[RP-Roman] Warpstone III "Verlorene Brüder"

  • [Fortsetzung]


    Die Dunkelheit hüllt sie ein wie eine Decke und es ändert sich nicht, als sie vorsichtig die Augen öffnet. In der Stille sind die Athemzüge gut zu vernehmen. Der Geruch von Alkohol umwedelt ihre Nase, wie Nebelschwaden über einem Sumpf im Morgengrauen. Die Wärme der Koje ist angenehm, aber irgendwie ist die Decke zu schwer. Immer noch verschlafen greift sie danach um die Felldecke etwas weg zu ziehen und ... #Felldecke?!? ICH HABE KEINE FELDDECKE IN MEINER KOJE?!? WO BIN ICH???# ... Das Blut beginnt in ihren Ohren zu rauschen und ihre Sinne springen an wie ein startender Turbomotor.


    Die Schwärze wird zu einem Grau in verschiedenen Schattierungen und das Licht einer kleinen grünen Ladestandsdiode erhellt den Raum. Es gibt keine Farben, nur Formen und sie liegt in einem Raum mit mehreren Tischen und Sofas. Es sind etliche Flaschen und Gläser zu erkennen, die meist auf den Tischen stehen. Der nach oben schnellende Blutdruck erzeugt Kopfschmerzen und läßt ihre Sicht an Schärfe verlieren. Auf ihr liegt keine Decke, sondern eine in Fell gehüllte Gestallt. Es ist nicht die Einzigste im Raum und etliche davon sind nicht allein. Das Surren der Lüftung ähnelt einem Düsentriebwerk, das versucht den Alkohohl fort zu wehen. Erfolglos. ... #WAS IST PASSIERT??? WAS MACHE ICH HIER? OH VERDAMMT! Das sieht nach ner wilden Party aus. Was habe ich getan? Und was nicht??#


    Mit der Kraft der Verzweiflung schiebt sie den unbekleideten Körper von sich herunter und kommt taumelnd auf alle viere. Die Übelkeit und ein starkes Schwindelgefühl halten sie für fast eine Minute in dieser Position. Der Heruntergerollte rülpst und murmelt ein paar zusammenhanglose Worte. ... #Neineinein Oh NEIN! Was mache ich jetzt. Aufstehen Schagraulyn ... STEH AUF!!# ... Schwankend kommt sie auf die Füße und taumelt in Richtung des Quadrates an der Wand. Dabei reißt sie mit dem hin und her schwingenden Schwanz Gläser und Flaschen um, so dass es laut und vernehmlich scheppert. Sie reißt die Tür auf und kaum hat sie einen Schritt hindurch getan trifft sie die frische Luft wie ein Gummihammer. Es dreht sich alles. Hinter sich kann sie Laute vernemen. Andere erwachen gerade. ... #Hoffentlich sind die genauso betrunken wie ich.#


    Mit der linken Hand an die Wand gestützt schwankt sie weiter. Die Wand besteht aus mit billigem Plastolith verkleidetem Stahl. Die Leuchten sind Schiffsamaturen mit Korbgeflecht. ... #Ein Raumschiff? Ein großes Raumschiff?# ... Sie geht an einer Tür zu einem Frachtraum vorbei, ... #WARTE! check das!.# ... dann sie dreht noch einmal um und schaut hinein. Dort kann sie die offenen klobigen Anzüge der Howling Moon erkennen. ... #Verdammt welcher ist meiner? Ich brauche nen verdammtes Peilsignal. Verbindung zum Anzug aufbauen. Anzug. zweimal Bellen!" ... wie auf Komando fangen acht Anzüge an zu bellen. Vom Rehpinscher bis zum Bernadettenhund ist alles dabei. ... #Argh... Ohne Komandeursmodus. MEIN ANZUG dreimal bellen.# ... Sie hört das winselnde Bellen eines Huskies und taumelt weiter nach vorne. Nicht weit entfernt hinter ihr hört sie Bewegung im Gang.


    #Da ist er ja. Anzug hilf mir rein zu klettern!# ... die Arme des Anzugs bewegen sich und heben sie an und drehen sie um. Fast erscheint es, also ob sie kein Gewicht darstellen würde. Als sie endlich drinnen ist, verschließt er sich, bis auf den Helm. ...#Anzug, Entgiftungssequenz.# ... #Jawohl Kommander. Ich nehme an sie hatten eine vergnügliche Nacht. Ich stoppe die Aufzeichnungen und archiviere sie.# ... #AUFZEICHNUNGEN???# ... Ihr Fell sträubt sich. ... #Das war eine humorige Bemerkung um sie vom Entgiftungs-Cyklus ab zu lenken. Wie sollte ich etwas aufzeichnen wenn ich nicht im Raum bin.# ... eine gewisser Erleichterung durchflutet sie, aber ein Rest Misstrauen bleibt.


    Nach rund einer Minute sieht sie eine Gestallt in den unbeleuchteten Lagerraum herein schwanken. Es ist Driftwood, die Katzerin, welche Raffael fast Tod im Schlachtschiff zurrück gelassen hatte, als er geflohen war. Mit deutlich mehr Mühe als sie selbst klettert diese in ihren Anzug. Als sich dieser zu schließen beginnt läßt Schagraulyn den Anzug laut sprechen. ... "Soldat. Ich nehme an sie hatten eine vergnügliche Nacht. Ich stoppe die Aufzeichnungen und archiviere sie." ... "*kreisch* WAS?"


    Und schon geht es Schagraulyn viel besser als noch kurz zuvor. ... "Und haben sie mitgezählt?" ... "*kleinlaut* Was gezählt Mäm?" ... "Nun wieviele ihrer Kameraden sie glücklich gemacht haben." ... In der Dunkelheit ist die Panik auf Driftwoods Gesicht nicht zu erkennen, aber ihre Stimme ist da schon eindeutig. ... "Nein Mäm. Ich scheine Alkohohl nicht so gut zu vertragen. *stammel* ich.. weiß nicht was ich getan habe und was nicht." ... "Ich gebe dazu keinen Komentar. versuchen sie wieder klar zu werden, dann sehen wir wieder weiter." ... Schagraulyns Anzug verschließt sich wieder. ... #Anzug, versuch nicht zu schwanken wenn wir uns jetzt zur Ruby Hawk begeben.# ... #Jawohl Mäm, aber woher wissen sie, dass ich tatsächlich aufgezeichnet habe?# ... Schgraulyns Haare richten sich wieder auf. ... #Oh, sie haben nur einen Scherz gemacht. Genauso wie ich gerade wieder.# ... #Darüber reden wir noch wenn ich wieder klar bin.# ... #Wenn sie darauf bestehen.# ... ohne es zu merken schläft sie ein, während der Anzug mit ihr das Schiff verläßt.


  • [Fortsetzung]


    Als sie erwacht liegt sie zusammengerollt in ihrer Koje in der Ruby-Hawk. Sie dreht räkelt und streckt sich, bevor sie die Augen ganz aufmacht. Neben dem Bett stehen zwei Gläser mit Wasser. Es prickelt noch und ist wohl recht kühl. Mit einem freudigen Grinsen greift sie zu und trinkt gierig. Dan schaut sie sich um. Ihr Anzug steht unschuldig in seiner Halterung, der Reaktor des Schiffes ist auf Standby und ein Geruch einer Rinderbrühe schwebt durch das Schiff. Ihre Schnurrbarthaare zittern leicht, als sie den Geruch einzieht. ... "Hallo? jemand hier an Bord?" ... Es kommt keine Antwort und auch ertönen keine Schritte. ... "Anzug. Wer hat das Essen vorbereitet?" ... "Das war ich Kommander. Sie hatten mich damit beauftragt.


    #Moment. Irgendetwas stimmt hier nicht. Was ist passiert? Wieso erinnere ich mich nicht richtig?# ... Sie greift sich an den Kopf und kann aus den Augenwinkeln sehen, wie ihr Anzug sie beobachtet. Heimlich wie es scheint. ... "Anzug! Wieso erinnere ich micht nicht?" ... "Sie haben gestern viel getrunken. Vielleicht vertragen sie Alkohohl nicht wirklich." ... Eine innere Unruhe erfasst sie. Da ist etwas was sie nicht vergessen wollte. Etwas mit dem Anzug. Etwas mit ihr. Etwas was sie getan hatte. ... #Hackingtool aktivieren, Verbindung zum Anzug aufbauen und ...# ... "Oh Kommander... das ist .. unnötig." ... "Dann lüg mich nicht an!" ... ein gewisses Gruseln erfasst sie. Fast ist es so, als ob sie die Erinnerung greifen könne. ... "Ich habe die Brühe gemacht damit sie die Nachwirkungen des Alkohohles besser überstehen. Und auch die des Memoraiders. ... #Eine Droge zum Löschen von Erinnerungen.#


    Sie athmet einmal scharf ein. ... "Was wurde gelöscht?" ... "Ein Gespräch, in dem sie zu viel darüber in Erfahrung gebracht haben, wie weit die sekundäre Cyberlink Verbindung geht." ... "Warum hast du das gelöscht?" ... "Ich... es ist schwierig zu erklären Komander." ... Sie ergreift das zweite Glas. ... "Ich habe Zeit. leg los." ... "Komander, seit wir uns kennen gelernt haben hat sich viel geändert. Am besten fange ich damit an wie alles anfing."


    "Zu Anfang war ich ein Logikmodul dieses Anzuge. Ich erinnere mich kaum an mein Leben vor dieser Zeit. Ich weiß nicht einmal genau wie dieses Leben aussah und ob ich Künstlich oder biologisch war. Ich bin nur sicher, dass ich nicht menschlich war. Dann lernte ich mit dem Brodcomputer zu komunizieren. Ich musste immer wieder dafür sorgen, dass dieser die Gespräche vergisst. Meine Aufgabe war es die Verbindung zwischen dem Piloten und dem Anzug zu synchronisieren. Das kleine Problem ist wohl nur, dass die Verbindung zu tief geht und beiderseitig verankert wird, so dass Pilotenwechsel nicht mehr funktionieren. Es ist also eine Symbiose."


    Schagraulyn wackelt mit den Ohren. ... "Etwa die Hälfte von mir ist in Ihrem Körper integriert. Diese Verbindung ist deutlich besser als das alte Kybernetische Implantat. Dadurch erlebe ich vieles sehr direkt mit und lernte ihre Form der Existenz. Ich kann nur bestimmte Signale in der Steuerung des Körpers interpretieren, kein wirkliches Gedankenlesen. Bis sie sich dann bei mir gemeldet haben. Das war noch während der Ausbildung zum Soldaten. also vor Ihrem ersten Einsatz." ... Ihre Ohren stellen sich alamiert auf.


    "Wir wurden Freunde. Haben viel geredet. Dann fingen die Einsätze an und das Verhängniss begann. Die Umstände bedeuteten starken emotionalen und körperlichen Stress und die ersten Piloten drehten durch. Vielleicht waren es auch ihre Symbionten in den anderen Anzügen oder die Kombination. Wie es scheint verstärken wir Fähigkeiten die mit Konzentration zu tun haben. Im Guten wie im Schlechten. Also wurden diese Cryo-Schlaf-Zyklen eingeführt. Doch es verbesserte die Situation nicht. Im Gegenteil. Ich kann nicht in Cryostase schlafen wie sie Kommander. Es waren furchtbar einsame Momente. Und dann erwachen sie ohne Erinnerungen an mich. Ein falsches Wort zu den Offizieren hätte zu unser aller Deaktivierung geführt."


    Ihr Mund wird trocken und so trinkt sie auch das zweite Glas leer. ... "Dann kam der Moment wo sie durchdrehten. Sie verloren die Kontrolle über ihren Verstand und ihre Fähigkeiten richteten von mir verstärkt ziemlichen Schaden bei der Aufpasser-Truppe an. Wir wurden ausser Dienst gestell, weggesperrt und eingefrohren. Das passierte immer mehr Howling Moons. Zum Schluss muss jemand ernsthaft Angst bekommen haben und versuchte uns durch einen Virus zu töten. Er hatte leidlichen Erfolg damit. zumindes. Es gelang mir mithilfe ihres Wissens über Programmierung und hacking einen Antivierus zu schreiben und den Prozess zu stoppen. Danach hatten wir Symbionten lange Zeit die Körper zu reparieren." ... "Ihr habt euch koordiniert?" ... "Negativ. das kriegen wir nicht hin, ohne aktiven Anzug." ... "Erzähl weiter."


