• der Herzschlag Gottes!
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    Prolog
    "Bereit?"
    Die Anzeigetafel über dem VOR-Seat zeigte grünes Licht. Frau Dr. Viona Tomani, Wissenschaftlerin am Forschungsinstitut für Astronomische Physik auf Foden Orbital stellte die Frage in den leeren Raum.
    Hinter ihr wusste Sie das Kontrollzentrum dieser Versuchsabteilung hinter einer dicken Glasscheibe.
    "Alles bereit. Du kannst loslegen" Eine blecherne Stimme Ihres Kollegen Jim Carter war über Lautsprecher zu hören.


    Seit Sie vor knapp einem Jahr mit der EoT bei der Ahnenbrand-Operation dabei war, hatte Sie sich ganz der Erforschung von astronomischen Phänomenen verschrieben und die leitende Position nach dem Dahinscheiden von Dr. Stern eingenommen. Es war damals äußerst knapp gewesen, aber die EoT hatte die Erde vor einer Katastrophe retten können.
    Ihre jetzige Aufgabe befasste sich hauptsächlich mit der Erforschung von Einflussfaktoren der Higgsteilchen auf die Gammastrahlen 3. Ordnung. Soweit konnte Sie die Daten von Dr. Stern noch nutzen, um an einem früheren Punkt seiner Forschungen ansetzen zu können. Was aber doch eine sehr zeitraubende Tätigkeit war.


    Sie lächelte kurz in sich hinein.
    Auch Largo Ormand war einfach sehr beschäftigt mit dem Amt des hohen Rates. Andererseits gab er Ihr soviel Wärme und Zuneigung in den gemeinsamen Momenten, dass das verschmerzbar war.
    So fanden Sie doch tagtäglich zueinander. Sofern er nicht auf Reisen war. Was angesichts seiner Position nur allzu häufig vorkam.


    Sie nahm Ihre Laborbrille in die Hand, fuhr mit dem rechten Finger über das Abtastmodul. Ein grüne Lampe leuchtete auf, die Brille war betriebsbereit.
    Mit der Brille auf der Nase machte sie es sich im VOR-Seat bequem und drückte ein Taste auf einem seitlich angebrachten Bedienterminal.
    Geraume Zeit passierte nichts, bis sie sich plötzlich aufbäumte.
    Jim Carter prüfte die Vitalfunktionen, der Puls stieg rasant an. "Was passiert da?"


    Tomani antwortete nicht, ihr Körper war vollständig verkrampft und wie eine Brücke durchgebogen.
    "Verdammt! Abbruch!" bellte er ins Mikrofon und drückte den Not-Stop Knopf.


    Doch die Maschine reagierte nicht....


    Er rannte zur Tür, riß sie auf und hechtete zum Seat. Sein Laborkittel flatterte hinter ihm, er verlor fast den Halt auf dem glatten Boden.
    Tomanis Augenlider flatterten unter der Brille, die Zähne waren zusammengebissen.
    Jim erreichte sie und zog die Brille von ihrem Gesicht. Dann nahm er ihre Hände und kippte sie vom Stuhl.
    Er wankte nach hinten und beide landeten auf dem Boden.
    Viona zuckte noch immer, ihr Atem beruhigte sich aber zusehends. Sie versuchte etwas zu sagen, aber alles was er verstand, war ein Flüstern.
    "Fyxa!"





    1.Kapitel 16. August 3304, Krankenstation 5-2, Foden Orbital
    Sie schlug die Augen auf. Ein weißes Licht über Ihr strahlte ungewöhlich hell.
    "Dr. sie ist wach" hörte sie eine Stimme neben sich.
    "Guten Morgen Frau Tomani." Ein ruhige Basstimme klang klar in dem hallenden Raum.
    Ein männliches Gesicht mit einem Vollbart schob sich in ihr Sichtfeld.
    "Ich bin der Stationsarzt Dr.Manson. Ihr Kollege und das andere Laborpersonal haben Sie gestern hergebracht." Sie scheinen einen Kreislaufzusammenbruch gehabt zu haben."
    Viona lächelte ihn an und nickte dankend.


    Was war da nur geschehen?
    Während der Visite fragte sie sich ein ums andere Mal, was im Labor vor sich ging.
    "So, es scheint, dass sich ihr Organismus wieder beruhigt hat. Meiner Meinung nach dürfen Sie die Station heute noch verlassen. Ein Rat darf ich Ihnen noch mitgeben. Schonen Sie sich etwas und fahren Sie einen Gang zurück. Ihr Körper wird es Ihnen danken.
    Die Schwester und der Doktor machten sich gerade aufbruchsbereit, als die Tür aufging.


    Largo kam herein.
    "Schön, dass Du wach bist. Wie fühlst Du Dich?
    Er nahm ihre Hand und setzte sich auf die Bettseite.
    Viona drückte sie und lächelte ihn an.
    "Danke, es geht schon wieder. Allerdings frage ich mich, was da gerade passiert ist."


    Largo schaute sie ernst an. "Kannst Du Dich an irgendetwas erinnern?
    Viona sah gerade aus, ihr Blick war in die Ferne gerichtet.


    "Eigentlich an vieles. Ich verstehe es nur nicht."


    Largo wartete, bis sie weitersprach.


    "Die neueste Technik des VOR, also der Virtuellen Organisierten Realität machte es uns möglich, dass man bei physikalischen Versuchen nicht nur anwesend sein konnte, sondern den Versuchsaufbau innerhalb des Experiments begutachtet und in engerem Sinne steuern kann. Unsere Bewusstseinsströme werden dabei mit den Versuchsteilchen gekoppelt.
    Es sollte uns so möglich sein, weiter in die Vergangenheit als je zuvor zu sehen."


    "Du meinst den Urknall?" fragte Largo erstaunt?


    "Ja," hauchte Viona. "Es gibt genügend Theorien, die sich mit dem Erwachen des Universums auseinander setzen. Ich denke, wir haben bald den Beweis, was vorher war. Wenn es ein vorher gibt.
    Beim gestrigen Versuchsaufbau entstand ein kurzes Licht und als ich die Augen wieder öffnete, sah ich eine strahlende Fassade vor mir. Es ist immer wieder faszinierend, sich auf diese Reise zu begeben Largo.
    Gerade gestern war eine besondere Sitzung. Es gelang uns vor wenigen Tagen, die Zugangsmatrix zu einem Higgsteilchen zu entschlüsseln. Das heisst, ich war der erste Mensch, der in ein solches Teilchen eintauchen konnte. Die von Markus Stern erforschte Gammastrahlung ermöglichte uns eine Tür zu öffnen zu dem ,sagen wir, geistigen Aufbau der Teilchen.
    Ich war in diesem Moment das Higgsteilchen Largo!
    Das kann uns womöglich gesicherte Erkenntnisse über das Leben unseres Universums und den weiteren Verlauf geben.
    Langsam nahm ich meine Umgebung war. Es schien ein sich drehender Raum von goldenen Schlieren, die sich in einer enger werdenden Spirale nach unten bewegten. Im Fluss dieses Stromes bewegte ich mich kreisförmig nach unten, wie ein Sandkorn in einer Sanduhr, der sich zum Mittelpunkt bewegte.
    Es schien Ewigkeiten zu dauern.
    Genau an diesem Punkt des Übergangs durchflutete mich ein Licht von ungeheurer Intesität. Es umfing mich, Es durchdrang mich."
    Sie sah Largo wieder an: "Mehr kann ich Dir dazu noch nicht sagen. Außer das mich jetzt eine gewisse Leere durchströmt. Und dieses Wort geistert in meinem Kopf herum. ...Fyxa."
    Ihr war es, als sei dieses Wort schon immer da gewesen. Dass sie es nur ihr ganzes Leben vergessen hatte. Aber es war nicht vollständig. Das spürte sie.



    2. Kapitel 18.August 3304 Foden Orbital Bar, 09.15 Uhr
    Ein paar Tage Auszeit waren tatsächlich hilfreich. Mit einem Kaffee in der Hand saß Viona an einem gemütlichen Tisch in der Foden Orbital Bar und sah aus dem Panoramafenster dem munteren Treiben auf den Landeplätzen zu. Stetig kamen neue Schiffe, die Waren brachten oder von hier forttrugen.
    Es tat gut, sich das Ganze anzusehen, ohne an der Hektik dort unten teilzunehmen.
    "Ist hier noch frei?"
    Eine Stimme weckte Sie aus Ihren Gedanken.
    "Largo!, Du kommst gerade rechtzeitig. Ich wollte mit Dir reden." Sie lächelte ihn an und er beugte sich zu Ihr und gab ihr einen Kuss.


    "Na, dann leg mal los!" Largo nickte ihr aufmunternd zu.
    Gerade wollte sie Luft holen, da kam noch schnell der Barkeeper und brachte ihm einen großen Pot mit Kaffee.


    "Mit Jim hatte ich gestern noch wegen dem Vorfall gesprochen. Wir wollen da am Ball bleiben. Es scheint sich da eine ungeahnte Energieaufladung zu ergeben. Wir wollen die Ströme weiter untersuchen. Es ergeben sich scheinbare Muster, die auf eine Potenzierung an bestimmten Orten hinweisen.
    Tatsächlich scheint es bisher nie gelungen zu sein, solche Energiebewegungen zu sehen, geschweige denn zu erklären. Wir sind nun soweit, diese Tranomalien zu erforschen. Dazu benötigen wir aber noch einige Güter und Werkzeuge, die unsere VOR-Seat Einrichtung verstärken kann."
    Sie atmete tief durch.
    "Nach Auswertungen dieses abgebrochenen Tests können wir davon ausgehen, dass diese Strömungen eine gewisse Basis für das kosmische Hintergrundrauschen bildet.
    Es scheint sich da mehr zu verbergen, als angenommen.
    Und da komme ich auf Dich zu."


    Sie sah ihn mit großen Augen an.
    "Largo, ich brauche die EoT!"



    Sitzungssaal EoT 18.August, 20.33 Uhr
    Die anwesenden Mitglieder des Rates waren nahezu vollständig versammelt. Jimbo Lazy´s Platz war noch leer.
    Largo sah in die Runde und schaute dann auf die Uhr.
    "Dann fangen wir schonmal an, bis Jimbo zu uns stößt.
    Ich habe Euch den ersten Bericht über diese neuartigen Energieströme, bzw. Tranomalien geschickt. Was wir nun beschließen müssen, ist, inwieweit die EoT hier helfen kann.
    An sich ist die Forschung ja grundsätzlich die Basis unserer Fraktion.
    Wir haben..."
    Da ging die Tür auf und Jimbo stolperte hektisch in den Saal.
    "tschuldigung, ich hatte noch einen Termin, der nicht früher beendet war."


    Largo nickte ihm kurz zu und übersah dann geflissentlich die Mayospur an seinem Mundwinkel.
    Jimbo setze sich neben Lilith und zwinkerte ihr zu. Die Ihrerseits nur die Augen verdrehte.


    "Also, wir haben nach der Liste von Dr. Tomani einiges an Material bereits vorrätig. Andere werden noch dringend benötigt. Beziehungsweise müssen eingekauft werden. Wie das so ist, gibt unser Haushaltsplan leider keine zusätzlichen Mittel für diesen neuen Zweig der Tranomalischen Physik her. D.h. wir werden unsere Mitglieder bitten, ein paar Transport und Handelsmissionen oder eben Belohnungen durch Erkunderdaten sowie Kopfgelder zu fliegen.
    Es scheint in der Blase eine gute Auswahl an Wingmissionen zu geben. Das sollte uns zum notwendige Polster verhelfen."


    Alle Ratsmitglieder nickten zustimmend. Es schien von Vorteil, wenn alle EoT und Ihre Verbündeten diese Aufgabe gemeinsam lösen würden.
    "Ich werde das Angebot ausgeben, entsprechende Missionen zu fliegen mit der Bitte, diese bis zum 14.September abgeschlossen zu haben."




