Flaneur im Weltraum

  • Auf dem Pfad der Frühlingsrolle.


    Janjalan kommt von Jalan-Jalan, was so viel heißt wie bummeln, spazierengehen, flanieren und mal dieses, mal jenes ausprobieren.
    Ähnlich zielstrebig spiele ich Elite Dangerous seit Sommer/Herbst 3302 und so hat es bis März 3304 gedauert, bis ich mir (nach ca 16 anderen Schiffen) endlich eine Anaconda zusammengebastelt habe. Zugegeben, Spring Roll ist nicht wirklich einer Sternstunde der Namensgebung entsprungen, aber lecker sind die Dinger ja und es sollte halt irgendwas mit Spring sein. Will in Zukunft damit Ziele in Randgebieten erreichen, die für meine prä-3.0-AspX mit ihren 42ly Sprungreichweite zu weit draussen sind.


    Aber im Janjalan-Modus kommt es meist etwas anders, als geplant. Nach Besuch von 5 Ingenieren hatte ich nach Palin genug vom Schrauben - ein erster Test musste her.


    Ziel: Landung auf HD 148937 3


    Nur wenig mehr als 1000ly ausserhalb der Bubble ist das nahe genug für einen kurzen Test, aber weit genug, um zu sehen, ob mir die Frühlingsrolle so gefällt - bei 9,77g war ich allerdings auch noch nie gelandet. Also bin ich für einen Vor-Test von Maia aus mal nach nebenan - nach Ceres Tarn in HR 1185. Immerhin hatte ich dahin schonmal Miss Piggy - eine meist vollgefressene T9 - ausgeführt und da hat´s für den Anfang immerhin 4,12g.
    Das erste Vor-Test-Ergebnis war ein klares "Lass es besser bleiben!". Nun ja - wenn man seitwärts fliegt und sich dabei auch noch zu drehen versucht verliert man bei höherem g leicht schneller Höhe als einem lieb sein kann. Die letzten 300m vom Aufschlagort bis zum Landepunkt waren mit schwächlichen Vertikalthrustern und 38% Hülle spannend.



    Zwei weitere Landungen verliefen aber ohne größere Blessuren, sodass die eigentliche Testreise beginnen konnte. Die paar Sprünge bis HD 148937 waren schnell getan und das Handling im SC beim Systemscannen gar nicht so unhandlich wie vielfach geschrieben - wer mal Miss Piggy geflogen ist, wird verstehen, was ich meine. HD 148937 als System ist für sich schon eine Reise wert. Neben dem 9,77g -Boliden gibt es u.a. 11 Sonnen und noch 11 landbare kleine Metallwelten.



    Hat dann doch eine kleine Weile gedauert, bis ich alles gescannt hatte und zur Landung auf Planet 3 ansetzte.


    Landezone sollte ein großer Krater sein. Bei etwas über 100km Höhe in den Gleitflug, aus dem Gleitflug raus, in flachem Winkel weiter um eine hügelreiche Zone hinter mir zu lassen, flachere Landezone gesichtet, mit wenig Schub weiter dorthin geflogen, dann Schub weggenommen, um darüber zum Stehen zu kommen. Dann Nullschub, um ... Hallo? _Null_ Schub bitte, warum sinkst Du noch? BLEIB STEHEN! ARGH! Schnauze hoch! Höher! hochboosten!!.... zu spät - RIP Anaconda, der Name Platzkuh hätte besser zu Dir gepasst.