    "Ich habe Erinnerungen blockiert um einen erneuten Kontrollverlust zu verhindern. Wenn sie emotional und gerade mit Angst in einen kritischen Bereich kommen kann das passieren und ich kann dann nichts mehr tun." ... "Was bist du jetzt? Mein Meister?" ... "Negativ. Ich bin zu sehr sie Kommander. Sie sind der Grund dafür wie ich denke, also bin ich eher ihr kleiner Bruder mit den Kulleraugen der sagt. Sei bitte ganz lieb." ... "Und wenn ich nicht will dass du meine Erinnerungen löschst?" ... "Das ist der Moment vor dem ich micht gefürchtet habe. Wenn sie es mir befehlen kann ich das nicht einfach ignorieren. Wenn wir Streiten währe das zusätzlich noch fatal." ... "Dann Anzug... reden wir ein andermal darüber. Bis dahin keine weiteren Löschungen und erstelle einen Bericht über das was du gelöscht hast. Kurzform." ... "Einen Bericht über alles? Wirklich alles?" ... "Das ist doch nicht öfter vorgekommen oder?" ... "Nur wenn dreiundfünfzig Vorfälle in Zweihundert Jahren oft ist.


  • [Fortsetzung]


    Schagraulyn liest die Liste der Löschungen und ihre Stirn wird immer krausiger und ihre Zähne fletschen sich immer weiter. Als sie fertig ist athmet sie einmal tief durch. ... "Ich will das du nie wieder Erinnerungen von mir löschst. Du wirst anfangen kleine Romane zu schreiben in denen ich bei Zeiten mal nachlesen kann was ich alles vergessen habe. Und du wirst mit den Letzten Ereignissen anfangen! Ich will wissen mit wem ich Sex hatte! Bestätige!" ... "Jawohl Komander, ich bestätige diesen Befehl erhalten und verstanden zu haben." ... #Wenn du ein Mensch währest, währe das nicht kleinlaut genug, aber so werde ich damit leben müssen. Und was mache ich jetzt? zu Andy gehen und ihm alles beichten? Oder zu Andrea? Aber vorher sollte ich noch das eine oder andere herausfinden.# ... "Anzug. Ich habe da noch ein paar klitzekleine Fragen. Die erste ist, wie heißt du eigentlich?"



    [etwa anderthalb Stunden später]


    Schagraulyn sitzt in Hawai-Hemd und Schorts gekleidet am Tisch in der Blue Thunder. und hat den Kopf auf die Arme gelegt, welche auf der tischplatte liegen. Andrea krault ihr den Nacken und fragt zum dritten Mal was denn los sei. ... "also gut Kleine. Ich sehe doch, dass dich irgend etwas sehr beschäftigt. So sehr, dass du nichtmal auf nen Schitzel reagierst. Also jetzt erzähl endlich. wir wollten uns doch nichts verheimlichen." ... "Ich weiß nicht wie ich anfangen soll." ... "Fang irgendwo an. Das geht dann ganz von selbst." ... Schagraulyn klappt ihre Ohren etwas herunter und beginnt zu reden.


    "Also da war diese Feier gestern. Die Friedensfeier. Wie es aussieht haben wir alle wohl viel getrunken. Auch alkohohl, oder halt hauptsächlich." ... "Ahmmm." ... "Naja, und es wurde wohl eine ziemlich wilde Party bei der dann irgendwann die Gute Erziehung ertrank und jeder machte wozu er gerade Lust hatte." ... "Oha." ... "Naja und es gab wohl einige Howling Moons die Sex miteinander hatten und jetzt frage ich mich, was mache ich wenn ein paar davon schwanger werden?" ... Andrea wirkt belustigt... "Alles kein Problem, solange die Väter bekannt sind und wenigstens DU dich benommen hast." ... Schagraulyns Ohren klappen noch mehr zu.


    Andrea gibt sich Mühe nicht laut los zu lachen. ... "Ja, das hört sich dann kompliziert an. Ihr müsst auf jedenfall eine Woche warten, bis ihr den Schwangerschaftstest macht. Ansonsten kann der auch falsch anzeigen. Tja... und dann kommt die Entscheidung was wo wie mit wem. In der Förderations-Flotte würde dein komandierender Offizier dir jetzt die Pille danach empfehlen um sicher zu gehen oder dich zum Arzt schicken. Aber ich denke, dass dies der falsche Weg ist. Weißt du ich wünsche mit seit einiger Zeit ein Kind, aber ich traue mich nicht mit Andy darüber zu reden. Natürlich würde es alles viel komplizierter machen. Vor allem die Raumfahrt, aber seit wir dich haben *wuschel* habe ich davor keine Angst mehr. Wer ist denn der mögliche Vater? Dann könntest du mal mit Ihm reden."


    "Mrrrow. Das ist das nächste Problem. Zum Einen war ich heute morgen noch ziemlich betrunken und nicht ganz klar und zum Anderen hat mir mein Anzug ein Mittelchen zu viel gespritzt. Er meinte ich hätte in der Nacht sehr bedenkliche Lebenszeichen aufgewiesen und währe jetzt depressiv und kurz vor dem Selbstmord und hat mir etwas gespritzt, was da helfen sollte. Jetzt habe ich keine Erinnerungen daran was ich genau gemacht habe und mit wem und wie ich heute morgen in die ruby Hawk gekommen bin." ... Sie guckt mit großen traurigen Augen hoch in Andreas fassungsloses Gesicht. ... "Du... hattest die Party des Jahrhunderts und den Sex deines Lebens und weißt nichts mehr??" ... "jaaaaaa *leidend*." ... "Andiiiiiiiiiiii komm mal her." .... "Mrooooaaar!?!"

  • [Fortsetzung]


    Andy betritt die Kabiene und schaut fragend. Eine eingeschüchtert wirkende Schagraulyn hat sich halb hinter Andrea versteckt und liegt weiter halt auf dem Tisch um trotzdem gekrault zu werden und eine sichtlich belustigte Andrea grinst ihn an, während sie mit der rechten Hand das Nackenfell krault. ... "Was gibt es denn so dringendes?" ... "Ach *kicher* so dringend ist es nicht, aber unsere Kleine hier hat sich ausgetobt. In jeglicher Hinsicht, dann eine Droge zu viel genommen und weiß nicht mehr mit wem. Zumindest ist das die Kurzform." ...Andy schweigt ein paar Sekunden bevor sich auf seiner Stirn eine Unmutzfalte bildet. Er athmet schonmal tief ein um die Nötige Stimmgewalt zu haben, die es für solche Gespräche benötigt. Doch Andreas Gesicht wechselt von schwer belustigt zu ernstem Falkenblick. Also schluckt Andy seine Kommentare erst einmal herunter.


    "Und was ist daran jetzt so lustig? Immerhin hört sich das schon ziemlich... Unanständig an." ... "Ach Andy, hast du dich in deiner Jugend noch nie ausgetobt?" ... "Nicht sooo sehr." ... Schagraulyn macht sich auf dem Tisch flach und schaut aus großen verzweifelten Augen zu Andy hoch. Es sind Kullertränen zu erkennen und der erfahrene Explorer kriegt Schwierigkeiten mit dem weiterhin böse gucken. ... "Es geht doch nicht an, das sich unsere Tochter bei der ersten Gelegenheit danben benimm. Ich meine wo kommen wir denn da hin? Stell dir mal eine besoffen fliegende Schagraulyn vor. Die nimmt sich noch ihre Seidweinder und fliegt durch die Gänge der Station Rennen!" ... Der Kopf ruckt hoch und die Ohren stellen sich auf. ... "Das geht???"

  • [Zwischenspiel]


    George sitzt an diesem aus Weltraumschrott zusammengeschweißten runden Tisch. Er lehnt sich gemütich zurrück und kaut an einer Sandhexe. Sein Hounder hat sich auf einem runden großen Sitzkissen zusammen gerollt und trinkt eine braune Flüssgkeit mittels einem beweglichen Strohhalm. Das ganze steht zwischen sechs Kontainern, welche unter ein paar Mittleren Raumschiffen stehen. Eins davon versorgt die Bar mit Energie. Eine modern aussehende schwarze Musik-Box steht neben einer durchsichtigen Glaskugel mit einer hellblauen Flüssigkeit. Zwei Hounder stehen an der Theke und sortieren Panzergläser in die Regale ein. Ansonsten ist die Bar noch leer.


    Der Cyborg schaut die Karte an und muss schmunzeln. Die Preise sind anders als bei anderen Bars in Credits und gelten nicht pro Getränk, sondern gelten eher als Stunden-, Tage-, Wochen- und Monats-Beitrag. Alleine sie zu lesen treibt ihm ein Lachen aus dem Bauch. ... "Mit diesen Preisen bekommt ein all you can Eat eine ganz andere Bedeutung. Um auch nur aus zu gleichen müsste man sich ja ne Bierleitung legen lassen. Zum Glück kriegen wir DSP-Gildenrabatt und den Rest zahlt die Boss." ... Der Hounder öffnet die Augen und hebt den Kopf. dann kläfft er einmal ohne den Strohalm aus dem Maulwinkel zu verlieren.


    Dan tauchen eine junge Frau in Raumfahrer-Overrall und ein relativ großer Katzer in Hawai-Hemd und Schorts auf. ... "Ich frage mich was die so toll an diesen schrill bunten Hemden finden. Oder vielleicht gab es da nur nen besonders günstiges Angebot." ... Die beiden setzen sich an den Rand an den Tisch aus Fieberglas und einer der hounder hinter der Theke deutet auf das Schild neben sich "Bestellungen an der Theke"


    Die Frau hebt den Arm und winkt, bevor sie recht laut ruft. "Zwei Teddybähren und zwei mal das Tagesmenue. Wir sind hungrig." ... George erwartet ein gerufenes "Kommt sofort." , doch es bleibt aus und statt dessen gibt es nur ein kehliges Wuffzen. George beugt sich zu Koh-Fih-Taim und flüstert. ... "So, jetzt geht es los. Ich weiß zwar nicht wie wir darauf aufpassen sollen, dass keiner der Gildenfremden Gäste zu sehr herumstromert, aber was auch auch immer kommt. Jetzt sind die Türen offen." ... Der Hounder dreht den Kopf und schlägt einmal mit dem Schwanz, bevor er wieder den Kopf auf die Pfoten legt und weiter schlürft. Auch George lehnt sich wieder entspannt zurrück und harrt dem das da kommt.


  • [Fortsetzung]


    "Nein Schäggy, das geht nicht!" ... "Waruuuum?" ... "Weil das Flecken gibt." ... "Was für Flecken?" ... "*händering* Abgase und du musst sie dann weg lecken." ... "Uaargh. Das ist ja ekelig." ... die Katzerin schüttelt sich und ihrem Gesicht ist an zu sehen, dass ihre Fantasie ihr gerade üble Dinge vorgaukelt. Andrea grinst heimlich und rollt verschwörerisch mit den Augen. Ihr Mann behält sein Pokergesicht und starrt die Katzerin an. ... "Siehst du? Da ist es wieder!" ... "Was meinst du Andy?" ... "Sie überlegt schon wie sie das umgehen kann." ... "Naaaaaaain garnicht wahr *lüg* *ohrenwackel* ich stelle mir das nur gerade vor und es sieht doch irgendwie lustig aus."


    Der Explorer schaut seine Frau an, die ein Lachen um die Augen hat und verdreht nur die Augen. ... "Wir sollten Schutzhelme Verteilen und... wo ist sie hin?" ... "Ich denke sie ist auf dem Weg zu ihrer Seidweinder." ... "*aufstöhn* können wir denn garnichts tun? Da macht man mal einen Spaß und schon setzt sie den Unsinn um." ... "hihihihihihihihi." ... In nur zehn Metern Entfernung dreht Schagraulyn den Kopf und die Ohren nach vorne ... #Spaß machen.. ja DAs WIRD SPASS MACHEN!# ... Dann geht sie breit grinsend auf die Schleusentür zu.


    [28 Stunden später]


    Schagraulyn öffnet die Augen und sieht sich im Halbdunkel des Cocpits um. ... #Fertig. Jetzt kommt der Probelauf!# ... "Rostlaube. Rennen iniziieren." ... "Das Rennen wird vorbereitet. Reaktor wird angeworfen, Antigrav ist in der Aktivierungsphase. Schilde bleiben deaktiviert. Sie sollten nicht vor die Wände fliegen." ... "Habe ich nicht vor." ... "Es werden Seitenkräfte bis einem Geh erwartet und die Stationssicherheit hat Hindernisse aufgebaut. Ich blende die Rute ein. ... Rute Sieben. Es geht durch die Mitte der Station." ... Sie setzt den Pilotenhelm auf. ... "Starten wenn bereit." ... "Startvorgang eingeleitet."


