Das Märchen von der Eroberung des Weltalls

  • Hey Leute Ich hab hier mal einen sehr Interessanten Artikel gefunden. Verfasst wurde er von Reiner Klinger.
    Der Beitrag gibt ein recht ernüchterndes Bild von den Vorstellungen der Bemannten Raumfahrt früher, jetzt und auch in Zukunft.
    Lohnt sich finde Ich den mal durchzulesen.



    Einleitung


    Heute besteht die so genannte 'Eroberung des Weltraums' in routinemäßigen Erdumrundungen in einigen Hundert Kilometern Höhe oberhalb der Erdoberfläche. Die Rechtfertigung dieser bemannten 'Weltraumfahrt' besteht derzeit einzig in Erdbeobachtungen und aus Experimenten mit der Schwerelosigkeit. Diese gegenwärtige 'Weltraumfahrt' ist nicht einmal eine extraterrestrische und zur astronomischen Forschung trägt sie nur wenig bei. Mit unbemannten Satelliten kann die bemannte Raumstation ISS nicht konkurrieren. Hierbei von Weltraumfahrt zu sprechen oder dies gar als Eroberung des Weltraums zu bezeichnen, erzeugt bei vielen Menschen völlig irreale Vorstellungen über die zu überwindenen Entfernungen im All. Startrek-Filme nach Art von Raumschiff Enterprise tragen zusätzlich zu irrealen Einschätzungen bei.


    Die Vergangenheit war von einer maßlosen Überschätzung einer möglichen Raumfahrt geprägt. Der Raumfahrt-Boom der 60er Jahre beflügelte selbst die Experten zu illusionären Phantasien: Für 1982 kündigten sie ständig bewohnte Forschungsstationen auf den Mond an und bereits für 1985 die erste bemannte Mars-Mission. Sie schwärmten von Raketen mit Atom-Antrieb, versprachen routinemäßige Flüge zum Mond und schon für 2000 den routinemäßigen Besuch des Mondes für alle Menschen.


    Inzwischen ist längst große Ernüchterung eingetreten. Es gelang bisher lediglich ein paar Menschen gerade mal die eine Lichtsekunde Entfernung bis zum Mond zu überwinden. Gegenwärtig wird höchstens noch mit einer Reise zum Mars spekuliert. Schon Menschen sicher auf den Mars und zurück zu bringen, stellt einen nie dagewesenen Aufwand für die Menschheit dar. An eine außerplanetarische Raumfahrt ist ernsthaft nicht mehr zu denken.


    Wozu Weltraumfahrt?


    Vielleicht wird es in sehr beschränktem Maß tatsächlich einmal dazu kommen, daß zwischen Erde, Mond und Mars in bestimmten Abständen Raumflüge stattfinden werden. Vielleicht werden tatsächlich einmal ständig bewohnte Forschungsstationen auf Mond und Mars eingerichtet. Von großem Interesse wäre eine astronomische Beobachtungsstation mit gekoppelten Teleskopen in einem breiten elektromagnetischen Bereich zur Beobachtung des Kosmos auf dem atmosphärenfreien Mond. Aber allen Science-Fiction-Fantasien zum Trotz, wage ich die Voraussage, daß es über den Mars hinaus keinerlei Versuche einer bemannten 'Weltraumfahrt' mehr geben wird. Dafür sind schon die praktischen Probleme schier unüberwindlich. Noch entscheidender aber erscheint mir, daß es nach dem Mars eigentlich kein naheliegendes Ziel im Sonnensystem gibt, für das sich ein Besuch für Menschen lohnt:


    Merkur ist totes Gestein und uninteressant wie der Mond,
    Venus ist für Leben die reinste Hölle,
    Neptun, Jupiter, Saturn, Uranus sind Gasplaneten. Sie haben keine feste Oberfläche auf der man überhaupt landen kann und tief im Inneren wird der Druck unmenschlich hoch,
    Die meisten Monde im Sonnensystem sind klein und nicht viel mehr als totes Gestein und Metall und lohnen keinen Besuch. Einzelne Monde zeigen vulkanische und tektonische Aktivitäten, ein Besuch lohnt kaum.
    Tatsächlich gibt es auf einzelnen Monden wie bei Titan und Europa viel Wasser und somit eine kleine Chance für primitives Leben. Aber selbst wenn wir Leben dort finden würden, muß die Menschheit sich vorher mit der ethischen Frage auseinandersetzen, ob sie in dieses Leben durch einen Besuch überhaupt eingreifen darf. Ausserdem sind diese Monde so weit von der Sonne entfernt, dass sie extrem dunkel, kalt und für menschliche Bedürfnisse sehr unwirtlich sind. Der Betrieb einer bewohnten Station wäre sehr energieaufwendig, zumal in dieser Entfernung von der Sonne nicht einmal genug Sonnenenergie zur Verfügung steht.


    Wenn im Sonnensystem keine interessanten Ziele zu finden sind, dann aber doch in unserer so unerschöpflich großen Milchstraßengalaxie. Sicher wäre die Suche und die Erforschung extrasolarer Planetensysteme äußerst interessant. Im Gegensatz zu den grenzenlosen Raumfahrt-Optimisten halte ich aber bereits das Überwinden der Distanz zu unserem nächsten Fixstern für völlig aussichtslos. So wie ich die physikalischen Möglichkeiten beurteile, sehe ich weit und breit keine technische Möglichkeit, ein solches Ziel jemals zu erreichen.


    Außerdem kann man sich an interstellare Distanzen nicht langsam herantasten. Es erfordert schon einen riesigen technologischen Sprung von einem Planeten im Sonnensystem zu einem extrasolaren Sternsystem. Dazwischen ist keinerlei Ziel, sondern nur weite kosmische Leere.


    Ein wichtiges Problem übersehen in der Regel alle, selbst diejenigen, die 'Reisen' zu den Fixsternen für technisch möglich halten. Nämlich wie will man ein lohnenswertes Ziel finden? Ein Start von der Erde ist eine Reise ins Ungewisse.


    Ich setze voraus, daß das Ziel für Reisen zu Fixsternen nur sein kann, Planeten mit Leben zu suchen und mit dortigen Lebewesen in Kontakt zu treten. Wir wissen aber nicht, ob es irgendwo Leben gibt, bevor wir zur Reise aufbrechen. Zu welchem Fixstern- System soll das Raumschiff starten? Desweiteren wird die Bevölkerung der Erde kaum je von einem solchen Raumflug profitieren können. Jeder Flug wäre für die Erdbewohner eine Frage mindestens von Generationen. Ob es überhaupt jemals einen Rückflug geben wird, ist mehr als unwahrscheinlich. Ein 'materieller' Austausch wäre also kaum von Bedeutung für die Menschheit.


    Ein weiteres Problem übersehen diejenigen gern, die im Weltraum einen neue 'zweite Erde' für die Menschheit suchen wollen. Wenn ein solcher Planet für menschliche Besiedlung geeignet sein soll, muss dort bereits eine Sauerstoff-Atmosphäre vorhanden sein. Wegen der chemischen Reaktivität von Sauerstoff kann sich freier Sauerstoff nicht lange in der Atmosphäre halten, sondern wird durch Reaktion mit anderen Elementen normalerweise sofort der Atmosphäre entzogen. Ein anorganischer Prozess, der Sauerstoff ständig in die Atmosphäre freisetzt, ist nicht bekannt. Der Sauerstoff muss wie auf der Erde ständig von pflanzlichen Lebensformen produziert werden und wird wahrscheinlich zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts über einen langen Zeitraum von anderen Lebensformen abgebaut.


    Mit anderen Worten: Ein Planet, der eine Sauerstoff-Atmosphäre besitzt, ist bereits von Lebensformen bewohnt. Der Konflikt mit 'Einheimischen' ist das mindeste, was zu erwarten wäre. Ihre Verdrängung durch Menschen ist moralisch nicht zu rechtfertigen. Zudem besteht die naive Vorstellung, dass es dort pflanzliche oder tierische Formen gäbe, die bereitwillig als Nahrung für Menschen zur Verfügung stünden. Abgesehen davon, ist es höchst unwahrscheinlich, dass sie wegen der völlig anderen Biologie für Menschen als Nahrung geeignet sind.