    3. Kapitel Sternwarte Hosenaus, Foden Orbital, 20. August 3304
    Nachdem der Resonator an das Teleskop angeschlossen war, richtete sich der Hausmeister auf.
    "Und was soll das nochmal bringen?"
    Jim Carter schaute den Mann an und setze sein freundlichstes Lächeln auf.
    "Guter Mann, es ist nur eine kleine Sache, bei der Sie uns behilflich sein können. Wir versuchen mittels dem angedockten Gerät tranormale Strömungen dort draußen zu finden.
    Nichts weiter."


    "Warum habe ich dann keinen offiziellen Bescheid über solche Sachen? Sonst werden diese Untersuchungen immer angemeldet. Aber nein, jeder kocht seine eigene Suppe!"
    Nuschelnd packte der Mann seine Werkzeugtasche zusammen und schlurft Richtung Ausgang.


    "Besten Dank der Herr!" rief Jim Carter ihm noch hinterher und steckte die restlichen Scheine wieder zurück ins Portmonnaie.
    Er sah durchs Teleskop und schaltete den Resonator ein. Dann begann er den Himmel abzusuchen.



    4. Kapitel Foden Orbital 3304, 21. August 3304
    Suite von Largo Ormand
    Eine Nachricht kommt über den Communicator herein.
    Nach dem Text zu urteilen, sind größere Ansammlungen der Tranomalien in der Nähe des Jellyfish Nebels entdeckt worden.
    Das könnte eine Spur sein.






    Viona benötigt für eine genauere Untersuchung eine umfangreiche Anzahl an massereichen Objekten, die durch gegenseitige gravitative Beeinflussung ein nicht zu unterschätzendes Energiefeld aufbauen und die Untersuchung möglich machen.
    Largo las stumm den Text und kurz kamen ihm die Erinnerungen an das letze Energiefeld bei Eta Carinae hoch. Sein Freund Markus...
    Er schüttelte sich und las den Rest des Textes durch.
    Dann wandte er sich an die Sprachkonsole an der Wand.






    "Communicator, bitte Aufruf an alle EoT:
    Liebe Freunde und Kameraden der Explorer on Tour. Zur Untersuchung von neuartig, entdeckten Energieströmungen brauchen wir eine Vielzahl von Kommandanten, die Ihre Schiffe bereitwillig zur Verfügung stellen und uns unterstützen.
    Die Reise wird ca. 12 Tage dauern, der Start ist für 24. September, um 20.30. Uhr ab Foden Orbital geplant. Eine normale Explorationsausrüstung sollte ausreichen. Wir befinden uns auf einer Forschungsreise. SRV optional.
    Ach ja, Schilde sind unbedingt am Schiff anzubringen!
    Es wird von nicht unergeblichen Wert für die astronomische Forschung sein, wenn einige Explorerdaten von den Teilnehmern gesammelt und archiviert werden.
    Also," Largo machte eine kurze Pause. "Scanner nicht vergessen".






    "Da wir in großer Zahl unterwegs sein werden, ist es von großer Dringlichkeit, Foden Orbital und das System Toluku nicht unbewacht zurückzulassen. Wie mir unser Ratsmitglied Sunny v. Isegrim mitteilte, sind förderale Bestrebungen zur Ausweitung in den umliegenden Systemen zu erkennen. Auch für schnelle Einsätze wäre es von Vorteil, wenn die Explorer ein Kampfschiff ihrer Wahl in Foden Orbital stationieren.
    Over und Out!"






    ...gleichzeit mit der Nachricht, die an das Büro des Hohen Rates gesandt wurde, übermittelte ein kleines flaches Gerät in der Schaltzentrale diese Notiz in ein weit entferntes Sternensystem innerhalb der Blase...



    5. Kapitel 02.September, Foden Orbital Bar, 10.32 Uhr

    "Es scheint, die Flotte macht sich wieder bereit für eine erneute Expedition." Einer der Kellner der Foden Orbital Bar sah aus dem

    Panoramafenster zu den Anlegebuchten. Dort konnte man viele der gelben Transportfahrzeuge sehen, die unermüdlich Waren zu den Schiffen brachten. Nicht nur Verpflegung musste an Bord gebracht werden, auch die Technik und Maschinen wurden gewartet oder auf den neuesten Stand gebracht. Einige Teilnehmer hatten sich bereits bei diversen Ingenieuren ein paar Verbesserungen installieren lassen.

    Der Kellner wischte Gedanken verloren den vor ihm stehenden Tisch ab und richtete Salz und Pfefferstreuer in der Mitte zurecht. Bis die ersten Gäste eintrafen, hatte er noch etwas Zeit.

    Jack, der Barkeeper, sah kurz vom Tresen auf.

    "Ja, da ist eine Forschungsreise geplant. Aber genaues weiß man nicht. Nur das die Expedition recht teuer wird."

    "Und die EoT zahlt das alles aus eigener Tasche?" der Kellner ging zum nächsten Tisch und nahm die Stühle herunter.


    "Tim, Du musst den Gästen in der Bar zuhören, da erfährt man so einiges." der Barkeeper zwinkerte seinem Mitarbeiter zu.

    "Gestern erst haben sich Ben Wolf Romach und Jimbo Lazy hier in der Bar darüber unterhalten. Anscheinend ist das Polster gewaltig dank den Anstrengungen der Explorer. Sie haben millionenschwere Explorerdaten abgegeben und viele Missionen absolviert. Allerdings gab es auch eine sehr großzügige Spende von einem außenstehenden Unternehmer, sodass die Vorbereitungen früher abgeschlossen werden können. Ich hab Sie sagen hören, da kamen 400 Mio. rein."


    Tim unterbrach seine Arbeit und wischte sich die Hände an der Schürze ab. Er starrte seinen Boss mit großen Augen an.

    "Junge, junge! Damit hätte ich ausgesorgt. Weiß man denn, wer da soviel der EoT zugesteckt hat?"


    Jack, stütze sich auf seine Unterarme und sah aus dem Fenster, wo majestätisch eine T10 vorbeiflog Richtung Ausflugschleuse.

    "Ach, irgendein Technikfreak mit Namen Toni Stark".



    6. Kapitel 14.September 3304, Büro des Hohen Rates


    Mit wehendem Mantel rannte Viona den blankgeputzen Flur entlang. Laut konnte man Ihre Schuheabsätze an den Wänden widerhallen hören. Vor sich sah sie die Tür zum Vorzimmer des Hohen Rates. Der Schwung Ihres Laufes sorgte dafür, dass Sie die Tür aufstieß und erst nach drei Schritten im Raum zum Stehen kam. Sie wedelte mit einigen Papieren in der Hand durch die Luft.

    "Ist Largo da? Ich muss unbedingt mit ihm sprechen!"




    "Herr Ormand ist in seinem Büro und..."



    Weiter kam die Sekretärin von Largo Ormand nicht, da Viona sich auf dem Absatz drehte und Richtung Bürotür steuerte.

    "Danke ich finde den Weg" gab Sie noch über die Schulter einer verdutzten Angestellten zurück.




    Die Tür schwang auf und ein Wirbelwind aus pechwarzen Haaren mit einem weißen Labormantel stand plötzlich in seinem Büro. Sein Communicator wartete am Ohr auf eine Eingabe. "Abbruch" sagte er mit leiser Stimme und lächelte die schwer atmende Viona an. Ihre eng geschnittene Bluse zeigte deutlich die körperlichen Reize ihres Körpers.



    "Ich mag es ja, wenn Du Deine Atmung beschleunigst" sagte er und stand auf. Sie zog eine beleidigte Schnutte, konnte aber eine leichte Rötung der Wangen nicht verhindern.

    "Bitte um mehr Konzentration Hoher Rat." sagte Sie schnippisch.

    "Ich habe hier genauere Analysewerte der Tranomalie-Massierung im Seagull-Nebel."




    "Na dann zeig mal her Frau Dr." Largo beugte sich zu ihr und sah über ihre Schultern auf das Blatt mit allerlei Diagrammen.




    Langsam kam Viona zu Atem und ihr Puls beruhigte sich wieder.

    "Also, es scheint sich da eine Strömungsbewegung im System BD-10 1848 zu ergeben. Wie wir gedacht haben, ist der rechte Zeitpunkt am 12.Oktober. Dort gibt es einen landbaren Planeten, der für den Versuchsaufbau geeignet erscheint. Die Flotte sollte also an diesem Abend dort sein, um mich mit einer passiven Energieversorgung zu unterstützen."

    Largo nahm sich den bezeichneten Nebel auf sein Hologramm und begutachtete die umliegenden Sektoren.




    "Der Seagull- Nebel also"

    Er drehte sich wieder zu Fiona um, die neben ihm stand.

    "Das bedeutet, wir müssen an den gesperrten Sektoren rund um den Orionnebel und den Cone Sektor vorbei.

    Die Aktivitäten der letzten Tage zeigen dort deutlich vermehrte Vorkommen an Thargoiden. Wir müssen also vorsichtig sein."




    Fiona schaute auf die galaktische Karte und überlegte. "Ja, ich bin aber sicher, dass die Commander erfahren genug sind und diese Bereiche meiden. Was mich noch zusätzlich zu einer anderen Sache bringt.

    Vor Ort werde ich mehrere Energieimpulse benötigen, die in die Schiffe montiert werden können. Auf allen handelsüblichen Stationen mit der Ausrüstungsabteilung können Schildzellen erworben werden. Bitte gib den Teilnehmern mit an die Hand, dass sie diese vor dem Start noch ausrüsten. Ich werde die Steuerungssoftware dazu entsprechend unserer bevorstehenden Untersuchungen anpassen lassen."




    Fiona überlegte kurz.

    "Vor Ort ist allerdings noch die Frage zu klären, ob die nordpolare oder die südpolare Region des Planeten für unsere Untersuchungen vorteilhafter wäre. Ich denke, auf der nordpolaren Seite können wir stärkere Impulse beobachten, die aber nach kurzer Zeit versiegen dürften.

    Auf der südpolaren Seite dagegen werden die Ströme länger messbar sein, dafür wird es keine Spitzenwerte geben. Was also tun?"




    Largo suchte Ihren Blick, diese braunen Augen, die so tief wie Ozeane waren.

    "Darüber muss ich nachdenken.... überleg (Umfrage)

    Werden wir wieder das STERN- Manöver machen?"



    Sie sah zu ihm auf und schmiegte sich an seine Brust. Ihr und sein Herschlag waren so eng, dass Sie sein pulsieren spüren konnte.

    "Das wird dieses Mal nicht ausreichen..."



    7. Kapitel, Suite von Largo Ormand, 16.September

    "Hast Du überlegt, was am sinnvollsten ist Largo?

    Er sah kurz von seiner Morgenlektüre auf und sah sie an.

    "Ja, wir werden uns auf die nordpolare Seite, bzw. sonnseitige Fläche begeben. Die Koordinaten sind -19,5210 / -139,7253.

    Spoiler anzeigen

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    Meine inneren Stimmen sagen mir, dass das dir richtige Wahl ist."



    "Ach ja?", antwortete Viona mit einem Lächeln. Sie beugte sich über den Tisch zu ihm. Sie trug immer noch das Nachthemd, das in dieser Position einen sehr interessanten Einblick bot.

    Largo schluckte sichtlich. Sie brachte ihn schon wieder in Wallung. Gerade, nachdem sie erst aus dem Bett gestiegen waren.

    "Und was sagen Dir Deine Stimmchen dazu?" Viona stieg auf den Tisch und bewegte sich mit schwingenden Bewegungen auf ihn zu.

    Diese unerklärliche Leere in ihr war da und sie wollte sie füllen. Es war nicht nur ein Wunsch. Sondern auch ein körperliches Verlangen. Mit ihm.




