Schreibtischlautsprecher (Abacus C-Box 4)

  • Hallo geschätzte Edde-Foristen,


    einige kennen mich ja schon als Audioverrückten und das macht natürlich nicht vor dem Schreibtisch halt. Ich habe mir gerade ein kleines Schreibtischupgrade gegönnt und dazu möchte ich euch ein paar links und Empfehlungen geben.


    Erst mal ein paar grundsätzliche Sachen:
    - Harte Oberflächen wie der Schreibtisch reflektieren den Schall und vermischen sich mit dem Direktschall => schlecht für den Klang, wenn sie etwas erhöht stehen ist das besser (zB mit Schreibtischfüßen für die Lautsprecher)
    - Hohe Töne werden stärker gebündelt als tiefe, dh speziell Hochtöner sollten auf Ohrhöhe sein bzw der Lautsprecher gekippt und auf den eigenen Kopf ausgerichtet sein.
    - Viele Verstärker haben mehr oder weniger Grundrauschen, was umso mehr ins Gewicht fällt, je näher man an den Lautsprechern sitzt. Am Schreibtisch reden wir vom Nahfeld, dh Grundrauschen ist supernervig.
    - Lautsprecher können nichts herzaubern was ihnen nicht geliefert wird, man sollte also grundsätzlich vernünftige Digital/Analog-Wandler und Verstärker/Vorverstärker verwenden, sonst laufen die Kisten sozusagen unter Wert.
    - In Wandnähe sind geschlossene Boxen (ohne Bassreflexrohr) aufstellungstechnisch unproblematisch, da sie wandnah aufgestellt werden können. Bei Boxen mit Bassreflexrohr hinten muß man dagegen mehr Kompromisse eingehen bzw sehr auf den Abstand zur Wand achten.
    - selbst wenn man eine Subwoofer-Unterstützung einplant sollten die Schreibtischlautsprecher wenigstens bis 100Hz (besser bis 80Hz) hinunter alles wiedergeben können, denn darüber kann man orten woher der Klang kommt


    Über Abacus (und speziell die C-Box von ihnen) bin ich auf einem Hifi-Treffen gestolpert und war sofort hin und weg. Klein, knuffig, klingen gut, gehen erstaunlich tief in den Frequenzkeller und es gibt passende Schreibtischfüße mit denen man sie schräg stellen kann (die Boxen haben ein Gewinde am Boden), Hersteller ist ein Familienbetrieb ([url2=https://www.fairaudio.de/hintergrund/abacus-electronics-firmen-bericht-besuch-interview-sonder-1-dwt/]fairaudio: Firmenbericht Abacus electronics[/url2]) und mit Senior und Junior Sonder konnte ich auf dem Hifi-Treffen ganz entspannt reden:
    [url2=https://www.fairaudio.de/test/abacus-c-box-2-c2-box-aktiv-lautsprecher-test-1-dwt/]fairaudio Test: Abacus C-Box 2[/url2]


    Später hat Abacus dann die C-Box 2 überarbeitet (neue Verstärkerelektronik, hochwertigerer Tiefmitteltöner) und es gab die 3er (gleiche Abmessungen und Füße), eine durchaus hörbare Verbesserung:
    [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?t=7214]aktives-hoeren: Abacus C-Box 3[/url2]


    Anfang 2017 hat der Hersteller dann eine etwas größere C-Box vorgestellt (das ist übrigens die Einstiegsreihe bei Abacus, die haben noch deutlich mehr Lautsprecher, Verstärker und anderes im Angebot, aber für den Schreibtisch will man es ja nicht völlig übertreiben...und die praktischen Gewinde im Gehäuseboden für Stative/Füße haben eben auch nur die C soweit ich gesehen habe):
    [url2=https://www.fairaudio.de/test/abacus-c-box-4-aktivbox-lautsprecher/]fairaudio Test: Abacus C-Box 4[/url2]
    [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?t=8322]aktives-hoeren: Abacus C-Box 4[/url2]


    Ich bin jetzt im Laufe der Zeit von der 2er über die 3er auf die 4er umgestiegen (mein Fazit ist im nächsten --- Block).


    Wie füttert man solche nicht ganz billigen Lautsprecher denn nun angemessen?
    Nun, wer Surround am PC haben möchte, für den ist wohl eine hochwertige Soundkarte mit guten Analogausgängen die Preis/Leistungsmäßig beste Option.
    Für Stereo gibt es ein paar Optionen mehr, ich habe mich für die "Libelle" entschieden. Ein winziger USB-Stecker, der DA-Wandler und Kopfhörerverstärker vereint und damit direkt an die Aktivboxen angeschlossen werden kann (Lautstärkeregelung erfolgt über die Windowslautstärkeregelung). Bei der 2er Box hatte ich die erste Version im Einsatz, bei der 3er dann den Nachfolger Version 1.2 und den neuen 4er gönne ich die Red (inzwischen gibt es 2 Versionen: die Black ist der Nachfolger der v1.2, die Red setzt noch einmal etwas drauf):
    [url2=https://www.fairaudio.de/test/audioquest-dragonfly-black-red-usb-dac-kopfhoerer-verstaerker-test-1-dwt/]fairaudio Test: AudioQuest DragonFly Black & Red[/url2]


    Aber...wie schließt man denn einen Kopfhörerklinkenanschluß an die Cinchbuchsen der Boxen an?
    Ganz einfach, mit dem Adapterkabel (1,5m Länge), daß den C-Boxen netterweise bei liegt. Dazu gibt es übrigens auch noch einen Adapter, der 2 Eurostromstecker auf eine Steckdose zusammenfaßt (die C-Boxen brauchen nur einen Kaltgerätestecker wie er zB auch an Rasierapparaten oder ähnlichem zu finden ist, diese schmalen Dinger halt).