    Utopie interstellarer Raumflüge


    Bereits Menschen zum Mars zu bringen, stellt eine so gewaltige Aufgabe dar, dass an der Realisierung große Zweifel erlaubt sind. Jede interplanetarische Reise darüber hinaus, etwa zu den Jupitermonden, macht einen noch größeren technologischen Sprung notwendig, gegenüber dem selbst die Reise zum Mars eine Kleinigkeit darstellt. Endgültig verlassen uns unsere technischen Möglichkeiten, wenn wir an Flügen zu den nächsten Sternen oder gar durch die Milchstraßengalaxie denken.


    Astronomen gehen mittlerweile mit Selbstverständlichkeit mit kosmischen Entfernungen von vielen Lichtjahren um. Deshalb sollte man sich noch einmal klar darüber werden, was solche Entfernungen eigentlich bedeuten. Bereits unser Nachbarstern Alpha Centauri ist 4,3 Lichtjahre entfernt. Das heisst nicht weniger, dass selbst ein Raumschiff mit 1/10 Lichtgeschwindigkeit - uneingerechnet der Zeit für eine Beschleunigungsphase - bereits volle 40 Jahre zu Alpha Centauri unterwegs wäre. Doch lässt sich auch diese Geschwindigkeit nur annähernd richtig einschätzen, wenn man diese Geschwindigkeit einmal in gewohnten Einheiten ausdrückt: 1/10 Lichtgeschwindigkeit sind 108 Millionen km/h.


    Es ist keine Technologie in Aussicht, mit der man auch nur annähernd diese Größenordnung erreichen könnte. Mit bester derzeitiger Technik rechnet die NASA für den Flug zum Mars mit wenigstens 3 Monaten Flugdauer. Könnten Menschen damit zur 'Eroberung' des Weltraums aufbrechen, dann würden wir Jupiter je nach Konstellation in frühestens 3 Jahren erreichen. Auf unserer Reise zu Alpha Centauri ließen wir Pluto und damit unser Planetensystem immerhin bereits nach rund 3 Jahrzehnten zurück, wären aber noch viel länger im Einflussbereich unserer Sonne. Bei Alpha Centauri wären wir jedoch erst in 20000 Jahren.


    Wichtig ist an dieser Stelle daran zu erinnern, dass relativistische Effekte wie Zeitdehnung und Streckenverkürzung bei 1/10 Lichtgeschwindigkeit noch keine praktische Rolle spielen. Dass heißt es reicht, die Reisezeiten klassisch zu berechnen. Sie sind für Erdbewohner wie Raumfahrer gleichermaßen gültig. Selbst bei einer Reise mit 1/10 Lichtgeschwindigkeit wird keiner der menschlichen Raumfahrer, die zu Alpha Centauri aufbrechen, zur Erde zurückkommen. Bereits dieses Ziel erfordert also ein Flug von mehreren Generationen. Sollten Menschen nach 40 Jahren Flug bei Alpha Centauri angekommen sein, werden sie wahrscheinlich nichts Lebenswertes finden. Schon gar nicht könnten sie dort auf einen bewohnbaren Planeten überleben. Und selbst für astronomische Beobachtungen haben sie auf Alpha Centauri nicht viel gewonnen, denn der Sternenhimmel sieht über Alpha Centauri nicht viel anders aus als bei uns. Enttäuscht müßten die Raumfahrer wieder die 40 Jahre lange Rückreise antreten.


    Mehr lohnen könnte sich ein anderer naher Stern, Epsilon Eridani, wo vielleicht sogar ein lebenswerter Planet vorhanden sein könnte. Nur dauerte dieser Kurztripp mit 1/10 Lichtgeschwindkeit bereits über 100 Jahre ohne Rückreise. Immer noch befinden wir uns in der nächsten Nachbarschaft. Das gilt auch für die anderen nahen Planeten-verdächtigen Sterne, für deren Besuch man jeweils etwa einige Jahrhunderte benötigen würde.


    Viel Aufregendes und kosmische Extreme böte der Große Orionnebel, das nächstgelegene Gebiet mit großer Staub- und Sterndichte, voller Stern-Aktivitäten, Stern-Entstehungen und vielen äußerst heißen Riesensternen. Leider kommen wir bei der Hinreise unter 15000 Jahren nicht weg.


    Wollten wir einmal unser sicher interessantes Milchstraßenzentrum mit seinem Schwarzen Loch besichtigen, wären wir bis dahin wenigstens 250000 Jahre unterwegs. Dann hätten wir immerhin 1/4 unserer gesamten Heimatgalaxie durchflogen. Wir kämen zwar während unserer Reise an vielen interessanten galaktischen Objekten vorbei, doch würden wir wegen unserer hohen Geschwindigkeit wenig davon mitkriegen.


    Interessant wäre darüber hinaus ein Ausflug zur berühmten Supernova 1987A in der Magellanschen Wolke. Wir müssten allerdings 1,7 Millionen Jahre für den Hinflug einplanen. Und wenn wir nach diesem langen Flug endlich da sind, wäre von den Supernova-Resten nicht mehr viel zu sehen. Wer jetzt gar noch die Andromeda-Galaxie, unseren größten galaktischen Partner in unserer kleinen Lokalen Gruppe besuchen wollte, müßte rund 40 Millionen Jahre lang reisen. Auf eine Millionen Jahre mehr oder weniger kommt es da nicht mehr an. Die meiste Zeit auf unserer Reise zwischen den Galaxien befänden wir uns in monotoner Stern-leerer Umgebung. Man darf sich überlegen, wie lange man in der Andromeda-Galaxie verweilen will, damit sich die Reise lohnt. Dort könnten wir immerhin mindestens 200 Milliarden Sterne bereisen.


    Für 'praktische' interstellare Reisen sind also selbst 1/10 Lichtgeschwindigkeit viel zu wenig. Wenn wir Reisen zwischen Galaxien berücksichtigen wollten, ist für menschliche Maßstäbe sogar unerheblich, ob wir mit 1/10 oder fast Lichtgeschwindigkeit fliegen können. Unsere Reisezeiten gingen niemals unter einigen Millionen Jahren ab.


    Nun sind Geschwindigkeiten knapp unterhalb Lichtgeschwindigkeit theoretisch denkbar und das hätte sogar einen günstigen Effekt für einen Raumflug: Die Entfernungen zwischen Sternen schrumpfen und die Zeit vergeht für Raumfahrer viel langsamer. Freundschaften und Heimatgefühle über das Raumschiff hinaus kann man sich allerdings abschminken: Während eines Menschenalters im Raumschiff vergehen auf der Erde und auf anderen Planeten viele Jahrtausende und mehr. Allein Navigation und Steuerung eines so schnellen und schweren Raumschiffs dürften nicht zu handhaben sein. Unterwegs können massereiche Körper im Weg liegen oder durch ihre Gravitation die Flugbahn unvorhergesehen verändern. Ein Ausweichen vor solchen Hindernissen bei der eigenen hohen Geschwindigkeit ist praktisch unmöglich. Ein Problem bei derart großen Relativgeschwindigkeiten sind selbst kleinste Staubteilchen, die auf das Raumschiff prallen und wie gewaltige Bomben wirken.


    Doch die hohe Geschwindigkeit ist nicht einmal das entscheidende Problem bei Raumflügen, sondern die Beschleunigung: Im Gegensatz zu masselosen Licht muß Materie nämlich beschleunigt und abgebremst werden. Selbst wenn man den damit verbundene Energiebedarf decken könnte, müssen Bremsweg und Beschleunigungszeit berücksichtigt werden.


    Dann muss die Frage gestellt werden, welche Beschleunigung der menschliche Körper biologisch auch über eine lange Zeit verträgt. Ein normaler Mensch ist mit 3 G schon schwer belastet, aber selbst gerechnet mit maximalster Belastung von 15 G dauert allein die Beschleunigungsphase bis auf 1/10 Lichtgeschwindigkeit ?? Monate.


