Audio Hardware und Voice Attack

  • Moin allerseits :)


    Ich beschäftige mich gerade mit Voice Attack. Im Prinzip klappt das auch ganz gut so lange ich nicht spiele. So bald E:D läuft habe ich
    Übersprechungen. Genau gesagt bildet VA den E:D Sound ab. Was die Spracherkennung fast unmöglich macht.


    Ich habe mittlerweile diverse Mikrofone probiert (Als Musiker hab ich reichlich davon) bin aber zu keinem brauchbaren Ergebnis
    gekommen. Zusätzlich erschwert die externe Audiokarte (M-Audio Delta 44) die Verwendung von Consumer Elektret Mikrofonen weil die
    alle mit 5V gespeist werden müssen. Somit fallen irgendwelche PC Headsets und Mikros mit 3,5mm Klinke schon mal raus.


    Was die Onboard Soundkarte betrifft ist Aufgrund der Einstreuungen absolut unbrauchbar, es sei denn es gibt einen Weg diese zu eliminieren.
    Da habe ich die HDMI Umsetzung der Graka (GTX 1060) in Verdacht.


    Ich habe zu diesem Thema jetzt diverse Freds gelesen, bin aber nicht zu einer Lösung gekommen. In meinem Fall
    liegt es definitiv am Mikrofon. Über die verwendete Hardware für VA findet man aber leider so gut wie nichts in den Freds :(


    Was ich brauche ist ein Mikro was sich an einen externen Mic Preamp mit XLR anschließen lässt und möglichst wenig
    Einstreuungen aufnimmt. Die beste Richtcharakteristik wäre wohl Niere.
    Und ich möchte auf keinen Fall über Kopfhörer spielen, sondern den Sound über Lautsprecher ausgeben.


    Bis jetzt bin ich bei diesem Mikro gelandet:
    https://www.thomann.de/de/ld_systems_ldws100mh1.htm
    Aber vielleicht hat ja jemand eine bessere Idee.


    Für Erfahrungen und Tipps wäre ich dankbar :D

  • Verstehe ich das richtig das Mikrofon und Spielesound bei dir intern auf dem gleichen Kanal liegen und VA somit beides "erkennt" was die Sprachsteuerung, wie du schreibst, schwierig macht?

  • Was meinst du mit gleichem Kanal?


    Die M-Audio Delta ist eine 4 In / 4 Out Karte. Direkt Monitoring ist aus. Es sollte also kein Signal
    intern vom Mikro auf die Lautsprecher gehen. Mein Problem ist denke ich das Mikrofon, weil es
    das Signal der Lautsprecher einfängt. Das Resultat ist dann das VA den Sound von E:D abbildet.
    Also der Ahhh Chor z.B. sieht dann in VA so aus: Aaaaaaaaah :D
    Und wenn ich einen Befehl gebe sieht das in VA so aus: Aaaaafahrwerkaah.
    Da streikt natürlich die Spracherkennung.


    Mich interessiert ob jemand auch diese Probleme hat und mit welcher Hardware das gelöst
    wurde. Wichtig ist mir die gleiche Konstellation. Also die Spielsoundausgabe über Lautsprecher
    und die VA Befehle über ein Mikrofon eingegeben.
    Zb. Welche Mikrofone habt ihr benutzt das es nicht solche Problem gibt? Oder welche Lösungen
    gibt es noch? Wie gesagt ist das spielen über Kopfhörer nicht meins.

  • Du könntest mal schauen, ob Du Mikros mit Noise-Cancelling bekommst (kenne das nur von Handy-Headsets), da wird der Umgebungssound jenseits der gewünschten Richtung mit einem separaten Mikro aufgenommen und elektronisch aus dem eigentlichen Mikrofonsignal eleminiert.


    Außerdem achte auf die Richtcharakteristik, versuch zum Beispiel ein Richtmikrofon (z.B. das hier: https://de-de.sennheiser.com/r…eras-tonaufnahmen-mke-400) Dann musst Du nur noch darauf achten, dass direkt hinter Dir kein Lautsprecher steht (oder wenn der Mikro nicht zentral vor Dir steht, in weitergedachter Linie vom Mikro zu Deinem Mund).