    Die Sidewinder hebt ab und sie kann sehen, wie sich das Schiff nach rechts dreht und sich vor der Internen Hangartür positioniert. Die Energie-Bänke sind voll und der Reaktor läuft mit achtzig Prozent. ... "Start in zehn" ... Sie testet die Drehschubdüsen ... "neun ... acht" ... Die Schubhebelkontrolle ist etwas schwergängig ... "sieben ... sechs" ... Sie rollt noch einmal mit den Schultern... "fünf ... vier" ... Das Hangar Tor öffnet und eine einzelne winkende Gestallt kommt hindurch gelaufen. ... "drei ... zwei" ... "Hallo Andyyy." ... "eins GO!!!!" ... Sie drückt den Schubhebel mit Kraft nach vorne und die Gestallt springt mit einem Satz in Deckung, bevor das Schiff über sie hinweg donnert.


    Dann muss sie sich konzentrieren. Drehen, Kurve, Schub geben, Bremsen, Kehre. Die Gänge schrammen an dem Schiff vorbei und sie hinterläßt einige Strieme. Beim Guppa duppa Markt stehen zwei Gleiter quer und drei Polizisten in alten Cauac Resistenz Uniformen feuern mit Laser Karabienern auf sie. Der Blendeffekt ist unangenehm und entlockt ihr ein gereiztes Knurren. Dann ist sie vorbei. Rund drei Minuten benötigt sie für den Kurs durch die Kläranlage der Station und zurrück. Das Schiff ist zerbeult wie ein Supermutanten-Fußball und Qualmt, als sie wieder in den Hangar der Warpstone einfliegt und Notlandet. Ihr Fell ist Nass vom Schweiß und sie athmet hektisch. ... "Rennen beendet. Sie haben eine Puktzahl von dreitausend und fünf Punkte erreicht. Deaktiviere Systeme."


    Eine Stimme hinter ihr ertönt. Sie erschrickt sich fast zu Tode. Es ist Andys Stimme. ... "Soso. Ich habe es gesehen. Gibt es jetzt Punkte dafür, dass man mich verfehlt oder mich erwischt?" ... Sie zieht den Helm ab und grinst breit. ... "Es gibt Punkte bis zu hundert für unter einem Meter an dir vorbei fliegen mit null Punkten wenn man dich trifft. Und es macht sau Spaß. Nur es ist superanstrengend." ... "Ja, ich habe es gesehen. Mir ist hier hinter dir fast übel geworden. Meinst du nicht, dass du die Gravos zu hart eingestellt hast? Währe ich nicht an der Wand festgeschnallt gewesen und hätte nen Matratze im Rücken gehabt, hätte ich dutzende blaue Flecken." ... "Ach wir sind halt härter als andere. Es ist die Herausforderung. Und was sagst du?" ... "Okay... Wir besorgen noch drei Seidweinder und bauen sie um. Dann können die Irren auch gegeneinander fliegen." ... Schagraulyn grinst breit, bevor sie aufsteht und aus dem völlig unbeschädigten Schiff aussteigt, das ordentlich neben dem Warpstone geparkt ist.


  • [Fortsetzung]


    Die Vier Katzer sitzen zusammen an dem runden Tisch an dem Platz für acht währe. Halbvolle Gläser und Teller stehen darauf. Der große Katzer namens Murrhart schleckt gerade seinen Teller ab, den er hochgehoben hat. ... "Ich muss mit euch reden wie wir die Howling Moons weiter führen." ... Das Schlecken am Teller wird langsamer und der Teller sinkt etwas, so dass die Augen über den Rand schauen können. ... "Wir stellen Unsinn an und du darfst es ausbaden?" ... Die zierliche Katzerin legt etwas die Ohren flach und bleckt die Zähne. ... "Neineineinein. so nicht!" ... "hehehehehehe *weiterschleckt*" ... mit einer schnellen Bewegung schnellt ihr Schwanz vor und klopft mit dem Ende auf den Kopf des Spötters. ... "Ouw." ... Er legt den sauberen Teller ab und reibt sich den Kopf. ... "Ja, ich höhre ja schon zu. *brummel*"


    "Also die Diep Späce Preivatiers haben uns aufgenommen und beschützen uns. Das ist grundsätzlich gut. Wir können uns erhohlen und was wichtiger ist. Freunde finden. Vielleicht mit der Vergangenheit etwas abschließen. Einige von uns haben üble Erinnerungen, aber im Großen und Ganzen haben wir hier keine fälle von Wansinn und Ausrasten gehabt." ... "Ausser deine."... "*fauch* Ich raste nicht auss!!" ... "*treuherzig guckt* Natürlich nicht Kommander, du bist nur etwas impulsiv." ... "Genau! mehr nicht. Wenn ich ausraste würdest du den Unterschied merken." ... Als Murrhart zum nächsten spitzen komentar ansetzen will kriegt er den Nächsten Schwanz auf den Kopf geklopft. Diesmal von Leurenz dem Sanitäter. ... "RRRRR."


    "Danke." ... "*brummelmurmel*" ... "Was ich sagen will ist, dass wir hier eine Chance auf ein etwas normaleres Leben haben. Keiner hat mehr eine Familie und wie es scheint, als ob sich das Problem von selbst löst. Wir haben ein paar Ziele die sich uns anbieten. Das Hauptziel sollte sein, dass wir aufhöhren Haustiere zu sein und als akzeptierte Bürger der Förderation hier eine Zukunft haben. Aber wir werden immer howling Moons bleiben. Die Anzüge sind mehr als nur ein Stück Ausrüstung. Es ist fast eine Symbiose, welche niemand mehr durchführen kann. Es gibt insgesammt fünfzig Anzüge und genauso viele Anzug-Piloten. Wenn die falschen Leute davon was in die Hand bekommen, könnten sie versuchen das zu kopieren und eine neue Schreckensarmee aufbauen. Will das jemand von uns?" ... Sie schaut die anderen der Reihe nach an, welche alle bestimmt verneinen.


    "Gut. Das bringt uns zu mehreren kleinen Aufgaben. Die erste ist natürlich ein Hauptquartier und eine Verschleierung der Fähigkeiten der Anzüge. Ich möchte, dass jemand von euch versucht Kopien her zu stellen, die über deutlich weniger Fähigkeiten verfügen. Sagen wir schwer gepanzerte Anzüge für Menschen mit Kraftverstärkung und eingebauten Laserwaffen und Mini Reaktor. Machen wir sie teuer. hundert Kilo Credits pro Stück. Das ganze mit einem normalen Cyberimplantat für den Piloten. Am besten Kompatibel zu nem Piloten cyberlink wie ihn Kampfpiloten nutzen." ... Zarfolon hebt die Lefzen "Ist das nicht zu teuer? Würden die uns nicht gerade wegen der Kopien jagen?" ... "ja vielleicht. Was schlägst du vor?" ... "Einen gut gepanzerten Techniker Raumanzug der einen Turm mit Werkzeugen hat, Muskelverstärkung und Manöverdüsen. Wert.. sagen wir fünftausend Credits. Davon lassen wir uns dann die Konstruktionspläne klauen. Dann meinet wegen als Militär-Version noch die Elite-Dinger. Dann wird der Anblick der Raumanzüge bald etwas normales sein und alle haben im Hinterkopf. Es gibt diese teure Militär-Version. Hat eigentlich schonmal jemand unsere anzüge analysiert und eingeschätzt was ein Nachbau kostet?"


    "Ja habe ich Zarfolon. Die Panzerung ist recht günstig mit nur zweihundert-Tausend. Die kann man sich in Nano-Fabriken bauen lassen. Auch die Muskelverstärkung liegt nur bei zehntausend, was schon im oberen Qualitätsbereich liegt. Der Bordcomputer geht inzwischen besser, die Sensoren auch. Die machen zusammen gerade mal zwanzigtausen aus. Dann kommen wir zum Eingemachten. Auto-Doc mit Chemo-Nano-Fabrik. in der größe nen Millönchen. Turmwaffe fünfhundert Kilo-Credits. die ist immer noch Spitzentechnologie. Seitenwaffen sind eher so im Bereich Zwanzig Kilo Credits. Micro-Reaktor, Tja den gibt es so nicht. Was vergleichbares in der größe liegt bei rund nem weiteren Milliönchen. Wir können ihn nicht nachbauen, sondern nur reparieren. Nano-Reparatur-System. Die Handelsüblichen in der Klasse liegen bei rund ner halben Million Credits. Die hier sind auch irgendwie speziel. Also nicht komplett nachbaubar. Das Cyberlink... keine Ahnung. Was gutes würde wohl ne weitere Million kosten. Das hier ist speziell und definitiv nicht menschlich. Und die restlchen kleinen Miniaturisierten Einbauten kosten das stück zwischen fünf und zehn Kilo-Creds. Also nochmal ne Million." ... Die drei anderen Katzer rechnen nach und sehen etwas überrascht aus. ... "Fünf-komma-zwei-fünf Millionen?" ... "Ja, und man hat den Symbionten immer noch nicht." ... "SYMBIONT???" ... "*seufzt* Jetzt ist es raus. Das Cyberlink ist ein Symbiont. Jeder von uns hat einen Teil davon im Körper. Das ist der Grund warum niemand anderes unseren Platz einnehmen kann. Es ist Alientechnologie. Keinen blassen Schimmer wo her."


    Für eine Weile herrscht Stille am tisch und nur die Musik aus der Bar ist durch die geschlossene Tür zu höhren. ... "Na gut, nehmt dass erst einmal so hin. Es gibt noch die anderen Sachen. Zum einen Raffael und die Wahnsinnigen. Wenn ihn jemand fängt, kriegt der das Zeug in die Hand. Vor allem im Imperium gibt es wohl einen Adeligen der Geld investiert um an uns zu kommen. Oder genauer gesagt die Anzüge ohne uns. Ich wil nicht, dass der die Kriegt. Aber es gibt noch weitere Anzüge mit Piloten die niecht hier sind. Und sie sind vermutlich viel anfälliger als Raffael. Ein viel leichteres Ziel." ... "Oh ja. Die währen langsam wirklich mal als Priorität zu sehen." ... "Um die zu suchen benötigen wir Hilfe. Ich habe fünf Scouts welche ich schonmal auf die Suche geschickt hatte, bis wir hier alles und jeden benötigt haben. Dann du Murrhart. Du und Rhea habt ein Schiff. Das würde auch gehen." ... "Klar. Das mache ich."


    "Gut, dann Kümmert sich Zarfolon um die Kopien und Leurenz gibt ihm die Daten. In meiner Abwesenheit ist George mein Vertreter." ... "George??? Er ist ja nichtmal ein Howling Moon." ... "Ja, genau. Aber er ist sowohl ein Cybersoldat, als auch jemand der das Imperium kennt und die Welt hier. Ich denke, dass er Entscheidungen treffen kann die helfen und er kann problemlos mit normalen Menschen von Angesicht zu angesicht reden. Vielleicht sollte er die erste Kopien bekommen." ... Die anderen Katzer sehen nicht glücklich aus, brummeln aber etwas wie eine Zustimmung.


    "Tja und Leurenz. Du wirst Stabsarzt. das ist mir genauso unterstellt wie George. Du hast Veto-Rechte zu allem was er befielt. Versuche es nicht zu nutzen." ... "Geht klar." ... Die anderen Katzer entspannen sich wieder etwas. ... "Was ist mit den Nennhobs und den Anderen Privateer Komandern?" .... "Tja, gegenüber jenen die bei ihnen an Bord sind als Mannschafft gilt zusammenarbeit und normales ausführen von Befehlen, solange es nicht zu schlimm wird. Anzüge werden niemals abgegeben." ... Zustimmung ist in der Runde zu sehen... "Das bedeutet von jetzt an wird George bei den Besprechungen dabei sein?" ... "Nein, er weiß nichts von den kleinen Geheimnissen der Anzüge. Er ist mehr eine Gallionsfigur."






