[RP-Roman] Warpstone II "Deepspace Privateers"

  • [Fortsetzung]


    Mit einem Quietschen hört der lila SRV auf zu rollen und Schagraulyn hängt in den Sicherheitsgurten. Kurz wird ihr übel, bis irgendeine Droge deren Namen sie vermutlich nicht einmal kennt ihren Kreislauf wieder stabilisiert. ... "Wenn das wirklich mein Plan war, dann hatte der ganz schöne Kanten. Ich hätte vielleicht darüber nachdeneken sollen. Also Erstmal wieder auf die Beine kommen." ... Die Steuerbordräder bewegen sich und drücken auf den Boden während die Backbord-Räder sich eng an das Fahrzeug anlegen. Dann setzen die seitlichen Steuerdüsen und das Fahrzeug rollt nach links und kippt wackelnd auf die Reifen, welche wieder in Standard-Fahrposition begeben. ... "Na hoffentlich bin ich nicht zu weit vom Ziel entfernt herunter gekommen."


    [Fünf Kilometer entfernt]


    Grendel setzt das Fernglas ab. ... "Freunde, das hier wird ernst. Die haben gerade eine Lila Cobra abgeschossen, die in der Luft esplodiert ist. Da draussen liegt also irgendwo eine Rettungskapsel herum und die Feinde könnten sie einsammeln. Wenn das passiert wird das ein Krieg bis zur totalen Vernichtung." ... "Oh scheisse, dann müssen iwr mit unseren ESS-ERR-FAUs einen Ausbruch machen. Und das noch mitten durch die feindlichen Linien. Ich kotz gleich." ... "Hei Leute alles halb so wild... Die sind zwar zwischen uns, aber das bedeutet ich bin in deren Rücken." ... "Wer ist ich?" ... "Schagraulyn, wer sonst?" ... "Aber dein Raumschiff!?!" ... "Ja *knurr* ich weiß, aber das war nur der Missions-Frachter es war klar, dass der das nicht übersteht." ... "Okay okay, was wo wie ist unwichtig. gib mir nen Zustandsbericht von dir." ... "Mein SRV ist einsatzbereit und leicht beschädigt. Schilde laden wieder auf und ich bin etwa fünf kilometer Östlich von euch. Bei den Feindlichen Bodentruppen gab es ziemliche Verwirrung als ich auf sie gefeuert habe. Wenn ich das richtig verstehe sind die Infanteristen und die meisten der Piloten unerfahren."


    "Gut... ja, die waren viel zu langsam dabei in Deckung zu gehen. Sie haben keinen wirklichen taktischen Überblick. Trotzdem sind sie viel mehr als wir. Wir haben dreissig Prozent der Türme online. Das gibt ein Gemetzel wenn die Frontal angreifen. Also näher du dich ihnen vorsichtig von hinten und greif ihren Nachschub an, wenn sie sich mit uns im Gefecht befinden. Sie werden dann vielleicht abbrechen und umdrehen und du haust wieder ab." ... "Hört sich nach nem Plan an, aber ich werde ihn Modifizieren." ... "Modifizieren?" ... "Oh jaaa *kichern*."


    Mit Hundertzwanzig peitscht der Lila SRV über die Geröll-Steppe auf die gelandeten Raumschiffe zu, während der Himmel vor ihr immer wieder durch das Licht von Lasern und anderem Waffenfeuer erhellt wird. Die Cauac Resistenz nähert sich dem Eingang des Cannions unter All-Guns Blazing und rückt dabei immer mehr zusammen. Nur wenig Verteidigungsfeuer schlägt ihnen entgegen solange sie sich auf dieser Entfernung befinden. Aber je näher sie kommen, desto mehr wird dies. Dann endlich hat sie die gelandeten Schiffe in Sicht.

    Mit voller Geschwindigkeit heizt sie auf die Schiffe und das gute Dutzend Soldaten zu, welche dort Wache stehen und mit ihren Waffen in die andere Richtung zielen. Es stehen Paletten mit Munition, Nahrung und Wasser, Infanterie-Waffen und Granaten in den offenen Frachtluken der Schiffe. Auch drei Feldlazarette sind zu erkennen, an denen Medorobotter gerade Verletzte versorgen, welche bewusstlos erscheinen.


    #Ein dutzend Soldaten? Offene Hangartore? Lazarett in Feuerreichweite zu der Frontlinie und so unter die Schiffe gestellt, dass es Deckung hat aber die Frachter nicht abheben können? Das ist ja fast wie eine Einladung.# ... Sie läßt ihren SRV ausrollen und hält etwa hundert Meter von den Schiffen entfernt an. ... #Die achten immer noch nicht auf mich? Na gut, dann so.# ... Ihre Fahrzeug-Tür öffnet sich und sie steigt aus und läuft im Dauerlauf auf den großen Transporter zu. Natürlich sehen die Med-Robotter sie, aber es erfolgt keine Reaktion, sondern die fahren einfach mit ihrer Arbeit fort. ... #Sechs Cryostase-Fälle und die Wachen scheinen auch alle was abbekommen zu haben. Ha, die Wetten wie lange es dauert bis ihre Fahrzeuge gesiegt haben.# ... Mit einem Sprung ist sie auf der Frachtrampe und läuft diese hinauf in das Schiff.