    Das führt uns zum allgemeinen Trägheits- und Energieproblem: Als Beispiel nehme man ein Generationenraumschiff mit 200 Personen, das Jahrhunderte durchs Weltall fliegen muss: Zum einmaligen Beschleunigen oder Abbremsen eines solchen Raumschiffs von 100000 Tonnen um nur 1/10 Lichtgeschwindigkeit wäre eine Energie in der Größenordnung von 1016 KWh erforderlich, ungefähr das 100fache was die ganze Erdbevölkerung gegenwärtig im Jahr verbraucht.


    Wohlgemerkt steht in den interstellaren Weiten keine bequeme Sonnen- oder Sternenenergie zur Verfügung, sondern die Energiereserven müssten mitgeführt oder 'irgendwie' aus der Umgebung entnommen werden. Sowohl das eine wie das andere dürfte ein unüberwindliches Hindernis sein. Würde man die Energieresourcen mitführen, wäre dies ein ebenso zu beschleunigender Balast, der sogar den Hauptteil der Gesamtmasse des Raumschiffs ausmacht, also im Prinzip vollkommen unrentabel.


    Nicht vergessen werden darf der Energieaufwand zur ständigen Erhaltung der geeigneten Lebensbedingungen im Raumschiff mindestens über Jahrzehnte. Man braucht Energie, um ständig auf Zimmertemperatur zu heizen, entgegen der großen Wärmeverluste an das nur wenige Kelvin kalte Weltall. Man braucht Energie für die Regeneration des permanenten Sauerstoffbedarfs und der Nahrungsversorgung allgemein. Wie kompensiert man zum Beispiel das Sonnenlicht, das Pflanzen auf der Erde zum Wachstum 'umsonst' bekommen? Insofern ist auch das häufig gebrauchte Bild vom Raumschiff Erde völlig falsch. Ein Raumschiff, das zu anderen Sternen fliegen soll, müsste vollständig autark und in der Lage sein, für eine lange Reisedauer sich selbst zu versorgen. Ohne eine nur 150 Millionen km entfernte Sonne, die verschwenderisch Energie abstrahlt, kommt nämlich selbst das Superraumschiff Erde nicht aus, obwohl es nicht einmal Energie für seine Beschleunigung braucht. Spätestens innerhalb von Stunden ging auf der Erde ohne Sonne alles Leben zugrunde.


    Nicht einmal das Sonnensystem als Gesamtheit kommt dem Bild eines Raumschiffes nah:


    Erstens ist es unmöglich, dass es seine Umlaufbahn um das galaktische Zentrum verlassen kann, geschweige dass es seinen Bewohnern gelingen könnte, die Sonne wie ein Schiff nach Belieben zu navigieren.
    Zweitens stellt das Sonnensystem mit seinen Planetenbahnen an sich schon ein so empfindliches System da, dass seine Struktur nur in sehr ruhigen galaktischen Raum stabil bleiben kann. Die Begegnung mit anderen Sternen, vielleicht schon das Durchqueren einer dichten Materiewolke, kann Planeten wie die Erde unwiderbringlich aus ihrer Bahn werfen.
    Drittens bietet auch das Sonnensystem keinen Schutz vor strahlungsintensiven kosmischen Objekten wie Supernova, Röntgendoppelsternen, Neutronensternen oder dem galaktischen Zentrum. Raumflüge dorthin müsste also auch das Sonnensystem tunlichst unterlassen.
    Unsinnige Fortbewegungsmöglichkeiten


    Wenn es nach vielen Science Fiction-Autoren ginge, dann könnten Raumschiffe zwischen den Sternen und Galaxien beliebig hin und her reisen. Energieaufwand, Beschleunigung und Zeitdauer stellen scheinbar kein Problem dar. Häufig verstößt Science Fiction hier gegen eines der grundlegensten physikalischen Prinzipien, daß Materielles niemals Lichtgeschwindigkeit erreichen oder gar schneller sein kann. Selbst beim besten Antriebsprinzip bleiben überlichtschnelle Raumflüge jedenfalls ausgeschlossen.


    Als populärstes Patentrezept werden Raumschiffantriebe mit Antimaterie genannt. Aber auch ein Materie-Antimaterie-Antrieb wird eine Fiktion bleiben. Zwar wäre der Energiegewinn aus der Zerstrahlung von Materie mit Antimaterie durchaus zu großen Beschleunigungen in der Lage. Doch muß man erst einmal ausreichend Antimaterie besitzen. Da aber nirgends Antimaterie wie Erdöl 'abzubauen' ist, muss Antimaterie erst erzeugt werden, und hierzu wird der energetische Aufwand unüberwindlich: Würde man sämtliche irdische Vorräte an fossiler Energie an einen Beschleuniger zur Herstellung von Antimaterie verfüttern, und würde man ein Auto mit Antimaterie betreiben, so könnte man gerade einmal eine 2000 km lange Strecke von Hamburg nach Rom zurücklegen!


    Ungeachtet dessen muss die Antimaterie im Raumschiff 'verstrahlungssicher' gespeichert werden, was nur mit riesigen Magnetfeldern möglich erscheint, die aber wiederum selbst gewaltige Energiemengen verschlingen. Ein Raumschiff müsste mehr Treibstoff mitführen, als es seine Nutzlastkapazität zuließe und die effektiven Treibstoffe verbrennen bei Temperaturen, die jedes Triebwerk unweigerlich zum Schmelzen bringen würde. Bleiben als Fortbewegungsmittel, die für interstellare Raumflüge in Frage kämen, eigentlich nur noch weit fantastischere 'Energiequellen' als Antimaterie. In der Science-Fiction-Literatur werden zum Beispiel genannt: Die Gewinnung von Gravitationsenergie aus der Umgebung Schwarzer Löcher oder die abgestrahlte Energie von Sternen. Aber bereits die hochenergetische Strahlung derartiger Quellen ist so gefährlich, dass man nicht in die entsprechende Nähe gelangen kann. Solche 'Quellen' sind außerdem örtlich gebunden und das Problem des Mitführens der Energieresourcen bleibt.


    Die Gewinnung der Energie 'unterwegs' im Weltraum wird schon deshalb zum Problem, weil sie bei hoher Geschwindigkeit erfolgen muss. Mal so kurz bei einem Stern anhalten ist nicht drin, schon deshalb weil die ganze Mühe und Zeit der Beschleunigung umsonst gewesen wäre.


    In der Nähe von starken Gravitationsquellen wie Schwarzen Löchern könnte theoretisch zwar ein Raumschiff durchaus stark beschleunigt werden. Die Beschleunigung müsste auch sehr groß sein, weil sie ja nur einmal erfolgt. Pech, wenn dann dem Raumschiff mitten im leeren Raum die Energie ausgeht. Aber vor allem verkraftet der menschliche Organismus diese einmalige Beschleunigung nicht - mit ziemlicher Sicherheit nicht einmal die entsprechende Nähe zum Schwarzen Loch selbst.


    Die Antriebsenergie für ein relativistisch schnelles Raumschiff müßte also eigentlich aus dem NICHTS kommen. Und sogar gibt es physikalische Theorien, wonach der leere Raum unermesslich viel Energie in Form der sogenannten Vakuumenergie enthalten soll. Dies hat nun Science-Fiction-Fantasten wieder Auftrieb gegeben. Doch die physikalischem Theorien sprechen ebenso gegen die Möglichkeit, die Vakuumenergie nutzbar machen zu können.


    Noch absurder sind Vorstellungen, wonach man so genannte Wurmlöcher erzeugen könne, mit denen es möglich sei, über den Umweg der 4. Dimension die großen Entfernungen des dreidimensionalen Raum quasi wie nichts zu durchtunneln. Aber alle theoretischen Berechnungen der physikalischen Theorien laufen auch darauf hinaus, dass solche Wurmlöcher allenfalls für quantenphysikalische Objekte möglich sind und nur eine ultrakurze Zeit existieren können. Vor allem aber ist auch hier wieder das größte Problem der große Energieaufwand, um solche Wurmlöcher zu erzeugen, wobei auch noch die Regel gilt: je größer ein Wurmloch ist, umso kurzlebiger ist es.