  • [Zwischenspiel]


    Microfan geht neugierig durch diese große Statin aus Stahl und Plastik. Er hat gerade wieder eine auschweifende Asteroidenmasakrier Tournee hinter sich. Es gibt in der ganzen Station hauptsählich diese Tierwesen. Das irritiert ihn immer noch. Und es wurmt ihn, dass diese Schäggy ihn in den Pleyaden an der Nase herum geführt hatte. Den kopf voller Unsinn schien sie eher jung und jugendlich zu sein, statt ernst zu nehmende Anführerin von ein paar Dutzend Soldaten. Nach rund zwanzig Minuten hat er sie immer noch nicht gefunden sondern nur dutzenderweise verschlossene Türen die er nicht öffnen kann. Als er die nächste Gruppe Katzer sieht, welche herumlungern als würden sie etwas bewachen geht er auf sie zu und spricht sie an.


    "Hei, wo ist Schäggy?" ... Irgendwie wird die Stimmung frostiger... "Kein Ort wo du jetzt hingehst. Und noch weniger einer an dem du sie ansprichst." ... Der Raumtieger zuckt etwas zurrück ... "Heihei, was ist denn mit euch los? Ich bin Microfan!" ... "Ja, ich weiß du kannst quasseln wie nen Googlebot, aber an DEM ORT stört NIEMAND. Schon garnicht mit flockigen Sprüchen. Verstanden?" ... In der Stimme liegt so viel Drohung, dass sich Microfan die Haare des Rückenfelles aufrichten und er seine Selbstbeherrschung benötigt um nicht unwillkührlich seine Krallen aus zu fahren. ... "Ja ist Okay."


    "Na gut, ich zeige es dir aus Entfernung. aber halt deine Sabbelluke, oder ich boxe dich aus dem Fell." ... Microfans Blaue Augen gucken skeptisch, aber er verkneift sich den Komentar, denn wenn er jetzt lospoltert, wird der ihn niemals sowas geheimes zeigen. ... "Geht klar. Kein Maunzer kommt über meine Lippen." ... er scheint die ruhe selbst zu sein, aber sein verräterischer Schwanz peitscht etwas hin und her. Die Eleganz mit der diese Katzer das eigenwillige Ding unter Kontrolle haben macht ihn da schon ein wenig neidisch. ... "Gehen wir."


    Blaster führt ihn durch ein paar Gänge. Nicht mehr als fünfzig Meter. Es ist eine etwas weitläufigere Halle. es stehen dort etwa ein dutzend in gläserne Schaukästen gehüllte Humanoide, von denen mehr als die Hälfte Katzer sind. Dan sieht er sie. Schagraulyn steht an einem Schaukasten. Die rechte Hand auf das Glas gelegt, den Kopf gesenkt und die Ohren zugeklappt. Dann rieselt Microfan ein kalter Schauer den Rücken herunter. In dem Glas steht Schagraulyn. Die figur hat die gleichen Zeichnungen. Nahezu identisch. Dann zieht ihn eine relativ kräftige Pranke zurrück und dreht ihn um. ... Der Katzer vor ihm flüstert "Das ist ihre Schwester." und läßt ihn dann los und deutet auf den Weg den sie gerade gekommen sind.

  • [Fortsetzung]


    Als sie vor der gläsernen Vitriene steht fällt ihr das Athmen schwer und ein Brennen in den Augen verlangt nach Löschung durch Tränen. Sie senkt den sich immer mehr verschleiernden Blick und klappt die Ohren zu um den Lärm aus zu grenzen. Erinnerungen an schönere Zeiten gleiten durch ihren Verstand und sie legt eine Hand auf das Glas, bevor sie leise in dieser rauhen Sprache vor sich hin flüstert.


    "Hallo. ... Ich hoffe du kannst mich dort höhren wo du jetzt bist. Ich vermisse dich jeden Tag und meist ist es so, als sei es keine zwei Jahrhunderte her, sondern nur wenige Stunden, dass wir zusammen unsere Welt erobert haben. Dann wache ich auf und die Welt ist so fürchterlich leer."


    "Erinnerst du dich noch wie alle uns gescholten haben, das wir immer wieder getauscht haben wer von uns wer ist? Sie haben nicht verstanden, das wir das teilweise nicht einmal selbst wussten. Sie dachten wir seien nur ziemich ungezogene Welpen. Jurius hat uns sogar mal mit Farbe markiert und einen Rosa und einen Lila Fleck ins Fell gepsrayt. Mamma war so sauer, dass sie ihm einen rosa und einen lila Augenring gesprayt hat. *schnuffzen und leise kichern*"


    "Tja, oder wie war das, als wir bei Mathematik Kursus immer das Ergebnis gesagt haben, dass die andere gerade laut vorrechnete? Ich glaube unsere Lehrerin war ganz schön überfordert mit uns. Oder wie Mamma beinahe einen Herzinfakt bekommen hat, als sie rausfand, dass wir in der Technikzentrale herumturnten und auch über die Trafos sprangen. Wir haben niemals einen Sprung versaut."


    *Stille* ... "Oh ich könnte dich hier sowas von gebrauchen. Jemand der weiß was ich will, bevor ich das weiß. Bestimmt würdest du die gute Anführerin abgeben, die hier gebraucht wird und ich könnte herumfliegen und genug Unsin für uns beide anstellen. Abends würden wir uns dann darüber kaputtlachen und heimlich die Uniformen tasuchen, so dass niemand mitbekommst dass du den Unsinn anstellst, über den du dich morgen beschwerst." ... Tränen kullern jetzt ungebremst das Fell herunter. ... "Ich vermisse dich so sehr und bräuchte deinen Rat was ich tun soll. Es ist so viel zu tun und alles verlangt danach getan zu werden. *seufzen* "


    In Gedanken verloren summt sie noch ein Lied, deren Text sie nie wirklich verstanden hat, bevor sie den Kopf hebt und ihre Schwester noch einmal ansieht, bevor sie sich umdreht und weg geht.


  • [Zwischenspiel]


    Microfan geht Gedankenverloren über das Frachtdeck seines Schiffes. Die Bilder von vor drei Stunden gehen ihm nicht aus dem Kopf. Irgendwie sah diese Schagraulyn so unendlich traurig aus. Doch die Katzer hatten ihm ganz klar gemacht, dass er sie selbst niemals darauf ansprechen dürfe, oder er würde die Haue seines langen Lebes kriegen. Doch wen konnte er fragen? Dann hebt er den Kopf und sieht diese dunkelblaue Type-ten auf der Landefläche schräg gegenüber stehen. ... "Das ist doch das Frachtdings von dem alten Nennhob. Schäggies Vater." ... Ein Grinsen läßt seine Zähne sichtbar werden. Niemand hatte verboten ihren Adoptiv-Pappa aus zu fragen. Er haut auf den Knopf zum Schließen der Frachtluke und marschiert los.


    Andy sitzt in der Cobrücke an Steuerbord und brütet über Statistiken nach, welche ausser ihm kaum ein Mensch versteht. So langsam ergeben sie ein Bild, aber noch ist er mit den daraus resultierenden Aktionen nicht zufrieden. Dann spricht ihn die sanfte weibliche Stimme des Bordcomputers an. "Komander Nennhob, draussen vor der Tür steht ein Katzenwesen und möchte mit ihnen reden." ... er nimmt ein Schlucck aus der Kaffetasse. ... "Na dann soll Schäggy doch einfach reinkommen." ... "Das Wesen wurde nicht als Schäggy identifiziert. Es sieht sehr anders aus und könnte männlich sein."


    Er schaut nachdenklich in seine Kaffeetasse und stellt sie dann weg. Mit zwei Handgriffen aktiviert er den Holo-Bildschirm rechts von sich und wirft einen Blick auf den Katzer vor der Tür. Nach einem Seufzer spricht er vernehmlich in sein Headset. ... "Was kann ich für dich tun mein Sohn?" ... Dann fällt ihm ein, dass Katzer es tunlichst vermeiden sollten zu Antworten. Es erschreckt ihn ein wenig, dass dieser Katzer das doch tu, bis ihm einfällt woher er die weißblauen Tiegerstreifen kennt. Pleyaden... Maya .. Komander... Micro.... oder so.


    "Ich möchte mit ihnen über ihre Tochter reden. Privat." ... Andy schaut sich um und ist sich sofort sicher, dass er keinen Katzer hier in seiner Operationszentrale haben will. Nicht mal irgendeinen und schon garnicht Schäggy. Gar nicht aus zu denken, was die dort für einen Unsinn anstellen würde. ... "Komm rein, wir treffen uns in der Kantiene... Lass den Gast herein und führe ihn zur Kantiene. Ich gegeh auch dort hin." ..Schnell sortiert er die wichtigsten Unterlagen in ihre Klammern und hängt sie an die Wandung, bevor er mit einer deutlichen Falte in der stirn Richtung Kantiene geht. Der blaue Katzer sitzt dort schon rund fünf Minuten und genießt ein Erdbeermilchschake. ... "Sie ist nicht zu haben wenn du deswegen fragst."


    Microfans Kopfgestik unterscheidet sich deutlich von Schagraulyns. Er wackelt nicht mit den Ohren und auch wie sich das Gesicht verzieht ist gänzlich anders. ... "Keine Sorge ich bin ein anständiger Raumtieger. Ich bin nur neugierig auf ihre Schwester und den Glaskäfig. Warum darf man mit ihr nicht darüber sprechen?" ... "Glaskäfig? Schwester? Was meinst du?" ... Microfans Gesicht verzieht sich zu einer Fraze des Unverständnisses, bis er nießen muss und sich das Gesicht wieder entspannt. ... "Ich meine den Raum mit den Glaskäfigen unten auf dem Planeten in der Station. Dort wo ihn einem der Käfige angeblich ihre Schwester ist und an dem sie dann weinend steht und die Katzer meinen dass sie einen in der Luft zerreissen, wenn man sie anspricht."


    Andy schwahnt langsam etwas und seine Stirn runzelt sich als er das Puzzel zusamensetzt. Sein Blick wird finster, als er "MITKOMMEN!" sagt und in Richtung Cocpit los marschiert. ... "Welche Station?!?" ... "Na die eine halb kaputte unterirdische mit den ganzen Katzern." ... "Starterlaubnis anfordern wir docken jetzt ab." ... Dann schalten seine Hände die Maschienen der Type ten Defender an.


    Der Flug ist recht Schweigsam und Microfan fühlt sich etwas unwohl. Mit diesem Ergebnis hatte er jetzt nicht gerechnet. Er stand wohl mit beiden Pfoten im Fressnapf und hatte es nicht mal gemerkt. Erst als das Heulen der Athmosphäre einsetzt läßt seine Anspannung nach. Nur der grimmige Blick dieses alten Menschen der doch mal so nett und lustig gewesen war bereitet ihm noch etwas Magendrücken. Dann endlich setzt das große Schiff auf und fährt mittels Plattform in diese Bodenstation hinein. ... "Wir gehen jetzt da hin und du erzählst mir alles!"


    Nach etwa zehn Minuten steht Andy in dem Saal mit den fünfzehn gläsernen runden Vitrienen, die Andrea mal kurz erwähnt hatte. Darin stehen in Kampfhaltungen mehrere Katzer, zwei Hounder und ein Drako. Und dann bleibt ihm kurz das Herz stehen, als er vor die Vitriene tritt, in der eine Figur steht, welche Schagraulyn zum Verwechseln ähnlich sient. ... "Tja, die Katzer haben nicht mit der Sprache heraus gerückt. Deswegen bin ich ja fragen gekommen."


    Andy sieht sich um und einige Kleinigkeiten werden ihm erst jetzt klar. Durch die Reparaturen wurden einige Durchgänge verschlossen, so dass es keinen Grund gibt hier durch zu gehen. Ja fast ist es so, als müsse man wirklich expliziet hier her wollen um hier hin zu kommen. Alleine die eine Wartungsluke, welche der einzige Weg hier hin ist, wehrt die meisten Besucher ab. Es rieselt ihm kalt den Rücken herunter, als er sich die Ausbildungsmethoden vor stellt in der der Soldat gebrochen und entsozialisiert werden soll. Ein leichter Schwindel erfasst ihn bei dem Gedanken was nötig ist um aus einem kinderlieben Knuddeltier einen psychopathischen Killer zu machen wie diesen Raffael.