    Eine Minute später verläßt sie es wieder und niemand bemerkt das wilde Grinsen in ihrem Helm. Das nächste Schiff mit seiner ahnungslosen Crew erwartet sie. Währenddessen stockt vorne der Angriff der Cauac Resistenz. Zwei SRVs sind mit ihren Düsen in den Canion gesprungen und dadurch mitten ins Visier aller Privateer Fahrzeuge gekommen, welche erst dann das Feuer eröffneten. Erschreckt versuchten die Piloten es mit dem Rückwärtsgang und blockierten dadurch den Nachfolgenden den Weg, worauf die es dann mit Springen versuchten. Mehrere kleine Zusammenstöße ließen einen der Nachfolger auf den Kopf kippen. Der Äther ist immer noch erfüllt von Flüchen und Geschrei und wiedersprüchlichen Befehlen.


    "Weiterfeuern. Wer seinen Schild verliert zieht sich zum Hangar zurrück und baut die nächste Panzerlinie auf." ... "Feind drei zerstört." ... " Erhalte zu viele Treffer" ... "Nun zumindest Schießen können sie." ... "Vier zerstört." ... die Wracks der Fahrzeuge behindern den Vorstoß, so dass etliche Piloten anfangen es mit eigenen Lösungen zu versuchen. SRV CR17 zum Beispiel versucht seitlich den Canion hoch zu fahren und ist für rund fünfzehn Sekunden ein gutes Ziel für die entfernten Geschütztürme die noch garnicht hatten feuern können. Zwei Laser lassen seinen Schild aufglühen, während eine Rakete es einfach durchschlägt und den Geschützturm abreißt. Mit qualmendem Dach rettet sich der SRV in Deckung durch die obere Kante.


    SRV CR 8 versucht es mit Rückwärtsspringen und kommt dabei zwar in gute Höhe aber nicht auf Geschwindigkeit und landet nach einem halben dutzend Lasertreffern gerade einmal zehn Meter von seinem Startpunkt entfernt auf CR-12, der ihm noch einen Reifen zerschißt, bevor er merkt, dass er einen Freund trifft.

  • [Fortsetzung]


    Fast zweihundert Gestallten rennen auf die Wracks der SRV zu. Laser und Kanonenfeuer schwirrt über ihre Köpfe und beharkt die sich in Deckung der Wracks duckenden SRV welche selbst einen Strom von Impulse-Laserschüssen in Richtung der sich immer mehr zurrück ziehenden Privateer Fahrzeuge schießen. ... "Die Feindfahrzege sind auf dem Rückzug, wür müssen nur die beiden Türme ausschalten und können dann durchbrechen. Also VORRÜCKEN!" ... Die Gestallten erreichen die Wracks und feuern mit ihren Karabienern auf die beiden ausgefahrenen Türme, welche mehrere Treffer einstecken, bevor diese zusammenklappen und einfahren. ... "Durchbrechen, deren Verteidigung bricht zusammen!" ... Mit wildem Gebrüll stürmen die Soldaten aus der Deckung um an den eingefahrenen Türmen Sprengladungen an zu bringen.


    Nur zweihundert Meter entfernt schüttelt Grendel nur fassungslos den Kopf. ... "Die stürmen tatsächlich. wollen die wirklich Panzer mit Sturmgewehren beschießen?" ... "Das gibt ein Gemetzel. " ... "Also gut. nur Disruptor Streufeuer vielleicht können wir den einen oder anderen noch retten." ... Die Feuerlinie der Privateer SRV und Panzer ist noch nicht vollständig und die restlichen drei Fahrzeuge, welche sich rückwärts zurrück ziehen haben keinen Schild mehr und etliche Schmelzspuren an der Frontpanzerung. Aber das bedeutet dass dort neun Fahrzeuge in Linie stehen.


    Die Resistanz Soldaten stürmen wie ein ausgeschütteter Eimer Wasser in den Canion und Blitze aus ihren Waffen erleuchten sie wie Models auf einem Laufsteg. Dann setzen die ersten Feuerstöße von Rechts ein und wirbeln vereinzelte Gestallten, deren Schutzschirme flackern durch die Luft. Der Sand des Canion-Bodens explodiert in kleinen Staubfontaine. Das Feuer der Soldaten ändert sich auf die Linie der Fahrzeuge zu, genau wie die Laufrichtung. Doch zerplatzen die Schüsse an den aktiven Schilden der Fahrzeuge wie Wasserstrahlen aus Supersoakern. Immer wieder sensen die Feuerstöße von den vier SRVs durch das Gewusel und hüllen etliche Gestallten in Feuer und durchschlagen die Körper der Unglückseeligen, deren Schutzschirme zusammenbrechen.


    Am Canion-Eingang klettern die beschädigten Resistanz-SRVs über den Abhang in den Canion um sich zu beteiligen. Ihre disruptoren feuern Salven auf die nahe beieinander stehenden Privateer Panzer und lassen deren Schilde um so heller aufleuchten. Für dreizehn Sekunden warten diese das Feindfeuer ab, bevor sie selbst mit ihren Geschützen und Raketen das Feuer erwiedern. Die hereinkommenden Fahrzeuge hatten schon vorher ihre Schilde durchschlagen und etliche leichtere Treffer eingesteckt. Jetzt feuern je zwei Panzer auf einen von ihnen und knacken diesen wie ein Kokusnuss. Nach weniger als einer Minute endet das Gefecht.


    Entsetzt schaut der eigentlich hartgesottene Grendel auf das Schlachtfeld. ... "Leute, wir haben da hundertsechzig Notsignale und Cryo-Leichen. Da liegen noch einige andere auf dem Boden die nicht tödlich verletzt sind. Ich werde da jetzt da raus gehen und sehen wieviele wir retten können und dann suche ich mir den Arsch, der die zu uns geschickt hat und..." ... Das laute Feuernd der Panzer und Geschütztürme übertönt seine Ansagen. Doch das Feuer zielt nicht auf den Boden, sondern 45° nach oben. Die verbliebenen Jäger der Cauac Resistanz lassen ihre Bordwaffen sprechen und verwandeln die Feuerlinie in ein Stückchen Hölle. ... "Drei, mich hats erwischt." ... "Vier, habe schwere Schäden." ... "Die haben ziemlich eingesteckt, Wenn die noch nen Überflug versuchen hohlen wir die runter! Also jetzt sammelt die Überlebenden Feinde ein. Die Fahrzeuge bleiben in Wachposition und geben Deckung."