    Beliebt ist die Ausnutzung der relativistischen Zeitverzögerung bei einer Raumfahrt nahe der Lichtgeschwindigkeit. In der Tat würde das für die Raumfahrer die Reisezeit erheblich verkürzen. Doch setzen wir einmal bequemes Reisen unter Lebensbedingungen wie auf der Erde voraus: Auch wenn man bei Raumflügen mit Lichtgeschwindigkeit rechnet, muss man doch stets die Beschleunigungszeit miteinbeziehen. Für die erste Hälfte der Reise wird eine konstante Beschleunigung von einem 'g', der Schwerkraft auf der Erdoberfläche, und für die zweite Hälfte eine ebenso starke Verzögerung angenommen. Immerhin braucht man dann schon 1 Jahr um auf Lichtgeschwindigkeit zu kommen und ein weiteres Jahr fürs Abbremsen. Den nahen Fixstern Epsilon Eridani würden Raumfahrer in 5 Jahren, den 410 Lichtjahre entfernten offenen Sternhaufen der Plejaden innerhalb 10 Jahren in ihrer Raumschiffzeit erreichen. Ganz gut also. Nach der Rückreise unter gleichen Bedingungen würden die Raumfahrer die Erde aber nicht wiedererkennen - zuviel Eigenzeit der Erde wäre vergangen. Nach einer Rundreise zu einem 460 Lichtjahre entfernten Ziel, die das Bordteam in 25 Jahren erledigt. wäre die Menschheit 910 Jahre fortgeschritten.


    Bei sehr schnellen Reisen gibt es noch ein anderes Problem: Man sieht nichts, denn alles sichtbare Licht wird in den Röntgenbereich verschoben. Nicht nur bedeutet das die ständige Belastung mit einer lebensgefährlichen Röntgenstrahlung, sondern bei so hohen Geschwindigkeiten wird die Peilung und die Kurskorrektur zum Problem. Ungenauigkeiten beim Beschleunigen und Abbremsen wirken sich verheerend aus. Der eigentliche Haken ist jedoch der gewaltige Energieverbrauch, der es selbst jeder Superzivilisation schwierig macht, relativistische Raumfahrt jemals betreiben zu können. Anfang der 60er Jahre schätzten Sebastian von Hoerner und A.E. Purcell ab, daß auch unter optimalen Bedingungen eines Nuklearantriebs für Reisen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit pro Gramm Nutzlast 3 Megawatt aufgewendet werden müßten. Dazu kommen noch jede Menge Übertragungsstationen, die die entstandene Strahlung in eine bestimmte Richtung lenken, damit das Raumschiff angetrieben wird.


    Um 10 Tonnen Nutzlast in 2-3 Jahren Raumschiffszeit auf 98% Lichtgeschwindigkeit zu bringen, errechnete von Hoerner ziemlich groteske Anforderungen: "Wir würden 40 Millionen (Atom-)Kraftwerke brauchen mit je 15 Megawatt, dazu 6 Milliarden Übertragungsstationen mit je 100 Kilowatt Leistung, die zusammen selbst nicht mehr als 10 Tonnen Masse haben dürfen." Bei weniger Antriebseinheiten, bei etwa 'nur' 40 Kraftwerken und 6000 Übertragungsstationen, sind die 98 % der Lichtgeschwindigkeit erst nach 2,3 Millionen Jahren erreichbar. Relativistische Weltraumreisen sind also nicht drin. Reisegeschwindigkeiten von 10% der Lichtgeschwindigkeit sind eher realistisch. Die Ausströmgeschwindigkeit des Treibstoffs aus dem Raumschiff legt dabei ungefähr die erreichbare Grenzgeschwindigkeit fest. In einem chemischen Antriebssystem treten die Gase mit 3km/s aus. Mehrere Raketenstufen sind also schon nötig, um die Erde zu verlassen. Dazu braucht man 11km/s. Für einen Flug zum Mond und zurück verlangt ein chemisches Verbrennungssystem etwa 5 Stufen (Mondlandegefährt mitgerechnet). Das macht beim Start ein Raketengewicht von über dem Tausendfachen der am Ende zurückgebrachten Nutzlast notwendig. Chemischer Antrieb taugt also nur für Weltraumverkehr im Bereich der Erde und ihrer unmittelbaren Nachbarn Mond, Venus und Mars.


    Schwierigkeit eines bemannten Mars-Flugs


    Schon ein bemannter Flug zum Mars ist ein extrem aufwendiges Unternehmen. Ich halte es sogar für sehr wahrscheinlich, daß nicht einmal das Ziel Mars von Menschen jemals erreicht wird. Die jüngsten Fehlschläge der NASA mit ihren unbemannten Mars-Sonden 1999-2000 verschieben einen bemannten Raumflug zum Mars zumindest weit über das Jahr 2020 hinaus. Ohne die Kosten zu berücksichtigen, die unzählige Milliarden Dollar betragen werden, müssen viele schwierigste praktische und technische Probleme gelöst werden:


    Der Mars ist zwischen 56 und 400 Millionen km von der Erde entfernt. Nur alle 26 Monate stehen Erde und Mars so nahe beieinander, dass ein Flug mit chemischen Antrieben nur etwa 6 Monate dauert. Um denselben kurzen Weg zurück nehmen zu können und damit sich die Reise überhaupt lohnt, müssten die Astronauten 500 Tage auf dem Mars verweilen. Insgesamt wären es 2½ Jahre, die die Mars-Astronauten auf sich allein angewiesen wären.
    Die Atmosphäre auf dem Mars bietet keinen Schutz gegenüber der UV-Strahlung der Sonne und enthält außerdem Spuren von aggressiven Wasserstoffperoxid.
    Die Strahlungsbelastung für die Mars-Astronauten über mehr als 2 Jahre ist beträchtlich: Hochenergetische Ionen der kosmischen Strahlung und Protonenschauer bei Sonneneruptionen gegen die auf dem Weg zum Mars das irdischen Magnetfeld nicht schützt. Als Schutz wird eine schalenartige Hülle mit Wasser um die Astronauten-Kabinen gebraucht.
    Um die benötigte Nutzlast befördern zu können, sind völlig neue Techniken zu entwickeln. Eine Landung auf dem Mars wird durch Atmosphäre, Wetter und Schwerkraft viel schwieriger als auf dem Mond. Die Nutzlast, die landen muss, ist viel größer und muss viel präziser gesteuert werden. Für den Rückstart vom Mars braucht man einen viel größeren Schub als wie bei den Apollo-Mondmissionen.
    Der Mars ist von einer Zentimeter dicken trockenen Staubschicht bedeckt. Der feine Staub kann Raumanzüge verkleben, Visiere zerkratzen, elektrische Versorgung und technische Geräte lahmlegen. Der Staub enthält Quarz, der eingeatmet zu einer Staublunge führen kann. Astronauten und Raumanzüge müßten bei jedem Mars-Ausflug gründlich gereinigt werden.
    Nahrungs-, Luft-, Wasser- und Nährstoffquellen müssen absolut zuverlässig sein. Fiele nur ein Teil des Lebenserhaltungssystems aus, wären die Mars-Astronauten unweigerlich verloren.
    Völlig unberechenbar ist, wie die Astronauten den langen Raumflug unter ständigen Überlebensstress, Isolation, Enge, Langeweile oder soziale Konflikte psychisch überstehen. Schon deshalb muss ihnen ein gewisser Komfort im Raumschiff gewährt werden. Abwechslungsreiche Kost, Bequemlichkeit, Frischluftzufuhr, gute sanitäre Einrichtungen bis hin zu abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten ist das Mindeste. Komfort auf Apollo-Niveau reicht jedenfalls nicht.
    Darüberhinaus weiß man nicht, ob sich nicht bei den Mars-Astronauten nach einer gewissen Zeit jener Rauschzustand einstellt, den Piloten, Taucher und Fallschirmspringer als 'Break-off-Effekt' fürchten. Es darf während des gesamten Mars-Flugs über mehrere Jahre keine größeren Probleme geben und er muss auf Anhieb gelingen, denn schnelle Hilfe von der Erde wird es nicht geben. Ein bemannter Flug zum Mars ist mehr als ein Sprung ins kalte Wasser, der vorher nicht getestet und simuliert werden kann. Jeder Ausfall eines Astronauten durch eine Krankheit wäre eine Katastrophe für das gesamte Unternehmen. Allein die andauernde Schwerelosigkeit führt schon zu großen gesundheitlichen Belastungen:


    Probleme der Schwerelosigkeit


    Die Probleme interstellarer Raumflüge stellen sich noch lange nicht. Eher realistisch sind bemannte Raumflüge zu Planeten, Asteroiden und Monden im Sonnensystem und auch dazu muss man erst einmal mit den gesundheitlichen Problemen fertig werden, die durch die andauernde Schwerelosigkeit verursacht werden. Mittlerweile haben Kosmonauten und Astronauten in der Erdumlaufbahn reichlich Erfahrung mit der Schwerelosigkeit gesammelt: Der einstige Optimismus, dass ein Mensch längere Zeit den Zustand der Schwerelosigkeit ertragen kann, hat sich dabei verflüchtigt. Nach einer NASA-Statistik von 1997 klagten von 279 Astronauten 276 über Beschwerden während ihres Raumflugs. Die NASA zählt 175 medizinische Risiken auf:


    Blut wandert aus den Beinen weg und sammelt sich im Oberkörper, Folgen sind hoher Druck im Kopf, aufgedunsenes Gesicht, dünne und schwache Beine.
    Anschwellen der Rachen- und Nasenschleimhäute verändern Geschmacks- und Geruchsempfinden.
    Starker Harndrang in der Blase, weil die Sensorik im Gehirn zuviel Flüssigkeit meldet und die Tätigkeit der Nieren anregt.
    Blut tritt aus den Adern ins Gewebe über, Schrumpfen des gesamten Blutvolumens und Blutmangel.
    Versagen des Orientierungs- und Gleichgewichtssystems im Innenohr führt zur Raumkrankheit: Schwindelanfälle, Schweißausbrüche, Erbrechen und Schwäche.
    Abbau von Knochen und Muskelgewebe, dem auf Dauer nicht durch laufende Training beizukommen ist, insbesondere durch Verlagerung von Kalzium aus den Knochen und Kaliums aus den Muskeln ins Blut, Gefahr leichter Knochenbrüche.
    Geringerer Energiebedarf in der Schwerelosigkeit hat Nachlassen des Hunger- und Durstgefühls zur Folge, durch zurückgehende Nahrungsaufnahme einschließlich Knochen- und Muskelschwund Abnahme des Körpergewichts.
    Gefahr der Nierenschädigung und Nierensteine durch verstärkte Ausscheidung von Kalzium und anderen Mineralien.
    Durch Entspannung und Auseinanderziehung der Bandscheiben verlängert sich die Wirbelsäule, Rückenschmerzen sind die Folge.
    Schwächung des Herz-Kreislaufsystems durch geringere körperliche Aktivität, der Kaliumverlust beeinflusst Herztätigkeit bis zu Herzrythmusstörungen.
    Rückgang der Sauerstoffversorgung infolge verminderter Produktion roter Blutkörperchen, Nachlassen der Ausdauerleistung.
    Schwächung des Immunsystems unter anderen wegen nachlassender Tätigkeit der Lymphozyten, die Krankheitsanfälligkeit nimmt zu.
    Insgesamt scheinen bleibende Schäden nach mehreren langen Aufenthalten in der Schwerelosigkeit nicht vermeidbar zu sein. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Schwierigkeiten: Harn und Kot müssen 'geschlossen' abgelassen werden, denn sie fallen nicht nach unten. Sie müssen ab- oder aufgesaugt werden. Körperreinigung, Haare- oder Nägelschneiden sind in der Praxis schwierig.


    Die Quintessenz aller Erfahrungen lautet, dass der biologische Mensch nicht für ein Leben in Schwerelosigkeit geeignet ist. Für längere Raumflüge ist daher eine künstliche Schwerkraft an Bord angebracht, die kann realistischerweise nur durch ständige Rotation des Raumschiffs erreicht werden. Ein solches Raumschiff muss aber groß und so konstruiert sein, damit es an Bord nicht zu permanenten Wechsel der Schwerkraftverhältnisse kommt. Wahrscheinlich bedeutet jedoch für eine interplanetarische Raumfahrt der hochenergetische Sonnenwind und die kosmische Strahlung eine noch größere Gefahr. Zur Abschirmung benötigt der Mensch zumindest ein etwa 2m dickes Material. Der Aufwand ein solch großes und sicheres Raumschiff zu bauen, ist riesig und scheitert wahrscheinlich schon an der Materialbeschaffung und an den ökonomischen Möglichkeiten.


    Abschließende Worte


    Bei realistischer Einschätzung kommt man an der Feststellung nicht vorbei, dass es komplexen Lebensformen wie den Menschen mit einiger Sicherheit niemals gelingt, ihr Planetensystem und den Heimatstern Sonne zu verlassen. Eine Weltraumfahrt zu den Sternen wird warscheinlich für immer ein Traum bleiben. Science Fiction bleibt Science Fiction. Entsprechende Literatur oder Filme wie Raumschiff Orion oder Enterprise sollte man als moderne Märchen verstehen, und sich stets darüber klar sein, dass ihnen keinerlei Realität zukommt.


    Die Menschheit muss sich davon verabschieden, die Lösung irdischer Probleme in der Weltraumfahrt zu anderen Planeten des Sonnensystems oder zu anderen Sternen zu suchen. Diese Einsicht bedeutet letztlich auch, dass Existenz der Menschheit und die allen Lebens auf der Erde spätestens mit dem Erlöschen der Sonne ein unabänderliches Ende gesetzt ist. Ein Ausweichen in den Weltraum ist nicht möglich.


    Manche Rohstoffe von Mars und Mond könnten für die Menschheit nützlich sein und abgebaut werden. Aber die Mengen, die die Menschheit tagtäglich an Energie und Rohstoffen verbraucht und so auf diese Weise die Vorräte der Erde ausbeutet, sind unmöglich durch einen entsprechenden Nachschub von irgendwelchen Planeten, Monden oder Asteroiden zu ersetzen. Der Abbau und der Transport zur Erde ist nicht nur unwirtschaftlich, sondern verbraucht selbst gewaltige Kapazitäten. Allein die notwendige Transportkapazität mit Raumschiffen zu erreichen, ist völlig unrealistisch. Selbst der Mond fällt als wirtschaftliche Rohstoffquelle weitgehend aus. Fossile Brennstoffe gibt es gar nicht. Und viele anorganische Rohstoffe können nicht abgebaut werden, weil es keine Lagerstätten wie auf der Erde gibt. Schließlich hat es auf dem Mond niemals tektonische Bewegungen und geologische Anreicherungsprozesse oder Gesteins-Metamorphosen gegeben. Gleiches gilt für alle anderen Planeten und Monde des Sonnensystems.


    Vor allem ist es völlig abwegig, die Lösung irdischer Bevölkerungsprobleme in einer Aussiedlung auf Mond oder Mars zu sehen. Gegenwärtig wächst die Erdbevölkerung jeden Tag um einige 1000 Menschen. Wie will man mit der Umsiedelung mittels Raumflüge zum Mars mit diesem Tempo Schritt halten und die notwendigen Siedlungen dafür schaffen? Dieselben Einschränkungen, wie sie für menschliches Leben gelten, treffen natürlich genauso auch auf jede außerirdische Lebensform zu. Demnach sieht es so aus, dass selbst für noch so intelligente Außerirdische interstellare Weltraumreisen unmöglich sind. Ein grundsätzliches Dilemma wird offensichtlich: Intelligentes Leben beruht auf komplex strukturierter Materie, die aber zum Leben äußerst hohe Anforderungen stellt und spezifischste Lebensbedingungen braucht. Um eine interstellare Raumfahrttechnologie entwickeln zu können, müssen Lebewesen hochintelligent sein, aber je intelligenter die Lebewesen sind, desto anspruchsvoller sind ihre Lebensbedingungen und ihr Energiebedarf. Für eine Reise durch die weiten lebensfeindliche Bereiche des Kosmos sind das denkbar schlechte Voraussetzungen. Eine noch so hoch entwickelte Technologie kommt an dem grundsätzlichen Energiedilemma nicht vorbei.