    Und was das Kabel angeht: gute Abschirmung sollte helfen, ggf. lieber hinten an der Soundkarte anschließen als vorn am Gehäuse, da dorthin bereits ein oft nur unzureichend geschirmtes Kabel führt, auf das Du keinen Einfluss hast...


    Grüße Trajan

  • Moin Trajan,


    den Gedanken mit dem Richtmikrofon hatte ich auch schon. Ich würde da aber eine günstigere Variante
    bevorzugen ;) Hast du das selbst mal getestet mit einem Richtmikrofon?


    Nutzt hier sonst keiner die Konstellation Spielsound über Lautsprecher und Voice Attack Befehle
    über Mikrofon?

  • Hallo,


    ich habe VoiceAttack mal mit einem Ansteckmikro ausprobiert, die haben ja eine starke Richtcharakteristik. Allerdings hatte ich Billigschrott gekauft, so dass ich dann doch lieber beim Headset geblieben bin. Vielleicht klappt's ja mit einem Gerät mit mehr Qualität.
    Da die i.d.R. mit Klinkenstecker ausgestattet sind, kannst Du das Teil auch direkt in Deine Soundkarte stöpseln und brauchst nicht noch einen XLR-Stecker für Deinen Preamp. Wahrscheinlich aber einen Adapter vom kleine auf große Klinke.


    Viel Erfolg und Grüße!
    Nikolaus

  • Moin,


    hast du ein Headset Mikrofon oder ein Headset mit Kophörer und Mikrofon?


    Direkt in den Klinkeneingang habe ich schon getestet. Da ist der Pegel leider zu gering
    weil es sich um einen Line Eingang handelt. Um den Preamp komme ich nicht rum.


    Um diese Soundkarte geht es:
    http://m-audio.com/products/view/delta-44
    Die habe ich vorher an meinem Musik Pc benutzt und ist zum wegwerfen zu schade.
    Die klingt sehr gut.


    Ich habe jetzt mal das Mikro bestellt was ich oben verlinkt habe. Ich hoffe das klappt.
    Ich werde darüber auf jeden Fall berichten eventuell hilft es jemanden ;) z.B.
    Musiker oder Broadcaster die ihre Audiohardware spieltechnisch nutzen.


    Für weiter Tipps bin ich aber immer offen :)

  • Ich nutze ein Headset mit Mikrofon: https://www.ebay.de/i/273377662473?chn=ps. Wenn ich die Kopfhörer nicht mehr drauf haben mag, trage ich es als Halskrause und gebe mir den Ton dann über Lautsprecher unter dem Tisch. Im Chat habe ich keine Interferenzen, also sollte es auch mit VoiceAttack klappen, was ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Vermutlich wird das mit dem Thomann-Mikro ähnlich sein.
    Viele Grüße
    Nikolaus

  • Hi Solix, wie ist die Sache denn ausgegangen?


    Was mich wundert - das von Dir angegebene Headset hat einen TQG-Stecker. Das passt nicht... (?) Und wieso wolltest Du überhaupt XLR? Die Delta44 hat doch nur Klinken-Eingänge... Hast Du einen separaten Preamp? Ggf. mit EQ, sodass man hie rnoch was optimieren könnte für VoiceAttack?


    Prinzipiell lassen sich Einstreuungen vom Lautsprecher in das Mikrofon nicht vermeiden, im besten Fall reduzieren. Je näher das Mikrofon an der Signalquelle (Mund) ist, umso besser ist das Verhältnis von Direktsignal (Sprache) und Umgebungsschall (Originalsound von Elite über LS). Wenn Du also ein Kopfbügelmikrofon mit Nierencharakteristik nimmst (Niere ist wesentlich unempfindlicher gegenüber Umgebungsschall als eine Kugel), sollte das eigentlich schon die halbe Miete sein. Wenn Du dann auch noch Elite nicht bis zum Anschlag aufdrehst und im Vorfeld schon dafür sorgst, dass gar nicht erst viel Störschall entsteht, sollte VoiceAttack eigentlich auch keine Probleme haben mit der Spracherkennung.