    Beide nebeneinander (3er und 4er). War ein Schnappschuß in der Mittagspause (mußte ja den UPS-Lieferanten erwischen) bei schlechtem Licht:



    Hier ein gutes Bild von der Herstellerseite:



    Schnell noch ein Funktionstest (als Größenvergleich: Monitor ist ein 23-Zoller), dann mußte ich zurück ins Büro:



    => während der Fußball-WM 2018 bekommt man die Schreibtischfüße zur 4er übrigens kostenlos dazu


    Wer auf der Hersteller-Seite schauen möchte:
    [url2=https://www.abacus-electronics.de/produkte/aktivlautsprecher/c-box.html]abacus-electronics: C-Box[/url2]
    [url2=https://www.abacus-electronics.de/produkte/zubehor-diy/d-a-wandler.html]abacus-electronics: Zubehör D/A-Wandler[/url2]
    [url2=https://www.abacus-electronics.de/produkte/zubehor-diy/audiokabel/kabel-cinch-auf-3-5mm-klinkenstecker.html]abacus-electronics: Zubehör Kabel Klinke auf Cinch (verschiedene Längen möglich, der C-Box liegt ein Kabel mit 1,5m Länge bei)[/url2]


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    Mein Eindruck der "großen" 4er:
    Nach ungefähr 40 Stunden Einspielen bei ordentlicher Zimmerlautstärke (goldene Regel sind eigentlich 50) folgen die Membrane willig dem Musiksignal, da ist ein Test fällig. Erst mal MP3 gegen CD-Qualität um zu sehen ob sie den Unterschied zeigen können. Was habe ich denn da? Ach, nehme ich den Soundtrack von Battletech, den habe ich als mp3 und wav bekommen. Ergebnis? Wav hört sich besser an, so soll es sein. Mal kurz ein vermessener Test, von CD bitgenau gerippte Flac-Datei gegen 24 Bit Flac Download...nein, das kann auch die größere C-Box nicht differenzieren.


    Als nächstes quer durch einige Musikrichtungen...kubanisch mit Buena Vista Social Club, Heavy mit AC-DC, Jazz mit Carol Kidd, klassich mit ein wenig Bach usw. Geht das Konzept "darf es etwas mehr vom Gleichen sein?" auf (ungefähr doppeltes Gehäusevolumen und Membranfläche)? Voll und ganz! Die "großen" können deutlich lauter, aber vor allem spielen sie im Mitteltonbereich entspannter und erwachsener auf. Auch der Bass ist solider, es ist alles da, aber auf der schlanken, präzisen Seite. Fühlbare Bässe darf man auch hier nicht erwarten, dafür müßte mehr Luft geschaufelt werden als die immer noch sehr kompakte Box es mit den eingebauten Verstärkern und ohne DSP-Entzerrung kann (die etwas größere A-Box 5 kann nochmal tiefer, aber die ist technisch auch aufwendiger und teurer - wenn man noch eine bekommt - denn die wurde inzwischen von der noch aufwendigeren und damit teureren Cortex-Serie abgelöst). Man könnte der 4er natürlich einen Subwoofer zur Seite stellen, aber für den Schreibtisch finde ich das unnötig.


    Kurz gesagt kann ich die Tests bzw Meinungen im aktives-hoeren-Forum bestätigen, wobei ein Teil des besseren Klangs bei mir natürlich auf das Konto der Luxus-Libelle gegenüber der alten geht (Dragonfly Red gegenüber Version 1.2). Für 2-3m Hörabstand müßten die Boxen genügend Wumms haben, da klingen die 3er schon etwas dünn. Die 4er wären also auch eine Option fürs kleine Wohnzimmer, wobei wirklich erwachsene Boxen noch einmal eine andere Liga (aber auch deutlich raumgreifender und teurer) sind.


    FLAC = Free Lossless Audio Codec ([url2=https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Lossless_Audio_Codec]wikipedia-Artikel dazu[/url2])


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    Warum schreibe ich das?
    Weil ich selber eine ganze Weile nach gutem Klang für den Schreibtisch gesucht hatte und euch eine Option die wirklich gut ist zeigen möchte. Die C-Boxen kann ich guten Gewissens aus eigener Erfahrung weiter empfehlen.


    Vorteile:
    - enormer Tiefgang (dh man kann auf einen Subwoofer verzichten wenn man keinen fühlbaren Bass braucht)
    - keinerlei Grundrauschen
    - Gewinde im Gehäuseboden für verschiedene Stative/Füße
    - geschlossene Box (kein Bassreflexrohr), daher aufstellungsunkritisch auch in Wandnähe


    Ansonsten gibt es zB noch Sachen wie [url2=https://www.fairaudio.de/test/nubert-nupro-a-300-aktiv-box-lautsprecher-test-1-dwt/]fairaudio Test: nubert nupro a300[/url2] (für mich sofort offensichtliche Nachteile: Bassreflexrohr hinten und keine Füße/Stative verfügbar um sie vernünftig aufzustellen)


    ....diese hier könnte für einige auch interessant sein: [url2=https://www.fairaudio.de/test/xtz-tune-4-aktiv-lautsprecher-test-1-dwt/]fairaudio Test: XTZ Tune 4[/url2] (für mich wieder die gleichen Knackpunkte wie bei der nubert: Bassrefflexrohr hinten, keine passenden Füße um es möglichst bequem mit der Aufstellung zu haben)


    ...und dann werden die Optionen immer teurer :shock:
    [url2=https://www.fairaudio.de/test/adam-audio-artist-5-aktivbox-test-1-dwt/]fairaudio Test: Adam Audio[/url2]
    [url2=https://www.fairaudio.de/test/genelec-8331-a-aktiv-lautsprecher/]fairaudio Test: Genelec 8331[/url2] <= hat passende Füße, hier ist aber dann auch ein echter Studiomonitorpreis zu zahlen


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    Wer sich über meine Bemerkung zum Einspielen von Lautsprechern wundert...
    Neue Lautsprecherchassis (in diesem Fall bei einer 2-Wege-Box sind das Hochtöner und Tiefmitteltöner) sind noch recht steif und müssen sich erst geschmeidig wobbeln. Goldene Audioregel sind 50 Stunden Einspielzeit bei ordentlicher Lautstärke für neue Audiokomponenten, danach sollte sich nicht mehr viel ändern.


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    Wer denkt ich spinne der schaue sich einmal solche Konstruktionen an...Respekt! :shock:
    [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=149823#p149823]aktives-hoeren: Und es gibt ihn doch! Den Yeti - äh ultimativen Lautsprecher[/url2]


    Mein Traum (wenn ich Mal ausreichend Platz und Geld haben sollte): [url2=http://www.aktivgeregelt.de/]aktivgeregelt.de (AGM)[/url2]


    Sensorgeregelte Aktivlautsprecher...der Oberhammer (sowohl technisch als auch klanglich, habe ich auf einem Hifi-Treffen schon angehört)! :shock:


    Die sind von dem Professor, der auch meinen oppo 105 modifiziert hat: [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=978&start=0]aktives-hoeren: Gert (AGM 3.3, 5.4, 7.4, 9.4, B&M BM 3, 6, 20)[/url2]


    ...und so sieht dessen extra gebauter Hör- und Videoraum aus: [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=152007#p152007]Gerts Hörraum[/url2] (natürlich mit den eigenen Lautsprechern bestückt)


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    Edit: Wie man im Verlauf dieses Threads nachlesen kann ist es sehr empfehlenswert, die rote Libelle zwischen USB-Filtermaßnahmen und ein gutes Audiokabel zu betten. Die C-Box 4 ist sehr dankbar für feinere Kost und macht Verbesserungen am Eingangssignal anstandslos hörbar.