    Allein aus diesem Grund ist ein Besuch von Außerirdischen bei uns, die noch dazu biologisch uns ähnlich sein sollen, äußerst unwahrscheinlich, und jeder Interpretation von UFO-Beobachtungen als Außerirdische Herkunft ist zutiefst zu mißtrauen.

  • Der gute Reiner Klinger beschreibt die Problematiken aus der heute technischmöglichen Sicht.
    So wie Jules Verne in seinem Roman "Die Reise zum Mond" die Raumfahrt aus der damaligen Sicht beschreibt.


    Wobei der Autor schon jetzt den aktuellen Stand der Technik ignoriert. Immerhin leben ja schon Menschen monatelang im Weltraum.


    Seine persönlichen ethisch moralischen Probleme zu einer theoretischen Besiedlung einer anderen Welt werden andere nicht haben und sind deshalb wenig relevant.


    Und wenn ich sowas lese:
    "Darüberhinaus weiß man nicht, ob sich nicht bei den Mars-Astronauten nach einer gewissen Zeit jener Rauschzustand einstellt, den Piloten, Taucher und Fallschirmspringer als 'Break-off-Effekt' fürchten."


    Der gute Mann sollte nicht über Dinge schreiben, wo er sich nicht auskennt! Der schmeisst nämlich fröhlich Aspekte durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben.


    Rauschzustand beim Tauchen kommt von Stickstoffaufsättigung im Körper des Tauchers durch den erhöhten Umgebungsdruck, die ab einer gewissen Tiefe eine berauschende Wirkung hat! Stichwort Tiefenrausch! Thema jeder Taucher-Grundausbildung.


    Break-off-Effekt: Ich tauche so tief, das meine Luft nicht ausreicht, um sicher zurückzukommen. Kenne keinen Taucher der sich davor fürchtet. :D
    Denn sowas macht man dank Tauchgangsplanung nicht. Genausowenig, wie man nicht einfach so aus dem 10ten Stock hüpft, es sei denn ...


    Natürlich kann ein Taucher bedingt durch den Tiefenrausch auch zu tief tauchen, aber was hat das mit der Raumfahrt zutun? :sm46:


    Der auch tauchende Cmdr Joe Wanderer

  • Hi Ian Hunter St. John,


    also der Artikel von Reiner Klinger, den Du da wiedergibst, ist ja wohl die größte Ansammlung von Pessimismus bezüglich der Eroberung des Weltraumes, über die ich seit langem gelesen habe.


    Ich will hier nicht die einzelnen Punkte nochmal durchkauen, nur zwei Anmerkungen dazu:


    1. Ich halte es für völlig falsch, wenn Menschen behaupten, die absolute Wahrheit über ein Thema gefunden zu haben, die bis in alle Ewigkeiten gelten wird.


    Egal ob es sich um wissenschaftliche Erkenntnisse, um ein Naturgesetz, um eine physikalische Konstante oder um eine Religion, um Sagen, Mythen und Legenden, um eine Verschwörungstheorie oder was auch immer handelt - in jeder Sekunde werden neue Erkenntnisse gewonnen, in jeder Sekunde vermehrt sich das Wissen des Menschen, in jeder Sekunde ist es möglich, dass Dinge, die bisher für unmöglich gehalten wurden, durch neue Erkenntnisse plötzlich möglich werden, in jeder Sekunde ist es möglich, dass Rätzel, die bisher nicht erklärt werden konnten, durch neue Erkenntnisse plötzlich gelöst werden.


    Kurz gesagt, der menschliche Intellekt und das menschliche Wissen sind nichts Statisches, sie entwickeln sich ständig weiter. Die Ansichten von Reiner Klinger beruhen offensichtlich auf den gegenwärtigen Stand von Wissenschaft und Forschung sowie auf einer riesigen Portion Pessimismus, da bin ich vollkommen anderer Meinung.


    2. Ich finde, wir sollten etwas mehr Vertrauen in den menschlichen Erfindergeist und Entdeckerdrang haben, beides gehört zur Natur unserer Spezies.


    Falls es uns gelingt, die anstehenden Probleme (Erhaltung des Weltfriedens, Geburtenkontrolle, Bekämpfung der Armut auf der ganzen Welt, Verhinderung der Klimakatastrophe, sinnvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen usw. usw.) zu lösen und wir gleichzeitig das Glück haben, nicht von möglichen globalen Katastrophen (Asteroideneinschlag, Ausbruch eines Megavulkans, Verschiebung der Erdkruste, neue Eiszeit usw. usw.) insgesamt als Menschheit vernichtet zu werden, dann werden wir eines Tages auch ins All aufbrechen und uns über unsere Galaxis, eventuell noch weiter ausbreiten.

  • Interessanter Thread.


    Scheinbar deprimierende Realität im Artikel und Hoffnung und Vision in den ersten Posts darunter.
    Im Moment scheint bei der Menschheit der neugierige Blick nach Oben dem monetären Denken gewichen zu sein. Sollte hier eine Umkehr stattfinden und wir unsere Probleme mit der Umwelt auch noch lösen, ja dann, aber erst nur dann werden wir die Blicke wieder nach Oben richten.

  • Hey Dewie-54
    ich finde den Artikel interessant, Ich sagte nicht dass Ich jeden Aspekt davon glaube ABER das meiste davon entspricht leider der Warheit. Ich würde mir auch wünschen dass die Menschen wie in Elite im Jahr 3200 die Galaxie besiedeln jedoch bezweifle Ich dass je ein Mensch den nächsten Stern erreichen wird.
    Ich würde es schon für einen unglaubliche Leistung halten wenn wir es schaffen unser Sonnensystem zu besiedeln mit künstlichen Kolonien, Aussenposten und Raumstationen aber darüber hinaus wird mit der bemannten Raumfahrt woll ende sein.
    Die Distanzen sind einfach zu groß.
    Aber trotz alledem denke muss die Menscheit es versuchen in den Weltraum zu expandieren um auf dauer zu Überleben (jedenfalls in dieser technologisierten form) koste es was es wolle . :sm19:

  • Visionen hat Reiner Klinger hier wohl nicht. Und Visionen braucht man, Visionen formen unsere Wirklichkeit mit!


    Hätte man im Mittelalter jemanden versucht einen Computer zu erklären, wäre man wohl auf dem Scheiterhaufen gelandet.


    Ich denke, wir werden in Zukunft sehr wohl die Weiten des Weltalls erforschen, mit Methoden die heute aber kaum vorstellbar sind. Leider sind wir aber gerade dabei uns selbst durch die Zerstörung unserer Umwelt zu gefährden. Hier liegt meiner Meinung nach einer der größten Gefahren. Nicht das die menschliche Rasse ausstirbt, aber dass Krieg, Hunger und Mangel unser Wissen zerstört und uns weit zurück wirft.

  • Der Autor scheint keinerlei Referenzen zu haben. Ein Anwalt und ein Tierarzt stehen bei Google weiter oben in den Suchergebnissen, also kann man den Typen getrost ignorieren. Er scheint ein kleines Licht zu sein und auch seine Ausführungen waren nicht sehr erhellend.


    Ausserdem ist der Artikel von 2003. Er postulierte das es keine Nuklearantriebe bei Raumfahrzeugen geben würde....


    Und heutzutage: Curiosity ist bestimmt nicht der einzige Roboter der mit einer Nuklearbatterie läuft. Und es sind erst 13 Jahre vergangen.


    Warten wir mal noch ein paar Jährchen ab... Mal sehen wo er sich noch geirrt hat.

    ... übrigens ...

    ... Der Kaffeesatz gehört in die Biotonne ...