    Alternativ zum Headset kannst Du auch ein Tischmikrofon nehmen - da das dann aber weiter vom Mund weg ist, ist das Signal-Verhältnis zum Störschall schlechter und Du musst Kompromisse eingehen wie einen größeren Bündelunsggrad beim Mikrofon (Super- oder Hyperniere), dazu die Lautsprecher etwas weiter runter drehen und bei der Aufstellung ein wenig experimentieren. Das klappt dann auch.


    Dabei macht es übrigens keinen Unterschied, ob Du den Mikrofoneingang (sofern vorhanden - siehe oben) Deiner M-Audio-Karte nimmst oder den Onboard-Eingang Deines PCs - was aus den Boxen raus kommt, landet irgendwie auch auf dem Mikrofon. Und je nach Richtcharakteristik, Pegel und Abstand ist davon dann halt mehr oder weniger zu hören.


    Ich selber nutze ein Tischmikrofon mit Superniere, Abstand zum Mund etwa 70cm, das steht auf einem der LS drauf. Ich verwende zwar kein Voiceattack, aber bin öfter im Teamspeak / Discord und es scheint keine auffälligen Einstreuungen zu geben. Ich gehe also davon aus, dass VA damit auch keine Probleme hätte...

  • Moin Atroxis,


    ich habe jetzt endlich eine Lösung gefunden, aber dazu später mehr :)


    Zur Audiokarte: Die M-Audio Delta hat Klinkeneingänge mit einem Linepegel von +4dBu oder –10dBV. Der Eingangspegel
    ist also zu gering um ein Mikrofon direkt anzuschließen. Um einen Preamp kommst du in diesem Fall nicht herum.


    Zum Mikrofon:
    Als erstes habe ich ein dynamisches Mikrofon mit Hyperniere verwendet. Das Problem in diesen Fall ist das man das Mic
    direkt vor dem Mund (5 - 10cm) haben muss damit es funktioniert. Das klappt dann auch mit Voice Attack. Nur habe ich keine
    Lust so einen "Eumel" (siehe Foto) die ganze Zeit im Blickfeld zu haben.



    Als zweites habe ich dann ein Grenzflächenmikrofon (siehe Foto) getestet. Für Teamspeak wäre das auch gut gewesen
    und hätte keine Problem verursacht, nur für Voice Attack hat das Mikro zu viel vom Raum mitgenommen. Das Problem
    war dann das Voice Attack sobald der E:D Sound über meine Lautsprecher kam mich nicht mehr wirklich verstehen konnte.
    Jeden Befehl dann mehrmals zu wiederholen macht einfach keinen Spaß :x



    Als drittes habe ich dann das Headset Mikrofon auf Elektretbasis getestet. Also das hier von mir verlinkte
    LD Systems.


    Eine kurze Erklärung von Mikrofontypen und Speisespannungen ist jetzt wohl angebracht.
    Mikro dynamisch = keine Speisespannung = wenig empfindlich = gut für Liveanwendungen /Hintergrunggeräusche werden kaum erfasst
    Mikro kondensator = 48V Speisespannung = sehr empfindlich = gut im Studiobereich / Sehr guter Klang / Raumaufnahmen
    Mikro elektret = 5V Speisespannung = empfindlich = für Headsets mit Funkstrecke / oder im PC Bereich / Klang für Sprache ok


    Das erste Problem was man mit den Elektret Mikrofonen hat: Wie bekomme ich das angeschlossen? Einfach einen
    Adapter löten ist nicht, weil das Mikro braucht die 5V. Ohne das überträgt es keinen Pieps. Zum Glück gibt es aber
    Speiseadapter die die üblichen 48V Phantomspeisung in 5V wandeln und die auch TQG auf XLR brücken. Leider kocht
    hier auch jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, so das es zwar funktioniert, die Klangqualität aber zu wünschen
    übrig lässt.
    Und genau das ist mein Resultat zu diesen Elektret Mikrofonen. Die Kosten ab 40€ aufwärts und der Klang ist absoluter Müll :evil:
    Mag sein das es über 100€ besser wird, aber daunter hält fast jedes PC Headset Mikrofon locker mit.