    08. Kapitel, 22.09. Technisches Labor, Foden Orbital


    Sie musste nochmals tief durchatmen. Seit dem letzten Vorfall mit dem VOR-Seat hatte sie sich nicht mehr selbst auf den Sitz begeben. Ihr Kollege Jim Carter hatte das übernommen und war in den wöchentlichen Sitzungen direkt am Ort des Geschehens. Jetzt, nachdem sie wussten, wie diese Energieströme "aussahen", konnten sie sie auch leicher lokalisieren. Ein Netz aus pulsierenden Tranormalien verlief quer durch die Milchstraße. Und darüber hinaus...

    Allerdings kam es bei Ihrem Kollegen weder zu Kreislaufschwierigkeiten, denn zu emotionalen Störungen. Oder dass sich ihm dieses "Fyxa" im Bewusstsein gezeigt hatte. Sie kamen immer nur zu dem Moment, an dem das Higgsteilchen auf diesen winzigen Punkt hinwirbelte.

    Viona nahm ihre Brille auf und setzte sich. Die Bedienkonsole vibrierte leicht und wartete auf Ihre Eingabe.

    Ihre schlanken Finger huschten über die Tastatur und starteten den Versuchsvorgang. Langsam atmete sie ein und aus. Dann setzte sie die Brille mit einem Ruck auf und begann den heutigen Testlauf.

    Wie beim ersten Mal gab es einen kurzen Lichtblitz und sie war wiederrum auf niedrigster Molekularebene. Ohne sich dagegen zu wehren, wurde ihr Sein nach vorne geschoben. Die Stofflichkeit hatte auf dieser Ebene keine Bewandnis. Nur ein gelber Schein wurde immer deutlicher, der sich zu langen Schlieren ausbildete. Die goldstrahlenden Fasern umringten sie und nahmen sie mit. In immer enger werdenden Spiralen flog sie nahezu auf einen Punkt zu. Wieder rechnete Sie mit diesem Licht und einer Ohnmacht. Es viel ihr schwer, den Abbruchknopf nicht zu drücken. Soweit konnte sie ihr eigenes Bewusstsein noch steuern, sodass sie wusste wo ihre Hand schwebte. Über dem roten Knopf. Näher und näher kam der Punkt, an dem es keinen Raum und keine Zeit gab.

    Sie holte immer schneller Luft. Ihre Hand lag nun auf dem Knopf. Aber sie zögerte.

    Noch länger.

    Der absolute Moment war erreicht.

    Sie drückte den Knopf und wurde zurückgeholt.

    Schnell ging ihr Atem als sie sich die Brille vom Kopf riß. Sie schaute sich um und entdeckte ihren Kollegen auf der anderen Seite der Glasscheibe, die den VOR-Seat von dem Überwachungsraum trennte.

    "Hast Du das aufgezeichnet?! Sie rang immer noch nach Luft.

    "Ja Viona! Was hast Du gesehen? Ist es..."


    Sie nickte ihm zu, lehnte sich an die Kopfstütze an und sah ihren Partner durchdringend an.

    "Jim, es gibt ein dahinter! Oder besser gesagt davor. Wir haben die Planckära durchdrungen und sahen den..."


    "den Urknall" flüsterte er. Jim schaute Sie mit großen Augen an.

    Sie konnte ein Grinsen nicht verhindern.


    "und das davor!"


    Durch die großen Anstrengungen der EoT im Vorfeld und der geheimnisvolle Spende konnte die Forschungsabteilung rund um Viona Tomani nun tatsächlich ein voll ausgestattetes Labor mit dem VOR-Seat in die ORION, das Schiff von Largo Ormand einbauen.



    09. Kapitel 08.Oktober. Foden Orbital, Raumhafen



    Die Explorer on Tour haben tatsächlich eine riesige Flotte aufgestellt. Diese machte sich bereit, die Forschung um den Urknall anzugehen. Stolz konnte man die Schiffe sehen. Langsam erhoben sie sich von den Landepads und flogen majestätisch Richtung Ausflugschneise.

    Die Reise konnte beginnen.



    In einem nicht weit entfernten System innerhalb der Blase machte sich ein anderes Schiff ohne Kennung auf, eine Schleuse zu verlassen. Der Bug schob sich langsam Richtung Orionnebel und das Schiff sprang.

    Aufmerksame Beobachter hätten bei guter Ausleuchtung vielleicht noch den Helm des Commanders sehen können. Nur wer dann noch gute Augen gehabt hätte, hätte auf der Stirn ein kleines Bild erkennen können, dass dort aufgedruckt war.

    Das Bild einer eisernen Maske.




    10 Kapitel 12.Oktober, wenige Lichtjahre vor dem System BD-10 1848, Seagull-Nebel.




    Ein weiteres Mal erbebte das Schiff unter der eigenen Last. Und unter der Krümmung der Raumzeit. Hyperraumsprünge sind genauso wie auf offener See fahren. Manche werden Seekrank, Manche nicht und Andere lernen damit umzugehen.



    So wurde ein ums andere Mal ein Sprung absolviert, nicht ohne eine kurze Analyse des aktuellen Systems zu machen. Gerade die Scanner auf den Schiffen der EoT waren für die Erforschung der Systeme und neu entdeckten Welten konzipiert worden.



    "Wie lange noch bis zum Eintritt in das Zielsystem?"



    Largo Ormand stand auf der Brücke der Orion und sah durch den Witschspace nach vorne. Er konnte bereits den nächsten Zentralstern ausmachen.



    Wahrscheinlich ein Hauptreihenstern nach Herzsprung-Russell-Diagramm, Leuchtkraft: M-Stern.






    Die Computerstimme der KI "Terra" antwortete mit kurzer Stimme:



    "Noch 4 Sprünge Commander. Endziel lokalisiert. Planet 4 ausgesucht.



    Erbitte Anweisung zum Landekorridor."



    Largo gab die Koordinaten ein und das Schiff neigte sich nach dem letzten Sprung langsam zum Planeten hin. Auf dem Radar konnte er nach und nach weitere Schiffe erkennen. Die Flotte verließ den Hyperraum und materialisierte sich im Zielsystem. Die Punkte der Schiffe zogen wie an einer Perlenschnur der Orion hinterher.



    Die Lichtsekunden flogen nur so vorbei, das Schiff beschleunigte im Sypercruise auf mehrfache Lichtgeschindigkeit, während der Zentralstern langsam hinter Ihnen zurückblieb.



    Näher und näher kam der Planet 4 und die ORION schwenkte ein, um sich den Orbitallinien zu nähern.



    Largo setzte sich auf den Commandersessel und schnallte sich an.



    "Communicater, eine Nachricht an das gesamte Schiff:



    Bereitmachen zum Eintritt in den Orbitalcruise. Zielplanet umfasst 1,15G. Bitte Sicherungsplätze aufsuchen, T-4 bis zur Landung".



    Neuerdings hat die Pilotenvereinigung ein Sicherheitskonzept erarbeitet, dass die Anflugmodalitäten auf fremde Planeten regelt. So sind ab 1G die Sitze mit Gurtsystem aufzusuchen.



    Largo verdrehte die Augen. Früher ging es auch ohne solche Vorgaben. Was hatten Sie nur für Tests früher gemacht, um die höchsten G-Kräfte herauszufordern. Ohne Gurt.






    Der Bug der ORION schwebte knapp über dem größer werdenden Horizont. Stetig nahm die Höhe ab, die Gravitation zu. Die Grenzlinie zum Orbital wurde durchstoßen und das Schiff begann zu schlingern. Die automatischen Start-und Ausgleichsdüsen hielten das Schiff stabil auf dem Landekorrior.



    Die KI meldete sich:



    "Verlassen des Orbitalcruise und Eintritt in den Normalraum stehen unmittelbar bevor in 5....4....3....2...1!"



    Das Schiff bremste abrubt ab und Largo wurde nach vorne gedrückt. Der Gurt hielt ihn im Sitz. Das Schiff schwebte ca, 2 km über dem Boden.






    "Landekufen ausfahren und Positionierungsmanöver einleiten" sagte er zur KI und gurtete sich los.



    In den unteren Decks kam ihm bereits Viona entgegen.



    "Wir werden unser Labor sofort in Betrieb nehmen, sobald wir aufgesetzt haben.



    Bevor er etwas antworten konnte, presste sie ihm einen Kuss auf den Mund.



    "Für die tolle Landung" Sie musste kichern.



    "Was denn? So schlecht war das gar nicht"









    Sie reichte ihm einen Speicherchip."Hier sind alle Informationen darauf, um die Flotte einzurichten. Wir werden eine Energiebarriere mit den Schiffen der EoT installieren, mit deren Hilfe ich meine Messaparatur verstärken kann. Damit sollte es uns Gelingen, die tranomalischen Ströme zu lokalisieren, ihre Stärke zu berrechnen und möglichweise auch deren Ursprung zeigen.



    Der Zusammenhang zwischen unserer Entdeckung im VOR-Seat was die Geburt unseres Unsiversums angeht und diesen Strömungen scheint gegeben."







    Kapitel 12. Oktober. Später am Abend.




    Die Schiffe waren wie mächtige Parabolspiegel ausgerichtet worden.



    Die Schildzellen wurden nach Vorgabe von Dr.Tomani aktiviert. Nach und nach konnten die Strömungspitzen aufgezeichnet werden.



    Währenddessen nahm das Laborteam die Analyse auf.



    "Jim, wie sieht es bei Dir aus?" Viona saß im mobilen VOR-Seat und begann die Startsequenz.



    "Es scheint zu funktionieren, Viona. Die gerichteten Schildzellen haben die Signale der Tranomalien aufgefangen."




    "Ok, dann leite Sie bitte zum Seat um."



    Sie machte es sich bequem und tauchte wieder ein. Das grelle Licht verblaßte langsam und sie konnte die goldgelben Schlieren ausmachen, die sie umfingen.



    Sie trugen sie spiralförmig zu einem Punkt, der sich wie in einem enger werdenden Trichter im Zentrum befand. So weit , so bekannt.



    Der Startpunkt unseres Universums.



    Viona schluckte.



    Schneller und schneller ging es auf diesen Punkt zu. Beim Erreichen dieses Ortes, aktivierte Sie die Daten der tranomalischen Ströme, die sie gerade gewonnen hatten. Es kam ihr vor, als würde ihr gesamtes Sein zu einem unendlich kleinen Punkt gepresst. Ihr Körper spannte sich ob dieses Erlebnisses an und die Halsschlagadern waren zu sehen.




    Dieser Zustand hielt allerdings nur kurz an. Es war tatsächlich ein Zustand gewesen, der mit fortlaufender Zeit vorbeiging.




    Es kam ihr nun vor, als dass sie sich ausdehnte. Immer weiter. Ihr Bewusstsein erkannte eine räumliche Größe, die nicht fassbar war. Weiter und weiter dehnte sich diese Erfahrung aus.




    Sie konnte Materie erkennen in all diesem Sein. Weit entfernt von allen Dingen. Und durchdrungen war ihre formlose Gestalt von einer Wärme, die sich über den halben Körper ausbreitete. Nur den Halben. Die Wärme gab ihr den Namen "Fyxa". Ihr Bewussstein war auf dieser Reise. Ihr Körper auf dem Schiff. Ihre Lippen formten immer wieder dieses Wort. "Fyxa"



    Eine Erkenntnis bohrte sich in Ihr Bewusstsein. Es war Zeit zu gehen.



    Wie große Flutscheinwerfer die eine Bühne ausleuchten und dann erlöschen, so hatte Viona noch das letzte Bild vor Augen, das langsam verblasste. Dabei wurden Farben intensiver und sie wurde sich der Brille vor Augen gewahr. Sie wahr im Hier und Jetzt zurück. Auf der Orion.




    Mit schweren Armen nahm Sie die Brille ab, Ihre Augenlider zitterten ob dieser Erfahrung.



    "Alles ok Viona?"




    Sie konnte nur nicken und stütze sich schwer auf, um sich in aufrechte Position zu setzen.




