folgt]

    »Dies ist der Bericht einer Reise, die niemals hätte angetreten werden dürfen.«

    Link zur Geschichte:

    * SPUREN IM STAUB *

    Edited 19 times, last by Montherlant ().

  • Schön, in gewohnter Art und Weise, wieder von dir zu lesen.

    Da wird die Rubrik "Reiseberichte" gleich eine Spur vielfältiger ...


    Bin gespannt!

    „AMU 27 an JO zwei Terraluna – Bin im Quadranten vier, Sektor PAL – Schalte Positionslichter ein – Empfang“

  • Fein, fein, fein noch ein Schreiberlein.


    Toller Anfang einer wohl sehr spannenden und interessanten Geschichte, die uns hier wohl erwartet.

    Ich kann kaum erwarten wie es weiter geht.

    Dabei fällt mir ein ich sollte selber mal weiterschreiben. Hab da einiges aufzuholen.

  • Einen großen Dank an alle, die sich gemeldet haben. Ich habe schon beim letzten Mal gemerkt, dass sich sowas nur mit Rückenwind von Seiten der Leser, also von euch, durchziehen lässt. Es ist einfach zu viel Arbeit, die aber dann Spaß macht, wenn man merkt, dass ihr dabei seid. Ich werde alles dransetzen, bis Sonntagabend Teil 2 fertig zu haben. Bis dahin nochmal vielen Dank, guten Flug – und fühlt euch nie zu sicher, egal, in welcher Station ihr gerade gelandet seid ...

    ;)

    »Dies ist der Bericht einer Reise, die niemals hätte angetreten werden dürfen.«

    Link zur Geschichte:

    * SPUREN IM STAUB *

  • Hey Montherland,


    Ich freue mich mal wieder was von Dir und Deinen Abenteuern zu hören. Ich Koordiniere im Moment an Bord meines Flaggschiffes in B0 Microscopii die Angriffe der Predators auf die Anarcho Hippies der BO Microscopii Partnership Fraktion sonst würde ich Dir gerne beistehen.


    Aber wenn es Deine Zeit und Pläne zulassen kannst Du Dich da gerne mal auf ein Glas Krimsekt und original Kaviar von Sol auf dem Perforator blicken lassen. Ich habe da immer noch meine Handwaffenmanufaktur. ;)


    Meine Raumflotte Kämpft da gerade im Sekundärsystem im Orbit der Planeten. Ziemlich viel Action hier aber auf eine Zigarre und ein Gläschen ist so ein berühmter Weltraumabenteurer wie Du immer herzlich willkommen ! :)


    Es ist wirklich tragisch, was sich da in den Kernwelten abspielt, und ich habe selbst mal gegen die Thargoiden gekämpft, aber lassen wird das... Ich bin schon gespannt wie Dein Abenteuer weitergeht ! :daumen:


    Hier im Outer Rim der Bubble ist übrigens Thargoidenfreie Zone ! ;)


    Fly safe



    Ares



    PS.: Schönen Gruß von Tante Felicitas . :lol:

    77548.jpg?1591984833
    Der Weg der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und derTyrannei böser

    Männer. (S.L.Jackson/Pulp Fiction) ...unser Discord -> Klick me !

  • Hi Ares,


    sehr schön, wieder von Dir zu hören, nachdem Du mir schon letztes Mal so zuverlässig zur Seite gestanden hast, besonders, als es so richtig brenzlig wurde. Mit Feuerschutz von Deinem Kaliber kann ja jetzt eigentlich nichts schiefgehen, wobei ... na ja, Du liest es ja dann demnächst selbst.

    Auf Deine nette Einladung komm ich zurück, wenn ich das hier überstanden habe …


    Guten Flug und Grüße zurück an meine alte Freundin!


    M.

    »Dies ist der Bericht einer Reise, die niemals hätte angetreten werden dürfen.«

    Link zur Geschichte:

    * SPUREN IM STAUB *

  • Hehehe werde ich ausrichten ! OK ich kann nur kurz auf dem Interkom bleiben, es stehen gerade wichtige taktische Entscheidungen an.


    Denk dran Montherland, trag die Pistole die ich Dir damals schenkte immer im gesicherten Holster bei Dir. Davon gibt es nicht viele und die werden alle auf Sol mit viel Liebe und Hingabe nach Kundenwunsch handgefertigt ! ;)


    Fly safe


    Ares

    77548.jpg?1591984833
    Der Weg der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und derTyrannei böser

    Männer. (S.L.Jackson/Pulp Fiction) ...unser Discord -> Klick me !

  • Ich analysiere derzeit Borkenhügel, rund 5000 LY von Sol entfernt. Forschungsauftrag. Wird gut bezahlt, aber hier draussen gibts wenig Unterhaltung. Es gibt da eine Vermutung über ihre künstliche Entstehung...

    Da ist mir Deine Geschichte sehr gelegen. Weiter so, freue mich auf die nächste Folge!

  • also ich lande meistens auf Planeten, und das weit draussen, so brauch ich erstmal nicht schwitzen..