    Rupert spürt den Schmerz in seiner linken Seite, während er den Pulselaser-Karabiener auf den Eingang des Canions zielt. Der Jubel als die Fahrzeuge dem Sturm in den Canion folgen holt ihn aus dem Drogen Nebel der Schmerzmittel. Doch im Laufe der nächsten Sekunden wird der Jubel immer leiser, als sein HUD immer mehr Ausfälle markiert. Hilflos muss er mit ansehen, wie eine Kampfgruppe nach der nächsten von Gelb zu rot und dann zu schwarz wird. Mit eigenen Augen kann er sehen, wie die SRVs von schweren Geschossen getroffen werden und in Explosionen gehüllt zerstört werden. Entsetzt sieht er den leichten versprochenen Sieg sich in den Horror einer totalen Niederlage wandeln.


    "Wir müssen unsere Leute da raus hohlen." ... Rupert hört diesen Satz und hört in seinem Hinterkopf immer noch die Stimmen der Ausbilder, welche von Mut, Kampfgeist und überlegener Technologie gesprochen haben. Ihm schwindelt als er selbst in den Funk spricht. ... "Was ist denn schiefgegangen? Wir waren doch vier zu eins überlegen?" ... "Das war kein vier zu eins. Eher ein drei zu zwei. Die haben nur am Anfang ihre wahre Stärke verborgen. Und... Der Canion Eingang. Es konnten nur wenige von uns durch, während sie eine Feuerlinie dort stehen hatten. Wir hätten nie stürmen dürfen." ... "also gut. rückzug zu den Schiffen. Wir laden die Verletzten ein und ziehen uns zurrück." ... "Hei, warum ist das Schiff zu?" ... "Tipp einfach den Code ein." ... "Habe ich. Aber es öffnet nicht." ... "Verdammt lass mich das machen."


    Rupert hört den immer hysterischer werdenden Stimmen zu, während er sich imme rnoch benebelt umguckt. Dann sieht er einen lila SRV. .... "Sagt mal wem gehört der SRV dort?" ... "Welcher? der kapuute, das ist der von Team Fox." ... "Nein, das lila Ding." ... "Lila?, wir haben keinen Lila SRV." ... "Dort an der Adder, da ist jemand gerade herausgekommen und die Schleuse fährt zu. Da muss ein Sabotteur sein! Feuert drauf!" ... Rupert hebt den Karabiener in die Richtung, aber die Gestallt ist schon hinter Kisten in Deckung gegangen. Vereinzelte Feuerstöße jagen in die Richtung und stanzen Löcher in die Kisten. Dampf und Nebel kommt aus den Löchern. ... "Feuer einstellen. Feuer einstellen! Wenn ihr die Munition trefft kann die explodieren." ... tatsächlich höhren die Feuerstöße auf. ... "Was jetzt?"

  • [Fortsetzung]


    "Sir, ich habe schlechte Nachrichten von dem Planeten." ... der große Mann mit der Fliegermontur der Cauac-Resistanz dreht sich weg von den Glasvitrienen mit den Raumschiff-Modellen. Es sind wirklich gute und teure Spielzeuge, die sogar selbstständig Schweben und manövrieren können. Wert lange und ausgiebig betrachtet zu werden. ... "Was für Schwierigkeiten?" ... "Die Polizeiaktion ist fehlgeschlagen und... " ... "Fehlgeschlagen? Wie Fehlgeschlagen?" ... "Alle SRVs, alle Transportschiffe, jeder Infanterist. einer der Geleitschutzjäger." ... "Jaa, was ist mit ihnen?" ... "Zerstört Sir." ... Der große Mann hält sich fest. Das Entsetzen läßt sein Gesicht bleich werden. ... "Das waren Rekruten. Es hätte nicht zu ernsthaften Gefechten kommen dürfen. Was ist passiert?!?"


    Der junke Komunikations-Offizier schluckt schwer, bevor er mit belegter Stimme weiter redet. ... "Sie haben uns landen lassen. Ein einzelner Jäger kam an. Schoss eine unserer Sidewinder ab und eröffnete das Feuer auf die gelandeten Truppen, bevor er zerstört wurde. Es kam keine Unterstützung. Also griffen wir den Canioneingang an. Es lief alles gut, bis wir die Verengung erreichten und uns einer kompletten Feuerlinie gegenüber sahen. Die Verteidigung brach schnell zusammen und etliche Fahrzeuge zogen sich zurrück. Unsere Leute haben gekämpft wie Löwen. Haben den Canion gestürmt und sind auf eine weitere zurrückliegende Feuerlinie getroffen. Währenddessen hat irgendetwas unsere Transporter am Boden sabottiert und die Wachen niedergemacht. Es... es war eine Falle." ... Der Große Mann hat das Gefühl als würden ihm die Knie weich werden. ... "Wieviele überlebende am Boden?" ... "Keine Sir." .... "Ich werde... *wütend* ich werde diese Raumpiraten töten! Jeden einzelnen und wenn ich mir jedes Kopfgeld einzeln verdienen muss." ... "Sir, es gibt kein Kopfgeld. Wir.... nun es gab eine offizielle Kriegserklärung und die Kämpfe waren legal. Das bedeutet, dass alle unsere Installationen und Frachter ab jetzt legale Ziele sind für diese Piraten."