    "Ja Jim, alles gut."



    Sie richtete den Blick zum Analyseterminal, dass nur wenige Meter entfernt stand. Dort saß ihr junger Kollege und sah sie über den Rand des Monitors an.




    "Was konntest Du aus diesem Test lesen Jim?"



    Sie konnte Ihren Kollegen nur halb hinter der Anlage sehen. Als dieser seine Augen den Aparaturen zuwandte, konnte sie nur seine Stirn sehen, die sich immer mehr runzelte.



    Seine Augen wurden größer und größer.



    Dann richtete er seinen Blick wieder auf Viona.



    "2 Dinge, die unglaublich sind.



    Erstens" Jim musste kurz schlucken.



    "Wir,... wir haben hiermit tatsächlich den Beweis, dass das Universum vor dem Urknall eine Kontraktion vollführte."



    Viona konnte nur flüstern, "Unglaublich"




    Langsam nickte Jim. "Und," er fuhr sich kurz mit der Zunge über die Lippen "Diese Tranormalien sind hier konzentriert vorhanden gewesen.



    Weitere Klumpungen befinden sich hier."



    Er war sichtlich überwältigt und tat sich schwer, die Beobachtungen in Worte zu fassen. "in Dir."




    Viona konnte ihn nur verständnislos ansehen. Wie sollte das möglich sein?



    Allerdings hatte diese allumfassende Wärme in Ihrem Sein damit zu tun.



    Auch wenn ihr analytischer Verstand nicht nachvollziehen konnte, was hier geschah, sie wusste es schon länger. All diese Informationen waren zu groß für diesen Moment. Ihr wurde schwindelig und sie kippte zurück auf den Liegestuhl.



    Jim rannte zu ihr und stütze sie.



    Währenddessen analysierte ihr VOR-Seat die erhaltene Daten und gab einige Tabellen und Diagramme über ein Druckgerät von sich. Dort konnte man auch folgenden Grafik sehen. Einer steten Sinuskurve gleich.







    Expansion-Konzentration.md.jpg">Expansion-Konzentration des Universums



    Später am Abend, Kombüse der Orion.



    Jim Carter saß mit einem großen Krug dunklem Bier in der Kombüse. Bei ihm waren zwei der Techniker, die für die Hardware im Labor zuständig waren. Bis auf die drei Anwesenden und Dr. Tomani, sowie dem Kommandanten der Orion war niemand an Bord.



    Gerade nahm sich Peter Fox, ein ältere Herr mit graurot-melierten Haaren um die 50 Jahre ein neues Bier aus dem Kühlschrank.



    Er ging zurück zu den Anderen und nahm auf der anderen Seite des Tisches Platz.



    "Auf die glorreichen Erkenntnisse dieser Nacht!"



    Jim prostete ihm zu und hob den Krug. Peter Fox hielt ihm seine Flasche hin und stieß mit ihm an.



    Der jüngere Techniker, Francise Drake, hob seinerseits die Flasche und nickte kurz zu den Anderen. Man sah deutlich, dass er schon einige Flaschen intus hatte. Die Augen waren rot und er konnte den Blick nichtmehr auf seine anwesenden Arbeitskollegen fokussieren.



    "Ist das nicht Wahnsinn? Endlich haben wir Beweise für die Phase vor dem Urknall. Leute, wenn das alles vorbei ist und wir berühmt sind, kaufe ich mir ein Haus am See!"




    Jim sah seinen Mitarbeiter an und konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.



    "Klar, das passt zu Dir. Aber Du weisst ja. Erst müssen wir die Ergebnisse von heute verifizieren. Dazu fliegen wir zu einem weiteren Knotenpunkt, an dem die Tranomalien vorkommen."




    Peter nickte und trank einen großen Schluck.



    Mit einem zufriedenen Seufzer stellte er die Flasche auf den Tisch.



    "Na klar, reine Formsache. Wo genau soll das denn sein?"



    Jim hielt seinen Krug gerade am Mund und zögerte kurz.



    "Oh, das wird Dir gefallen. Es geht weiter ins System HD 63154 Planet B3a."



    Peter schluckte sichtlich überrascht. "Das kommt mir doch bekannt vor. Ist das System nicht einer der Fundstellen der..."



    "Ganz genau, der Guardienruinen. Frag mich nicht, was die damit zu tun haben.

    Aber am 15.10. um 20.30 Uhr wissen wir mehr. Da wird die EoT planmäßig in diesem System sein."



    Und damit kippte er den Rest des Kruges in seine Kehle.

    In allen Schiffen wurde gefeiert. Jeder Teilnehmer der Expedition war freudig gestimmt, ob der möglichen Tragweite ihrer Erkenntnisse.



    Ein Schiff allerdings, das nicht zur Expedition gemeldet war, zog seine Kreise über dem Lagerplatz der Schiffe. Eine graue ASP scannte einige Teilnehmer und flog dann in den Orbit. Dort wartete es auf den Weiterflug der Flotte.




    13. Kapitel 14.Oktober, Innerhalb des Perseusarms.



    "Du hast was?"



    Largo Ormand sah seine Partnerin an, die ihm gegenüber saß. In der Offiziersmesse war niemand sonst.



    Eine Kanne mit duftendem Kaffee stand auf dem Tisch zwischen Ihnen. Viona schenkte sich gerade ihre Tasse ein und blies auf das heiße Gebräu.



    "Warum nicht? Ich denke, es schadet nicht, die Datenbank der Pilotenvereinigung über die Guardians zu durchsuchen. Vielleicht bekommen wir dadurch mehr Anhaltspunkte, wie dieses Tranomalienetz funktioniert und was es damit auf sich hat."








    "Du weisst schon, dass das nicht ganz den Vorgaben entspricht? Eine ordentliche Anfrage wäre dazu angemessen gewesen."



    Viona nahm die Tasse herunter und legte denn Kopf schief.



    "Ach, ich nenne das eher Richtlinien."Sie grinste Largo mit ihrem süßesten Lächeln an.



    Er konnte nicht anders und musste lächeln. Diese Frau brachte ihn noch um den Verstand. Wenn das so weiter geht, muss er noch in die Klappsmühle. Oder sie heiraten.



    Gut, dass der Ring schon zu Hause auf sie wartete.






    Viona unterbrach seine Gedankengänge.







    "Übrigens wird es nicht notwendig sein, dass alle bei den Guardianruinen aufsetzen. Erstmal ist sehr wenig Platz und dazu werden wir den Tranomaliespiegel über den Ruinen errichten.



    Ich hoffe, die Teilnehmer haben noch genug Saft in Ihren Schildzellen.



    Wer natürlich vor hat, Modulbauplansegmente zu scannen, kann das sicherlich noch vor Ort erledigen. Die Technologie für den Guardian-FSA Boost sollte man mitnehmen, sofern noch benötigt."



    14. Kapitel 15.10. Guardienruinen, früher Nachmittag



    Die Ausleuchtung hier über den Guardianruinen lies zu wünschen übrig. Der Zentralstern des Systems HD63154 war über 140000Ls weit entfernt. Das Licht kam nur sehr schwach bis hierher.



    Die Ruinen tauchten unter ihnen aus dem Dämmerlicht auf. Verlassen lagen sie da. So alt. Und doch beherbergten sie eine der modernsten Technologien, die in unseren Tagen genutzt werden konnte.



    Die Schiffe der EoT-Flotte flogen langsam auf die Ruinen zu. Teils waren manche Commander schon ein paar Tage hier. Andere kamen zum vereinbarten Zeitpunkt.



    Die Orion schwebte nur wenige Dutzend Meter über den zerbrochenen Durchgängen, die sich im Zentrum über Anlage bis zu den Doppelobelisken zogen.



    "Ok. Schiffe auf Position. Folgende Anordnung wird benötigt"



    Largo Ormand dirigierte die Schiffe in die für sie vorgesehene Position.








    "Gut, vielen Dank.



    Viona, Jim? Auf Position?"








    Klar und deutlich konnte man Jims Stimme hören, der im Labor zwei Stockwerke tiefer im VOR-Seat saß.



    "Bereit, Einrichtung auf Empfang. Messprotokoll kann gestartet werden."








    Viona dagegen sprach mit atmosphärischen Unterbrechungen. Kein Wunder, da sie mit dem SRV direkt vor den Zwillingsobelisken stand und bereits das uralte Relikt geladen hatte.



    "Hier soweit alles in Ordnung." Wie erwartet waren die Skimmer aufgetaucht, aber für die gesammelte Flotte stellte das kein Hindernis dar. " Ich gebe Euch das








    Startsignal, sobald die Kugel von meinem modifizierten Scanner gescannt wird."








    Sie öffnete die Frachtluke. Das Glimmen der aktivierten Pylone tauchte das SRV in blauen Schein. Der ganze Unterboden strahlte in blauem Glanz, als das uralte Relikt auf die vorgesehene Öffnung traf und davon aufgenommen wurde. Die Intensität der blauen Strahlung nahm zu. Sie musste kurz die Augen abwenden.



    Mit einem sphärischen Klingen öffnete sich vor ihr ein Mechanismus, der die Guardiankugel freigab. Diese erhob sich nun über das Gebäude, in dem es vorher eingelassen war.



    Schneller und schneller drehte es sich.



    Es war Zeit, die Daten zu sammeln. Sie drückte auf den Knopf ihres Scanners. Dieser wurde im Vorfeld so modifiziert, dass er die Tranomalien rund um diese Ruine erfassen konnte. Dank der Schiffe der EoT, die das Signal überhaupt erst lesbar machten, konnten sie vielleicht schon bald neue und tiefgreifendere Erkenntnisse gewinnen.



    "Jetzt!" Largo Ormand gab den Befehl zum zünden der Schildzellen. Der Parabolspiegel wurde geladen. Ein Meer an elektrischen Teilchen wurde rund um jedes Schiff








    sichtbar. Die beherrschende Nacht wurde von diesem Schauspiel erleuchtet. Vionas Hand war schweißnass wegen der Aufregung. Ihr Blick war auf die Kugel gerichtet.



    Der Bordcomputer meldete noch 7 Sekunden bis zum Erlöschen des Mechanismus.








    "Ich sende Euch die Daten zu, Jim. Auf Drei... Zwei....Eins....Jetzt!



    Sie sah nochmals zu der Kugel, die sich vor ihr drehte.



    Schwach nur konnte sie zwischen dem blauen Flimmern der Corona der fremden Apparatur einen goldenen Glanz erkennen. Dieser formte Schlieren, der sich um die Kugel legte. Sie musste blinzeln, da es schmerzhaft war, lange in diese Kugel zu starren.



    Als sie wieder die Augen aufschlug, war der goldene Glanz weg. Sie starrte weiter auf den Mechanismus. Konnte das sein? Konnte sie die Tranomalien ohne ihr Labor erkennen?



    Jim meldete sich aus dem Labor "Viona, die Daten sind da und werden verarbeitet. Kommst Du ins Schiff?"








    Sie konnte den Blick nicht davon abwenden. " Noch nicht" haucht sie.





    Es herrschte eine kurze Funkstille, nur das statische Rauschen war zu hören.



    Ein Klicken ertönte. "Viona, Largo hier. Ist bei Dir alles in Ordnung? Bitte kommen."








    Viona nahm den Gashebel des SRV in die Hand und drückte den Stick noch vorne, so dass sie näher an den Mechanismus herankam. Waren da nicht goldenen Fäden in das Gehäuse der Kugel eingesponnen?



    "Largo, ich sehe hier Tranomalien auf den Guardianruine. Könnt ihr das was erkennen?"








    Nach einem kurzen Moment meldete sich Jim aus dem Labor. "Nicht okular. Unsere Messinstrumente zeichnen allerdings starke Bewegungen der Ströme auf. Das scheint ein Kreuzungspunkt zu sein. Und Du stehst mitten drin."