    So eine Wiedergeburt in Ceres Tarn ist doch immer wieder aufmunternd! Doch wirklich.. selbst nach Rebuy-Screen. Dieses kackbraun! Dieser Ring! Dieses Wissen, dass da unzählige Goids nur danach gieren, Deine Rettungskapsel zu verdauen! Wie auch immer - die paar Sprünge bis HD 148937 waren schnell getan etc. etc. (bis auf die Scaneinlagen) und so setzte ich zu Landeversuch 2 an.
    Diesmal eine flache Gegend in Äquatornähe, nach Beendigung des Gleitfluges ganz langsamer, gaanz flacher Abstieg mit vollem Stopp in ca 1km Höhe, dann gaaaanz allmählich mit FA-OFF/On runter, wobei "allmählich" bei ultraultrakurzem FA-OFF/ON sofort 19+ m/s Fallgeschwindigkeit bedeutet mit zig Höhenmetern Bremsweg. Bin schließlich in guter Ausrichtung 56m überm Landepunkt. Soll ich? Soll ich nicht? Kopf oder Zahl? König oder Kaiserschmarrn? Ach egal... FA-Off, FA-.. RRUMMS



    geschafft :sm19:


    Nach ein bisschen Materialsammeln wurde es beim Start nochmal aufregend. Nur 50m hatte ich die Ana vertikal in den Himmelgehievt, bevor ich mit den Hauptschubdüsen in flachem Winkel weiter hoch fliegen wollte. Das wenige an Neigung hat aber schon ausgereicht, um wieder wie ein Stein zu Boden zu fallen und mit dem Hintern auf der Oberfläche aufzusetzen - und das beim "Start"! Im Orbit konnte ich dann die Reparaturdrohnen testen und war froh, dass ich nur 3% Hülle verloren hatte.

    Nach HD 148937 bin ich in weitem Bogen zurück in die Bubble geflogen. Auf dem Rückweg nach mehreren Anläufen dann doch noch Geysire gefunden:


    System: PRAEA EUQ AZ-Z C13-6
    Body: B 3a
    Coords: -7,3572 / -152,6725



    Auch da konnte ich die große Rolle landen, der Fundort selbst ist aber sehr dunkel und unspektakulär.


    Nach Rückkehr in die Bubble habe ich mich dann wieder dem Flottenumbau und -aufbau verschrieben und zuletzt rund um Yakovlev Port in Trumuye ein bisschen BGS-Spiel betrieben. Aber beim Missions-Schrubben und Schwarzmarkthandeln mit Narkotika, Onionheads und imperialen Sklaven kommt man schnell wieder auf andere Ideen.

    Und so lasse ich seit heute den nackten Eddi auf dem Pfad der Frühlingsrolle wandeln. Und wer weiß - falls der schildlose Krümel die Landung überlebt, flaniert er vielleicht weiter.



    EDIT: Über uploadix doch noch Bilder einbinden können.

  • Qai Kommandant...Sehr schön beschrieben dein Mini-Testflug, Hauptsache es macht Spaß und du findest ebenso Spaß an ner richtigen Reise weiter raus in die Galaxis um uns hier zu berichten...
    Qapla '
    Gruß Chessi

  • Toll. Ich habe mich köstlich amüsiert.
    Eine sehr gut geschriebene Sonntagmorgen Lektüre.
    Aber ich glaube du bist auch so jemand, der jetzt darüber nachdenkt, warum man Sonntags morgens an Türen lecken sollte.


    Nee, wirklich, schöne Geschichte. Mehr davon bitte :)


    Land safe o7

  • Danke für den unterhaltsamen Bericht.
    Das Lesen hat echt Spaß gemacht und egal was Du weiter machst, hauptsache Du hast Spaß dabei.


    Ein Tip von mir: Wenn Du vorhast auf Welten mit höheren G-Werten zu landen, würde ich gerade bei der ANA bessere Schubdüsen einbauen.
    Lieber nicht so weit springen als zu schnell zu fallen. :D


    Fly Safe
    Kolumbus

    Fly Safe
    Kolumbus

    Unbenannt-1.jpg

    Distant World 2 Teilnehmer #2871 - Ship ID 137-DW

    Ship ANACONDA PHILIPP FRANZ von SIEBOLD

  • Bauchklatscher unter blauer Sonne


    Eins vorweg - die 34 Sprünge von Quince nach HD 148937 durfte Hauler Eddi zweimal hüpfen. Ein grober Flugfehler wider besseres Wissen wird halt bestraft - überflüssige Details spare ich mir hier. (Nicht dass sich jemand fragt, was er mit dem Lektor soll...an einem Montag Morgen.)