    Meine Lösung ist jetzt ein dynamisches Headset Mikrofon über ein kleines Mischpult. Das funktioniert wunderbar und der
    Klang ist um Welten besser als der ganze Elektret Kram.
    Leider scheint es nur drei Hersteller zu geben die dynamische Headsets herstellen.
    1. Shure = 129€ = zu teuer
    2. Superlux = leider nicht mehr erhältlich
    3. IMG Stage Line / Monacor = ca. 30€ und für den Preis sehr tauglich


    https://www.monacor.de/produkt…opfbuegelmikrofone/hm-30/


    Das klappt jetzt super mit Voice Attack. Ich kann fast flüstern und VA erkennt jeden Befehl :D
    Als Mischer reicht so'n kleiner Behringer MX 400 oder ein T-Mix 502 (kosten auch um die 30€)

  • Also ich kann zu dem Thema nur berichten, dass die Lösung ein 08/15 Klinken-Mikro mit Clip für den Kragen war.
    Ca. 10 Euro... direkt in die Soundkarte hinten gestöpselt.


    Hab ebenfalls einiges an Musik-Krempel am Tisch stehen - und bin im Besitz einiger Mikrofone.
    Die waren allesamt (samt USB Schnittstelle mit großer Klinke) vieeeel zu "empfindsam".
    Wundert mich also genau gar nicht, dass du dich selber doppelst.


    Beim Billig-Mikro für die Soundblaster hatte ich zu Beginn dann den gegenteiligen Effekt.
    Es hat mich nicht verstanden - und ich musste relativ laut "reinflöten".
    Die Dinger kann man aber Hardware-mässig gut justieren und Voice Attack selber bietet SEHR hilfreiche Einstellungen.
    Hat nicht allzulange gedauert den richtigen Pegel zu finden.


    Inzwischen kann ich meine 5.1 Teufel Anlage RICHTIG aufdrehen und sogar mitten im Kampf versteht Voice Attack wenn ich in normaler Lautstärke irgendwas von mir gebe. Umgekehrt werden keine Antriebs, Kampf oder Schiffsgeräusche durchgelassen.


    Was mir nicht ganz klar ist:
    Man kann das Tool doch auch so nutzen, dass man vorher nen Button drücken muss - UND DANN erst den Befehl gibt?
    Sprich ohne Button, kein Befehl!


    Und wie gut hast du Windows auf die Sprachsteuerung eingelernt? Die Einstellungen Betriebssystem-seitig sind ja auch nicht gerade in 2min erledigt.

    "Das Ziel meines Lebens ist die absolute, geistige Unwissenheit"

  • Moin Gotthard von Braun,


    der Mikrofoneingang deiner Soundblastersoundkarte, also jeglicher Mikrofoneingang im PC Consumer Bereich
    hat eine 5 Volt Speisung für Elektretmikrofone. Im Pc Bereich werden die nur verwendet.
    Deshalb war das bei dir kein Problem.


    Meine Onboardsoundkarte war mir aber zu grottig und deshalb habe ich die M-Audio Delta eingebaut.
    Die M-Audio ist eine richtige Audiokarte für Musiker, also kein Consumer Kram.
    Die hatte ich nämlich noch rum liegen und die klingt super ;)

  • Quote from Solix

    ich habe jetzt endlich eine Lösung gefunden, aber dazu später mehr :)


    Na das klingt doch schon mal gut! Dass die Grenzfläche mit der Halbkugel nicht funktioniert liegt auf der Hand... Headset und kleines Pult ist super.