    Entsetzt schaut der CEO der Cauac Resistanz den Offizier an. ... "Kriegserklärung? Was sind das für eine Gilde?" ... "Keine Ahnung Sir, sie sind erst hier in Cauac das erste mal offiziell registriert worden. Nur, Ihre Ausrüstung, Kampfkraft, Taktik, dass sieht nicht nach einer normalen Gilde von Händlern aus. Wir wissen nicht einmal wieviele Schiffe sie wirklich haben? Ich rate zur Vorsicht." ... "Wir sind die mächtigste Gilde in diesem Sonnensystem und und vor einer neu eingetrageen Gilde verstecken?" ... "Nein Sir, aber wir sollten keine Rekruten schicken um die Arbeit von Männern zu machen." ... "Was ist mit den Geleitjägern?" ... "Befinden sich im Rückzugsgefecht. Sie sind angeschlagen und von drei Schiffen verfolgt, welche sie einzeln abfangen. Ich fürchte wir werden weitere Verluste erleiden." ... "Verdammt, gebt Großalarm, ich will jede Maschiene im Einsatz haben." ... "Sir, es hatte einen Grund warum wir die Rekruten geschickt hatten. Wir brauchen unsere Schiffe um der Piraten Herr zu werden. Wenn wir die abziehen, verlieren wir an Einfluss im System und die anderen Corporationen werden sich auf uns stürzen. Bisher weiß noch niemand von der Niederlage."


    Der Große Mann dreht sich wieder den Glaskästen zu. ... "Also verschweigen wir es und versuchen zu verheimlichen? Das wird nicht lange funktionieren." ... "Natürlich nicht Sir, aber es reicht um Ersatzschiffe bereit zu machen und ein paar Reserve-Piloten zu aktivieren. Noch haben wir genügend die sich uns anschließen wollen." ... "Tun sie das. und ich will ein Recon Team daran haben heraus zu finden wer diese Deepspace Privateers wirklich sind. So jemand muss eine Vergangenheit haben." ... "Sir jawohl sir. Und sir? Was ist mit Leutnand Gahlen?" ... "Wenn der zurrück kommt festnehmen und stecken sie ihn in das dunkelste Loch, das sie finden!"


    [Auf der Planetenoberfläche]


    Schagraulyn geht über das Trümmerfeld an dem immer noch Rauch vom Boden aufsteigt. Um sich herum sieht sie etliche Cryostase-Leichen, die durch die typische Weiße Haut zu erkennen sind. Dreissig Howling Moons sammeln die Körper und dazu gehöhrenden Körperteile ein und bringen sie nach unten. Vor ihr taumeln mit den Händen auf den Helmen die zwanzig verletzten Resistanz-Soldaten welche die Transporter hatten bewachen sollen. In einiger Entfernung kann sie mehrere kleine Gruppen von Gefangenen sehen, welche von nur einem einzelnen Soldaten bewacht werden. Sie sehen blass, erschöpft und verzweifelt aus. Einige von ihnen haben vor kurzem geweint. Etliche haben keinen Helman und die Rüstung offen an Stellen wo man Notverbandspflaster sehen kann. andere werden gerade noch versorgt von ihren Kammeraden.


    "Wieviele Gefangene haben wir?" ... Der Privateer Soldat dreht sich zu ihr um. ... "So um die dreissig Verletzte und über hundertfünfzig KIA. Es war ein Gemetzel. Sie hatten nie eine Chance." ... "Gefangene Halt! ihr setzt euch dazu und helft die Verwundeten zu versorgen. Wer flieht wird erschossen. Wer sich ruhig verhält kann nach dem Ende des Krieges wieder nach Hause gehen." ... "Mam. Das sind alles noch Kinder... oder jugendliche. Die sind nicht mal erwachsen. keine achtzehn. Eher Sechzehn und siebzehn. Wer schickt Kinder in einen Krieg?" ... "Irgend ein wirklich machtgeiles Arschloch." ... Sie geht nochmal an den Gefangenen vorbei, welche sich teilweise hingesetzt haben, teilweise mit zusammengebissenen Zähnen beginnen Rüstungen zu öffnen um wunden zu Versiegeln. Einer der Am Boden sitzenden hebt seinen Kopf und schaut sie aus seinen blauen Augen an. ... "Warum?"


    "Warum was?" ... "Warum nehmt ihr uns gefangen? Versorgt die Verletzten und... sammelt die Toten ein?" ... Schagraulyn schaut zu ihm hinunter. ... "Keine Ahnung. Ich denke werden wir sogar versuchen die Toten zu retten in unseren Operations-Säälen. Warum? Vielleicht weil wir Piraten bekämpfen und ihr einfach nur dumme Jungs seit, die noch garnicht entschieden haben wofür sie kämpfen wollen? Vielleicht weil wir keine Gewissenlosen Killer sind? Oder vielleicht weil wir eurer Corp sowas von in den Arsch treten werden, das es ganz gut ist, wenn eure Familien irgendwann erfahren, dass wir die Guten sind." ... Der junge Soldat am Boden lehnt sich zurrück und versucht angestrengt weiter Luft zu bekommen. ... "Danke.... Mäm."