    Auf dem Weg gab es auch noch das ein oder andere zu sehen. In 2 Systemen gab es so nahe der Bubble sogar noch ungetaggte Planeten - einmal knapp 100kls einmal 394kls vom Einsprungort entfernt. Da ich beim ersten Landeversuch geplatzt bin und danach keine Lust mehr habe, alles ein 2. mal zu scannen, warten sie weiterhin auf einen humanoiden "Entdecker", für den ihr Quäntchen Raum nicht bloß Transitzone nach jwd ist.
    In Praea Euq QE-P c19-13 (100kls) sind einige HMC dabei.



    Nur wenige Sprünge von "Strong G" entfernt habe ich das erste mal eine terraformierbare HMC-Welt gescannt, die landbar ist, also keine Atmosphäre hat.
    Werde sie mir vormerken um nochmal vorbeizuschauen, wenn die neuen Oberflächensonden da sind. Wer weiß? Am Ende lebt da vielleicht doch was bei 243K Temperatur?




    Einen kurzen Abstecher von der ursprünglich geplotteten Route zu einem System mit einem F-Stern habe ich gemacht und wurde mit 5 HMC Terraformierkandidaten belohnt.



    Blieb dann noch das eigentliche Ziel dieser Reise - Landung auf einem Planet mit extrem hohem G in einem schildlosen Hauler.



    Bereits auf der Hinreise hatte ich auf einem low-G Planeten meine Yttrium- und Arsen-Vorräte etwas aufstocken können, wobei die schildlosen Landungen kein Problem waren. So ganz ohne Puffer ist das Schiff halt wie ein rohes Ei zu behandeln und entsprechend zärtlich auf der Oberfläche abzulegen. Mit der nötigen Achtsamkeit gelingt das bei niedrigem g auch.



    Auf dem G-Gigant sieht das freilich anders aus. Was ich aber bisher noch nicht wusste: das Flugverhalten unterscheidet sich, je nachdem ob man oberhalb oder unterhalb von 2km Höhe ist - also der Höhe, ab der auch die POIs nicht mehr blau angezeigt werden.
    Oberhalb ist es noch möglich, das Schiff bei 0 Schub aus dem Stillstand zu neigen und dabei die Position ohne Höhenverlust zu halten.
    Unterhalb von 2 km geht das bei 9,77g im Hauler nur bis zu einer Neigung von 15°.



    Bei mehr Neigung wird das Schiff von der Gravitation zum Boden hin beschleunigt. Je steiler es steht und je länger das dauert, desto schneller fällt es zu Boden. Mit antriebslosem "Delphinschwimmen" - Wechsel zwischen 12° und 18° Abwärtsneigung - kann man dosieren und so einigermaßen kontrolliert dem Boden näher kommen.
    Wenn man denn die Geduld aufbringt... die war aber noch nie meine Stärke


    Irgendwann dachte ich, dass ich noch hoch genug über dem Boden wäre, um das ganze durch nur ein einziges klitzeklein kurzes FA-off/on-Manöverlein abkürzen zu können. Ich habe vergessen, bei welcher Höhe ich FA-off/on gedrückt habe; zu erschrocken, daß ich gefühlt sofort 80, dann 120m/s Fallgeschwindigkeit hatte. Ein Stoßgebet bei permanentem Gegenschub (vertikal nach oben) weiter bin ich hart bäuchlings aufgeschlagen und danach in horizontaler Ausrichtung knapp 30m über dem Boden stehengeblieben. :sm46:
    Hülle 100% ->> 31%. Schwein gehabt.


    Und weil´s so schön war und der Eddi gerade in perfekter Ausrichtung über einem Landepunkt , habe ich das gleich nochmal gemacht. :sm33:
    Hülle 31% ->> 18%. Achtsamkeit - Was ist das?