  • Kleines Update:
    Wie erwartet brauchte es wieder irgendwo zwischen 80 und 100 Stunden bis sich der "Endzustand" eingestellt hatte, das ändert aber nichts an meiner Einschätzung. Einfach alles noch ein wenig besser.


    Aus Neugier werde ich demnächst einen kleinen Hifi-Voodoo(?)-Test machen:
    Habe mir ein Paar Zitterkäfer (JitterBug) bestellt, nächste Woche kann ich dann voraussichtlich etwas dazu sagen. Das kleine Ding kommt einfach zwischen meinen PC und die Libelle (Dragonfly).


    Hier ein paar Pressemeinungen dazu:
    [url2=https://www.fairaudio.de/test/audioquest-jitterbug-usb-computer-test-1-dwt/]fairaudio: audioquest-jitterbug-usb-computer-test-1-dwt[/url2]

    [url2=https://www.stereophile.com/content/audioquest-jitterbug-usb-noise-filter]stereophile: audioquest-jitterbug-usb-noise-filter[/url2]

    [url2=https://www.soundstagehifi.com/index.php/equipment-reviews/916-audioquest-jitterbug-usb-noise-filter]soundstagehifi: audioquest-jitterbug-usb-noise-filter[/url2]


    Edit:
    [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=30&t=6627&start=0&hilit=jitterbug]aktives-hoeren: Audioquest Jitterbug - USB Data & Power Noise Filter[/url2] <= war eigentlich klar, daß die Foristen damit experimentieren, teilweise sogar in Kombination mit anderen USB-Filtern
    [url2=https://www.audiostream.com/content/usb-accessory-roundup-uptone-audio-usb-regen-audioquest-jitterbug-schiit-wyrd]audiostream: USB Accessory Roundup: UpTone Audio USB REGEN, AudioQuest JitterBug, Schiit Wyrd[/url2]

  • Nein, die Zitterkäfer sind noch nicht da ;)


    Mir ist aber gerade eingefallen, daß ich euch noch keine Software-Empfehlung gegeben habe (?). Es gibt ja diverse Musikabspielerprogramme für Windows, manche kostenlos, manche kostenpflichtig. Da ich für "richtiges" Musikhören sowieso meinen Netzwerkspieler im Wohnzimmer verwende, wollte ich am PC etwas, daß möglichst wenig Einrichtungsaufwand erfordert, aber trotzdem möglichst alles bietet.


    Ich weiß nicht, was der Markt aktuell so bietet, aber "damals" als ich einiges ausprobiert habe, bin ich mit dem [url2=https://www.mediamonkey.com/language/de/]Media Monkey[/url2] fündig geworden. Von dem gibt es eine kostenlose Version, die mir völlig ausreicht. Spielt so ziemlich alle denkbaren Formate ab, kann auch als DLNA-Server dienen und und und...uuuund hat [url2=https://en.wikipedia.org/wiki/Technical_features_new_to_Windows_Vista#Audio_stack_architecture]WASAPI[/url2] eingebaut ([url2=http://www.mediamonkey.com/support/index.php?/Knowledgebase/Article/View/259/2/using-wasapi-output-in-mediamonkey]hier eine Anleitung zum Umschalten auf WASAPI[/url2]).


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    Edit...noch ein Zufallsfund aus dem Netz:
    Es gibt wohl genau einen günstigen Mehrkanal-USB-DAC, den [url2=https://www.minidsp.com/products/usb-audio-interface/u-dac8]minidsp U-DAC8[/url2]. Vielleicht sucht ja einer von euch nach so einer Option.


    Hier noch ein paar links aus dem Forum ComputerAudiophile dazu:
    [url2=https://www.computeraudiophile.com/forums/topic/38746-minidsp-u-dac8-goodies-sotm-usb-psu-etc-what-do-you-think/]computeraudiophile: minidsp-u-dac8-goodies-sotm-usb-psu-etc-what-do-you-think[/url2]

  • Die Zitterkäfer sind angekommen :D


    Ersteindruck am Büro-PC (von einem der großen PC-Hersteller, so eine Kiste halt, bei deren Bauteilen sicher an jedem Zehntel-Cent gespart wurde):
    Ja, es passiert etwas! :shock: Klingt fließender, vor allem aber etwas lauter und mit mehr Dynamik (Lautstärkesprünge wie zB bei einem Paukenschlag). Die Höhen (zB Streicher) kommen mir auch besser aufgelöst vor. Habe ein paar AB-Vergleiche gemacht und auch einen Kollegen hören lassen.


    Testumgebung:
    Büro-PC => Jitterbug => Dragonfly (erste Generation) => Beyerdynamic Custom Studio Kopfhörer


    Das stimmt doch positiv für den wirklichen Test am geplanten Einsatzort, dem heimischen PC, der mit Seasonic-Netzteil, einer Gamer-Hauptplatine und der roten Luxus-Libelle (das ist die dritte Generation der Dragonfly) deutlich bessere Komponeneten verbaut hat als der Büro-PC. Ob hier auch noch etwas zu holen ist?


    Ich werde berichten...

  • Ersteindruck am heimischen Kommandostand:
    Ich habe gar keine Lust auf AB-Vergleich, ich drehe stattdessen lauter und genieße entspannt mit geschlossenen Augen. Vergleiche gibts nächste Woche...muß eh gleich los...aber etwas Musik hören muß ich noch...


    Testumgebung:
    PC => Dragontail (kurzes USB-Verlängerungskabel) => Jitterbug => Dragonfly Red => Abacus Prepino (kleiner Vorverstärker, der ändert nix am Klang) => Abacus C-Box 4
    PC => zweiten Jitterbug an einen der freien USB-Ports


    Edit...ok, weil ihr es seid:
    Beide Jitterbugs raus...ich schließe nicht entspannt die Augen...
    Jitterbug zwischen PC und die Dragonyfly...ja...aber nicht ganz...
    Zweiten Jitterbug an freien USB-Port (hatte nur noch vorne einen frei, die hinteren sind alle belegt, da hängt auch die Dragonfly)...ja, so ist es schön entspannt...*Augen schließ und zurücklehn*

  • Nachdem ich schon zuhause davon überrascht war, daß ein zweiter Zitterkäfer noch einmal vielleicht halb so viel bingt, habe ich das gerade am Büro-PC verifiziert.