    .

  • Quote from Ian Hunter St. John

    Es gelang bisher lediglich ein paar Menschen gerade mal die eine Lichtsekunde Entfernung bis zum Mond zu überwinden.


    Es hat nie eine Mondlandung gegeben. Punkt.

  • Hi,


    vor jedem Absatz sollte ein "nach heutigem Kenntnisstand stehen.


    Und auch dann ist Einiges nicht ganz richtig gedeutet bzw. nicht zu Ende gedacht. Z. B. ist es schon richtig, das die theoretisch erreichbare Geschwindigkeit nicht reicht, um interessante Punkte im Weltraum zu erreichen. Die theoretische Physik hat aber andere Beispiele parat, wie trotzdem grosse Distanzen in kürzester Zeit zurück gelegt werden können, nämlich durch die Krümmung des Raums. So können Ziel - und Endpunkt näher zusammen rücken, im Extremfall sogar übereinander gelegt werden. Dann ist keine hohe Geschwindigkeit mehr nötig, um von einem zum anderen Punkt zu gelangen. Und das, was heute Theorie ist, kann morgen schon Praxis sein. Das war immer so und das wird immer so sein.


    Und die Möglichkeit der Krümmung des Raumes wurde sogar schon nachgewiesen.


    Grüsse
    Josh

    Grüße
    Josh (Cmd Crazy Pilot)

  • Salvete St. John,


    aus welchen angestaubten Archiv hast Du denn diese Textdatei hervorgekramt? Die Librum Arcanum auf New Vatican?? Da hättest du auch gleich nochmal 1000 Jahre weiter in die Vergangenheit gehen können. Dort haben Sie nämlich Stein und Bein behauptet das die Erde flach ist und jeder der was anderes behauptet hat wurde schneller gegrillt als ein ROA Bäuerchen macht. Obwohl nochmals 1000 Jahre zurück bereits die logischen und mathematischen Beweise (empirisch und schön aufgearbeitet) da waren, das die Erde eine Kugel sein muss UND um die Sonne kreist. (Aristarchos von Samos)


    Du musst diese armen und primitiven Menschen dieser Zeit verstehen. Ebenfalls waren Sie der festen und unumstösslichen Überzeugung das fossile Brennstoffe Transport und Energie gewährleisten, moderne Kommunikation war erst seit ein paar Jahren verfügbar und es wurde die stille Hoffnung gehegt das die Computertechnik eine schnaffte und wundervolle Zukunft ermöglichen könne. Und mehr als die Hälfte der Bevölkerung hatte nicht mal Zugang zu den "Segnungen" der neuen Welt (also aus damaliger Sicht). Insbesondere waren Sie total versteift drauf das die Künstliche Intelligenz alles besser machten könne. Die nuklearen Wüsten von Persien und Korea sind heute noch Zeugen dieser "tollen" Zukunft. Als Mitte des 22. Jahrhunderts fanatische Religiöse endlich ein paar ausgediente Atomsprengköpfe in die Hand bekamen um den Ungläubigen das Flammende Schwert Gottes zu verpassen hat die Nato/UN-VerteidigungsZentraleinheit kurzerhand den Nahen Osten endgültig in eine Wüste verwandelt. Folge: 150 Millionen Tote und nochmal die selbe Menge an Flüchtlingen .Der China/Korea-Krieg hat eine viertel Milliarde Menschenleben gekostet nur weil die "Zentrale Partei-KI" der Chinesen das potenzielle Erstschlagsrisiko der Koreaner überschätzte und kurzerhand mit 12 ICBM´s Südkorea in eine Insel verwandelte. Weitere 1 Milliarde Menschen mussten fliehen und ihre verstrahlte Heimat verlassen. Nachträglich stellte sich heraus das die Koreaner nicht mal über die Technik eines vernünftigen Trägersystems verfügt haben. Und wenn schon jemand Menschen umbringt....dann wir selber! Nur traurig das wir heute noch nicht weiter sind!!!


    Zwei Dinge haben wir diesen furchbaren Ereignissen zu verdanken. Die Menschheit entschloss sich endlich Computer nur noch für die manuelle Tätigkeiten einzusetzen und die "Denk- und Entscheidungsarbeit" menschlichen Gehirnen zu überlassen. Da man unemotionalen Systemen einfach nicht genug vertrauen kann. Die Asimov-Regeln der Robotik hätten zwar weiterhelfen können, aber als wir den Computern erlaubten sich selbst zu verbessern und zu reproduzieren waren diese Regeln natürlich die ersten welche "deinstalliert" wurden. Und....durch diese abscheulichen und katastrophalen Ereignisse ist es erstmals passiert, das die gesamte Menschheit zusammen gerückt ist und mit vereinten Kräften den Überlebenden und Geflüchteten geholfen hat. Denn allen war klar....es hätte Sie genauso treffen können. Dieser Akt der Barmherzigkeit und Güte hat es geschafft das so viele Hände und Gehirne für das grosse Ganze zusammenarbeiten. Und als Erkenntnis...........letztendlich ist alles zu erreichen, wenn nur genügend mithelfen!


    Bevor ich jetzt als Gscheithaferl für Geschichte eingehe...nur noch eins: In einen Punkt hat der gute Mann natürlich Recht. Der Mensch ist nicht für das All geschaffen worden! Aber wenn wir eins sind...dann erfinderisch und anpassungsfähig. Was nicht passt wird passend gemacht.


    Aus seiner damaligen Sicht konnte er nicht wissen das unsere Medizin Strahlung und zwar jeglicher Form heilen kann. Sogar ZTT (Zoancisches Tourette Tripper, eine böse Abart des Leipziger Pimmelschnupfens) ist mittlerweile heilbar, vor 50 Jahren noch undenkbar. Und hey...die älteste Frau ist mittlerweile 360 und sieht immer noch verdammt knackig aus ;) Gentherapie sei dank. (nun gut...ich frag mich was bei Frau Torval schief gelaufen ist!?)


    FSA zur Krümmung des Raumes, für uns eine alltägliche und sichere Technik, war vor 500 Jahren noch absolut undenkbar. Die Wissenschaft war einfach noch nicht soweit. Wir treffen heute noch Generationenschiffe welche vor hunderten Jahren mit konventionellen Fusionstriebwerken in die Dunkelheit des Alls aufbrachen um neue Aussenposten zu bauen. Die meisten der Passagiere brauchen Jahre um zu verstehen......das Sie von Menschen empfangen/abgefangen wurden da sie teilweise nicht mal über Subraumkommunikation verfügen. Und diese waren 500 Jahre weiter als unser Spezi mit seinen düsteren Gedanken zur bemannten Raumfahrt. Und Wir !? Obwohl wir immer noch keine Ahnung haben was im Witchspace so genau passiert und was dort "wo" ist oder "wer" dort "was" ist....bringt es uns trotzdem (bis auf ein paar klitzekleine Ausnahmen, aber hey, no risk...no fun) dorthin wo wir wollen.


    Gravitationspanzerung um künstliche Schwerkraft zu simulieren!? Woher hätte er den wissen sollen das eine Titanlegierung mit einer hauchdünnen Neutroniumlackierung die einfache wie nützliche Lösung für die riesigen Rotationsschiffe der Vergangenheit waren. Aus seiner Sicht war die Bergung von Neutronium undenkbar. Nebenbei war dies auch die Lösung für eine Reihe weitere Probleme von denen Dein Autor schreibt.


    Materie-Energie Konversion/Rekonversion sichert uns Nahrung und Lebenserhaltung im All, Wasserstoff-Kaltfusionsreaktoren versorgen uns mit ausreichender und unbegrenzter Energie (häufigstes Element im Universum) - wäre damals nicht ein Geisteskranker auf die Idee gekommen die Plasmainduktoren kreuzweise anzulegen hätten wir niemals die Kaltfusion entdeckt. Naja....wärs schief gegangen hätte sich der ganze Planet entzündet ;)
    Wasser gibts ja genug auf der Erde. Subraumharmonik für die Schildgenerierung welche uns vor Gefahren schützt löst noch weitere seiner aufgezählten Probleme.