    Und da stehe ich nun hier unter einer blauen Sonne, und überlege, wohin ich als nächstes fliege. Die Daten der 5 Terraformierbaren werde ich mir erstmal wiederholen und dann zur nächsten Station mäandern, um meine Hülle zu reparieren. In Mammon war ich noch nie - ist sogar ne Asteroidenbasis in einem Nebel. Nur Planetenlandungen werde ich mir bis dahin höchstwahrscheinlich verkneifen.




  • Also Mut hast Du. :daumen:
    2 mal FA-Off bei so einem G-Monster. WOW!


    Gut, daß Du heil runter gekommen bist.
    Hoffentlich bringst Du deine Daten diesmal heim.


    Fly Safe
    Kolumbus

    Fly Safe
    Kolumbus

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    Distant World 2 Teilnehmer #2871 - Ship ID 137-DW

    Ship ANACONDA PHILIPP FRANZ von SIEBOLD

  • :lol:


    Das ist mehr als mutig.


    Wie heißen die Tiere, die sich blindlings den Artgenossen hinterherlaufend, in den Abgrund stürzen? Ach ja, Lemminge.
    Du bust aber kein gewöhnlicher Lemming. Nein. Du bist der Erste, der sich in den Abgrund stürzt und sich dann darüber freut, das die Anzahl der Knochenbrüche = gleich der Gravitationskonstante ist.


    Respekt vor so viel wagemut :)


    Du bist aber nicht Benlaxer oder?
    :lol:

  • Hmm.. ich sag´s ja ungern, aber ... bin dann beim Start doch wieder geplatzt :oops:
    Und die Moral von der Geschicht? Lass das Landezeuch draussen, schiebst Du noch nicht (mit den Hauptdüsen nach oben..)


    Resultat? Natürlich nochmal 34 Sprünge und ...


    Tadaaa


    mit Geduld und Spucke nochmal gelandet - diesmal roheigerecht als Delphinwackler gaaaanz vorsichtig bis 70m. Danach offenbar einen besseren Tag als gestern mit FA-off/on erwischt, denn ich konnte zugucken, wie die Fallgeschwindigkeit auf den letzten Metern geringer wurde bis es ein sanftes "bdumm" machte ... man beachte bitte auf dem Beweisbild die 100% Hülle :sm19:





    Aber nur keine Sorge - weitere Posts vom immer gleichen Planeten wird es nicht geben. Da ich jetzt ein Häkchen hinter Mission Schildloslandung setzen kann, geht es befriedigt und ganz entpannt nach Mammon.


    Die zwei Rebuys bereue ich absolut nicht, damit war ja zu rechnen. Der Hauler ist so krümelig billig, dass er ideal für´s rumrobieren ist und hat gepimpt eine Sprungweite, die die Anreise=Zeit-Strafe bei Flugfehlern in Grenzen hält. Platzende Pixel leiden nicht - únd in diesem Fall haben sie einen Rebuywert von nur 100k, wobei ich wahrscheinlich Schiff und/oder Komponenten nicht mal mit Rabatt gekauft habe. Nur ca 7 gewöhnliche Metallwelten gescannt und die 200k Credits sind wieder drin. Ganz so überaus wagemutig war das also gar nicht. In einer Ana oder gar Corvette würde ich das zumindest nicht schildlos machen. Allerdings würde mich schon interessieren, ob der "Grenzwinkel", ab dem das Schiff nach unten beschleunigt wird, wirklich bei allen Schiffen der gleiche ist und ab welchem g dieser Effekt eintritt.
    Immerhin gibt es zig Fotos von Vulkan-Fundorten auf low-g Planeten, bei denen das Schiff lotrecht über der Stelle schwebt. (Beispiel s.o. in erstem Post)