    Mein Fazit:
    Ich hatte wenig bis nichts erwartet, aber offensichtlich ist die USB-Schnittstelle deutlich problematischer für guten Ton als gedacht. Wer schon eine ordentliche Soundkarte/DA-Wandler dort hängen hat, der kann durchaus einen Versuch mit einem Zitterkäfer-Paar wagen. Laßt mich euren Eindruck dann bitte wissen. Ich habe auf jeden Fall schon weitere Filter-Käfer nachbestellt ;)


    Wer mag, kann die Krabbelviecher wohl auch noch gut mit aufwendigeren Filtern mit eigener Stromversorgung kombinieren, empfohlen wird hier der Regen von Uptone:
    [url2=https://www.audiostream.com/content/usb-accessory-roundup-uptone-audio-usb-regen-audioquest-jitterbug-schiit-wyrd]audiostream: USB Accessory Roundup: UpTone Audio USB REGEN, AudioQuest JitterBug, Schiit Wyrd[/url2]


    Es gibt wohl inzwischen noch mehr Optionen:
    [url2=https://www.computeraudiophile.com/forums/topic/30593-group-test-usb-gadgets-aq-jitterbug-uptone-regen-ifi-iusb30-ipurifier-ipurifier2-update-on-p15%E2%80%A6/]computeraudiophile Forum: Group Test: USB gadgets (AQ Jitterbug, Uptone Regen, iFi iUSB3.0, iPurifier, iPurifier2, Intona, w4s Recovery any more …)[/url2]

  • Danke für deine interessanten Berichte.
    Hört sich vielversprechend an.
    Eine Frage hätte ich.
    Du schreibst das du die Zitterkäfer zwischen usb und Dragenfly steckst. Dann aber das du die Bugs an mehrere USB Ports steckst.
    Heißt das das du mehrere Drachen im Einsatz hast?

  • Sorry, da habe ich wohl etwas mißverständlich formuliert. Es hängt nur eine Dragonfly an meinem PC. Diese Libelle füttert am Ende die Schreibtischlautsprecher, für meinen Kopfhörer habe ich etwas anderes (der hängt an einem eigenen Gerät, mit dem PC über den Firewire-Anschluß verbunden..hatte ich [url2=https://www.elitedangerous.de/forum/viewtopic.php?p=287082#p287082]hier[/url2] erwähnt und verlinkt).


    Also:
    1. Käfer: Bei nur einem Jitterbug kommt der natürlich zwischen PC und USB-Soundkarte/DAC.
    2. Käfer: Wenn ihr euch einen zweiten gönnt (was ich empfehle), bleibt der erste wo er ist und der zweite kommt in einen freien USB-Port, der aber am gleichen USB-Controller wie der 1. hängen muß (sonst bringt das nix).


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    Neben den iFi Silencer 3.0 ist der Jitterbug wohl die günstigste Möglichkeit, um einen USB-Filter einmal auszuprobieren. Meine Wahl fiel auf den Jitterbug, da ich schon gute Erfahrungen mit der Dragonfly von der gleichen Firma hatte. Die nächste wirkliche Stufe wäre dann wohl ein USB-Filter mit eigener Stromversorgung (Zwischenschritt wäre der iFi Purifier 2). Da stellt sich mir aber langsam die Frage ob man nicht lieber gleich mehr Geld in einen DAC mit eigener Stromversorgung steckt, das wird gegenüber der Minimallösung mit der Dragonfly dann unverhältnismäßig.

  • Für die Wissenschaft!
    ...oder auch: Einer geht noch! ;)


    Jetzt bin ich doch zu neugierig geworden und habe einen [url2=https://ifi-audio.com/portfolio-view/accessory-ipurifier2/]iFi iPurifier2[/url2] (die USB A-Variante, damit ich die Dragonfly daran anschließen kann) bestellt. Der ist nur minimal teurer als zwei Zitterkäfer und soll noch einmal mehr bringen. Das wäre die oberste Option (soweit ich sehen konnte) ohne extra Netzteil. Bin gespannt wie er sich gegenüber den beiden Zitterkäfern und Kombinationen mit ihnen macht. Ob Jitterbug und iPurifier hintereinander funktionieren ist wohl Glückssache und Systemabhängig, manche sagen es ist toll, andere das klingt schlechter (2 Filter hintereinander können sich halt stören).


    Ich werde berichten...

  • Wer bei dem Thema USB in die Tiefe gehen möchte...


    Habe ich im Forum [url2=https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?t=7128]aktives-hoeren: ifi iPurifier2[/url2] gefunden:
    [url2=https://www.all-electronics.de/wp-content/uploads/2015/11/ANP024-DE-Das-USB-Interface-aus-EMV-Sicht-35k-37images.pdf]Das USB Interface aus EMV Sicht.[/url2] (pdf von Würth Elektronik)
    Viel Spaß beim Lesen :D

  • Bin da über eine schöne Artikelserie gestolpert:
    [url2=https://www.stereophile.com/category/entry-level]stereophile: entry-level[/url2]


    Vom Ende des ersten Beitrages der Serie:
    "...
    We have to start somewhere—everyone does—and "The Entry Level" will focus on beginnings. I want to hear about your first times. How and why did you get into hi-fi? What components made up your first system? Do you remember the first album you played? The first song? Who were you with? This is intended to be a conversation, a journey, a listening party. We'll share music and stories, we'll discover truly affordable pieces of gear, we'll remain open to change, and with fingers poised above Play and Record, we'll grow, separately and together.
    "


    Da kann man bestimmt mal drin schmökern :sm39:

  • Der USB-Filter von iFi ist zwar noch nicht da...aber ein bestelltes Kabel, genauer:
    AQ Golden Gate Audiokabel (0.6m Klinke -> Cinch)


    Also zurück zur Ausgangslage ohne Jitterbugs...oh Schreck...schon daran gewöhnt, das gefällt aber gar nicht mehr.


    (AQ = Audioquest)
    1. PC => AQ DragonTail (kurzes USB-Verlängerungskabel, Variante USB A -> USB A) => AQ Dragonfly Red => einfaches bei den Boxen mitgeliefertes Audiokabel (1,5m Klinke -> Cinch) => Abacus Prepino Vorverstärker => einfache Cinch-Kabel => Abacus C-Box 4
    2. PC => AQ DragonTail (kurzes USB-Verlängerungskabel, Variante USB A -> USB A) => AQ Dragonfly Red => AQ Golden Gate Audiokabel (0.6m Klinke -> Cinch) => Abacus Prepino Vorverstärker => einfache Cinch-Kabel => Abacus C-Box 4


    Unterschiede 1 => 2:
    Tatsächlich hörbar, etwas mehr Bass, etwas brilliantere Höhen, etwas mehr Details in der Mitte. Nicht weltbewegend, aber willkommen.