    Heisenberg-Kompensatoren................ehrlich gesagt weiss ich auch nicht wofür die genau da sind. (weiss ich schon :sm20: aber passt hier nicht rein) Nur das Sie irgendwas mit Unschärfe zu tun haben. Aber hey, ich bin Explorer auf einer sehr langen Reise..... und keine theoretischer Quantenphysiker.


    Du siehst also....der Typ konnte es gar nicht besser wissen und anscheinend fehlte ihm auch eine gehörige Portion an Phantasie und Vorstellungskraft. Aber solche Typen gibts ja leider viele, auch heute noch.


    Fly and land safe.


    V.


    RP off: Danke das du meine Immersion durch den Artikel kurzzeitig erschüttert hast. Ich flieg jetzt weiter und such ein Schwarzes Loch was ich nach dem Spacken benenne :sm2:

  • Jedes Lebewesen auf diesem Planeten hat einen inneren Drang sich auszubreiten, Grenzen zu überwinden und neue Lebensräume zu erschliessen. Vom kleinsten Einzeller ob Pflanze oder Tier bis zum im Moment am höchst entwickelten Leben dieses Planeten dem Mensch.


    Neben Pionieren gab es gab es zu allen Zeiten auch Bremser und Zauderer mit solche Aussagen: Wenn Gott wollte, dass der Mensch fliegt, hätte er ihm Flügel geschenkt, oder man solle/könne nicht das offenen Meer erforschen wegen den dort lauernden Gefahren. Trotzdem gab es immer Menschen die dies trotzdem taten, tun mussten aus tiefem inneren Antrieb heraus.


    Genau wie früher entpuppen sich heutige Pioniere als Privatpersonen. Regierungen, Staaten wollen dafür wohl kein Risiko auf sich nehmen und keine Ressourcen investieren.


    Früher hiessen die Seefahrer Vespucci , Kolumbus, Magellan.
    Heute Elon Musk http://www.spacex.com, Richard Branson http://www.virgingalactic.com/ Mark Zuckerberg, Stephan Hawking und Yuri Milner http://www.wiwo.de/technologie…ha-centauri/13444086.html

  • Quote from Akula Siron [BBfA]

    BITTE sag mir, dass du das nicht ernst meinst!


    Warum sollte er ?


    Es gibt Theorien, die Meinungen bilden, zumindest aber nachdenklich stimmen.


    Ich selber war nie oben, kann also nicht sagen, ob Fake oder Wahrheit, da ich nur Bilder aus Medien kenne

  • Quote from Robber

    Warum sollte er ?


    Es gibt Theorien, die Meinungen bilden, zumindest aber nachdenklich stimmen.


    Ich selber war nie oben, kann also nicht sagen, ob Fake oder Wahrheit, da ich nur Bilder aus Medien kenne


    Wenn aber irgendwas daran stimmen sollte, dass wir nie auf dem Mond waren, gäbe es schon lange einige Menschen, die genau das GARANTIERT ausgepackt hätten (Menschen können eh nicht anders..). Bis dato wurde diese Theorie aber nie, von niemanden bestätigt. Und warum, weil es nicht so war. Hier gibt es keinen Zweifel, wir waren natürlich auf dem Mond. Und wenn ich über alles sage, "ich war ja nicht dabei", kann ich mich gleich in einen dunklen Raum einsperren und dies als mein Weltbild titulieren. Ich weiß, es ist schwierig, die Waage zwischen Vertrauen und Misstrauen zu halten, aber auf dem Mond waren wir :)

  • Quote from Robber

    Warum sollte er ?


    Es gibt Theorien, die Meinungen bilden, zumindest aber nachdenklich stimmen.


    Ich selber war nie oben, kann also nicht sagen, ob Fake oder Wahrheit, da ich nur Bilder aus Medien kenne


    Jaja. Verschwörungstheorien
    Wo war das noch mal ? ....


    Ah ja hier: Eidechsen regieren die Welt !!
    https://www.woz.ch/-1971 :sm2: :sm12:

  • Früher glaubten alle, es sei unmöglich zum Mond zu fliegen, aber es ist möglich.
    Heute haben wir das Umgekehrte: Alle glauben, es ist möglich, zu den Sternen zu fliegen.


    Wo der Artikel irrt, ist, dass wir nicht wüssten, was uns am Ziel erwartet. Die nächsten Generationen der Weltraumteleskope werden sehr genau herausfinden können, wie das Ziel aussieht. Der Fortschritt hier ist sehr groß und er wird weitergehen. Das ändert aber nichts daran, dass es in der bemannten Raumfahrt keinen Fortschritt gibt.


    Insgesamt ist es relativ einfach: Wenn nicht irgendetwas Neues entdeckt wird, auf das es bisher noch keinerlei Hinweise gibt, wie einen Hyperraum und man die Entfernungen mit klassischen Antrieben und Beschleunigungen überwinden muss, dann geht es nicht.


    Interessant ist auch der folgende Aspekt: Wenn eine Zivilisation einen Antrieb entwickeln würde, mit dem man ca. 15 Lichtjahre weit springen kann, wie in Elite, dann wäre innerhalb kürzester Zeit die gesamte Galaxis von Forschern dieser Zivilisation bereist, wie Elite gezeigt hat.

  • Ein wenig distanzierte Betrachtung der Dinge in Ehren, aber der Artikel ist schon ein wenig destruktiv.
    Ich glaube auch nicht, dass wir in absehbarer Zeit unser Sonnensystem verlassen werden, aber gleich alles in Zweifel zu ziehen ist schon heftig. Vor einigen Jahren glaubten alle "seriösen" Wissenschaftler noch, dass Leben auf anderen Planeten nur auf erdähnlichen Planeten möglich ist. Mittlerweile bestreitet kaum noch jemand die Möglichkeit von Leben auf Io und anderen Monden/Planeten in unserem eigenen Sonnensystem. Die Zahl der Exo-Planeten, die wir entdecken nimmt praktisch Täglich zu. Das Wissen um das Universum explodiert im Moment gerade zu. Auf diesem Hintergrund eine derartige Prognose abzugeben ist schon gewagt.
    Aber vielleicht wollte der Autor diese Artikels ja auch nur eine Lobby bedienen und Zuwendungen, die jetzt in die Weltraumforschung gehen, in eine ihm genehme Richtung beeinflussen. Weiß man`s ...?

  • Quote from CMDR Baelor

    Vor einigen Jahren glaubten alle "seriösen" Wissenschaftler noch, dass Leben auf anderen Planeten nur auf erdähnlichen Planeten möglich ist. Mittlerweile bestreitet kaum noch jemand die Möglichkeit von Leben auf Io und anderen Monden/Planeten in unserem eigenen Sonnensystem. Die Zahl der Exo-Planeten, die wir entdecken nimmt praktisch Täglich zu. Das Wissen um das Universum explodiert im Moment gerade zu.


    Das alles hat aber nichts damit zu tun, dass es bei der bemannten Raumfahrt keine Weiterentwicklung gibt und, dass diese auch nicht möglich ist, wenn man ein Raumschiff mit der bisher bekannten Physik betreiben muss.



    Quote from MetZwerg


    @ icon:


    :sm12: :sm12: :sm12: :sm2: :sm12: :sm12: :sm12:


    Auch die dramatische Weiterentwicklung der Computer lässt wenig Rückschlüsse auf die bemannte Raumfahrt zu. Wenn man zur bemannten Raumfahrt guckt, dann wurden die Prognosen dort genauso stark unterboten wie sie bei den Computern überboten wurden:


    "Noch vor dem Jahr 2000 wird es auf dem Mond vollklimatisierte Städte geben, in denen man wesentlich komfortabler als auf der Erde leben kann. Zuerst für die Wissenschaftler, später auch für ihre Familien. Die Kinder können dort die Schule besuchen. Nur zum Universitätsbesuch werden sie vorerst noch zur Erde zurückkehren müssen. Dort werden sie sich aber schnell nach der keimfreien Luft und der geringen Mondschwere zurücksehnen." (Wernher von Braun)