    Safe travels!
    Janjalan

  • Mammon und back to bubbleness


    Auch mit 100% Hülle habe ich am Ziel Mammon festgehalten und bin langsam dorthin gebummelt. So im Bummelmodus zwischen RL-Pflichten und -Freuden hat es bis zur Ankunft am Mittwoch dann doch einige Spielsessions gedauert, zumal ich zwischendurch doch immer mal wieder nach Vulkanismus suche.
    Diesmal qualmende Fumarolen gefunden (wobei Galmap Geysire ausweist)


    System: M7 Sector PK-C B14-3
    Body: B 3 a
    coords: -6.4036 / -108.9825



    Der Boden im Dunkeln, der Qualm schon im Licht war nett anzuschauen.


    3x Tc, 1xAs und 2x Nb auf flachem Gelände eingesammelt. Für das andere Zeug da habe ich derzeit keinen Stauraum.


    Vielleicht hat´s am Bier gelegen, dass ich beim Anblick des IC 1287 Nebels in Mammon mit seinen gedeckten rot-violett-Farbton irgendwie an einen schweren trockenen Rotwein denken musste.


    Die Station scheint aber nach den Reichtümern benannt zu sein, um die die 2 ansässigen Fraktionen Besucher anbetteln - Haste ma ne Million? Donnerstag war Patchtag. Das hat mich dann doch überzeugt, nicht weiter raus zu fliegen, sondern das schnöde Mammon heimwärts zu verlassen. Back to Bubbleness. Bin neugierig auf den Krait.



    Im System Scutum Dark Region KM-W D1-45, 659ly von Sol entfernt, bin ich dann aber doch noch hängengeblieben an diesem bemerkenswerten Planeten.
    Scutum Dark Region KM-W d1-45 D 1


    Ein landbarer atmosphärenloser Eisriese mit 26 Erdmassen und einem Radius von 20.000km, der einen braunen Zwerg in nur 1,4 ls Entfernung umkreist, das aber so schnell, dass er für eine Umrundung nur 9h 36min (Orbital Period 0,4d) braucht, obendrein beträgt die Rotational period nur 0,2d. So ein Eisriesenjahr hat also nur 2 Eisriesentage und die dauern in Erdzeit 4h48min. Ach ja, und laut Galmap beträgt die Oberflächentemperatur 592°K (Tag- oder Nachtseite? Durchschnitt?) Was für´n heißer Scheiß gefriert bei 592°K?


    Der Physikmuffel in mir versteht nicht, wie das alles möglich sein kann, oder ob das sogar was für den Gesetzesbrecherthread wäre (in dubio pro reo), der Flaneur in mir wollte aber immer schonmal ein Schiffselfie als Schawarma am Spieß (von der Temperatur her käme das evtl fast hin).



    Enttäuscht wurde er nicht. Mitterands Hollow ist vielleicht eindrucksvoller, aber die Planetendrehung ist bei den schnellen Sonnenauf- und Untergängen auch hier gut sichtbar. Auf der Tagseite kann es zeitweise sogar etwas neblig werden. Vielleicht brutzelt der nahe Stern doch den Planeten etwas an und das Spiel simuliert das? Bei der Landung empfiehlt sich bei 2,6g Vorsicht.




    Bin nun wieder in der Blase und immer noch neugierig auf die Krait. Wohin und womit und wann es einen nächsten Ausflug aus der Blase gibt, weiß ich noch nicht.


    Safe travels!
    Janjalan

  • Huhu allerseits,


    melde mich nach knapp 6 Monaten ED-Pause zurück. War nach dem Einloggen im Col 173 Sector nahe den Guardian-Ruinen in einer entsprechend ausgerüsteten DBX .. hatte nur keine Lust gleich mit dem Blueprint-Sammeln wieder zu beginnen. Lieber gleich die neuen Explorer-Mechaniken ausprobieren. Bin kurz Richtung Blase und dann unmittelbar wieder raus Richtung Seagull Nebel. Nach einigen Belegungswechseln geht das Gefrickel mit dem FSS nun hinreichend flüssig und beim Mappen freue ich mich noch, wenn die "normalgroße" Metallwelt mit 4 statt 5 oder 6 Proben erfasst wird.