    Danach wieder beide Zitterkäfer rein...puh, wieder besser...oh...das lohnt sich, zum Beispiel sind jetzt Sänger vor der Band, es gibt ein wenig Bühnentiefe , die Dynamik hat zugelegt usw. Jetzt könnte man glatt noch einmal den Unterschied zwischen einem bitgenauen CD-Rip und einem 24-Bit Download testen.


    Aktuelle Kette:
    - PC => AQ DragonTail (kurzes USB-Verlängerungskabel, Variante USB A -> USB A) => AQ Jitterbug => AQ Dragonfly Red => AQ Golden Gate Audiokabel (0.6m Klinke -> Cinch) => Abacus Prepino Vorverstärker => einfache Cinch-Kabel => Abacus C-Box 4
    - Zusätzlich steckt noch ein weitere Jitterbug in einem freien USB-Port.


    Mein Fazit:
    Nur das Kabel tauschen lohnt sich nicht, dafür ist der Unterschied zu gering. In Verbindung mit einem USB-Filter aber auf jeden Fall, am deutlichsten hört man es an den Höhen, da gibt es mehr Details und es wird entspannter aber auch präsenter. Das Kabel bleibt!


    ACHTUNG!
    Das von mir verwendete Kabel ist nicht für den direkten Anschluß an die Boxen geeignet, da es sich erst kurz vor den Cinch-Steckern aufteilt. Für den Direktanschluß braucht man ein Kabel, daß sich schon kurz nach dem Klinkenstecker aufteilt (bzw aufteilen läßt). Die Dragonfly läßt sich natürlich direkt per passendem Kabel an die Boxen anschließen, da sie ja über eine Lautstärkeregelung verfügt (das habe ich selber oft genug mit Notebook, Dragonfly und den 3er Boxen gemacht)


    So ein Kabel müßte für den Direktanschluß passen: [url2=https://shop.sommercable.com/Kabel/Patch-Adapterkabel/Stereo-Splitkabel-SC-Onyx-ON2A.html]Sommer Cable: Miniklinke (3,5 mm) auf Cinch[/url2] (nicht das ich jetzt irgendwie Ahnung von Audiokabeln hätte, aber von der Firma habe ich so einige Strippen im Wohnzimmer und kann mich zumindest nicht beschweren...mit dem Bild wird aber zumindest klar was ich mit dem aufteilen nach dem Klinkestecker meinte ;) )


    Hoffentlich kommt der noch fehlende USB-Filter morgen, damit ich am Wochenende alle Filterkombis durchprobieren kann (das spielt sich dann alles vor der Libelle ab, danach bleibt es jetzt fix). Als kleines Schmankerl habe ich noch eine weitere (angebliche ?) Hifi-Voodoo-Komponente eingeplant, laßt euch überraschen.


    Demnächst mehr...


    Edit: Ach ja, ich hatte vor der Bestellung ein wenig im Netz geschaut und da Audioquest ja eigentlich eine Kabelfirma ist...
    [url2=https://www.stereophile.com/content/entry-level-34-page-2]stereophile: entry-level-34-page-2[/url2] <= hier ist ein Vergleich der unteren vier Kabel zu finden (Klinke -> Cinch), das Golden Gate ist das dritte von acht Reihen im Sortiment des Herstellers

  • Wo Du im Eingangspost Adam erwähnt hast. Ich hab ja jahrelang die internen "Boxen" vom iMac ertragen und mir letztens mal was gegönnt. Also die [url2=https://www.adam-audio.com/de/ax-serie/a3x/]Adam A3X[/url2] gebe ich nicht mehr her - was für ein Unterschied. Die zwei Zwerge stehen schön frei auf Ohrenhöhe auf stabilen und gedämpften Metallständern hinterm Schreibtisch, hängen an einem Steinberg UR22 USB Audiointerface und wenn ich in Windows nur 50% aufdrehe, der Regler an der Steinberg bei 20% und die beiden Adams auf 0db stehen steigt mir mein Frauchen aufs Dach ob ich schon taub wäre. Gab es und gibt es bei Thomann im Set für ca. 500 Euronen. Sind eigentlich Monitorboxen für die Musikproduktion aber auch sehr alltagstauglich.


    Also von den Zitterkäfern hör ich hier zum Ersten mal, wobei ich da als erstes an Schlangenöl denken musste - ist doch alles digital bei USB dachte ich :-D Ich glaube aber dass ich die nicht unbedingt brauche da ich audiophil gesehen im Moment schon sehr zufrieden mit dem Setup bin (auch Elite und mein Voice Assistant klingen nun viel besser).


    EDIT: übrigens die A3X gehen bis 60Hz runter und bei entsprechender Beladung kann ich mir damit auch morgens die Haare föhnen :-D OK, das interessiert unseren Aidan Abacus jetzt vielleicht weniger :mrgreen:

    CMDR_Hans_von_Stoffeln.png
    Diese Droge sei entwickelt worden, nachdem zahlreiche Piloten aufgrund der Langeweile während des Raumfluges ihre Raumschiffe in stellare Objekte steuerten, nur um endlich mal wieder etwas zu erleben, und so ums Leben kamen. (aus dem Frontier: Elite 2 Handbuch)

  • Das du die Adam nicht mehr hergeben möchtest glaube ich dir sofort, auch wenn ich leider noch nie welche gehört habe sollen die ja sehr gut sein. Mal nachsehen...ah ja, die sind [durchstreichen]noch etwas größer als[/durchstreichen] ungefähr gleich groß wie meine 4er und gehen bis 60 Hz runter...schön schön :D



    Wegen Schlangenöl:
    Die 4er klingen trotz gleicher Technik merklich erwachsener als die knuffig kompakten 3er, da hatte ich Lust auf Experimentieren. Nach der gemachten Erfahrung würde ich darauf wetten, daß dein Steinberg einiges an Filterung für die USB-Verbindung eingebaut hat (benutzt du ein extra Netzteil oder läßt du ihn dafür an der USB-Stromleitung nuckeln?).
    Ich bin auf jeden Fall gespannt, was der nächsthöhere Filter noch bringt. Der Negativtest, als ich die beiden Zitterkäfer wieder rausgenommen hatte und die Kette nochmal wie zu Anfang gehört habe, war krass. Wenn die Fortschritte wegfallen merkt man erst richtig, wie wichtig das war.
    Einen weiteren Schlangenöl-Test habe ich ja noch eingeplant. Da hoffe ich aber eigentlich, daß der fehlschlägt...mal sehen...oder besser hören ;)