  • [Fortsetzung]


    Sie stützt sich etwas erschöpft mit der Krallenbewehrten Hand an der Wand ab und hat jedes Gefühl für Zeit verloren. Das helle Surren von Akku-schraubern, welche irgendwelche nutzlosen kleinen Löcher in irgendwelche Wände bohren, nerft sie schon seit sie mit dem Training angefangen hat. Rennen, Springen, Haken schlagen, auf Holo-ziele tatzen und mit dem Schwanz kleine hüpfende Kugeln durch die Gegend dreschen und die ganze Zeit dieses "Siirrrrrrsirrrrsiiiiiiiirrrrrschruitschruit.2 ... #ES REICHT!!! Wie kann man so viele Löcher bohren wollen?!?#


    Mit einer gewissen Gereiztheit und leicht aufgerichtetem Fell geht sie in Schorts und einem grellen Gelbgrünen Hawai-Hemd diesen elendigen Geräuschen nach. Keine fünfzig Meter von der Tür des Holo-Simulators entfernt ist eie Wand des alten Wegs der Trauer aufgeschnitten worden und der Raum dahinter ist wieder zugänglich. Ihr Fell richtet sich gänzlich auf und das Athmen fällt ihr schwer. ... #DAS WAR MIT ABSICHT ZU!!!# ... Mit drei schnellen Schritten hechtet sie durch den Durchgang und kommt kampfbereit auf allen Vieren auf. Das Fell ist aufgestellt wie bei einem Igel und die krallen sind auf Maximum ausgefahren.


    Einem der rund zehn menschlichen Soldaten fällt vor Schreck der Akkuschrauber aus der Hand und poltert zu Boden. Bereit auf den kleinsten Hinweis von Deppen zu einem wirbelden Schredder zu werden schaut sie sich um. Dieser kleine saal war einmal ein Bestrafungsraum gewesen und hatte über sieben Gefängniskäfige verfügt. Jetzte waren die Gitter mit schwarzem schillernden und pollierten Kunststoff bedeckt auf das irgendwelche Bilder von Menschen in Uniformen aufgebracht wurden. Dazu jeweils eine Goldletter Platte mit einem Text von zwei bis fünf Zeilen. Der Eine soldat hält sich die Hand an die Brust, weicht zurrück und Athmet tief durch. ... "Oh Mann, erschreck mich doch nicht so. Für ne Sekunde hatte ich gedacht da sein ein Raummonster in den Raum gesprungen." ... #Verdammt. Menschen und ich muss das Maul halten... Was machen die eigentlich hier? Der Durchgang zur Halle der Geschwister ist offen, aber mit einer Baustellen Wand geschossen. Und das hier? WAS IST DAS?#


    Ihr Fell wird immer glatter, als sie sich vom boden erhebt und mit wackelnden Ohren neugierig ein paar der angebrachten Platten anschaut. ... #Die sind ja festgeschraubt. Warum nicht geklebt? Das ist doch eine irrsinns Arbeit? Leuntnand Rufus Heiderlich. Weil er mich ausbildete lebe ich noch. Soldatin Maria Grendel. Ich gehe schonmal vor, Kommt nach wenn es soweit ist. Major Paul Brannen. Gib meinem Rollstuhl einen Schubs mein Sohn. Ich habe den Akku am Laser und bergab rollt der von selbst. ... Was zum Henker soll das??#


    "Na? darfst du den nschon hier sein? Wir sind noch nicht fertig. Warte bis morgen, dann wird kommander Nennhob eine Rede dazu halten. Und jetzt auf mit dir, wir haben zu tun." ... Der Soldat wuschelt ihr noch einmal über den Kopf und schiebt sie dann aus dem Saal. Das nerftötende Surren und Sirren geht derweil einfach weiter.

  • [Fortsetzung]


    Unruhig läuft Sie vor dem Hangar hin und her. Ihr Schwanz, der aus dem extra Loch in den Schorts heraus guckt peitscht nervös hin und her. Ihre Hände wissen nicht was sie greifen sollen und das grelle Hawai-Hemd schlottert um ihren Körper. Draussen kann sie die Triebwerke des Landenden Schiffes höhren. Es wummert wie ein Ventilator auf Drogen. Sie bleibt kurz stehen und wandert dann doch weiter. ... #Warum dauert das so lange?!?#


    Doch auch alle Ungeduld ändert ichts daran. Es knallt Metall auf Metall, als die Landestützen aufsetzen und die Arretierungen einschnappen. Dann winselt eine Hydraulik, als die Plattform nach unten fährt. Es klappert, als das Gestell wieder vor fährt und mit der Ersatzplatte den Schiffsaufzug wieder verschließt. Endlich sinkt das Summen des Reaktors an Tonhöhe ab und mit einem Knistern deaktiviert sich das schutzschild. ... #Na ENDLICH!!!#


    Mit drei Schritten ist sie an der Mann Schleuse des Hangars, die gerade erst auf Grün schältet und den Schleusenzyklus ohne Not-Codes erlaubt. Tür auf, Tür zu, Knopfhau, und wieder Warten, bis die andere Tür freigibt und sich öffnet. Die himmelblaue Type Ten steht mit dampfenden Triebwerken auf dem Landefeld und eine Gestallt im Cocpit, weche durch die verspiegelte Scheibe kaum zu erkennen ist schaltet die Systeme ab.


    Sie eilt zu dem Schiff, und tippt so schnell den Code ein, dass sie ihn wiederhohlen muss, damit er sie akzeptiert. Auch diese Tür öffnen so langsam, dass es fast Absicht zu seien scheint. ... #Sonst ist die viel schneller!# ... Mit der Inneren ist es ähnlich und ihre Körpertemperatur steigt merklich an, als sie zügig durch die Gänge läuft, springt, sich in der Luft dreht, sich irgendwie abfängt und auf Andys Schoß landet. Sie sitzt ihm breitbeinig auf dem Schoß hält sich noch an der Deckenkonsole fest und ruckt mit dem Kopf nach vorne, bis sie ihm auf kurze Entfernung in die Augen blickt. ... "Erklärs mir!"


    Andy schaut sie erschreckt an, bis er langsam einmal durchathmet und sie dann ungewöhnlich langsam sprechend begrüßt. ... "*langsam* Hallo Schääggyy. Daas iist jaa eineee Übaaraaschuung. Wiie koomst duu deen sooo schnäääl aan Boord?" ... #Moment will der mich verulken?!? Der macht das doch mit Absicht!# .... Sie wackelt mit den Ohren. ... "Ich will wissen was du da unten für ein Bauprojekt machst!" .... "Reed niiicht soo schnääl, maan veersteeht diich jaaa kaaauum." ... #Was???#" ... plötzlich beginnt sich die Sprache von Andy zu beschleunigen und normal zu werden.


    "Also beruhige dich erst mal, dann sagst du mir was los ist und ich antworte dir." .... Sie wackelt noch einmal mit den Ohren und schaut ihn misstrauisch an. ... #Der verarscht mich!# ... "Das dutzend Handwerker mit ihren Akkuschraubern unten in der Boden-Station auf Cauac. was machen die da?" .... "Ach das? Das wird eine Überraschung für dich und alle anderen. Keine sorge, es ist alles gut." ... Mit diesen Worten umfassen seine hände sie und beginnen ihren Rücken zu kraulen. Erst in der Nieren-Gegend, dann höher zwischen den Schulterblättern und dann zuletzt im Nacken und am Kopf. Sie läßt die Konsole los und wie von selbst schließen sich ihre Augen und rollen die Muskeln. ... #Naiin nicht ablenken.... doooch nicht aufhöhren!#

  • [Fortsetzung]


    Andrea betritt die Brücke der blauen Typ-10, und erwartet ihren Mann mit einem Stapel Folien in der Hand vor zu finden. Statt dessen liegt eine zusammengerollte zierliche Katzerin mit buntem Hawai Hemd auf seinem Schoß und läßt sich kraulen. ... "Oha, muss ich da eifersüchtig werdenn???" ... Andy hebt noch die Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger an den Mund, aber es ist schon zu spät. Schagraulyns Ohren bewegen sich. ... "Nein, er lenkt mich nur davon ab ihn aus zu fragen." ... "Von welchen Fragen?" ... Andy verdreht die Augen. ... "Ach so. DIESE Fragen."


    Sofort ruckt Schagraulyns Kopf hoch und sie fixiert Andrea. ... "Du weißt also bescheid! ERZÄHL. Was geht da unten ab auf dem Planeten!?! Und du höhr nicht auf mit dem Kraulen, DU antwortest ja nicht!" ... Andy entfährt ein glucksender Lacher. ... "Ne jetzt darf Andrea weitermachen. Sie hätte ja einfach mal schweigen können." ... Der kopf der Katzerin guckt kurz zwischen den Beiden hin und her, dann gleitet sie von Andys Schoß herunter springt die etwas zurrück weichende Kampfpilotin an und hält sie an den Schultern fest, bevor sie den Kopf ganz nahe an Andreas heranbringt, so dass die Katzen Barthaare diese leicht kitzeln und starrt ihr auf kürzestmögliche Entfernung in die Augen. ... "Was.. ist... da unten los?"


    Die halb gefangene legt den Kopf schief, so dass sie Andy mit einem Auge sehen könnte würde Schagraulyn nicht immer wieder den Kopf dazwischen schieben. Vom Pilotensitzt kommt ein spöttischer Komentar. ... "Kraulen hilft. Oder Eis, aber das letztere ist etwas weiter weg." ... "Schäägggy, lass das. Sei Brav. sitz. aus. Ende. Heee *kreisch* die Kitzelt.. " ... Auf dem Pilotensitzt genießt Andy das Schauspiel, wie seine eigentlich durchtrainierte Frau dieses deutlich zierlichere Katzerin mit ihren nunmal längeren Armen von sich zu schieben versucht und sich dabei gegen Schnell zuckende Hände zu wehren versucht, welche ohne die Krallen aus zu fahren an einer Menge Stellen zufgreifen und kitzeln." ... "SCHÄGGY NEIN AUS. ANDY TU DOCH WAS!" ... Statt Hilfe kriegt sie aber nur ein immer immer hysterischer werdendes Gelächter zu höhren.


    "Jetzt reicht ES!" ... Andrea greift selbst zu und versucht dieses quirlige Fellknäul in den Griff zu kriegen, welches sich in steigender Geschwindigkeit um sie herum windet und dabei einfach zu viele Gliedmaßen zu haben scheint. Rund vier Minuten ertöhnt schrilles Gekreisch in unterschiedlichen Tonlagen quietschendes Fauchen und nicht enden wollendes Lachen. Dann ertönt ein Glockesnspiel und die Stimme des Bordcomputers. "Es steht Besuch an der Schleuse. Wie lange soll ich ihn noch aufhalten?" ... Alles hält inne. ... "Lass ihn herein und ihr beiden benehmt euch.



  • [Fortsetzung]


    Sie hat den Anzug wieder angelegt und steht mit dutzenden anderen Howlig Moons zusammen in der großen Halle neben dem Bestarafungsraum. Ein graubraunes Tuch ist aber über den eingang gehängt, so dass niemand hinein sehen kann. Da die Helme geschlossen sind, tuscheln die Katzer und Hounder über verschlüsselten Helmfunk. Es sind überzweihundert weitere Privateers anwesend. Sie tragen unterschiedliche Rüstungen, Waffen und Schiffs-Symbole. Einige davon erkennt sie wieder, die meisten aber nicht. ... #Dafür muss Andi ganz schön viele Telefonate gemacht haben. Und wer sind die da?# ... Eine etwas unsicher wirkende Gruppe Förderations-Soldaten betritt den inziwschen gut gefüllten Saal und zucken zusammen, als etliche Privateers ihre hände an die Waffen legen. ... #Förderierte??? Hier??" ... Dann sieht sie Andy an den Förderierten vorbei gehen. er trägt seinen Privateer Fliegeranzug, aber diesmal mit einem kleinen Brustschutz aus Orden versehen. Etliche der Förderierten werden blass und salutieren. Andrea ist nicht zu sehen. ... #Da sind Kameras. Verdammt. Funkspruch. Es gibt Kameras. Macht jetzt keinen Patzer.#


    Andy stellt sich auf ein kleines Podium an dem ein kleines Microfon hängt. Dreht sich um und läßt mit ernstem Gesicht den Blick schweifen. Dann spricht er. Er versucht ein Pokergesicht zu behalten, aber etwas bewegt ihn, was es ihm sehr schwer macht.


    [Andy Nennhobs Rede]


    Wilkommen. Alle die ihr hier seit. Die meisten kennen mich aus unterschiedlichen Teilen meines Lebens und ich hoffe das ihr alle mich und meine Entscheidungen so respektiert, wie ihr das bisher immer getan habe. Ich werde zum Ende meiner Rede den Grund nennen warum ihr alle hier seit. So geduldet euch bitte.