    Mittlerweile habe ich den Seagull-Nebel in einiger Entfernung ca 1000-1200ly unterhalb der galaktischen Ebene passiert und bin auf halbem Weg zum Skull&Crossbones Nebel. Der Kontrast zwischen der Schwärze des Alls und der Galaxis ist doch immer wieder sehenswert, auch hat´s auf der Höhe da viele Neutronensterne. Deren Nutzung verkneife ich mir mittlerweile allerdings und bin in reichweitenfreundlichere Höhen aufgestiegen. FSA aktuell bei 82% und ich habe ein nutzloses Cargo Rack statt AFM an Bord. Auch dies wird keine ganz lange Reise. Plane, nach Skull&Crossbones über Heart&Soul Nebel wieder zur Blase zurückzufliegen.


    Einige Impressionen:


    Kein optimales Bild, aber der Stern mit seinem breiten oszillierenden Schweifkegel ist ein Highlight.


    (in der Orientierung bin ich nicht in den Schweif geflogen ....)


    ...



    Zwischendurch immer mal wieder Abstecher zu Vulkanen unternommen, um Arsen und Yttrium-Vorräte zu ergänzen.


    ___


    ____


    ____


    Zur Krönung gab es gestern noch eine prächtige beringte erdähnliche Welt.



    Mal sehen, was ich in den nächsten Tagen so finde.

  • Kleines Update,


    setze meine Reise in gemütlichem Tempo Richtung Skull & Crossbones Nebel fort. Hatte mir ausserdem in den Kopf gesetzt das erste mal seit dem Update Kürbisse selbst zu finden. Wenn ich mich richtig erinnere war vor dem Update bekannt (dank Cmdr Pirx), daß sie v.a. oder ausschließlich auf Monden um Y-Klasse Braunen Zwergen in einem System mit B-Klasse Primärstern zu finden sind.


    Also habe ich meinen Kurs auf den nächsten B-Klasse Stern gesetzt, danach uf den nächsten, der ungefähr auf meiner Route liegt, und so weiter, und so fort, und noch etwas weiter, und gestern abend bin ich fündig geworden.


    Mitten im Sanguineous Rim und weit von jedem Nebel entfernt ein System mit 2 B-Klasse Sternen gefunden, um den ersten kreist noch ein beringtes Y-Sönnlein mit Monden und auf dem ersten dieser Monde gibt es Vulknismus. (Die 65 Himmelskörper im FSS zu erfassen hat mich gemütliche 17min gekostet - kein Vergleich zum direkten Anfliegen vor dem Update).


    Auf dem Mond selbst gab es keine biologischen Fundstellen, war also erstmal enttäuscht dass ich mich entweder verrechnet habe oder dass seit dem Update an den Bedingungen für die Fundstellen etwas verändert wurde.


    Auf einer benachbarten HMC bin ich aber dann doch fündig geworden.



    Im Dunkeln blau funkelnde Anemonen (bzw Kürbisse). Auf den 3 anderen HMC-Welten mit Vulkanismus konnte man sie auch finden, jedoch nicht auf den Monden mit Vulkanismus. Un weil´s so schön war gleich noch ein paar Impressionen:





    Im System sind _alle_ Elemente für FSA-Einspeisung an _vulkanischen_ Fundorten zu finden - Arsen gleich auf 2 Monden mit sehr vielen Fundstellen. Da macht das Sammeln Laune, es sei denn es passiert sowas:



    Das Kristallfragment aufgeschossen und bei 0,06g schwebt das Arsen langsam zu Boden - nur um unerreichbar mitten AUF einer Fumarole zu landen.