    Edit: Nun ja...Frequenzgang der 4er: 30 – 20.000Hz (-6dB) ;)
    Das ist eines der echt krassen Sachen der Abacus-Verstärker, daß sie extremen Tiefgang selbst aus kleinen geschlossenen Boxen schaufeln.
    Würde mir aber gerne mal von deinen Adam Luft zufächeln lassen, ist immer schön den Horizont zu erweitern und weitere Hersteller in den eigenen Hörerfahrungsschatz aufzunehmen (da könnte ich ja die USB-Filter mitnehmen...zum Testen). :D


    Edit 2: ich überlege, ob ich vielleicht auf die [url2=http://www.xn--sddeutsche-hifitage-59b.de/]süddeutsche-hifitage[/url2] gehe (8. und 9. September)

  • Also die Stärke der A3X ist es ja gerade nicht Luft zuzufächern sondern ein klares Klangbild zum Abmischen zu liefern, vor allem in den Höhen und Mitten, ein bisschen Extrabums gibts halt obendrauf und das halt alles im Mikroformat (aktiv). Normalerweise würde man ja für professionelle Zwecke gleich die A5X oder A7X und einen dicken Subwoofer nehmen, aber da bei mir der Schreibtisch schon ziemlich voll ist und ich mir keine Eierkartons an die Wand dübeln und keinen Stress mit den Nachbarn möchte und das ganze sowieso eher hobbymäßig betreibe reichen die mehr als aus. War ein Blindkauf nachdem ich viel über Monitorboxen gelesen hatte und am Ende stand nur noch die Wahl zwischen den JBL One Klassikern und halt den A3X in dieser Größe.


    Ich hab hier auch alles an einer Steckdose hängen ohne Filtergedöns, keine Ahnung ob der Steinbergkasten da was rausfiltert, also wenn ich hier alles voll aufdrehe (14db) ohne ein Signal draufzugeben, ja dann höre ich ein leichtes Rauschen, so wie ein Gebirgsbach in 1km Entfernung vielleicht. Aber im Normalbetrieb bei 0db ist die SSD "lauter" :lol: Und das obwohl hinterm Rechner alles kreuz und quer voller Kabel liegt.


    Kannst gerne mal in Dreieich vorbeikommen und ein paar Tests mitbringen. Ich habe die Boxen nur quer gelegt dafür aber symmetrisch (Hochtöner beidseitig nach Innen) damit das mit der Ständerhöhe mit mir im Zentrum genau passt - das hört man sogar wenn man nicht genau zentriert sitzt. Ist aber wie schon gesagt kein besonderes Setup hier - höchstens dass man auf dem Foto schön sieht dass ich nach vier Jahren Elite immer noch nur mit Maus+Tastatur fliege (und das ziemlich schadensfrei) :sm2:

  • Na, das sieht doch nach ordentlich Hörspaß aus, die guten Stücke liegen auf Ohrhöhe und sind weg von der Tischplatte :daumen:


    Im Nahbereich muß man auch nichts dämpfendes an die Wände dübeln...würde vielleicht auch da ein wenig bringen, ist aber sicherlich unkritischer als bei einem großen Abstand von den Boxen. Habe hier auch nichts an der Wand (außer ein paar Elite-Bildern natürlich).


    Mal eben auf der Karte geschaut...ah ja, Dreieich ist südlich von Frankfurt, das wäre ja ein Katzenspung. Da könnte ich im Herbst mal vorbeikommen, aber erst mal kommt der Sommerurlaub dran. Das kaspern wir dann bei Gelegenheit per PN ab :D

  • Habe noch etwas interessantes gefunden (finde ich):
    [url2=https://www.fairaudio.de/lexikon/frequenzbereiche-bass-mitten-hochton-grundton/]fairaudio: HiFi-Lexikon: Frequenzbereiche (Bass-, Mittelton-, Hochtonbereich)[/url2]


    Der Bequemlichkeit halber kopiere ich den Inhalt hierher:

    Der menschliche Hörbereich umfasst in etwa den Bereich von 20Hz bis 20.000Hz (wobei in höheren Lebensaltern die Obergrenze deutlich unter 10.000Hz fallen kann), was dem Umfang von etwa 10 Oktaven entspricht. Zum Vergleich: Der Bereich des Sehens erstreckt sich lediglich auf ungefähr eine Oktave.


    Ein Problem bei Klangbeschreibungen ist mitunter, dass es keine einheitliche Definition beziehungsweise Benennung einzelner Frequenzbereiche gibt.


    Die folgende Übersicht soll natürlich ebenfalls nicht als „amtliche“ Definition verstanden werden und auch die zugehörigen Beschreibungen lassen sich zum Teil nicht einfach starr in einen festen Frequenzbereich einordnen beziehungsweise eindeutig abgrenzen – dennoch liefert eine solche Systematik gute Anhaltspunkte, um das Thema Frequenzbereiche anschaulicher und nachvollziehbarer werden zu lassen:


    20-40Hz: Tiefbass
    Nicht allzu viele Instrumente dringen so weit nach unten: Zum Beispiel elektronische und akustische Bässe, Flügel, Orgeln, Harfen.


    40-100Hz: Mittlerer Bass
    In diesem Bereich findet sich häufig die Resonanzfrequenz (Tuningfrequenz) von Lautsprecher-Bassreflexsystemen. Viele Akustikinstrumente weisen hier ihren tiefsten Grundton auf: Der tiefste Grundton (leere E-Saite) einer „normal“ gestimmten Gitarre liegt bei etwa 82Hz, ebenso der einer Posaune, der eines Cellos bei 65Hz.


    100-150Hz: Oberbass
    Die Sprachgrundfrequenz der männlichen Stimme liegt in etwa in diesem Bereich. Ebenso die tiefsten Grundtöne von Alt- und Tenorsaxophon.


    150-400 Hz: Untere Mitten/Grundtonbereich
    Zusammen mit insbesondere dem Oberbass in hohem Maße entscheidend für die empfundene Wärme und Fülle des Klangbildes. Der unteren Grundton der Violine (200Hz) sowie die weibliche Sprachgrundfrequenz sind hier zu finden.