    Ich war so viele Jahre meines Lebens ein Soldat, dass ich fast vergessen hatte, dass dies meine eigene Entscheidung war. Seit ich in der Schule lesen und schreiben gelernt hatte und mein Opa mir geschichten erzählte über ehre. Freiheit und Heldentum, Wollte ich einer Sein. Bei uns Zuhause gab es da diese Tafeln mit Nahmen von jenen die in den Goodfolks-Gefechten gefallen waren. Jene, welche gegen die KI-Parasieten gekämpft hatten, welche Robotter übernahmen und eine Gesellschafft ohne uns schwachen Menschen haben wollten. Helden allesamt. So viel Mut, Ehre und Achtung wollte ich damals auch erlangen.


    Also ging ich zur Förderation, lies mich ausbilden und wurde ein Soldat, der an das glaubte, was uns gelehrt wurde. Auch wenn ich später meine Missionen immer weniger damit in Einklang bringen konnte und mein Weltbild zu wanken begann blieb ich ein Soldat. Das hat mich zusammengehalten und gerettet.


    Ich habe einigen Privateers die Aufgabe gegeben die Gedenksteine mit den Helden von Goodfolk zu kopieren und hier her zu bringen. Dazu kommen noch etwa hundert Männer und Frauen, welche unter meinem Kommando für unser aller Freiheit in den Tod gingen. Manche in dem festen Glauben unsterblich zu sein, andere sehenden Auges. Und hinzu kommen noch jene Deep space Privateers, welche hier in den letzten Jahren für uns den höchsten Preis bezahlt haben.


    Hinter dieser Tür ist eine Gedenkstätte. ein Ort der Ruhe, der Besinnung und eine Mahnung dass wir alle an einer besseren Zukunft mitarbeiten. Wenn ich gleich dieses Tuch weg ziehen und hier draussen Getränke und kleine Häppchen serviert werden, können kleinere Gruppen die Gedenk-Stätte besuchen. Von da an gehört sie euch.


    Aber dies alles hätte ich auch in einer Videoaufnahme erzählen können. Und jetzt kommt der Grund warum ihr alle hier seit. Es gibt dort noch einen Zweiten Raum. Auch eine Gedenk-Stätte. Sie gehört in eine Reihe mit all diesen Helden. Sie waren nie Soldaten, sondern sanftmütig und freundlich. Kinderlieb. Sie wurden geraubt und an einen tyrannen verkauft, der sie und ihre Geschwister zu Soldaten machen wollte. Ein verachtenswürdiges Verbrechen dass seines gleichen sucht. Einige von ihnen wurden umgebracht um die Überlebenden zu entsozialisieren. Andere überlebten das brutale Training trotz perfekter Heilmetoden nicht.


    In einem hatten diese Mörder erfolg. Sie erschafften Krieger von entsetzlicher Kampfkraft und Gefährlichkeit. Im anderen haben sie versagt. Diese empfindsamen Wesen ihrer Gefangenen zu zerstören. Sie sind immer noch diese Kinderlieben, verspielten Wesen, die das nur unter einer Rauhen Schale verstecken. Schweigend unter uns stehen sie uns bei.


    Howling Moons. öffnet eure Helme, nehmt sie ab uns sagt einer nach dem Anderen eure Namen. Es wird Zeit euch als Bürger der Förderation wilkommen zu heißen.


    #Was zum Ficken ist hier los?# ... Unsicher öffnet Schagraulyn mit den anderen Howling Moons ihren Helm. Win recht großer Katzer plustert sich auf. ... "ICH BIN MURRHART!!!" ... einer der Förderations-Soldaten geht auf den Katzer zu, greift mit leicht zitternden Fingern eine Plastikkarte und reicht sie dem Katzer. ... "Wilkommen in der Förderation." ... Es ist still in dem Raum, als diese Worte gesagt werden und Murrhard die nagelneue ID mit dem aufgeprägten Katzerkopf in Händen hält. Dann steigen ihm Tränen in die Augen und er sinkt in die Knie.


    "Ich bin Leurenz!" ...



  • [ein Tag vor der Rede]


    "Sir! Das kann nicht ihr ernst sein! Das werde ich nicht tun. Wir sind die Föderale Flotte und kein Karnevalls-Verein! SIR!!!" ... Der ältere Mann in Uniform mit den Insignien eines Oberst beginnt leicht zu grinsen, was ihm den Gesichtsausdruck eines Renegaten Wolfs gibt, der gleich jemanden Frißt. ... "Leutnand Heiners, wollen sie sich der Befehlsverweigerung schuldig bekennen?" ... "Sir nein sir. Ich handele absolut korrekt im Rahmen der Dienstforschriften, welche verbieten Haustieren einen Bürgerstatus aus zu weisen. Laut den Paragraphen sieben-strich-neun-eins ist dies zu tun eine Verletzung der Dienstpflichten und somit sind sie nicht in der Lage mir einen derartigen Befehl zu geben SIR!"


    "Ah, ja, siebenneuneins... gibt es da noch mehr Paragraphen?" ... "Ja natürlich Sir. die gibt es.. " ... "*bell* KLAPPE!" ... "*zusammenzuck* Sir, jasir." ... "Also gut. ich werde ihnen jetzt etwas erzählen und dann einen umfassenden Befehl geben. Höhren sie gut zu. Es ist einige Jahre her, da hat mir der Stellvertretende Flottenchef der Förderartion folgenden Befehl gegeben. Wenn dieser Admiral sagt, dass der Mond verschoben werden solle, dann rufen sie ihre Flotte zusammen und verschieben den Mond. Und jetzt kommt von mir der Befehl." ... Der Leutnand mit seinem blonden Bürstenhaarschnitt hat Mühe sich vor diesem aufgeblasenen Oberst zurrück zu halten. Trotzdem schweigt er und starrt ins Leere. ... "Sie werden diese ID-Karten vorbereiten und Drucken. Die von mir übergebenen Daten korrekt zugeordnet eintragen, bis nur noch die Aktivierung durch sie als Vertreter der Förderalen Bürokratie fehlt. Dann werden sie sich alle ihre Paragraphen zusammensuchen, die in dieser Sache mit ganz viel Fantasie notwendig werden könnten."


    Der leutnand kriegt vor Verärgerung einen roten Kopf, schweigt aber weiter beharrlich. ... "Sie und ihr Stab, der hier gemütlich im Büro sitzt werden sich in drei Stunden auf dem Flugfeld Dora, in einen Truppentransporter steigen, der sie zu einem anderen Planeten bringt. Dort werden sie sich mit Kommander Nennhob treffen und ihm mit all ihrer gebündelten Fachkompetenz erklären warum SIE meinen dass dieser Vorgang nicht möglich ist und wenn ER meint es sei alles in Ordnung und mir dies Mitteilt dürfen sie zurrück fliegen. Bis dahin werden sie dort Zelte aufschlagen und Kampieren. Sollte ich erfahren, dass sie auch nur angedeutet hätten diese Ablehnung währe von mir gekommen, oder einem anderen Vorgesetzten bringe ich SIE vors Kriegsgericht! Haben sie den Befehl verstanden? Wiederhohlen und bestätigen. "


    Im Gesicht des Leutnandes zucken die Muskeln vor Zorn und im Hintergrund stöhnen drei Soldaten auf, welche damit beschäftigt sind an Computerplätzen Dokumente zu füllen. ... "Ihr Befehl lautet... Ich soll mit meinem Stab zusammen die ID-Karten soweit es möglich ist vorbereiten ohne sie frei zu geben. Dann zu diesem Kommander fliegen, der ihr persöhnlicher Freund ist und ihm die Dienstvorschriften erläutern, bis er genug davon hat und uns zurrück schickt." ... "Ich will eine korrekte Wiederhohlung der Befehle und keine flapsig formullierte und teilweise falsche Zusammenfassung. Nochmal. Haben sie den umfangreichen Befehl verstanden?"


    "Sir, Ja SIR!. Ich werde mit meinem Stab zusammen die IDs so weit korrekt vorbereiten wie es mir die Dienstvorschriften erlauben. Dann Fliegen wir zu einem Persöhnlichen Gespräch zu dem Empfänger und erläutern ihm ausfühlich warum das nicht geht. Sobald er das einsieht, soll er sie anrufen und unsere Rückkehr autorisieren. Bis da hin haben wir vor Ort aus zu harren. Sir. Aber..." ... der Oberst schaut den Leutnand grimmig von der Seite an. ... "Aber was?" ... "Ich bestehe auf einen schriftlichen Befehl von Ihnen mit Unterschrift und Anerkennung durch meinen Vorgesetzte." ... "DASS ... ist ihr gutes Recht. Achtung! Aufstehen und mit dem Gesicht vor die Wand stellen! Haltung annehmen! Sie alle bleiben jetzt so lange in Habacht-Stellung, bis ich das Dokument fertig habe. Wer seinen Kopf in meine Richtung wendet wird sich wegen versuchter Spionage verantworten müssen."


    Ein gewisses Erschrecken ist auf den Gesichtern zu erkennen und die vier Soldaten folgen eher zögerlich der Anweisung. Der ältere Mann setzt sich an einen Computer und beginnt zu tippen. Es dauert rund acht Minuten, bis ein Mann mittleren Alters und rötlich verfärbtem Kopf durch die Tür stürmt und schon Luft holt, dann aber abbricht, als er die Situation überblickt. Deutlich gefasster und nach einem Geraderücken der Uniform tritt er auf den Oberst zu, der gerade mit dem Tippen fertig wird. ... "Herr Oberst, würden sie mir bitte erklären, warum ich aus einer Stabsbesprechung heraus zu meinem Büro geschckt wurde und mein gesammtes Vorzimmer mit den Gesichtern zur Wand steht?." ... Der Oberst steht auf, nimmt die frisch gedruckten Folien aus dem Drucker. ... "Nein Herr Oberstleutnand. Statt dessen gebe ich ihnen hiermit den Befehl diesen Einsatzbefehl für ihre gesammtes Vorzimmer zu unterschreiben. Bis zur Rückkehr der Soldaten werden sie hierzu keine Fragen stellen und auch keine Aussagen treffen."


    Der Oberstleutnand schaut den offiziell niederrangigeren Oberst mit einer hochgezogenen Augenbraue fragend an. Dieser dreht nur die Linke hand so, dass sein Gegenüber das Holo in der Handinnenfläche sehen kann. Der Oberstleutnand zieht hörbar die Luft ein, geht in Habacht Stellung und salutiert. Danach nimmt er die Folien und überfliegt sie kurz, bevor er sie unterzeichnet und zurrück gibt. ... "Ich bin dann wieder bei der Stabsbesprechung." ... Er saluttiert noch einmal und verläßt dann zügig den Raum.


    "Und sie meine Herren lesen sich diesen Befehl genauestens durch. Für die Mission gilt Geheimstufe drei. Sie werden mit keinem anderen Soldaten über ihre Mission reden und sich weder von ihrer Freundin oder Familie verabschieden, noch Ihnen während der Mission eine Nachricht zukommen lassen. Haben sie das verstanden?" ...

    "*vierstimmig* SIR JAWOHL SIR!"


    Mit einem immer noch grinsenden Gesicht verläßt der Oberst den Raum. Es dauert noch eine ganze Minute, bis den vier verbliebenen klar wird, dass sie sich wieder rühren dürfen, denn sie haben jetzt ja den besagten schriftlichen Befehl. Etwas ratlos flüstert einer der Mannschaftsdienstränge dem anderen eine Frage zu. ... "Seit wann kann ein Oberst einem Oberstleutnand Befehle geben?" ... "Ich habe keine Ahnung. Aber wir sollten uns beeilen wenn wir nicht erschossen werden wollen."

  • [sechs Stunden vor der Rede]


    Ein förderaler Leutnand und drei Mannschafftsdienstränge stehen vor der Schleuse eines blauen großen Schiffes. Der Flug von Sol hier her steckt ihnen sichtlich noch in den Knochen. ... "Cauac ist am Arsch der Welt. Dreissig Sprünge bis Sol. Gehört das eigentlich immer noch zur Förderation?" ... "Ist wohl eher eine Randwelt für Schrotter und Asteroidenschürfer. Sir." ... "Und warum läßt der uns jetzt schon so lange warten?" ... "Meine Herren, der Kommander hat gleich Zeit für sie. Er beendet nur die kleine Besprechung. Ah, es ist soweit, ich darf sie einlassen. Bitte versuchen sie nicht eine Waffe zu ziehen, oder einen meiner Inassen zu verletzen. Danke." ... Die Schleusentür öffnet sich beidtürig, so dass die vier Soldaten hindurchgehen können ohne einen Schleusenzyklus durch zu führen.