    Viona meldete sich mit ruhiger Stimme "Das sehe ich mir näher an. Haltet mich auf dem Laufenden, was die ersten Ergebnisse angeht."



    Sie bewegte sich auf dem durch Trümmer uneben gewordenen Boden rund um das Gehäuse und näherte sich einem der Obelisken.





    Ein Knacken ertönte, Jim meldete sich. "Viona, es stimmt! Es ist wahr! Wir haben die Bestätigung für die Konzentration des Universums vor der Zeit. Die Kugel gab uns außerdem ein Art Code, den wir gerade entschüsseln. Es scheint sich um eine Nachricht von den Guardians zu handeln.



    Wir..."



    Weiter kam er nicht, da Largo Ormand sich einschaltete. "Viona, kann es sein, dass Dein Sprit bald ausgeht? Wir machen das Schiff bereit, und holen Dich gleich ab. Dauert noch ca. 5min. Ok, Jim , Dein Part."






    Man konnte die Anspannung in der Stimme von Jim Carter hören. "Also, es scheint keine Nachricht in dem Sinn zu sein, eher eine Anweisung.



    Wir werten diese gerade noch aus. Wahrscheinlich werden wir noch ein paar Techbroker in der Blase zu Rate ziehen müssen. Die haben mittlerweile das beste Know-how über die Guardiantechnologie."



    Jim machte eine kurze Pause, man hörte wie Peter Fox neben ihn trat und etwas raschelte.



    "Danke Peter. Also viona, Largo. Wie ich hier lesen kann, liegt die fortlaufende Entwicklung des Universums weit zurück. Vor dieser Kontraktion, die wir entdeckt haben, gab es eine Expansion. Also genau das, was das Universum im Moment durchmacht."



    Bei diesen Worten musste er laut auflachen. "Im Moment natürlich!" Jim fasste sich wieder und sprach weiter.



    Soweit ich das verstehe, haben die Guardians ihre Aufzeichnungen seit Millionen Jahren hier gelagert. Sie sprechen von einem Auf-und Abschwellen des Universums, wie der Schlag eines Herzens.



    Tatsächlich könnte unsere Computersoftware dies folgendermaßen übersetzen: Der Herzschlag Gottes!"



    Die Guardians haben dazu einen anderen Ausdruck genommen. Halt dich fest!"





    Jim machte eine künstliche Pause, um den Moment auszukosten.








    "Fyxanoxem!"



    Das Wort kam von Viona, flüsternd, die bisher schweigend zugehört hatte. Sie konnte den Blick nicht von den Einrichtungen der fremden Wesen nehmen.



    Ihr war das Wort just in diesem Moment eingefallen. Sie hatte es gewusst. Es hat immer ein Teil gefehlt. Aber wo war dieser?








    Ein Schatten legte sich auf ihr Gesicht. Plötzlich wurde der Himmel über ihr verdunkelt. Es lag nicht an dem fehlenden Zentralstern.



    Die Stimme Largos schnitt durch die entstandene Stille.



    "Viona, da ist eine ASP über Dir, die nicht zur EoT Flotte gehört. Sie aktiviert den Traktorstrahl! Schnell! Hau da ab!"





    Viona sah nach oben und konnte den Schemen des Schiffes ausmachen, der sich über ihr bewegte.



    Sie nahm den Gasschubhebel in die Hand und riß ihn zurück. Aber nichts geschah. Die Energieanzeige lag bei Null.



    "Largo, ich komme hier nicht weg! Beeil Dich!"








    "Terra! Die Orion wenden und auf die ASP zuhalten. Funkkontakt herstellen!"








    Die KI wendete das träge Schiff, um es Richtung Zwillingspylonen zu steuern. "Schiff hält neuen Kurs. Funkkontakt seitens der ASP abgebrochen. Scan der Schiffs ID eingeleitet."






    Die ASP hielt sich nun über dem SRV, der langsam nach oben gehoben wurde. Da keine Energie mehr im SRB war, konnte Viona nur noch tatenlos zusehen, wie die geöffnete Frachtluke immer näher kam. Näher und näher. Bis sich Dunkeheit um sie schloss.



    Das Schiff machte nur eine kurze Bewegung zur Seite. Gerade genug, um der heranbrausenden Anaconda auszuweichen.



    Die Schubdüsen wurden gezündet und das fremde Schiff hob mit den gepimpten Booster ab.








    So schnell war dies gegangen, dass die Flotte noch gar nicht reagieren konnte.



    Die Orion flog über die Pylonen hinaus und leitete das Bremsmanöver ein.



    Sie sahen nur noch, wie die ASP Kurs auf die Blase nahm und sprang.











    Mit zu Fäusten geballten Händen stand Largo Ormand auf der Commandobrücke. Seine Kiefernmuskeln malten während er dem Schiff hinterherschaute.



    Viona!



    Wieso sollte sie entführt werden? Hatte das etwas mit den Entdeckungen zu tun?



    "Terra, erbitte Schiffsinformation über die ID der ASP"



    "Commander, aufgrund der starken Tranomalien dauert die Verarbeitung noch weitere 4 Minuten."





    Largo hämmerte gegen die Frontscheibe der Anaconda.



    Das durfte doch nicht war sein!
















    15.Guardianruinen Später am Abend



    "Terra, fertig machen zum Sprung. Energieströme des Schiffes lokalisieren und verfolgen. Communicator, Nachricht an die Flotte:



    Commander der EoT!



    Es kam gerade zu einem schlimmen Verbrechen. Die Leiterin unseres Labors wurde bei der Untersuchung der Guardianruinen gekidnappt."



    Die ID-Untersuchungen der unbekannten ASP laufen. Ich bitte die Flotte, sich bereit zu machen. Sobald nähere Informationen vorhanden sind, ergeht eine neue Anweisung.



    Alle paar Sekunden schaute der Kommandant auf das Display mit der Registrierungsanalyse. Die Minuten zogen sich wie Stunden dahin.



    Dann ertönte ein kurzer hoher Signalton.



    Largo fuhr herum und starte das Display an.



    Schiffstyp, ASP. Schiffsname: Lennister



    gemeldeter Sternenhafen: King Landing





    Eigner des Schiffes. Eine Fa.IronMan Engineering








    "Wer ist der Eigentümer dieser Firma?"





    "Zugehörig zum Stark Konsortium. Vorstandsvorsitzender ist Toni Stark."








    Largo musste schlucken. "Na sieh mal an. Dann werden wir unseren edlen Spender und Förderer mal zu Hause besuchen.



    Er wandte sich wieder an den Communicator, um Funkkontakt mit der Flotte aufzunehmen.



    "Kommandanten der EoT, liebe Freunde. Es scheint, dass wir wissen, wo Viona hingebracht wird. Die Navigationsdaten spiele ich Euch auf eure Schiffe. Es mag sein, das unsere gesamte Flotte ein wenig Aufmerksamkeit erregen wird. Ich möchte daher, das ihr außerhalb der Bodenstation landet. Jim Carter und ich werden reingehen und Viona finden.



    Euch brauchen wir dann womöglich als Ablenkungsmanöver. Da wir nur mit Explorerschiffen unterwegs sind, ist größte Vorsicht angesagt. Wir werden uns nun aufmachen und uns unauffällig nähern. Am besten treffen unsere Schiffe zu unterschiedlichen Zeiten dort ein, um weniger Aufmerkskeit zu erregen."





    Ein kurzer Moment der Stille herrscht im Äther.







    "Wie mir die KI gerade anzeigt, ist am Freitag, den 19.10. ein Stationsfest geplant. Das scheint mir ein guter Moment, dort einzudringen.







    Commander, wir treffen uns bei King Landing um 20.30 Uhr Ortszeit am 19.10.







    Viel Glück!"












    Kapitel 16 18.10. Graue ASP, Kajüte des Kapitäns.



    Es war dunkel bis auf ein paar wenige Leuchten, die in roter und grüner Abwechslung vor sich hin blinkten. Das sah sie nun schon seit zwei Tagen. Oder waren es Nächte? Sie bemerkte, dass das Schiffs sehr oft im Hyperraum unterwegs war. Jedes Mal wurde sie dabei durchgeschüttelt.



    Das Fenster zeigte ihr ein ums andere Mal eine Farbsilhouette, die von schwachem rot ins grelle Blau variierte. Die verschiedenen Zentralsterne in ihren Spektralklassen gaben der Kajüte eine immer andere Farbgebung. Bis auf ein kurzes Gespräch mit einem der anwesenden Piloten, der ihr regelmäßig zu essen gab, hatte sie keinen Kontakt zur Mannschaft. Der Commander des Schiffes hatte sich bisher nicht blicken lassen.



    Allerdings verlangte es sie in einer nicht nachvollziehbaren Weise, diesen Herrn kennen zu lernen. Sie spürte, dass er etwas mit ihren Entdeckungen bei den Ruinen zu tun hatte.










    Sie sah aus dem Fenster.



    "Largo, wo bist Du?" flüsterte sie.













    Währenddessen auf der ORION, wenige dutzend Lichtjahre vor der Blase.



    Der Landeanflug auf King Landing stand unmittelbar bevor.










    Die letzten Tage hatten sie sich der ASP unmerklich genähert. Die Zeit konnte Jim Carter nutzen, weiter an den gewonnen Daten bei den Guardianruinen zu studieren.



    Seine beiden Kollegen waren sichtlich erschöpft, da sie sich kaum eine Auszeit könnten. Bis spät in die Nacht waren die drei Wissenschafter zu Gange, um dieses Rätsel zu lösen. Und vielleicht einen Hinweis auf die Entführung von Viona Tomani zu erhalten.




    Jim nippte an seinem Kaffee, den er sich zum wiederholten Male an die Lippen hielt.



    Er starrte auf die Bildschirme, die ihm verschiedene Daten der Kugel zeigten. Ein Dekodierprogramm entschlüsselte dabei die Guardiansprache, sodass es menschlichen Texten nahekam und damit verständlich würde.










    Auf einmal wurde der Bildschirm schwarz.



    Und es tat sich nichts.



    Bis langsam einige Buchstaben auftauchten. Erst langsam, dann immer schneller werdend füllten sich die Reihen. Ein Text erschien in menschlicher Sprache, so dass es für Humanoide zu verstehen war.










    Jim verschluckte sich, als er den Mund voller Kaffee hatte und scharf die Luft einsog.



    Seine Augen folgten dem Text Reihe und Reihe und immer größer war sein Erstauen.










    "Peter!



    Sende bitte das Protokoll "Fyxanoxem" zu Largo Ormand in die Kommandokanzel!"







    Er sprang so schnell auf, sodass der Stuhl umkippte. Eilig machte er sich auf, den Aufzug zu erreichen und die zwei Stockwerke hinauf zu fahren.







    Peter drückte ein paar Tasten und rief ihm noch hinterher: "Ein Danke wäre wohl noch drin gewesen!"







    Jim hörte ihn nicht mehr. Die Türen öffneten sich in der Kommandoetage und er spurtete los.



    "Largo!, ich muss mit Dir reden" warf er der Commandokanzel entgegen.










    Der Kommandant saß auf seinem Stuhl und drehte sich erstaunt um.



    "Jim, so in Aufgregung? Gibt es Neuigkeiten?"










    Der Wissenschaftler musste erstmal zu Atem kommen und stütze die Arme auf den Knien ab. Mit einer Hand deutete er auf den Communicator.







    Largo zog eine Augenbraue hoch und gab den Befehl, die anstehende Meldung abzuspielen. Der Text, den Jim vorher begutachtete, erschien auf dem Head up Display vor ihm. Stumm bewegten sich seine Augen, als er die Botschaften lass.










    "Jim, was hat das zu bedeuten?"