    400-1.000Hz: Mittlere Mitten
    Das Telefon-Freizeichen in Deutschland liegt bei ungefähr 425Hz. Der Grundtonumfang sehr vieler akustischer Instrumente berührt diesen Bereich. Eine Überbetonung der mittleren/oberen Mitten kann einen sehr direkten, vorwärts gerichteten Klangeindruck suggerieren.


    1.000-2.000Hz: Obere Mitten
    In diesem Bereich endet der Grundtonumfang (nicht das Obertonspektrum, siehe dazu auch die Stichworte Ton, Klang, Oberton) von Instrumenten wie Geige oder Trompete. Eine Überbetonung der oberen Mitten/unteren Höhen provoziert in der Regel ein präsentes, näselndes, helles Klangbild.


    2.000-3.500Hz: Untere Höhen
    Von etwa 2000-5000Hz erstreckt sich der Bereich der größten Empfindlichkeit des Gehörs – Schwachstellen einer HiFi-Kette werden in diesem Bereich besonders leicht offenkundig. Zugleich ist diese Region sehr maßgeblich für die Oberton-Wiedergabe der menschlichen Stimme. Die Obertöne bestimmen die Klangfarbe einer Stimme (sowie natürlich die von Instrumenten) und sind grundlegend dafür, dass wir ein bestimmtes Instrument/eine bestimmte Stimme eindeutig zuordnen können.


    3.500-6.000Hz: Mittlere Höhen
    In den mittleren und oberen Höhen kommen beispielsweise die Sibilanten (S- bzw. Zischlaute der Stimme) verstärkt zum Tragen – eine überprononcierte Darstellung wird meist als sehr unangenehm empfunden. Insgesamt kann aus diesen Frequenzbereichen sowie aus den unteren Höhen ein harter, gläserner, metallischer Klangeindruck oder umgekehrt ein muffiges, intransparentes Musikbild herrühren. Eine Piccoloflöte erreicht in den mittleren Höhen ihren höchsten Grundton, ebenso ein Flügel (ca. 4.200Hz).


    6.000-10.000Hz: Obere Höhen
    Auch hier finden sich noch Obertöne der menschlichen Stimme. Orgeln können in diesem Bereich noch Grundtöne produzieren.


    10.000-20.000Hz: Superhochton
    Bis in die oberen Höhen, aber auch in den Superhochtonbereich reichen die nach oben hin in immer kleineren Intervallen folgenden Obertöne vieler Instrumente (in stärkerem Maße z.B. Geige, Piccoloflöte, Oboe, …) Die Wahrnehmung feiner Luftigkeit im Klangbild, von Air, wie es im englischen Sprachraum heißt, wird maßgeblich von den höchsten Frequenzlagen vermittelt, was gleichzeitig dazu führt, dass der Eindruck eines fast grenzenlos nach oben offenen Hochtons entsteht. Ein diesbezüglicher Mangel führt nicht selten dazu, dass auch der empfundene Raumeindruck, die Bühnenhöhe ungewohnt niedrig gerät.


  • Der iPurifier 2 ist angekommen (YAY!)...in einer winzigen Schachtel. Es liegt KEIN Anschlußkabel bei (die Seite zum PC hin ist USB B). Also mal im Büro eines organisiert...angeschlossen (Zitterkäfer vor der alten Dragonfly raus, iFi-Gerät rein)...funktioniert schon mal.


    Kurz mal in youTube und dann in eine Flac-Datei gehört...und ich verrat nix :mrgreen:


    Heute Abend werde ich zuhause testen...

  • Seid gegrüßt audiophile Commander und willkommen zur finalen Testreihe! o7


    Als Vorbereitung habe ich alles zusammen eine gute Stunde vor sich hin dudeln lassen (man weiß ja nie).


    (AQ = Audioquest)
    1. Die Ausgangslage:
    - PC => AQ DragonTail (kurzes USB-Verlängerungskabel, Variante USB A -> USB A) => AQ Jitterbug => AQ Dragonfly Red => AQ Golden Gate Audiokabel (0.6m Klinke -> Cinch) => Abacus Prepino Vorverstärker => einfache Cinch-Kabel => Abacus C-Box 4
    - Zusätzlich steckt noch ein weitere Jitterbug in einem freien USB-Port.


    2. Beide Zitterkäfer raus, den aktiven Reinemacher rein:
    - PC => USB-Adapterkabel (USB A -> USB B) => iFi iPurifier 2 => AQ Dragonfly Red => ...


    3. Zusätzlich einen Zitterkäfer vor den aktiven Reinemacher:
    - PC => AQ DragonTail (kurzes USB-Verlängerungskabel, Variante USB A -> USB A) => AQ Jitterbug => USB-Adapterkabel (USB A -> USB B) => iFi iPurifier 2 => AQ Dragonfly Red => ...


    4. Wie 3., zusätzlich einen Zitterkäfer in einen freien USB-Port



    Unterschiede 1 => 2:
    Alles klanglich etwas besser, der Standort von Instrumente ist enger festgelegt, die Höhen haben feinere Nachschwingungen (Bässe und Mitten auch, aber bei den Höhen ist so etwas am auffälligsten). Bessere Dynamik sogar bei schlechtem Material wie zB youTube. Mehr Bassfundament. Eindeutig besser als die zwei passiven Zitterkäfer für sich.


    Unterschiede 2 => 3:
    Hauptsächlich ein Tick mehr Dynamik aber auch ein wenig sauberer (als würde ein klein wenig Rauschen zwischen den Instrumenten entfernt). Immerhin vertragen sich Zitterkäfer und Reinemacher an meinem Rechner hintereinander.


    Unterschiede 3 => 4:
    Ähnlich wie 2 => 3, aber noch geringere Unterschiede


    Zusammenfassung:
    Hier sieht man wieder, daß die Luft nach oben immer dünner wird und das mit steigendem Aufwand. Je besser eine Musikaufnahme ist, desto eher hört man einen Unterschied.
    Im Büro gab es übrigens neben einer besseren Auflösung ebenfalls einen deutlichen Bass- und Dynamikunterschied zwischen Zitterkäfer und iPurifier vor einer Libelle der ersten Generation, genutzt für einen Kopfhörer.


    Mein Fazit:
    - AQ Dragonfly Red: Der roten Libelle sollte man unbedingt einen (aktiven) USB-Filter und ein gutes Audiokabel zur Seite stellen, sonst läuft sie weit unter Wert
    - Abacus C-Box 4: Es lohnt sich, für ein wirklich gutes Eingangssignal zu sorgen, sie können das wiedergeben. Ich bin versucht, den ultimativen Test an meinem Netzwerkspieler durchzuführen, aber wahrscheinlich würde ich danach nur weiter an meiner Schreibtischkette feilen. Das lasse ich lieber.