  • [Fortsetzung]


    Andy setzt einen Fuß auf die Oberfläche des Landefeldes. Die rote Alliance Cheeftain sieht aus, als sei sie neu lackiert worden und fabrickneu. Sein Blick schweift über die verbrannten Stellen am Boden und den Berghängen. Es liegen noch immer Waffen, Rüstungsteile und Müll am Boden. Offenen erste Hilfe-Päckchen, Munitionsbehälter, leere Phiolen, Verpackungen von Kautarisierungsklammern, leere Sprühverbands-Dosen, Helme, Kampfbrillen, Handschuhe, durchschossene Brustplatten. Es riecht nach verbranntem Eisen und frischem kupfer, nach gebratenem Fleisch und Fäkalien. Die Erinnerung an frühere Schlachtfelder läßt ihn kurz schwanken und sich am roten Schiffsrumpf festhalten. Hinter ihm ertönt eine weibliche aber harte Stimme. ... "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich ihn sofort erschossen."


    Andrea tritt mit ebenfalls versteinertem Gesicht aus dem Schiff. ... "Wir haben Krieg und müssen all unseren Kommander zusammenrufen, die eigentlich besseres zu tun haben. Sogar Söldner anheuern. Das wird unsere Reserven schnell ausbluten. Die Cauac Resistanz muss sich einfach nur auf den Stationen verstecken." ... "Was ist mit einem ROE-Vertrag?" ... "Den macht man vor einem Krieg, wenn es nur um Resourcen geht. Das hier geht tiefer!" ... Andy nickt, ... "Ja, du hast recht. Wir kriegen sie unter Kontrolle indem wir sie bei ihren Aufgaben versagen lassen. Ich fordere alte Schulden ein, bei wem ich kann. Wir haben viele Freunde, welche uns noch etwas schulden."


    Schweigend gehen die beiden Explorer zu dem offenen Fahrzeug-Hangar, dessen Tür noch immer zerstört ist. Im Inneren ist Blut am boden zu sehen, Meist neben Feldbetten auf denen jetzt verbundene Schwerverletzte Liegen. ein dutzend Medo-Robotter arbeiten an drei kürzlich hereingeschafften Medo-Betten aber die Reihe der in Cryostase befindlichen Patienten ist immer noch lang. Zwei Anzüge der Howling Moons sind ebenfalls anwesend. Sie arbeiten direkt an den Cryostase-Patienten auf ihren Feldbetten. Ein dutzend Soldaten in verschiedenen Uniformen stehen an den Ein- und Ausgängen. Zwei davon salutieren, als sie die beiden Nenhobs sehen.


    Endlich im Aufzug angekommen und bei geschlossener Tür wischt sich andrea verstohlen eine Träne weg. Andy legt ihr seinen linken Arm um die Schulter. ... "Sie sind so jung. Ich hoffe die Cauac Resistanz macht das nie wieder. Ich glaube nicht, dass unsere Freunde wirklich damit klar kommen." ... "Besser, als wenn sie es richtig angepackt hätten und uns auf den Rücken geworfen hätten. Lass uns zu Schäggy gehen, sie hat ihr Raumschiff verloren und dürfte ziemlich am Boden zerstört sein. Sie hat es geliebt." ... "klar."


    Schagraulyn sitzt schlafend auf einem Plastikstuhl in der zerstörten Messe an die Wand gelehnt und hat ihren Fellbedeckten Kopf an eine säule gelehnt. Ein halbes dutzend weitere Katzer liegen oder sitzen nicht weit entfernt und schlafen unruhig. Andrea geht zu ihr hin, nimmt sich einen Stuhl und setzt sich daneben. Dann legt sie ihr die rechte Hand auf den Hinterkopf und beginnt zu kraulen. Erst richten sich die Ohren auf, dann öffnet die Katzerin verschlafen die Augen. .... "Moow? ... oh ihr seit es. Maaaooooooow." ... Mit einer kurzen Bewegung nimmt sie ihre Adopitivmutter in den Arm. ... "Die sind aj sooo anstrengend." .... "Wer denn?" ... "Die Katzer. Sie sollten sowas von fertig sein, aber dann haben sihre drogenration und schon haben die nichts anderes als unsinn im Kopf."


    Andrea presst grisnend die Lippen zusammen und schaut Andy an. ... "Ach ja? Katzer, anstrengend? Unsinn? Wie kann dass nur gehehen??" ... Andy hustet erst und beginnt dann schallend zu lachen, so dass etliche andere aufwachen.... "Kann ich mir auch nicht erklären. Sowas kenne ich ja garnicht." ... jetzt kann auch Andrea sich nicht mehr halten und lacht. Schagraulyns Kopf ruckt hin und her und mit mit einem leicht verärgertem Gesichtsausdruckschaut sie abwechselnd ihre beiden Nennhobs an. .... "DAS IST NICHT LUSTIG!" .... "Oh dooooch *Lachen*"


  • [Fortsetzung]


    Der Alarm des Schiffes mit seinem Kreischen reißt Schagraulyn wieder aus dem Schlaf. Kurz denkt sie wieder an bord der Ruby Hawk zu sein, dann setzt die Erinnerung ein. ... "Saphier Hawk, Schilde aktivieren wir starten. Gefechtsbereitschaft und in den Gefechtsfunk einklinken!"


    [zwei Tage zuvor]


    "Also gut, die Cauac Resistanz hat deutlich mehr Schiffe und Piloten, aber die Veteranen hängen in den Asteroidengürteln herum und versuchen das System vor Piraten zu schützen. Im Moment versuchen die es mit massivem Rekrutieren. wir hohlen alle Privateers her, die auf unsere Anrufe reagieren und heuern Söldner an. Aber wir werden verlieren, weil wir nicht genügend resourcen haben?" ... "Genau Schäggy, genau das. Nur ein kleines Detail noch. Wen nwir verlieren, verlieren wir auch das gelandete Schlachtschiff hier und haben nichts wohin wir die Howling Moons bringen können." ... "Und was ist die Lösung für unser Problem?"