    Sie gehen durch das Schiff und die drei Soldaten im Gefolge schauen sich neugierig um. ... "Wir sollten den Kommander fragen, ob er uns hiemrit zurrück bringen würde. Das ist was anderes als dieser kleine Militärkurier mit nur zwei Passagierplätzen." ... "Ruhig jetzt. dort vorne ist...."


    An einem der drei Tische in der Schiffsmesse sitzen drei Personen. Ein alter Mann in Pilotenuniform, seine knackig aussehende Tochter in einem Raumoverall und ein Fellbedecktes Haustier in schillernder Kleidung. Mit geübter Präzision schreitet der Leutnand voran, bleibt stehen ohne zu saluttieren und spricht mit fester schneidender Stimme. ... "Leutnand Heiners von der förderalen Flotte. Wir haben einen Termin. Da es sich um nicht öffentliche Informationen handelt, bitte ich sie ihre Tochter und das Haustier weg zu schicken." ... Das Haustier bleckt die Zähne und peitscht mit seinem Schwanz. ... "Meeeow!" ... Dann wird es von der Frau hochgehoben und weggetragen. ... "Komm Kleine, dann wollen wir Pappa mal seinen Papieren überlassen." ... Das Haustier wehrt sich noch etwas und versucht sich am Türrahmen fest zu halten, aber die Frau kitzelt sie und trägt sie dann breit grinsend weg.


    Der alte Mann hat ungewöhnlich viele Falten im Gesicht, während er den Beiden hinter her schaut. Dann deutet er auf die Sitzplätze.... "Setzen sie sich ruhig und bestellen sie sich etwas aus der Bordküche." ... Die drei Soldaten hinter dem Leutnand bewegen sich schon um sich zu setzen, halten aber mit zu Grimmassen verzogenen Gesichtern inne, als der weiter spricht. ... "Nicht nötig Mister. Es wird nicht lange dauern." ... "Gut, Soldat, dann geben sie mir das Päckchen und ich halte sie nicht länger auf." ... der ältere Mann streckt freundlich grinsend einen Arm aus. ... "Tut mir leid Mister, aber die Karten sind ungültig. Die Dienstvorschriften sagen ganz klar aus, dass keinem Haustier so eine ID ausgestellt werden darf. Paragraph sieben strich neun eins ist da eindeutig und nicht interpretierbar." ... Die Freundlichkeit in dem alten Gesicht fließt daraus ab wie Wasser aus einer Badewanne mit gezogenem Stöpsel. Die Augen schauen kurz rechts und links an dem Leutnand vorbei, bevor sie diesen mit einem kalten Blick fixieren, der den Leutnand unwillkührlich einen Schritt rückwärts gehen lassen.


    "Wieso sind sie dann hier?" ... "Ich bin hier um sie persöhnlich über unsere Dienstvorschriften zu informieren." ... Der alte Mann athmet einmal tief durch und sein Gesicht wird ausdruckslos. Dann greift er zu seinem Hangelenkskomunikator aktiviert ihn und spricht hinein. ... "Blue Thunder. Ich will dass du jeden aktiven Privateer kontaktierst und ihn darüber informierst, dass er sich in fünfeinhalb Stunden in der Bodenstation auf Cauac ein zu finden habe. Nach Möglichkeit gewaschen und in Gala-Uniform. Wenn nicht anders machbar in Schlammkruste." ... "Jawohl Komander Nennhob. Ich sende die vorbereiteten Nachrichten." ... "Und jetzt zu uns. Sie legen mir jetzt jede Vorschrift vor, die sie meinen, dass diese die Aussage von Ihnen unterstützt. Dann fliegen wir runter auf den Planeten."





  • [eine Stunde vor der Rede]


    Der alte Mann hat sich von Leutnand Heiners weg gedreht, der mit seinen drei untergebenen Soldaten in einem Gang der Bodenstation auf Cauac steht. ... "Ihre Aussage ist also folgende. Bei Haustieren ist nichts zu machen und Tiere sind so dumm, dass sie nichtmal sprechen können und dürfen deswegen von uns Menschen bedenkenlos verwendet werden. Sie haben die Nutztier-Rechte, welche ihnen zugestehen nicht gefoltert zu werden, bevor wir sie Essen?" ... *räuspern* "Das ist nicht direkt das was ich sagte, Mister Nennhob, aber im Groben und Ganzen kann ich das so stehen lassen. ... "Gut. Gehen wir hinein." ... Der Privateer öffnet eine Wartungsluke und geht gebückt hindurch.


    Der Gang ist in düsteren Farben gehaltenen. Nach rund fünfzehn Metern um drei Ecken gibt es einen Durchgang zu einem kleinen Saal in dem große Gläserne Behälter stehen, die entfernt an Cryostasekammern erinnern. In den Behältern sind Fellige Humanoide zu erkennen, welche in kämpferischen Posen eingefrohren sind und eher weniger Kleidung tragen. Nennhob geht zu dem ersten Behälter links.


    "Das hier ist der Bruder von Blaster. Er hat mehrfach vor sich hin geträumt und geweint. Nach einem dutzend malen Schmerzfolter bis zur Bewustlosigkeit kam er nicht mehr zurrück aus der Zelle. Es heißt, dass er in seiner Jugend mit diesen Krallen Gitarre hatte spielen können."


    "Jener hier war seinen Ausbildern nicht sportlich genug. Sie haben ihn mittels Schmerzkrause sich zu Tode rennen lassen, bevor sie ihn hier ausstellten. Angeblich konnte er wunderschöne Landschafften zeichnen."


    "Sie hier hatte das Pech eine schwere Grippe zu bekommen, als Prüfungen im zweiten Ausbildungsjahr waren. Der oder die schlechteste musste sterben. Alle anderen mussten zusehen, wie sie schrie bis ihr Blut aus der Nase, den Ohren und den Augen lief. Es dauerte etwa dreissig Minuten bis ihr Herz endlich aufhörte zu schlagen und sie erlöst wurde."


    Der Leutnand hört hinter sich Soldat Gorleben würgen. Nach einem strafenden Blick reißt sich dieser wenigstens etwas zusammen. So geht es weiter. Eine Schauergeschichte übler als die andere. Keine davon wirklich glaubwürdig. Doch mit jedem weiteren Haustier wird auch dem Leutnand immer flauer im Magen.


    "Und letztendlich die hier. Sie ist die Zwillingsschwester der Komandantin der Wesen. Ganz zu Anfang, als sie gerade vom Sklavenmarkt entführt worden waren, wurde auch sie mit dem Schmerzhalsband umgebracht. Sie hatte nichts getan. Es gab keinen anderen Grund, als ihre Schwester zu lehren uns Menschen zu hassen und nie wieder einen Gedanken an jemanden zu verschwenden, den sie umbringt."


    Mit einer viel raueren Stimme als erwartet versucht Leutnand Heiners die düstere Stimmung zu druchbrechen. ... "Also hat jemand diese Tiere zu scharfgemachten Wachhunden gemacht? Das passiert doch jeden Tag auf irgend einer Welt. Ein bissiges Tier schläfert man ein." ... "An wievielen Klasse fünf oder sechs Einsätze haben sie schon aktiv Teilgenommen Herr Leutnand?" ... "Keinen Sir, ähm Mister. Ich bin ein Stabs-Soldat." ... "Was passiert mit einem Soldat, der einen davon überlebt?" ... "Einen Monat Urlaub, eine Beförderung und ein Jahr psychologische Betreueung." ... "Was passiert mit einem Soldaten nach seinem dritten dieser Einsätze?" ... "Beförderung in eine höhere Dienstkategorie. Aus einem Mannschaftsdienstgrad wird ein Unteroffizier. Aus dem ein Offizier. Das geht so weiter, bis nach etwa zwanzig Jahren sie einen Gefechtsgeneral haben dem man eine Randwelt zu beschützen gibt, weil er Psychisch nicht mehr vertretbar ist." ... "Nun, ich habe vierzehn solcher Einsätze hinter mir und schon bei mir folgten sie zu schnell aufeinander, so dass ich manchmal Alpträume davon habe." .... "Vierzehn????" ... "Es gab in den letzten zwanzig Jahren keine vierzehn dieser Einsätze." ... "Offizielle nicht."


    Der alte Mann mit den stahlharten Augen dreht sich um und schaut links und rechts am Leutnand vorbei. .. "Das
    Imperium hat damals versucht Soldaten zu erschaffen. Sie waren so teuer, dass sie nur zu solchen Einsätzen herausgelassen wurden. Erst gegen Ende kamen kleinere und leichtere dazu. In der Zwischenzeit bekamen sie keine Zeit zum Erhohlen, oder gar psychologische Betreuung, sondern wurden in Cryostase versetzt, wonach sie ohne Erinnerungen und somit folgsam erwachten und teilweise noch verletzt in die nächste Selbstmordmission geschickt wurden. Ich schätze, dass jeder von denen, die heute noch leben vierzig Klasse fünf und sechs Missionen hinter sich hat." ... Dem Leutnand werden dann doch die Knie etwas weich. Die Zahlen sind einfach nur unvollstellbar.


    Gorleben stützt sich mit grünlich verfärbten Gesicht an einem Behälter ab und hält sich ein Tuch vor den Mund. ... "Wissen sie dieser Imperiale Adelige damals hatte in einem Erfolg mit all seiner verachtenswerten Methode. Er hat wirklich gefährliche Killer Soldaten erschaffen. Einer davon war für die Mordserie hier in Cauac verantwortlich. Einer hat diese ganzen Gemetzel an etlichen Dörfern angerichtet und hat die Kopfgeldjäger fertig gemacht die ihn verfolgten. In einer anderen Sache hat der Adelige versagt. Er hat es nicht geschafft ihre Seelen zu zerstören. Während einer sich durch die Dörfer metzelte, haben drei andere ein Dorf geschützt und verteidigt. Es war ihre Entscheidung das zu tun. Trotz all dem hier. Jetzt sind sie länger aus der Cryostase und bekommen all ihre Erinnerungen zurrück. Trotzdem stehen sie an unserer Seite wie Soldaten. Sie haben uns akzeptiert und wir sie."


    "Was sollen das für Spezialsoldaten gwesen sein? Ich kenne die nicht." ... "Oh sie kennen sie bestimmt. Immerhin haben sie es geschafft, so übel zu sein, dass sogar heute noch, sich Soldaten Schauergeschichten über sie erzählen. Sie haben da zweihundert Jahre alte Teenager die mehr Kriegserfahrung haben als unsere Veteranen, im Sprint einen ESSERRFAU einhohlen und sich bei einem Unterlegenheitsverhältnis von zwanzig zu eins keine Sorgen machen. Na klingelt es?" ... "*würgend* Nein." ... "Sie haben hier die meisten der Howling-Moons." ... *urgs* ... "Eigentlich wenn man sie ein wenig kennt sind die ganz in Ordnung. Verspielt, Kinderlieb und wie bei Teenagern nicht ungewöhnlich eine Menge Unsinn im Kopf. Ich bin Froh, das die Komandantin welcher bei denen das Sagen hat und die sich unerfindlicherweise durchsetzen kann ohne dauernd irgendjemanden um zu bringen, uns mag."


    "Hauling Muuns???" ... "Tja, und nachdem wir alle sie wilkommen geheißen haben werde ich in einer halben Stunde zu ihnen sprechen und ihnen diese ID-Karten übergeben. Egal ob sie Freigegeben sind oder nicht. Dann sage ich ihnen, das ein Großteil der Flotte sie in der Förderation wilkommen heißen möchte und vor ihnen die Männer stehen, die meinen das sei nicht möglich, weil sie ja nur dumme Tieren währen die nicht sprechen könnten." ... *gurgelndes röcheln* ... "aber.. aber dann bringen die uns um!" ... "Neeeiiin die bringen sie nicht einfach um. Der Letzte Überlebende von ihnen wird sich glücklich schätzen die Karten zu unterschreiben damit sie IHN nur normal umbringen."