    Klasse Story Kommandant, cooler Anfang:daumen:...bin gespannt was sich so ereignen wird..:sm39:

    Qapla '

    Gruß Chessi

  • 2. Eintrag

    Ich starrte Stuart an, der sich mit dem Zeigefinger die rechte Schläfe rieb, als hätte er Kopfschmerzen, dabei aber mit einem Ausdruck irritierender Gelassenheit auf das Monster blickte, das keine hundert Meter entfernt vor uns im All stand und dessen gigantische, groteske Gestalt von einer derart verstörenden Fremdartigkeit war, dass es mir kalt den Rücken hinunterlief.


    u8VgnHrh.jpg


    In diesem Moment trat Kassiopeia hinter mir hervor, und als hätte sie mit dieser Bewegung ein stummes Kommando gegeben, nahm ich plötzlich ein schwaches Flackern auf dem Armaturenbrett wahr, mit dem die Systeme der Hands of Fate überraschender Weise wieder zum Leben erwachten. Keine zwei Sekunden später leuchteten die Anzeigen als wäre nichts geschehen – sah man von dem vierzigprozentigen Schaden ab, den die Hülle des Schiffs genommen hatte, als der Thargoide uns aus dem Supercruise gerissen hatte.


    »Wir sind wieder da!«, rief Bowman überschwänglich aus, als wäre dies die Rettung und als wären wir schon lange ein Team. Dabei war es kaum zwei Minuten her, dass er sich als blinder Passagier zu erkennen gegeben hatte, nachdem er die Schleuse meines Schiffs geknackt und sich heimlich Zutritt verschafft hatte. Ich hatte keine Zeit, mich zu fragen, ob ich es in seinem Fall einfach mit einem überaus kindlichen, aber letzten Endes harmlosen Gemüt oder doch mit etwas ganz Anderem, Schlimmeren, zu tun hatte und warf ihm lediglich einen kurzen Blick zu, der ihn abrupt verstummen ließ.


    Aus Erfahrung und dem daraus resultierenden Respekt vor den im All waltenden Kräften hatte ich die Hands of Fate mit einem Schild ausgerüstet, der bei einem verunglückten Landeanflug auf einer 2G Welt durchaus den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten konnte, angesichts der Zerstörungskraft des übergroßen Thargoiden vor uns jedoch völlig bedeutungslos war. Von dem einzelnen schwachen Pulslaser, mit dem das Schiff bewaffnet war, ganz zu schweigen. Auch wenn die Systeme nun wieder arbeiteten, hatten wir nichts, was wir dem Feind entgegensetzen konnten, während ein Fluchtversuch in den Hyperraum allein aufgrund der schieren Masse des Monsters vor unserem Cockpit schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt war.


    VQKGl3hh.jpg


    Als die Erkenntnis, dass es nichts gab, was uns jetzt noch vor dem sicheren Ende bewahren konnte, wie ein Stromschlag durch mein Bewusstsein zuckte, erfasste mich eine plötzliche, nie gekannte Müdigkeit. Ich hatte das Gefühl, als wären meine Stiefel und Handschuhe aus Blei. Während ich mich wie gelähmt fühlte, erfüllte ein Gewitter von Erinnerungen meinen Kopf: Ich sah Bilder von Sternen und galaktischen Nebeln, aus denen mich meine alte Freundin Felicity anblickte; ich sah in einen dunklen Abgrund, von dessen Boden Tracy zu mir heraufsah, und ich sah Jorinde, die ich auf ihrer letzten Reise nicht ans Ziel gebracht hatte. Und plötzlich stieg die größte aller Fragen in mir auf, die Frage Was hast Du getan? Es war die letzte und zugleich alles entscheidende Frage, und ich merkte, wie schrecklich es war, was ich darauf zu antworten hatte.


    In diesem Moment hörte ich Stuart wie aus weiter Ferne sagen: »Er wird uns nichts tun.«


    Bowman und ich starrten Stuart fassungslos an, während Kassiopeia ihre blinden Augen weiter auf das Monster vor uns gerichtet hielt. Und dann sah ich es: Der Thargoide begann tatsächlich, sich rückwärts von uns zu entfernen, langsam und vollkommen lautlos wurde er kleiner und kleiner und verschmolz schließlich mit der Dunkelheit des Alls. Erst nachdem er nicht nur aus unserem Sichtfeld, sondern auch vom Radarschirm verschwunden war, wurde mir bewusst, dass ich die ganze Zeit unwillkürlich die Luft angehalten hatte. Erleichtert atmete ich aus und sackte in meinem Pilotensitz zusammen.


    »Stuart«, stieß ich hervor. »Was war das?«


    Stuart sah mich ausdruckslos an und sagte mit der ihm eigenen, geradezu provozierenden Gelassenheit: »Eine Begegnung kann natürlich tödlich sein. Doch dieser hier war keine Gefahr.«

    Bowman kratzte sich nervös am Hals, hustete und fragte dann mit heiserer Stimme: »Scheiße verdammt, woher wusstest du das? Wie gut kennst du diese Viecher?«

    Stuart zuckte lediglich mit den Schultern: »Ich bin Wissenschaftler. Ich erforsche sie schon lange. Nennen wir es einfach Erfahrung.«


    Bowman schüttelte den Kopf. Es war ihm deutlich anzumerken, dass die Erleichterung darüber, dass er einmal mehr mit dem Leben davongekommen war, seine offenkundig nur schwach ausgebildete Neugier bei Weitem überwog. Er stellte Stuart an diesem Tag keine weiteren Fragen. Auch ich fragte nicht weiter, denn ich war zu verwirrt, woran Kassiopeia den letzten und entscheidenden Anteil hatte. Denn als ich zu ihr sah, erkannte ich in ihrem Gesicht einen Ausdruck, der mich angesichts unserer glücklichen Rettung zutiefst verstörte: Nachdem der Thargoide uns wundersamer Weise verschont hatte, verriet Kassiopeias Miene nichts als eine abgrundtiefe Traurigkeit.



    [Fortsetzung folgt]

    »Dies ist der Bericht einer Reise, die niemals hätte angetreten werden dürfen.«

    Link zur Geschichte:

    * SPUREN IM STAUB *

    Edited 4 times, last by Montherlant ().