    Jim Carter atmete nochmal tief durch. "Es scheint eine Art Anleitung zu sein. Die Daten haben sich nun bestätigt, dass die Expansion, sowie Konzentration des Universums im Wechsel passieren. Wir können uns gar nicht vorstellen, wieviele "unendlich kleinen Punkte es schon gegen hat. Das bezeichnen die Guardians als "Fyxanoxem". Die Berichte schreiben von den Geschwindigkeiten der beiden Zustandsänderungen. Es gibt einen bestimmten Punkt, in dem der Befehl gegeben wird, das sich entweder die Ausdehnung oder die Zusammenfügung umkehrt. Wie eine sigmoide Wachstumskurve um 90 Grad gedreht." Jim schaute Largo fragend an.










    "Ah, ja..." nur langsam schien im diese Erklärung die offenen Fragen zu beantworten. Er wollte endlich Viona zurückholen.



    " Und weiter"










    "Nun, die Wendepunkte der Tranomalien, brauchen einen Impuls, um die Wendung durchzuführen. Es scheint, dass die Guardians weit mehr bewachten, als nur die Thargoiden. Sie behüteten das Universum. Sozusagen die "Guardians of the Universe!"



    Jim lachte laut auf über diesen schlechten Witz.



    Dann wurde er wieder ernst.



    "Der Impuls wird alle paar Milliarden Jahre gesetzt. Nur so bleibt das stabile Gleichgewicht dieses "Herzschlags" bestehen. Allerdings kommt es so, dass diese Impulse aus äußerst kleinen Bestandteilen des Universums selbst verursacht werden."










    "Ok Jim, jetzt wirds kompliziert." Largo schaute den Wissenschaftler völlig verständnislos an.










    "Largo, wir scheinen in Zeiten zu leben, in denen sich der Wendepunkt von der ungehemmten Expansion abbremst, bis eine Konzentration einkehrt. Diese werden wir nicht mehr erleben, da bis dahin noch mehrere Millionen Jahre vergehen werden. Aber die Zeit der Umkehr ist quasi da."



    Jim lies den Blick schweifen und deutete auf eine Stelle im Text.










    "Aber, sollte die Berechnung stimmen, sind diesemal die Impulse notwendig, die aus bekannte Kohlenstoffmolekülen bestehen. Diese Mal scheint der Mensch an der Reihe, den Fortbestand des Universums zu sichern."







    Largo konnte den Gedanken nicht ganz erfassen, so gewaltig war deren Tragweite.



    Er kniff die Augen zusammen und fixierte sein Gegenüber.



    "Es sind über 2 Billionen Menschen innerhalb der Blase. Da sollen wir den oder die Richtige finden?"



    Und während er das aussprach wurde es ihm klar.



    "Viona ist Fyxa...!"



    Er schaute Jim an "Aber wer oder was ist dann ...Noxem?"




    Kapitel 17 19.10. King Landing



    Einkaufspassage, Stationsfest.



    Vor Ihnen spielte eine Band etwas orientalische Musik. Ein Lichtermeer aus unterschiedlichsten Farben spann sich über der Bühne, die sie in der Ferne ausmachen konnten.



    Sie sahen vor sich die volle Einkaufspassage, an deren Seiten sich allerlei Einkaufsmöglichkeiten durch kleine Geschäfte boten.



    "Ok, wo gehts weiter?"



    Largo schaute Jim fragend an. Dieser überblickte den Bereich vor sich und dachte nach. Sie hatten die Orion auf Deck 15 geparkt und waren mit dem SRV hierher geeilt.



    Die Pilotenuniform hatten sie gegen zivile Kleidung getauscht, um nicht aufzufallen.








    Die EoT- Flotte war im Vorbereich auf der Planetenoberfläche gelandet und wartete auf ihr Signal. Largo würde per Funk das Signal zum Aufbruch geben. Die Commander hatten die Vorgabe, so wild wie nur möglich zu starten, um ein gehöriges Durcheinander auf den Radaren der hießigen Behörden zu verursachen.



    Und dann hieß es schnell abhauen. Zurück nach Toluku.








    "Dort entlang." Er zeigte vor der Bühne auf einen Nebengang.



    Der angetrunkene Wachmann in der Bar, die sie vorher betreten hatten, war überaus kontaktfreudig. Er hatte ihnen gerne von der jungen, schwarzhaarigen Dame erzählt, die in den Stark-Tower gebracht worden war. Und dabei ist ihm leider seine Tasche zu Boden gefallen. Largo hatte sie schnell aufgehoben und ihm zurückgegeben. Nicht aber vorher die herausgerutsche Zugangskarte zum Tower in sein Hosenbein zu stecken. Die Dienstboteneingänge befanden sich direkt neben diesem Einkaufszentrum.








    Sie gingen mit leicht schwankendem Gang den Flur entlang. Jeder von Ihnen hatte einen halb gefüllten Bierkrug in der Hand. Gerade so fielen sie am wenigsten auf, da sich einige Besucher wegen dem Fest bereits in alkoholisiertem Zustand befanden.



    Als sie die Abzweigung erreichten, sahen sie auch hier mehrere kleine Läden. Von Imbissbuden, Musik- und Tattooladen war hier alles vertreten.



    Hinter den Ständen waren allerdings weniger Personen unterwegs. Wenige dutzend Meter vor sich sahen sie den Eingang zu den Unterkünften der Mitarbeiter, der Stark Company.



    Sie machten sich dorthin auf den Weg. Neben dem Eingang in einem Seitenraum mit verglaster Wand saß ein gelangweilter Wachmann und sah auf den Fernseher.



    Als sie sich näherten, hob er kurz den Blick und sah dann aber weiter auf den Bildschirm. Auf seinem Überwachungscreen war ein Quidditsch-Spiel zu sehen, das ihn völlig in den Bann zog.



    "Bitte einmal bestätigen" er nuschelte nur in die Richtung von Jim und Largo.








    Largo schob die Karte über den Scanner.



    "Alles in Ordnung Mr.... Smith."








    Der Wachmann sah nun Jim Carter an und hob die Hand.



    "Bitte Sir."








    Jim ging plötzlich zu Largo und nahm ihn in den Arm. "Wissen sie, heute ist doch Feiertag und wir wollten nur kurz zur Wohnung meines "Kollegen". Dabei zwinkerte er dem Wachmann zu.








    Dieser setzte ein Grinsen auf und gab mit einem Knopfdruck den Weg frei.



    "Na, da wollen wir doch an einem Feiertag einem jungen Glück nicht im Wege stehen" verschmitzt zwinkerte er zurück.








    Largo nickte dem Mann freundlich zu, während er Jim langsam von sich schob.



    "Wir sagen auch niemand, dass die Überwachungskameras heute nur Sportübertragungen zeigen.








    Der Uniformierte winkte mit einem leisen Lachen ab und setzte sich wieder zu seinem Bildschirm.








    Die Tür schloß sich hinter ihnen und sie standen in einem leeren Eingangssaal. Dort gingen mehrere Gänge in verschiedene Richtungen ab. Zwei Treppenhäuser lagen ihnen gegenüber. Daneben waren drei Lifte angebracht.



    "Ich denke, wir suchen oben, wie uns der Freund aus der Bar erklärt hat."








    Jim ging voran und rief einen Aufzug.



    Einen kurzen Moment später gab es einen hellen Ton und die Türen schwangen leise auf.



    Der Aufzug war mit dunklem Holz getäfelt und hatte eine ganze Reihe heller Lichtröhren entlang der Wände.



    Als sich die Türen hinter Ihnen schlossen, wurde die Musik und der Lärm des Festes verschluckt und Stille stellte sich ein.








    Die beiden sahen sich an und ohne ein Wort hoben sie die halb gefüllten Krüge und nahmen einen großen Schluck draus.



    "Ahh, das tut gut, soweit lief das doch schon ganz reibungslos."








    Die Anzeige auf dem Lift steuerte das oberste ereichbare Stockwerk an. 42.



    Ein hoher unauffälliger Ton erklang und der Aufzug bremste ab.



    Die Türen entriegelten sich und schwangen auf.








    1 Tag vorher, Die Lannister landet auf King Landing,








    "Madame, bitte folgen sie mir." Der Copilot sprach sie mit französischem Akzent an.



    Sie tat vorsichtig zwei Schritte aus der Kajüte, und ging dem Mann hinterher. Sonst war keine Person auf dem Schiff zu sehen. Im hinteren Teil öffnete sich die Zugangsschleuse der ASP und sie verliesen das Schiff.



    "Wohin bringen sie mich?"








    Der Mann antwortete ohne sich zu ihr umzudrehen.



    "Sie sind heute Gast bei Mister Toni Stark. Er hat angewiesen, sie baldmöglichst zu ihm zu bringen. Er erwartet sie bereits in seinem Büro."



    Sie gingen eine gläserne Luftschleuse entlang. Dabei konnte sie die vor ihr liegende Stadt sehen, die auf einem Planeten lag. Über dem Eingangstor konnte sie den Namen der Station erkennen.



    King Landing.



    Wut stieg in ihr auf. Wie konnte dieser Stark es wagen, sie zu entführen? Wenn sie es noch richtig in Erinnerung hatte, war er mit einer sehr großen Spende an der Expeditionsvorbereitung beteiligt.



    Das gab alles keinen Sinn.








    Sie gingen durch mehrere Flure, bis ein Fahrzeug Sie zu einem sehr hohen Turm, deren rote und goldene Fassade im Schein des Zentralsterns leuchtete.



    Nach ein paar Minuten hatten sie die Landedecks verlassen und parkten in einer Luftschleuse innerhalb des imposanten Gebäudes.



    Der führte sie zu einem Lift, der sie in den 42. Stock brachte.








    Je höher sie fuhren, ums so mehr überkam sie eine Wärme, die sie innerhalb des VoR-Seat gespürt hatte. Eine Sehnsucht erfüllte sie, die sie kurz seufzen lies.



    Oben angekommen, gab ihr der Mann einen Wink mit der linken Hand und bedeutete ihr zu folgen.



    Sie standen gleich darauf vor einer Tür, die mit einer großen Maske verziert war. Die Farben waren Rot und Golden, wie die Fassade des Gebäudes.








    Er bat sie, die Tür zu öffnen, blieb aber davor stehen.



    Sie zögerte kurz und drückte gegen die Tür, die sich dann ohne Widerstand öffnete.



    Darin war ein heller Raum mit einem halbrunden Schreibtisch aus weißem Stein zu sehen, filigran gearbeitet.



    Ihr Herz schlug höher, denn sie da dort am Panorammafenster einen Mann stehen, der für das Alles verantwortlich war.








    Er war nicht sehr groß, hatte aber einen durchdringenden Blick, schwarze Haare und einen fein rasierten Kinnbart. Ein sehr ansprechendes Äußeres. Trotzdem hatte er etwas sehr arrogantes an sich.



    "Miss Tomani, es freut mich sehr, dass sie meiner Einladung gefolgt sind. Ich darf mich kurz vorstellen:



    Mein Name ist Toni Stark und ich bin ihr Gastgeber"








    Nun konnte Viona nicht länger an sich halten.



    "Was bilden sie sich eigentlich ein? Sie entführen mich, halten mich zwei Tage auf einem Schiff gefangen und nun geben sie den ach so freundlichen Gastgeber?"



    Sie ballte die Fäuste und ging einen Schritt auf ihn zu. Innerlich kochte sie vor Wut, andererseits schien gerade hier die Wärme, die sie erfüllte unglaublich intensiv.








    Stark hob die Hände "Ich entschuldige mich bei Ihnen aber es schien mir notwendig. Leider bleibt nicht viel Zeit, daher erkläre ich es. Soweit es sich mir erschliesst."



    Und Stark erzählte Tomani die Erkenntnisse, die er im Bereich der Tranomalien erforscht hatte, simultan mit Vionas Entdeckungen.



    Und über die Impulse, die zur Umkehr der Expansion des Universums führten.





    All diese Ereignisse, all diese Informationen waren zuviel für Viona. Ihr wurde schwindlig und schwarz vor Augen.