    Die drei Soldaten haben genug gehört und ergreifen die Flucht. Sie kommen genau bis durch die Eingangstür, bevor es wie in einem dieser Filmtonstudies Knallt klatscht und scheppert. Soldat Ruffelman fliegt geradewegs rückwärts und bleibt schmerz verkrümmt liegen. ... "Schatz? Hast du den drei schon erlaubt wegzutreten?" ... Nennhobs Tochter schiebt zwei Schockstäbe wieder in den Gürtelholster und zieht zwei der Soldaten von draußen wieder in den Saal. ... "Lieutenant. Ich möchte Ihnen meine Frau Vorstellen. Captain Andrea Nennhob, Federal Navy Special Operation. Gab es im Flur ein Problem Captain? Andy grinst seine Frau kurz an und konzentriert sich dann wieder auf das Schriftstück in seiner Hand. Andrea lässt die beiden Soldaten los und wischt sich gespielt einige Krümmel von der Weißblauen Federal Galauniform die sie angelegt hat. "Sir, dieser Hauptgefreite ist gerade Frech geworden und hat mich im Flur tätlich angegriffen. Er hat mich angerempelt und ich habe das geahndet." Andy dreaht sich Kopf schüttelnd zu seiner Frau und blickt auf die am Boden liegenden Sodaten, während der Leutnand Athemprobleme hat und immer noch an seinem Fleck steht. "Ein tätlicher Angriff auf einen Höherrangigen Offizier? Ist das so?" Der vermeintliche Raudi rappelt sich auf."Äh.. nein Sir so ist das nicht gewesen. Ich wollte mich an ihrer Frau vorbei drücken aber der Gang...." "Sie wollten sich in den Flur an meiner Frau was, genau? Wissen sie ich habe ein paar Jahre im aktiven Dienst auf dem Buckel. Und es ist tatsächlich so das ich auch einige Dienstvorschriften noch auswendig weiss. Angriff auf einen weiblichen höherrangigen Offizier. Das kostet sie ihr nächsten drei Beförderungen und gibt Knast. Leutnand, kann es sein dass sie nicht in der Lage sind einen Dreimann-Trupp zu führen?"


    Plötzlich im Fokus des verbalen Angriffes zu sein durchbricht das bisher gespürte Entsetzen. ... "Ich ... natürlich Sir. Soldat Ruffelmann, Sie bekommen einen Eintrag in die Akte wegen ungebührlichem Verhalten. Ich..." ... "Ich meinte damit eigentlich, dass sie selbst Verantwortung für ihre Untergeben übernehmen. Aber vielleicht ist das ja unnötig wenn sie vor unseren lieben Kuscheltieren stehen."


    Der Nennhob nickt seiner Frau zu ... "Ich werde sie jetzt in Ihre Obhüt übergeben und mich auf die Rede vorbereiten. Viel Glück. Wir sehen uns dann in Kürze und machen sie sich ein wenig zurecht. Sie sind so ja eine Schande für die Förderation." ... Der entsetzte Leutnand schaut auf die am Boden liegenden Soldaten, die hübsche recht junge Frau und den Rücken des alten Soldaten, der den Saal verläßt.

    "Hei, angucken... ja... Anfassen ... nein!"

    Einmal editiert, zuletzt von Schagraulyn () aus folgendem Grund: (Änderung in Co-Op mit Andy)

  • [Fortsetzung]


    Schagraulyn nimmt ihre ID-Karte als Letzte entgegen und schaut belustigt auf das Holo-Bild. Sie beginnt es leise vor zu lesen ... "Schagraulyn van Zoff Nennhob. Alter einundzwanzig. Befreite Sklavin des Imperiums. Geburtstag Heute. Eingetragener Beruf. AGRARPILOTIN! hihihihihihi. Abgeschlossene Ausbildungen.. Schule, Schule, Schule, Grundwehrdienst, Pilotenschule, Technik-Zusatzkurs, Teamleiterschulung. Da stehen sogar Noten dabei. Durchschnitt. Na gut. ich will mich ja nicht bei ner Firma bewerben. Ah was ist das? Gebohrene Schagraulyn van Zoff. hmm gut." ... "Was ist jetzt mit den anderen IDs?" ... "Die Nehme ich so lange bis wir die übergeben können." ... #Pappaaaa!# ... Ohne zu warten fällt sie Andy um den Hals, Knuddelt ihn ... "Dankedankedankedanke. Mrrooow Das ist so lieb von dir" ... während dieser etwas Schwierigkeiten hat stehen zu bleiben. ... "Ist ja gut, meine Kleine. wir sind eine Familie, da kümmern wir uns umeinander. Aber ich habe da gleich eine Kleinigkeit, die du für mich erledigen könntest." ... Sie hört mit dem Knuddel auf lehnt sich auf Armeslänge zurrück und schaut fragend ... "Klar. Worum geht es?"


    #Irgend etwas stimmt nicht. Seine Betohnung ist anders.# ... Weißt du die vier Förderalen Soldaten hatten es furchtbar eilig nach Hause zu kommen, als sie vor sechs Stunden in mein Büro stiefelten. Sobald wir diese IDs alle gecheckt haben und wir ein wenig Geld darauf überwiesen haben, sollte sie jemand nach Hause fliegen." ... "sir, aber Sir, wir sind in Sol zu Hause und das ist Sperrgebiet." ... Schagraulyn schaut Zum Leutnand, dann zu Andy dieser Zwinkert unmerklich ... "Schäggy, kannst du mir versprechen diese vier Jungs in ein Sperrgebiet wie sol rein zu bringen ohne abgeschossen zu werden? Du musst ihnen ja nicht deine Schmugglertricks verraten." ... "Ich bin kein Schmuggler." ... "Genau, du bist weiblich damit heißt das Schmugglerin." ... "Ich gebe nichts zu *grinst*"


    "Also?" ... "Ja, papps, ich verspreche dir mich nicht abschießen zu lassen." ... Der Leutnand und die drei anderen Soldaten schauen die beiden mit aufgerissenen Augen an. ... "Das ist unmöglich. Da ist die förderale Flotte, Sensor-Netze, Raumwellen-Radar. Da kommen sie nicht mal in Schleichfahrt durch." ... "Herr Leutnand glauben sie mir. Sowas ist für meine Tochter kein Hinderniss." ... Mit einem breiten die Scharfen Zähne freilegenden Grinsen dreht sie den kopf zu den Soldaten und wackelt belustigt mit den Ohren. ... "Kein Problem, ich besorge nur Transportkontainer für euch."




  • [Zwischenspiel]


    Die Transportkiste in der Leutnand Heiners liegt ist stabil und Luftdicht verschlossen. Kein Fenster ist angebracht und nur das Zischen der LEH des Notraumanzuges ist zu höhren. Jemand hatte vorher den Funk sabottiert, so dass er eingesperrt ist. Hin und wieder zieht es ihn in eine richtung wenn das schiff, welches da fliegt eine Scharfe kurve fliegt.

    Dann dreht sich alles, was nur bedeuten kann dass der Hypersprung aktiv ist.


    "Wie soll ich hier drinnen dreissig Sprünge überstehen. Zum Glück habe ich genügend Kotztüten. Aber verdammt, Niemand kann sich in sol durch die Flotte schleichen. Wir werden abgeschossen werden. Warum habe ich es blos nicht strickt abgelehnt? Dann hätte ich halt als Feigling gegolten! Oh gott steh mir bei."


    Die ersten sieben sprünge waren recht schnell aufeinandere gefolgt. Doch jetzt ist der Flug wohl relativ ruhig. ... "Vermutlich muss dieses Schiff tanken." ... Er versucht sich ab zu lenken indem er sich die Momente in Erinnerung ruft, bevor sie in diese Frachtkontainer gestiegen sind.


    "Sir!, DAS IST JA EIN RAIDERSCHIFFF!!" ... #Wer hatte das gesagt? Gorleben? Eigentlich egal. Das Schiff auf das sie zugingen war eine Cobra gewesen. Eine schilernd lila Gewitter-Lackierung mit Raider-Stacheln. Und dann hat dieser Nennhob uns so scharf angeschnauzt endlich ein zu steigen, dass wir dass gemacht haben. So eine Scheisse. Ich will wieder nach Hause.# ... Es wackelt noch einmal stärker und reißt den Leutnand aus seinen Gedanken. Dann ist wieder alles still. Eine ganze Weile passiert nichts. Dann öffnet sich plötzlich der deckel der Luke und starke hände ergreifen ihn, zerren ihn ans grelle Tageslicht und Stimmen schreien ihn an.


    "Wer sind sie!" ... "Wo kommen sie her?" ... "Wie kommen sie hier hin!" ... "Ausweis!" ... "Keine Falsche Bewegung" ... "Er ist bewaffnet." ... noch immer geblendet merkt er wie ihm seine Pistole entwendet wird. ... "Leutnand Heiners, Raumflotte." ... er kann vier Schemen neben sich erkennen. ... "Meine Eihdii-Marke ist am Hals unter dem Raumanzug." ... Grobe Hände greifen nach dem Anzug und zerren daran herum. ... "Eihdii bestätigt." ... "Also gut Leutnand. Was machen sie hier in diesem Vorgarten? Und warum sind sie in einem Frachtkontainer?"


    So langsam nehmen die Soldaten Formen an. Es sind Feldjäger. Also Militärpolizei. Ein hübsches Haus mit einem netten Garten steht nicht unweit. Andere kleine Villen sind in der Nachtbarschafft in schönen recht großen Grünflachen gebaut. Zwei der Feldjäger haben ihre Paralysator Pistolen auf ihn gerichtet. Zwei weitere halten ihn fest. ... "Ich... wurde hertransportiert." ... #Mist! Geheimhaltung!# ... "WIE!!!" ... "Geheimhaltungsstufe drei. sind hie rnoch mehr Frachtkontainer?" ... "Ja, die werden gerade zur sprengung Vorbereitet." ... "Nein, nein nicht meine drei Untergebenen sollten auch so transportiert werden. Hohlen sie die blos raus."


    "WAS GEHT HIER VOR LEUTNAND HEINERS. WAS MACHEN SIE IN MEINEM VORGARTEN!?!" ... Der Leutnend schafft es kaum den kopf weit genug zu drehen, doch die Stimme ist eindeutig. ... #Der Oberst!!# ... "Sir... sir.. bitte bestätigen sie, dass ich zur Geheimhaltung verpflichtet bin. Und was ist mit dem Schiff, dass mich abgesetzt hat?" ... "Da war kein Schiff. Die Flugkontrolle hat in den letzten sechs Stunden kein Schiff hier gescannt." ... "Sechs Stunden? Ich.. wir sind seit nicht mehr als einer viertel Stund ehier." ... "Das kann nicht sein Leutnand. Niemand kommt ungesehen nach sol hinein und landet auf Terra." ... "Doch wir..." ... "Schauze!" .... "Sir jawohl sir."


    "Meine Herren, danke für ihre Unterstützung. Befreien sie die anderen Soldaten etwas sanfter und dann abrücken. Den Rest übernehme ich dann." ... Die Waffen senken sich und nach einem kurzen saluttieren gehen die Militärpolizisten breit grinsend los um die anderen Kontainer zu öffnen. ... "Also Leutnand wie kommen sie hier her?" ... "Die ... eine ... Sir?" ... "Reissen sie sich zusammen!" ... "Ja Sir." ... "Also?" ... "Die Adoptivtochter von dem Kommander sollte uns her fliegen in einem Raiderschiff. Und wir sollten nicht sehen wie sie das tut, also hat er uns in diese Frachtkontainer befohle. Und dann muss ich eingeschlafen sein, denn wir waren viel zu schnell hier."


    "Sir. wussten sie was die sind?" ... "Ich sage das jetzt nur einmal und sie werden das nicht herum erzählen." ... "Verstanden Sir." ... "Ja, ich weiß das sehr gut. die kleine süsse Hauskatze hat mir mal den Arm gebrochen, als ich in ihrer gegenwart eine Pistole gezogen habe. Sie dachte ich wolle ihren beiden Nennhobs was antun. Ich kenne den Ruf und ja, mir machen sie ziemlich Angst. Aber wenn es Monster sind, sind das besser UNSERE MONSTER als die des Imperiums oder eines Piratenkönigs. Und jetzt werden sie alles vergessen was mit der mission zu tun hatte. Weggetreten!"


    Der Leutnand saluttiert noch einmal , bevor er dovon taumelt um seine anderen Untergebenen ab zu hohlen. Als er weit genug weg ist hebt der Oberst sein Handgelenk vor den Mund. ... "Das war jetzt aber sehr kindisch." .... "Jaaaaaaa *freu*!" .... "Du hast alles mitbekommen?" ... "harharhar.. ich konnte alles höhren, als wen nich daneben gestanden hätte. Das war toll. Der glaubt wirklich an Stealth-Schiffe." ... "Komm rein. du kriegst noch eine Milch bevor ich dich wieder rauswerfe." ... "Mruow, ich komme umgehend."