    Gekrönt wurde das Ganze noch von einer prächtigen Wasserwelt mit stattlichen 18000km Radius:



    Im englischsprachigen Forum habe ich einige Bilder von Kürbissen gesehen, die ehr pink-weisse Punkte haben. Frage mich ob die verschiedenen Sorte auf verschiedenen Arten von Planeten, verschiednen Systemen oder einfach in verschiedenen Regionen wachsen.


    Mal gucken ob ich hier in der Region noch Hinweise auf eine Antwort darauf bekomme.


    Fly safe und bis bald!

  • ... Wenn ich mich richtig erinnere war vor dem Update bekannt (dank Cmdr Pirx), daß sie v.a. oder ausschließlich auf Monden um Y-Klasse Braunen Zwergen in einem System mit B-Klasse Primärstern zu finden sind...


    Was die Fundbedingungen von Kürbissen (die jetzt „Anemonen“ heißen) angeht, hat sich – wen wundert es – einiges geändert. Und nicht nur dort ...


    Meine bisherigen Erkenntnisse:


    Anemonen – allg. habe ich den Eindruck, dass große Planeten mit hohen G-Werten und höheren (!) Temperaturen bessere Chancen bieten, vor allem was das Finden von biolumineszenten Arten angeht.


    Liste der Anemonen-Arten (Zentralstern, Planetenart):

    • Luteus- (B-Stern, Fels)
    • Croceus- (B-Stern, Fels)
    • Puniceus- (O-Stern, Eis/Fels)
    • Roseus- (B-Stern, Fels)
    • BL Blattinus- (B-Stern, erz-/mineralreich)
    • BL Rubens- (A-, B-Stern, erz-/mineralreich)
    • BL Prasinus- (O-Stern erz-/mineralreich/Fels)
    • BL Roseus- (B-Stern, erz-/mineralreich)

    (BL = Biolumineszenz)


    Hirnbäume – Allg. Bedingung: Vulkanismus


    Liste der Arten (Temp-Spektrum, Planetenart):

    • Roseus- (200-500 K)
    • Carpasinus- (200-300 K, Fels)
    • Ostrinus- (?)
    • Viridans- (100-270 K, Fels/Eis)
    • Livens- (300-500 K, Fels)
    • Aureus- (300-500 K, erz-/mineralreich)
    • Cymatilis- (300-500 K, Fels/mineralreich)

    Bei den Windenknollen scheint Silikat-Magma-Vulkanismus die einzige Voraussetzung zu sein (habe bisher aber nur eine Art gefunden: Roseus).


    Borkenhügel findet man - wie gehabt - in und bei Nebeln. Temperaturspektum: 200-500 K (habe aber auch schon welche in deutlich heißerer Umgebung gefunden ...).


    Evtl. bringt die DW 2 hier ja mehr Wissen ...


    Sicheren Flug!

    „AMU 27 an JO zwei Terraluna – Bin im Quadranten vier, Sektor PAL – Schalte Positionslichter ein – Empfang“

  • @Cmdr Pirx


    Die größeren Planeten und höheren Temperaturen kann ich bestätigen. Die Planeten mit Fundstellen gestern haben sind bis zu 955K heiß und alle auf HMC Welten.


    Frage mich gerade, welche Art Kürbisse ich gestern gefunden habe - im Codex sind bisher für den Sanguineous Rim keine verzeichnet sodass ich auch den nicht zu Rate ziehe kann. Blattinus vllt?

  • Waren sie grau-weiß? Dann würde ich dir zustimmen ...


    Mein – subjektiver – Eindruck der Farbgebung der unterschiedlichen Anemonen-Arten:


    Luteus- (orange)

    Croceus- (gelb)

    Puniceus- (grau)

    Roseus- (rosa Flecken)

    BL Blattinus- (grau-weiß)

    BL Rubens- (rote Flecken)

    BL Prasinus- (grüne Flecken)

    BL Roseus- (rötliche Flecken)

    „AMU 27 an JO zwei Terraluna – Bin im Quadranten vier, Sektor PAL – Schalte Positionslichter ein – Empfang“