    Andy schaut kurz zu Andrea, Battleopa, Benni, Panzerfunker, Atlan und den anderen herüber, die sich im Speisesaal der Corvette getroffen haben. ... "Wir brauchen dringend gute Kampfschiffe, mit erfahrenen Piloten und vollbesetzt mit Copilot und Kom-Offizier damit wir uns besser kooordinieren. Die meisten Howling-Moons sind keine Piloten und sollten also keine eigenen Schiffe fliegen, aber sie können Geschütztürme bedienen und das angeblich wirklich gut. Wir stellen also eine Flotte auf, mit teuren und größeren Schiffen, verteilen diene Crew auf mehrere Schiffe und greifen die Installationen der Cauac an um deren Schiffe zu zerstören und Moral zu brechen. Die Installationen hingegen zerstören wir nicht, sondern schalten sie mit EMP-Bomben aus. Alles reparabel, aber unglaublich Nerfig für den Feind."


    "Und wieso soll ich dann ins allianz Gebiet fliegen?" ... "Hast du mein Schiff gesehen?" ... "Das rote Ding?" ... "Genau das. Es ist im Moment eines der besten Kampfschiffe in der Größe, aber von vielen unterschätzt. Es ist schnell, wendig, gut bewaffnet und von mittlerer Größe. Man kann es also auch auf kleinen Stationen landen zum Nachtanken und auffüllen. Gut ausgerüstet hat es die Kampfkraft von zwei MKIV Cobras." ... "Und ich soll jetzt welche davon kaufen?" ... "Genau. du fliegst mit deinen Scouts los, kaufst drei davon und rüstest sie auf D auf. Deine eigene sogar auf A. Dann kommt ihr wieder her und nehmt Zusatzcrew auf. Wir hier, nehmen jetzt schon einige bei uns an Bord. Du entscheidest wen. Aber die müssen halt auf die befehle der Kommander höhren."


    Schagraulyns Gesichtshaare bewegen sich während sie nachdenkt und mit sich kämpft. Dann athmet sie einmal tief durch. ... "In Ordnung. Aber ich stelle auch einen Bodentrupp zusammen aus denen die am wenigsten fertig sind. Sie sollen in die abgeschalteten Anlagen eindringen und Gefangene nehmen. Nicht jeden, sondern die jungen. Und eine Kontaktadresse da lassen wo man jemanden frei kaufen kann. " ... "Das ist aber nicht wirklich ehrenhaft" ... "Ja ich weiß, aber hier zu landen um Intelligente Wesen mit dem Recht zu Leben und unter dem Gesetz geschützt gefangen zu nehmen und zu ermorden oder zu verstümmeln ist deutlich mieser. Wir tun denen ja nichts. sie werden einigermaßen freundlich behandelt und kehren zurrück. In der Zwischenzeit haben deren Freunde Angst zu hart gegen uns vor zu gehen und dass wir das angebot zurrück ziehen. Und wenn sie zahlen verschlimmern wir deren Finanzielle Lage und verbessern unsere. Und wer beweisen kann, dass er uns im Kampf unterstützt, der kriegt seinen Kumpel für die hälfte an Geld wieder."


    "Also mir schmeckt das nicht. Die werden die förderation um Hilfe bitten weil wir Kidnäpper oder Sklavenjäger seien." ... "Sehe ich auch so." ... *brummelmurmel* "Ich find die Idee gut." ... "Modifizieren wir das ganze. Wir nehmen nicht irgendwen mit, sondern retten die Verletzten und nehmen die mit. Dann können wir das als Krankenhauskosten tarnen und die müssen nach erfolgter Heilung unterschreiben, dass sie nie wieder für die Cauac Resistanz arbeiten, oder müssen mit der Freilassung bis zum Ende des Krieges warten." ... Sämtliche Blicke wenden sich Grendel zu, der breit grinst und einen Schluck Whisky trinkt. ... "Das ist das intelligenteste was ich in den letzten drei Jahren von dir gehört habe. Damit könnte ich leben." ... "Gut, dann machen wir das so."


  • [Fortsetzung]


    Die Sidewinder Rostlaube springt ihren siebten Sprung. Als sie vor der gelben Sonne steht und verlangsamt um erneut zu tanken blitzen nicht unweit zwei weitere kleine FSA Sterne auf. Bill und Marias Sidewinder sind ebenfalls angekommen. Schagraulyn fühlt sich unwohl. Die letzten vier Sprünge waren schon im Gebiet der Allianz gewesen. Sie hätten schon längst da sein sollen, aber die beiden anderen Raumschiff hatten zu wenig Sprungreichweite und so war der Umweg nötig geworden. Wieder nähert sich ein Allianz-ASP-Scout ihrer Position und wirft seinen Vollbereichs-Spektrum-Scanner an. Diesmal dreht er nicht ab.


    "Allianz-Scout Schiff ACAS 772. Bitte übermitteln sie erneut ihre ID und halten sich für eine Zollkontrolle bereit." ... In der Sekunde erfasst sie ein FSA Stör-Strahl und läßt den FSA der Sidewinder wimmern. "AAARGH PIRATEN!!!" Da sie zum Tanken steht, hilft es nichts den Geschwindigkeitsregler nach vorne zu reissen. Mit einem Knall wirft es sie in den normalen Raum. Mit einem Fauchen haut sie auf die Aktivierung ihrer beiden kleinen Geschütze und tritt das Speed-Pedal bis zum Anschlag auf. Die Warnmeldung des Feindscanns wimmert während sie eine weite Kurve fliegt um nicht sofort getroffen zu werden.