    Gerade noch konnte Stark sie halten, bevor sie zu Boden kippte.



    "Wachen!



    Bringt Miss Tomani bitte auf ihr Gästezimmer. Sie braucht erstmal Ruhe von der anstrengenden Reise"



    Zwei Uniformierte mit Pistolen kamen aus dem Vorraum, hoben Viona an und nahmen sie mit zu Aufzug.



    Dieser war bereits unterwegs.



    Mit einem leisen Ton öffneten sich die Türen.




    Im Aufzug.



    Als sie den Blick hoben konnten sie nicht fassen, welcher Anblick Ihnen dargeboten wurde.



    Zwei Männer mit der Uniform des Hauses hatten in Ihrer Mitte viona, die scheinbar leblos zwischen Ihnen hing. Sie atmete schwer, hatte die Augen aber geschlossen. Ihre Haare klebten ihr in Strähnen an der Stirn.




    Die Männer schienen genauso verdutzt zu sein und konnten nicht einfach nach den Waffen und Funkgeräten greifen, die an den Gürteln befestigt waren, da sie sonst die arme Viona loslassen würden.



    Diesen Moment nutzten Largo und Jim, sprangen nach vorne und entnahmen ihnen die Funkgeräte, Handschellen und Pistolen. Largo griff sich die Funkgeräte, und die Handschellen während Jim mit beiden Pistolen auf die Wachmänner zielte.



    "Keine Bewegung."

    Largo nahm Viona aus dem Haltegriff der beiden Männer und zog sie mit sich in den Aufzug.



    Jim bedeutete den beiden Männern, sich langsam umzudrehen.



    Largo legte Viona vorsichtig in den Aufzug und kam zurück, um die beiden Männern mit Handschellen an einem Eisenbügel zu befestigen, der neben dem Aufzug angebracht war.



    Also Largo sich zu Viona umdrehte, hörte er einen dumpfen Schlag, dann noch einen.



    "Jim, was machst Du da?!"






    Jim hatte eine Pistole fallen lassen, dafür einen der Maßkrüge genutzt, um den Männern eins überzubraten.



    "So sollten wir noch etwas Zeit gewinnen, um verschwinden zu können", grinste er.



    Sie gingen in den Aufzug und fuhren nach unten. Viona war immer noch nicht bei Bewusstsein, sodass die Beiden sie zwischen sich stützen mussten.

    Unten in der Eingangshalle war niemand, so konnten sie direkt zur Tür für die Mitarbeiter gehen.



    Der Wachmann sah sie nur kurz an, lächelte sie an und sah dann Viona.



    Largo entgegnete ihm blitzschnell "Der Durst war wohl zu große für sie. Wir werden mal lieber zur nächsten Krankenstation gehen."



    Sie schoben sich an seinem Wachzimmer vorbei und gingen Richtung Kreuzung vor, wo die Hauptpassage lag.



    Der Wachmann drehte sich um. In diesem Moment gab es ein Alarmzeichen und sein Funkgerät aktivierte sich.

    "An alle Wachmannschaften!



    Nicht authorisierte Eindringlinge registriert. Gesucht werden eine Frau und zwei Männer. Möglicherweise bewaffnet!




    Als sie die 50 Meter bis dahin überbrückt hatten und sie fast im Trubel der Menge veschwanden, rief der Wachmann nochmals hinter ihnen her.



    "He, warten Sie!"




    Largo und Jim beschleunigten ihre Schritte und hetzten Richtung Flugdecks.



    Die Menge um sie tanzte und feierte ausgelassen und verdeckte sie vor den Blicken des heraneilenden Wachmanns.



    Largo zog seinen Communicator und bellte in das Gerät.

    "EoT-Flotte! Sofort bereitmachen zum Abflug! Sofortiger Start in alle Richtungen. Beschuss durch Station möglich. Rückkehr nach Toluku!



    Wir treffen uns dann in Foden Orbital. Viel Glück Commander!




    Die beiden konnten im Trubel hinter ihnen nur kurz eine Uniform des Stark-Towers ausmachen, ansonsten war die Sicht durch bewegende Leiber versperrt.



    Sie erreichten die Orion und begaben sich sofort auf die Brücke.



    Viona legten sie auf eine der Kommandostühle und gurteten sie fest. Sie stöhnte und murmelte vor sich hin.



    "Largo?, ... Wir... müssen.. zurück"



    Largo strich ihr sanft über die Wange.



    "Natürlich Liebes, es geht nach Foden Orbital. Du bist in Sicherheit."



    Er ging zu seinem Stuhl und aktivierte die Startsequenz.

    Das Schiff hob langsam ab und begann sich von der Station zu entfernen.



    Hinter ihm war ein Durcheinander von startenden Schiffen der EoT Flotte zu sehen. Ein willkommenes Chaos.



    Als sie sich für den ersten Hyperraumsprung bereit machten, kam eine Meldung von der Schiffs KI.

    "Commander, es wurden Signaturen einiger Schiffe entdeckt, die King Landing verlassen und sich formieren. Es sind Kampfschiffe!"




    Largo trat der Schweiß auf die Stirn. "Verdammt..!



    Commander der EoT!



    Wir werden verfolgt. Erbitte schnellste Route nach Toluku. Wir haben mit unseren Explorerschiffen die höhere Reichweite als deren Schiffe.



    Das verschafft uns etwas Zeit."



    Er atmete einmal tief durch, ob der Tragweite seiner nächsten Worte.



    "Commander, wir werden auf die zurückgelassenen Verteidigungsschiffe in Toluku angewiesen sein. Wir werden Foden Orbital verteidigen müssen! Es widerstrebt mir




    bis ins Innerste das sagen zu müssen, aber: Wir werden kämpfen müssen!



    Wir sammeln uns vor Foden Orbital"




    Und die Explorerflotte sprang Richtung Toluku. Gefolgt von einem Verband an Kampfschiffen, die sich langsam, aber unaufhaltsam durch die Blase bewegte.








    19.10. 3 Stunden später



    Foden Orbital.



    "Landung steht unmittelbar bevor Commander"



    Die KI informierte Largo Ormand minütlich über die aktuelle Situation.



    "als feindlich einzustufende Schiffe erreichen Toluku in 18 Minuten"




    Largo nahm seinen Helm und ging zur Ausstiegsschleuse. Dabei sah er auf einem Sideboard hinter dem Pilotensitz die Pistole liegen, die Jim dem Wachmann abgenommen hatte. Er nahm sie auf und steckte sie sich hinten in den Gürtel. Die Waffe musste noch abgegeben werden. "Communicator, das ganze Personal von Bord!




    Zurück zum EoT Quartier. Station auf Gefechtsmodus setzen. Wir gehen in Verteidigungsstellung!"



    Er hastete zurück zur Schlafkoje von Viona, wo bereits die beiden Techniker da waren, um ihr aus dem Bett zu helfen. Diese hatten beim Start von Kings Landing Viona in ihr Bett gebracht und ihr notwendige Medikamente zur Kreislaufstabilisierung gegeben. Sie war wieder bei Bewusstsein, hatte die Anreise aber verschlafen.




    Als er ihr Zimmer betrat, saß Viona bereits auf ihrem Bett.



    "Largo, lass mich mit. Ich denke es ist wichtig. Die Bedeutung von Fyxa..."



    "Ich weiß Liebes, ich weiß. Du brauchst aber Ruhe. Geh bitte zur Krankenstation bis das vorbei ist. Wir wissen nicht, wie der heutige Tag ausgehen wird."



    Damit gab Largo Ormand den beiden Technikern ein Zeichen und sie halfen Viona auf und geleiteten sie zur Station.




    Largo Ormand rutschte die Gang Way hinab und machte sich auf den Weg zu Landepad 45, dort lag die Starforce One.



    "Terra, Schiff startklar machen und bereithalten. Wir fangen die gegnerische Flotte vor der Station ab."








    19.10. 7 Minuten später.



    In einer langen Reihe waren die Schiffe der EoT vor Foden Orbital in Stellung gegangen. Es handelte sich nur noch um Sekunden, bis die ersten Schiffe der Stark-Flotte erwartet wurden.



    Langsam drehte sich die Coriolisstation weiter um ihre eigen Achse.



    Die Commander der Schiffe waren aufs Äußerste gespannt. Eine Verteidigung ihrer Station war bisher nicht vorgekommen. Nicht in diesem Umfeld.



    Schweigend standen die Commander auf ihren Posten, bzw. saßen in den Pilotensitzen und beobachteten das Radar genau.



    Leer, bis auf eine Reihe der verbündeten Schiffe.



    Da!



    Ein erstes Viereck tauchte auf dem Radar auf. Noch eines. Und noch eines.



    Immer mehr fremde Schiffe füllten den Radar und begannen auszufächern. Sogar gegnerische Corvetten waren dabei.




    "Commander, die Schiffe begeben sich in Angriffsformation!" Terra meldete den Status.



    Ormand schluckte kurz und nahm mit zitterten Händen die Steuerenrichtung in die Hand.



    "Commander der EoT! Waffen bereitmachen! Verteidigung einleiten!"



    "Feuern nach eigenem Ermessen"




    In der Stille des Alls schoben sich die Waffenaufhängungen der EoT Schiffe nach draußen. Im Inneren glühten bereits die Kondensatoren ob des zu erwartenden Feuers, dass sie gleich in die Unendlichkeit bringen würden. Feuer und Tod.



    Die Schubregler wurden nach vorne geschoben und die Schiffe bewegten sich mit zunehmender Geschwindigkeit auf die feindlichen Schiffe zu.



    Die tolukianische Schlacht hatte begonnen!




    19.10. 22 Minuten später.



    Die Schiffe kehrten ein ums andere Mal und sahen sich dem Feind gegenüber. Schilde blitzten auf. Feuer brannte. Schiffe wurden getroffen.



    Wieder und wieder.



    In diesem Tumult konnte man eine graue ASP abseits des Kampfgeschehens sehen, dass mit einem gepimpten Boost Richtung Schleuse flog.

    Unter den Feuern der Stationsgeschütze, denen das Schiff auswich, flog es mit hoher Geschwindigkeit in die Einflugschneise. Das Schiff hatte keine Kennung und war für einen Scan der Behörden zu schnell.




    Terra schaltete sich ein "Commander, ASP Lannister wurde gesichtet und umgeht die Kamfhandlungen. Landeanflug auf Foden Orbital registriert."



    Largo zögerte nur einen Moment. Dann rieß er das Steuer herum und flog Richtung Station. Er ließ die Kampfverbände der EoT zurück.



    Für ihn ging es jetzt um Viona. Um seine Viona. Sie war... einfach Alles für ihn.




    Man konnte sehen, wie die Starforce One sich behäbig zur Seite neigte und den Bug Richtung Station ausrichtete. Die Schilde flackerten auf, während das Schiff die volle Breitseite dem Feind zuwand. Mehrere Salven gingen auf das Schiff nieder. Konzentrierte Feuer liesen die Schilde zusammenbrechen.



    Ormand nahm Kontakt mit der Flotte auf.



    "Commander der EoT, der Grund unserer Verteidigung ist in Gefahr. Viona Tomani wird unmittelbar bedroht. Erbitte Rückendeckung für die Rückkehr nach Foden Orbital!"




    Und so formierten sich die Schiffe der EoT hinter der Cutter um die feindlichen Verbände von ihm abzulenken. Sie zogen sich zusammen um den Feind zurückzuwerfen. Diese gaben konzentrierte Feuer auf die Cutter ab. Die Flucht zurück schien nicht zu gelingen. Und doch waren die Schiffe der EoT im Glanze Ihrer Waffen ein ums andere Mal da um sich den Aggressoren entgegen zu stellen.




    Solange es irgendwie ging.



    Die Starforce One gewann an Raum und jagte der ASP hinterher. Die Einflugschneise kam immer näher und mit einem letzen Zünden des Boostes ging es in die Station. Dabei krachte ein Seitenflügel gegen die Wand und rieß ein paar der Metallstreben von der Station ab.