    Damit wäre meine Testreihe abgeschlossen...bis auf eine Kleinigkeit: Ich hatte ja einen weitere Hifi-Voodoo-Test versprochen... ;)


    Was könnte man bei der Kette noch probieren? Genau, Kabelunfug!
    Ich habe mir daher ein USB-Kabel besorgt (AQ Cinnamon (0.75m, USB A -> USB B)) und anstatt des einfachen Kabels vor dem iPurifier eingesetzt. Jeweils einmal mit und einmal ohne Zitterkäfer davor. Was meint ihr, welche neuen Audiophilen Höhen wurden damit erklommen?


    Und die Antwort ist:
    Keine! Sollte es aus irgendwelchen obskuren Gründen einen Unterschied machen, für eine digitale Verbindung die Elektronen auf dem letzten Meter vor dem Filter durch ein sehr schickes Kabel zu schicken, dann hat er sich mir nicht erschlossen (Analog ist bekanntlich ein anderes Thema).


    Damit beschließe ich nun wirklich meine Experimente mit Audiokomponenten am Schreibtisch. Ich hoffe es hat euch gefallen und falls jemand Lust auf ähnliche Versuche bekommen hat, dann laßt mich doch bitte eure Eindrücke wissen. :)


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    Hier noch einmal der link mit einem Thread über Vergleiche verschiedener USB-Filter:
    [url2=https://www.computeraudiophile.com/forums/topic/30593-group-test-usb-gadgets-aq-jitterbug-uptone-regen-ifi-iusb30-ipurifier-ipurifier2-update-on-p15%E2%80%A6/]computeraudiophile Forum: Group Test: USB gadgets (AQ Jitterbug, Uptone Regen, iFi iUSB3.0, iPurifier, iPurifier2, Intona, w4s Recovery any more …)[/url2]


    Das war für mich der relevante Post:
    "
    So here is my suggestion (as of now):

    Cost no object system:
    Intona + iFi micro iUSB3.0

    Highend System:
    iFi micro iUSB3.0

    General use:
    Regen or iFi nano iUSB3.0

    Value for money:
    iFi iPurifier2


    System (hummer) needs isolation
    Intona or iFi micro iUSB3.0

    Score:
    90 Intona + iFi micro iUSB3.0
    83 iFi micro iUSB3.0
    81/70 Intona
    77 iFi nano iUSB3.0
    75 Uptone Regen
    70/0 Wyred 4 Sound Recovery
    68 iFi iPurifier2
    50 iFi iPurifier (discontinued)
    49 Audioquest Jitterbug
    Edited January 18, 2017 by DM
    "
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Edit: ich hatte vorher im Netz ein wenig geschaut wegen USB-Kabeln...
    [url2=https://www.head-fi.org/threads/review-of-audioquest-usb-digital-audio-cables.765531/]head-fi.org: Review of Audioquest USB digital audio cables[/url2] <= Ich wollte dem Mythos eine Chance geben, daher habe ich auch hier (wie beim Analogkabel) zur dritten von acht Serien im Herstellerprogramm gegriffen.


    Was ich mir als Kabelunterschiede hätte vorstellen können wäre, daß eine bessere Schirmung einen Unterschied machen könnte. Wie oben beschrieben konnte ich in meiner Kette keinen Unterschied zu dem Standard-USB 3-Kabel von irgendeinem unbekannten Hersteller feststellen. Ich konnte noch die schon sehr dezente Verbesserung von 3 => 4 feststellen, dh falls audiophile USB-Kabel einen Effekt haben sollten (*bitte Fragezeichen je nach Gusto einsetzen*) gegenüber einem standardkonformen ordentlich gefertigten und geschirmten, dann ist er auf jeden Fall geringer und ich kann nur empfehlen an der heimischen Hifi-Kette das Geld an einer nachvollziehbaren Stelle zu investieren bevor man mit so etwas experimentiert.


    [url2=https://passionforsound.lachlanfennen.com/massive-usb-comparison-test/]passionforsound: Massive USB Comparison Test[/url2] hat so einen Vergleich noch etwas umfangreicher gemacht.


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    Edit: Hm...laut [url2=https://www.head-fi.org/threads/ifi-ipurifier-2-reviews-impressions-and-discussion-thread.784983/page-31#post-13056337]head-fi.org: ifi-ipurifier-2-reviews-impressions-and-discussion-thread[/url2] braucht der Reinemacher 2 nach dem PC-Start einfach ein wenig Anlaufzeit um auf Arbeitstemperatur zu kommen und damit die Clocks wirklich präzise laufen, danach sollte man keinen Unterschied mehr hören, ob davor noch ein weitere Filter sitzt.
    Hm...wie soll ich so etwas denn testen? Ich werde den Zitterkäfer vor dem Reinemacher mal eine Weile rausnehmen, ob mir etwas auffällt.
    ...angeblich 30 min laut ifi [url2=https://www.head-fi.org/threads/ifi-ipurifier-2-reviews-impressions-and-discussion-thread.784983/page-33#post-13190477]im gleichen thread[/url2]


    ...ok, mit knapp einer Stunde Abstand zwischen dem Hören ohne und mit beiden Zitterkäfern (dh eigentlich viel zu lange um wirklich vergleichen zu können): mit den Käfern gefällt es mir noch etwas besser, ich bleibe also bei meinem Ergebnis, der Unterschied ist aber schon sehr dezent

  • Noch eine Info:
    Habe gerade festgestellt, daß ich etwas zu früh den iPurifier2 gekauft habe, die nächste Version steht vor der Tür mit dem [url2=https://ifi-audio.com/portfolio-view/ipurifier3/]iPurifier3[/url2] (Please note that the iPurifier3 Type B will be available from Thursday 5th July 2018. The iPurifier3 Type A will be available from the end of July 2018.)


    Hm...soll ich den auch noch testen wenn er verfügbar ist? Was meint ihr? :think:


    Edit...habe zwar noch keinen richtigen Test des Reinemacher 3 gefunden, aber immerhin das hier:
    [url2=https://www.head-fi.org/threads/ifi-audio-ipurifier3-0.883536/#post-14371438]head-fi.org: ifi-audio-ipurifier3[/url2] <= "Ok iFi Audio fans, I've got the scoop on the new (White) iPurifier3 sound quality vs. the old (Grey) iPurifer2: Absolutely fantastic! While the iPurifier2 is a wonderful device, the new iPurifier3 significanly improves the sound quality in the areas of: dynamic range, slam, bass textures, soundstaging, AND utter lack of congestion during busy passages etc. ..."