    Die ASP gerät in den Bereich des Frontsensors und ihr eigener Scan beginnt. Vor Aufregung richten sich ihre Haare am Rücken, Nacken und Kopf auf. ... "Vielen dank für ihre Kooperation. guten Flug Kommander." ... die ASP leuchtet gelb im Scanner auf. Allianz-Sicherheitskraft. Nirgends steht ein Gesucht. dann beschleunigt das Schiff und wirft seinen FSA an. ... "WAS ZUR HÖLLE!!!!!... " ... dann ploppen die beiden anderen Sidewinder in den Realen Raum. ... "Was ist passiert? Wo ist der Pirat?" ... "Der... der hat mich nur gescannt und ist weiter geflogen... Das war ne Zollkontrolle?"


    Schagraulyn ist fassungslos und braucht noch gute Zwei Minuten um das Erlebte soweit zu verdauen, dass sie mit den anderen wieder in den FSA gehen kann. Die Hitze im Schiff klettert auf siebzig Grad und die Schadenskontrolle wimmert. ... "Wen ndieser Arsch mir in eine rdunklen Gasse begegnet kriegt der richtig Haue. Mich so nah an der sonne aus dem FSA zu holen ist absolutes Arschgeigenverhalten!!! *knurr*"

  • [Fortsetzung]


    Die drei Sidewinder stehen abgeschaltet auf einem Landefeld der Industrie-Stadt. Die Umgebung ist voller Schmutz, Stinkenden Industrie-Abfällen und Industrie-Fahrzeugen, an welchen die Farbe abblättert. Alle drei humanoide Gestallten, welche zu den Raumbooten gehöhren haben ihre Helme geschlossen und lassen das ganze auf sich wirken. ... "Also Wald würde ich das verrottende Gestrüpp nicht mehr nennen. Was meint ihr?" ... "Umweltschutz fiel wohl den Sparmaßnahmen zum Opfer. Die Arbeiter hier tragen alle Respiratoren. Also Filter-Masken mit zusätzlicher Sauerstoff-Versorgung. Ich stelle mir das ziemlich teuer vor. " ... "Ich sehe eine Kantiene von hier aus sieht das nach nem ziemlichen Drecksloch aus, aber ich kann mich irren." ... "Gut, sehen wir uns etwas um. Findet heraus warum das hier alles in so einem shclechten Zustand ist, ich sehe mir das Landefeld mit den Raumschiffen an. Vielleicht finde ich ja etwas über die Maschienchen heraus."


    Nach einem kurzen Nicken trennen sich die drei. Schagraulyn zieht es zu dem verwinkelten Landefeld auf dem etliche dieser ominösen Allianz-Häuptlinge stehen. Natürlich gibt es Mauern, Zäune und Sicherheits-Systeme, aber letztere sind in schlechtem Zustand und erste kein Hinderniss für eine neugierige Katzerin. In einige rentfernung kann sie Menschn, Robotter und sogar Drakos sehen, welche damit beschäftigt sind in leere Rümpfe Elektronik und Basis-Komponenten aus und ein zu bauen. Auf den ersten Blick ein florierendes Geschäft, bei dem die Firma das Aufrüsten gleich mit erledigt, bis sie sich auf hundert Meter genähert hat und zu ihrem Entsetzen erkennt, dass die Schiffe downgegraded werden um dann als neu und E-Gefittet mit neuen Folien über den Sitzen verwandelt zu werden. Neugierig geworden schleicht sie näher soweit sie vermag.


    #Was sind dass den Hier?, Das meiste ist ja C und B Fitting. Warum bauen die das aus? Da Waffen, Strahlenlaser, Raketenwerfer, Plasmakanonen? Die hatten Bums. Dort Panzerungsmodule, Schnelladeschilde. Was ist hier los? Wen nich diese Rückrüstungen zähle komme ich auf ... sechsunddreissig?# ... Jetzt endlich kan nsie einen genauen Blick auf die Schiffe werfen. ... #Das Cocpit ist ziemlich weit vorne. ... Erster am Unfallort sage ich da nur. Aber die Triebwerke sehen überdimensioniert aus. Wie fliegt sich die Kiste wenn da mal eins von abbricht?# ... Statt Antworten auf ihre stummen Fragen hört sie Musik aus den Raumschiffen ertönen. Niemand zeigt, dass er sie bemerkt hätte. Aus dem Schatten eines Kistenstapels heraus kann sie die Arbeiter genauer ansehen. Es herrscht eine mürrische und düstere Stimmung vor.


    Ein einzelner großer Gabelstapler kommt herangefahren, nimmt einen C-N-Wellen-Schild auf und transportiert diesen in Richtung einer der reichlich vorhanden Lagerhallen. Die Gummireifen knirschen auf dem Asphalt, als er wendet. Schagraulyn hält kurz den Athem an, als das Heck des Fahrzeug sich bedrohlich ihrem Verstecken nähert. ... #Zum Glück beherrscht der Fahrer wohl sein Fahrzeug oder er hat zumindest Glück. Genauergesagt, oder ICH habe Glück! Bei dem was hier herum steht könnte ich versuchen mir die Schiffe zu klauen, aber was passiert wenn es abgeschossen wird? Kriegt man Versicherungen dazu als gestohlen gemeldete Millitärschiffe zu ersetzen? Und klauen die dann das neue Schiff auch?# ... Bei dem Gedanken muss sie breit grinsen. ... #Das würde ganze Wirtschaffts-Systeme auf den Kopf stellen.#


    #Oha, die E-Systeme die da eingebaut werden sind nicht neu, sondern gebraucht. So als ob niemand die wirklich fliegen würde, sondern immer direkt ausbauen läßt. Mal Ehrlich wann hat irgendwer schonmal ein Schiff von der Stange geflogen. Bestimmt sind die Teile schon in dutzenden von Schiffe eingebaut worden. Zeit für die Rückkehr.#