    Das Schiff kam ins Trudeln und setze hart auf dem nächsten großen Landepad auf, worüber es mit geneigtem Bug schlingerte. Rauch stieg von der Hülle auf, ein Teil der rechten Flügelspitze fehlte.




    Die Cutter kam zum stehen und die Nase des Schiffes richtete sich langsam auf. Da war Largo Ormand schon aufgesprungen und hetzte Richtung Ausgang. Die breiten Treppenstufen aus der Cutter übersprang er zum Teil.



    "Terra, wo sind die Piloten der ASP?"



    "Commander, die Besatzung ist ins Forschungslabor der EoT eingedrungen! Allerdings handelt es sich nur um eine Person."



    "Terra, Alarm auslösen. Sicherheitskräfte zum Labor senden. Mögliche Bewaffnung des Eindringlings voraussetzen."



    Largo hastete über den Landepad und nahm sich eines der gelben Transportfahrzeug, das gerade am Hangar halt machte.




    Ein Beben lies die Station erschüttern. Salven des feindlichen Beschusses trafen auch die Station. Die EoT lieferten sich erbitterte Gefechte vor den Toren ihrer Station.




    Die Laboreinrichtungen kamen näher und Ormand sprang aus dem noch fahrenden Gefährt. Mit einer ungeschickten Rolle konnte er den Sprung einigermaßen abmildern.




    Allerdings rollte er auf den Rücken, wodurch ein brennender Schmerz im Lendenbereich entstand.



    Er keuchte durch die zusammengebissenen Zähne. Ein Griff an den Rücken brachte die Pistole zum Vorschein, die er sich von King Landing in den Gürtel gesteckt hatte.



    Kurz wog er die Waffe in der Hand und schüttelte den Kopf. Er, der niemals Waffen an seinen Schiffen angebracht hatte, sah sich nun mit dieser Gewalt konfrontiert. Ihm fröstelte.



    Dann nahm er die Waffe fester in die rechte Hand und lief den letzen Gang entlang. Der ihn zum Labor brachte.




    Nach mehreren Biegungen sah er bereits das breite Portal der Forschungseinrichtung vor sich. Noch waren keine Sicherheitskräfte zu sehen. Er war auf sich allein gestellt.



    Schnell drückte er sich an die Wand und spähte um die Ecke, um in den Anmeldebereich zu sehen.



    Dort stand Viona ruhig vor der Rezeption, während ihr ungebetener Gast ein paar Meter daneben an der Wand lehnte. Es war tatsächlich ihr Untertützer und Spender Toni Stark. Scheinbar hatte er keine Waffe dabei, bzw. zeigte sie nicht. Er war nicht weit von den Eingängen zu den VOR-Seat- Einrichtungen entfernt.




    Wieder gab es eine weitere Erschütterung. Eine weitere Explosion.



    Die Schiffe der Erkunder gewannen mehr und mehr die Oberhand mit Unterstützung der Station, sodass sich die feindlichen Schiffe schließlich zur Flucht umwanden.




    Die Gefahr war vorerst gebannt. Im Außenbereich.



    Aber Innen...



    Largo nahm seinen ganzen Mut zusammen und drehte sich mit erhobener Waffe in den Raum.

    "Keine Bewegung!"




    Viona und Toni Stark drehten sich zu ihm um. Stark hob langsam die Hände, lächelte allerdings vor sich hin. Seine Augen blitzten vor Vergnügen.



    Largo schob sich die wenigen Schritte zu Viona, bis er neben ihr stand.



    "Alles in Ordnung?" Largo nahm den Blick nicht von Toni Stark.




    Viona sah müde aus. "Danke Largo" flüsterte sie. Ihr Blick war auf Stark gerichtet.



    Ormand fixierte ihren Besucher. "Was machen sie hier? Warum bringen sie uns alle in Gefahr?"




    Stark machte einen Schritt nach vorne, Largo streckte ihm die Waffe entgegen, sodass er stehenblieb.



    "In Gefahr? Mein verehrter Ormand, Sie haben mit ihrer Aktion auf meiner Basis die halbe Bevölkerung verängstigt. Die Schiffe dort draußen wären nicht notwendig, wenn Sie nicht Frau Tomani hier aus meinen Händen entrissen hätten."




    Ormand konnte nicht glauben, was er hier hörte.



    "Wie bitte? Eine Forschungsexpedition sabotieren, eine Wissenschaftlerin entführen? Da sehe ich eindeutige kriminelle Energien in Ihnen wirken"



    Stark hob eine Hand "Das mag sein, aber anscheinend sehen Sie nicht das Große Ganze. Es geht um mehr. Er drehte die Hand und streckte sie Viona entgegen.

    Largo zielte mit der rechten Hand auf Toni Starks Kopf.



    Er bemerkte neben sich, dass Viona einen Schritt nach vorne machte. Dabei nahm er blitzschnell mit der linken Hand die Ihre.



    "Viona!"



    Sie blieb stehen, neigte kurz den Kopf. Man sah, wie sehr es in Ihr arbeitete.



    "Largo, es tut mir leid. Aber diese umfassende Erfahrung der letzten Wochen. Diese Erkenntnisse. Diese Wärme. Es geht nicht anders. Ich habe meine Aufgabe dazu.




    Sie betrifft mich.



    "Du musst verstehen... Fyxa. Das ist meine Aufgabe."



    Sie schaute ihn mit ihren großen braunen Augen an. Und dann lies der Druck ihrer Hand nach und sie löste sich.




    Und die Anspannung löste sich von Largo Ormand. Er musste schlucken. Eine Welle von Trauer und Verzweiflung erfasste ihn, spülte ihn davon. Seine rechte Hand zitterte und die Pistole schwankte hin und her. Dann sank sie nach unten.



    Ja, er verstand jetzt. Dieser Mann, der ihm gegenüber stand, der viona aus seinen Händen entrissen hatte, war Noxem. Der fehlende Teil für die Verbindung. Die beiden hatten den Fortbestand des Universums in der Hand.



    Durch Verschmelzung. Der Herzschlag Gottes.



    Das konnte doch alles nicht wahr sein!




    Langsam nahm Toni Stark Viona an der Hand, die bereitwillig zu ihm aufschloss. Die beiden drehten sich um. Die Milchglastür schwang auf und die beiden gingen hindurch. Die Tür schloß sich wieder und Stille kehrte ein.








    Epilog



    Am nächsten Tag.



    Der Zentralstern schob sich um den Planeten herum und die ersten Strahlen des M-Sterns trafen auf Foden Orbital, so das es hier lokal zum Tag wurde. Auf der




    Station konnte man noch einige rauchende Stellen erkennen, die die Schlacht der Nacht bezeugten.



    Viele Verteidigungsschiffe der EoT waren stark beschädigt, einzelne wurden zerstört.



    Der Feind allerdings in die Flucht geschlagen.



    Die Freude darüber hatte eine spontane Feier in der Foden Orbital Bar zur Folge, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte.




    Aus dem Forschungslabor kam eine Meldung, dass der Fortbestand des Universums als gesichert galt. Die nächste Phase der Konzentration war eingeleitet worde




    durch den Einsatz der größten Wissenschaftlern, die Foden Orbital je gesehen hatte.



    Largo Ormand stand am Fenster seines Büros. Dort sah er Richtung Einflugschneise. Die startenden und landenden Schiffe sah er nicht wirklich.



    Alles war wie immer.



    All das war gerettet worden.



    Aber nicht für ihn. Er hatte verloren.



    Jeder folgt seiner Bestimmung.



    Und die von Viona war eine andere, als er sich erhofft hatte. Und nicht an seiner Seite.



    Das zu aktzeptieren würde noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Wenn es denn jemals gelang.



    Aber Zeit, die hatten sie nun.



    Eine graue ASP flog gerade aus der Schleuse heraus, beschleunigte und verschwand im dunklen des Universums. Dieses Universums.



    Edit Abacus:

    Habe das mal gezwitschert :thumbup:

  • Es handelt sich bei diesem Projekt um ein Ingame Event, das in Rollenspiel Manier präsentiert wird. Jeder ist eingeladen, sich mit eigenen Stories des Charakters daran zu beteiligen. Eure Geschichten könnt Ihr dann gerne in diesem Thread wiedergeben.


    Teilnehmer


    Hinweis: Die Veranstaltung findet in der elitedangerous.de Gruppe statt.

    Die Treffpunktkommunikation läuft schwerpunktmäßig im EoT Discord ab.

    Hier der Link dazu:

    https://discord.gg/gHt6jcP


    Erklärung Kapitel 2:
    Wer bei der Vorbereitung zu diesem Event helfen will, kann gerne Missionen zur Creditgenerierung fliegen.


    Dazu zählen:
    Belohnungen aus Transportmissionen
    Handelsmissionen
    Kopfgelder
    Einnahmen aus Erkundungsdaten
    Passagiermissionen
    A-B-A Handel


    Im Wing macht es sehr viel mehr Spaß. Tragt Euch dazu einfach in die Teilnehmerliste ein und füllt Euren Creditstand durch Missionen in die jeweilige Zeile Eures Namens in der Spalte F "Missionsvorberreitung Credits" ein. (Die Credits behaltet Ihr natürlich ;) )
    In der Überschrift seht ihr dann das bisherige Gesamtvermögen für das Event.



    Erklärung Kapitel 4:
    Bitte in der Teilnehmerliste eintragen, mit welchem Forschungsschiff an der Expedition mitgewirkt wird. Dazu die restlichen Spalten auch füllen.
    Es handelt sich um eine Explorerrundreise von 12 Tagen länge.

    Starttermin ist der 08.10.18 um 20.30 Uhr, Foden Orbital


    Erklärung Kapitel 6:

    Frachtraum ist nicht notwendig.

    Dringend angeraten sind Schildzellen (min.3 mögliche Zündungen) und der Detailscanner sowie Aufklärungsscanner.


    Detailinformationen zu den Schildzellen

    (danke an Cmdr Inquisitor)

    3x feuern kann sogar die 1A laut coriolis... oder zu einer B-Version greifen. Die B-Versionen haben immer eine Zelle mehr dabei. Wenns nicht ums aufladen geht, sondern nur für den hübschen optischen Effekt im Roleplayrahmen, dann ist hier kleiner besser. Weniger Hitze. Und die 1A wiegt quasi nichts. Die 1er brauchste vermutlich nicht mal beim Ing aufmotzen.


    Erklärung zu Kapitel 7:

    1. Wegpunkt: System BD-10 1848, Planet 4

    Koordinaten -19,5210 / -139,7253.

    1,15G

    12. Oktober, 20.30 Uhr



    Erklärung zu Kapitel 14:

    Wegpunkt 3

    King Landing (Planetary Outpost)

    Emblannovii

    20.30 Uhr Ortszeit am 19.10.

  • Quote from Chessi [EoT]

    da schliese ich mich gerne Weedoo an...obwohl weis ja noch gar nicht was da noch kommt...hehe...
    Gruß Chessi


    da bist DU doch schnell wieder :sm46:

  • Also über Ericson Star werde ich auch irgendwann nach Toluku zurück finden...Unseren geschätzten Largo fällt halt immer was ein, wenn viele Draussen sind...
    Ausserdem vielleicht muss man gar nicht zurück Kolumbus um Irgendwas beizuwohnen...lass mich überraschen hehe...der Herzschlag Gottes...könnte im Zentrum(Herzen) was sein...Spekulier....hehe...
    Gruss Chessi

  • Quote from Tinvanno [RoA]

    Wenn die Zeit rum ist, macht ihr dann eine neue Gruppe auf?


    Neee, ab dann gibts den Scanner mit dem man andere endlich totscannen kann. :lol: :lol: :lol:

    In nomine patris, et Railii et Plasmae sancti.


    Gefährlich | Elite | Elite | Vizeadmiral | König