    Es dauert keine Zehn Minuten zu dem Aussichtspunkt zurrück zu kehren und sich gelangweilt wirkend auf die Ballustrade auf zu stützen. Es dauert noch ein kleine sweilchen, bevor die beiden Scouts zurrück kommen und von ihrem neu erworbenen Wissen berichten. Ihnen ist eine gewisse redegewandte Begeisterung an zu merken. Es dauert etwas, bis das ganze einen Sinn ergibt. Die firma hatte Verträge mit dem Militär der Allianz und hat sich Finanziell überhoben. Es gab ein paar Streiks wegen der Arbeitsbedingungen und dem Geld . Es wurden Ersatz-Kräfte angeheuert und die Qualität der ausgelieferten Schiffe fiel deutlich ab. Das Militär stoppte den Deal und verlangte Nachbesserungen. Ein paar Aktionäre sahen ihre Gewinne schwinden, es kam zum Börsensturz und jetzt müssen schon eingebaute Komponenten zurrück gegben werden weil diese noch nicht bezahlt sind und das Militär noch auf der Hand mit dem Geld sitzt. Mit anderen Worten die Firma versucht verzweifelt einen Konkurs ab zu wenden und weiß nicht wem sie die Raumschiffe verkaufen soll, oder woher sie das Ganze nehmen soll, falls das Militär dann doch die Hand aufmacht.


  • [Fortsetzung]


    Die Fahrt mit der Überland-Tram dauert eine gute Stunde und beinahe hätte Billy sie überzeugt mit den Raumschiffen dort hin zu fliegen. Es währe auf jeden Fall bequemer und schnelller gewesen. Statt dessen lagen jetzt drei der vier Gossenpunks am Boden, welche der Meinung waren Raumanzug Träger hätten grundsätzlich Geld zu verschenken. Der Vierte hatte dann das Weite gesucht als sich die Tür an einer der Zwischenstationen geöffnet hatte. Es war nicht der Rede wert gewesen und auch Billy und Maria hatten ausgeteilt. Für junge Raumpiloten hatten die ganz schön farbige Kampfstiele. Während Billy tanzt und dabei tritt wie ein Pferd, nutzt Maria einen Teleskop-Stab in Verbindung mit Ausweichen. Gegen die beiden Jugendlichen hatte sie selbst sich geradezu plump bewegt und nur einen Schwinger in die Familien-Juwelen des Typen mit grünen Haaren geschlagen, worauf der sich am Boden zusammenkrümmte um von Maria einen Schlag auf die Schläfe zu bekommen.


    Eine Station später wollte ein Pärchen mit Kind einsteigen. Nach einem Blick auf den Müll am Boden entschieden sie sich kurzfristig für ein anderes Abteil. ... "Nächste Station ist unsere. Angeblich eine bessere Gegend." ... "Das ist nicht schwer *spott*." ... Mit einem quietschenden Geräusch bei dem sie die Ohren einklappt verlangsamt die Tram und hält an. Zischend öffnet eine Pneumatik die leicht verzogene Tür und ein hübscher in schmutzigem Weiß gehaltener Bahnsteig mit Sichtschutzwänden für Baustellen läd sie ein aus zu steigen. Draussen sieht sie sich um und betrachtet kritisch die handvoll armseelig gekleidete Gestallten welche in die Abteile einsteigen. Eine anscheinend neu gereinigte Treppe mit Rolltreppe führt nach Oben. Der Stadtnavigator zeigt diese als Gehrichtung an.


    Kurze Zeit später passieren sie drei deutlich schönere Bahnsteige, welche in andere Richtungen führen. Die Kleidung der Passanten ändert sich massiv zu protzig bis auffällig. Am oberen Ausgang angekommen erwartet sie dann eine glitzernde und leuchtende protzige Einkaufsmeile. Fasziniert bleibt Schagraulyn erst einmal stehen und schaut sich um. Auch die beiden anderen sind beeindruckt, aber bei weitem nicht so gefesselt wie Schagraulyn. ... "Der Raumschiff-Händler ist dort vorne in dreihundert Metern rechts."


    Mit Mühe reißt sie sich los von dem Glitzerkram und folgt den beiden Scouts. Trotzdem überrascht sie der so pompös zur Schau gestellte Reichtum und die massive Holo-Werbung, welche sie beinahe dazu veranlasst hätte den Holo-Hai mit einer gezogenen Blasterpistole zu erschießen. Sie ist froh, als sie endlich durch die hell erleuchtete Eingangstür in den Verkausf-Saal geht.


    Tatsächlich gibt es hier eine handvoll verschiedene Raumschiffe die zum Verkauf als Holobild Präsentiert werden. Daneben stehen Glas-Schaukästen mit gerade einmal einem Meter durchmessenden Miniatur-Modellen der Raumschiffe. Vier hoch gestylte Verkäufer befinden sich im Saal, sowie ein rundes Dutzend klar zu identifizierenden weibliche Androiden mit viel nichts an, welche jedem Gast gerne die Vorzüge der Schiffe erläutern. Was fehlt sind Kunden und so erheben sich alle vier Verkäufer um als erste bei dem Grüppchen Opfer zu sein. Natürlich verlangsamen sie dann um den oder die Kunden nicht zu verschrecken. Fast verzweifelt suchen sie Augenkontakt auf zu nehmen um sich hervor zu tun.


    Noch während sie überlegt wen von denen sie jetzt auswählen soll fällt ihr Blick auf die Preistafeln. ... #Zweiundzwanzig Millionen? Und dann zehn Prozent Rabatt? Das ist bestimmt ein ziemlicher Beschiss. Finden wir es heraus.#